Stehen die Verrückten Fanatiker
Von ISIS nun für den Islam oder
Haben sie nur eine besonders
Perverse Spielart des Aberglauben
Entwickelt der meint der einzig
Wahre zu sein und tut was der
Prophet einst tat oder zumindest
Meint so zu handeln und was ist
Für uns wer dieser Spielart sich
Zugehörig fühlt dies verbrecherische
Treiben bejaht und bejubelt
Wie die Legitimation der
Vergewaltigung und Versklavung
Der Ermordung der Gegner denn
Seltsam genug wird es für nahezu
Alles eine Stelle im Koran geben
Aus der sich dies auslegen ließe
Müssen wir schon die Ideolgie hier
So bestrafen wie die Tat und also
Salafisten Predigern das Predigen
Hier verbieten und den Aberglauben
Da offensichtlich Unrecht verfolgen
Wer kennt die Wahrheit des Glauben
Oder sollten wir uns darauf einigen
Was als Menschenrecht gilt und wer
Dies verletzt wird von den UN verfolgt
Könnte der Wahnsinn der Fanatiker
Einen Krieg rechtfertigen wie noch
Gegen die wahnsinnigen Anhänger
Eines Hitler wo es galt die Vernichtung
Von Millionen zu stoppen auch wenn
Dies erst spät ein Eingreifen begründete
Vor allem wohin führt ein nur Sieg
Was muss auf den Krieg folgen
Wie kann der Region eine Perspektive
Auf Dauer gegeben werden
Damit nicht mehr viele meinen
Für den erdachten Gott sterben
Sei besser als schöner zu leben
Welche Institutionen brauchen wir nun
Die Menschenrechte garantieren
Unabhängig vom regionalen Aberglauben
Wann wagen wir das zu diskutieren
Statt zuerst mit wehenden Fahnen
In den Krieg ohne Lösung zu ziehen
Zu töten und das morden fortzusetzen
Statt erst einen Plan zu machen
Bevor wir bombadieren oder noch
Bodentruppen befürworten ohne
Eine dauerhafte Friedenslösung
Weiß nicht ob der ISISlam noch
Eine Spielart des Islam sein kann
Ob die Fanatiker nur falsch auslegen
Es ist mir auch egal nur muss die
Welt ein Mittel finden solchen
Klare Grenzen zu ziehen denn
Es mag jeder für sich glauben
Was ihm gefällt sobald es um
Andere geht muss deren Freiheit
Anders zu sein geschützt werden
Erst wenn wir uns da einig sind
Kann ein Krieg gegen ISIS gut sein
Eine Lösung versprechen
Bis dahin sollten wir mehr an der
Künftigen Lösung arbeiten statt
Ziellos zu bombadieren ohne
Etwas zu wollen noch andere
Zu moralischem Handeln streng
Ermahnen von dem wir selbst
Keinen Plan haben wohin
Um den Islam sollte es besser
Gar nicht gehen der sei privat
Besser wir einigen uns darauf
Es ist also egal ob ISIS noch
In irgendeine islamische Form
Oder Auslegung des Koran
Vielleicht passte wichtiger ist
Wie wir es auch drehen
Es verletzt andere die nun
Von der Welt zu schützen sind
Nicht von einem Staat der gern
Den Weltpolizisten spielt
Bomben beschützen niemand
Solange es keinen Plan gibt
jt 13.10,14
Montag, 13. Oktober 2014
ISISlam
Orgasmuslügen
Eine neue italienische Studie
Lässt die Diskussion um den
Weiblichen Orgasmus wieder
Neu aufflammen und behauptet
Es gäbe keinen G-Punkt mehr
Noch einen vaginalen Orgasmus
Vielmehr sei der weibliche Punkt
Den Höhepunkt zu erreichen
Immer die Klitoris die eben wohl
Verschieden stimuliert wird wozu
Sie eine große Studie mit Frauen
Betrieben die Fragebögen sorgsam
Ausfüllten was es mit ihrem
Höhepunkt auf sich hätte doch
Eigentlich ist diese Diskussion
So entbehrlich wie die des ob
Denn nach der Studie kann jede
Klitoral zum Höhepunkt kommen
Nur alles andere sei eine Täuschung
Frage mich wozu der Aufwand
Wer solchen Unsin finanzierte
Kann doch heute jeder wissen
Der nervus pudendus mit seinem
Zweig dem Kitzlerrückennerv
Entspringt in der Wirbelsäule
Läuft über die Vagina bis eben
Zur Klitoris wo er nur endet
Warum dieser Nerv nicht mit
Gleich orgiastischer Wirkung
An vielen Stellen seines Verlaufs
Stimuliert werden könnte scheint
Nicht bedacht worden zu sein
So spricht die praktische Erfahrung
Meiner viel kleineren Studie klar
Gegen das vorliegende Ergebnis
Warum und wie sollte Frau sonst
Einen vaginalen Orgasmus vorspielen
Wie kämen Frau nach Klitorektomie
Sonst nur im Wege des Analverkehrs
Vor allem aber ist jede Frau anders
Wird die eine hier die ander mehr
Dort stimuliert und es ist Unsinn
Dass es nur einen Weg nach Rom
Gäbe vielmehr wussten doch schon
Die Römer alle Wege führen dorthin
Sofern wir uns miteinander auf den
Selbigen machen statt Erwartungen
Zu haben wie Frau funktionieren muss
Steigen auch die Chancen zum Glück
Keine muss oder kann nur so
Aber viele könnten mehr genießen
Wenn die Suche nach einem Punkt
Endlich aufhört um sich ganz zu
Genießen voller Lust
jt 13.10.14
Nullfarbe
Ist die schwarze Null noch Ziel
Oder macht die Infragestellung
Dieses schwäbischen Haushalts
Den Fragesteller Stegner sogleich
Zur roten Null wie die Koalitionspartner
Von der CDU ihn sogleich nannten
Die lieber noch mehr sparten um
Ordentlich dazustehen auch wenn
Alle Ökonomen der Welt mittlerweile
Das Gegenteil fordern da dies Spiel
Um den ausgeglichenen Haushalt
In Zeiten einer drohenden Rezession
Die schon als Flaute längst bemerkbar
Jede Konjunktur abwürge daher falsch
Sei und vielmehr wieder auf Pump
Dringend investiert werden müsse
Woran wiederum die schon reichen
Banken mehr verdienten was aber der
Aufschwung wieder ausgliche und nur
Die Macht der Banken bliebe ewig
Etwas größer und so gesehen wäre
Die schwarze Null zumindest ein
Potentieller Fortschritt an Freiheit
Für alle Bürger die mit ihren Steuern
Die Kredite der Banken finanzieren
Andererseits bringen weniger Schulden
Bei noch weniger Einnahmen in der
Lahmenden Konjunktur nichts ein die
Auf lange Sicht viel teurer ist wie das
Schrödersche Autopakt in der ersten
Krise eindrucksvoll bewies und so wird
Die Frage immer lauter ob es nicht
Mehr um die Null an der Spitze geht
Die lieber null Handlung zeigt als
Vorschnelle Initiative und scheinbar
Schulden mehr fürchtet als von der
Ökonomie noch versteht fraglich nur
Wäre ob während Geld so billig ist
Nicht dringend investiert werden sollte
Um eine Perspektive aufzubauen
Doch scheint der Berliner Horizont
Für solche Fragen derzeit zu eng
jt 13.10.14
Sanktionskasperle
Nein nein nein ich nehme meine
Sanktionen nicht zurück
Nein nein nein
Komme was wolle
Die Bundesregierung spielt wieder
Autoritäres Elternteil gegenüber dem
Nachbarn im Osten und Putin scheint
Viel Geduld zu brauchen um mit dem
Kasperletheater der Santkionen ruhig
Weiter umzugehen frage mich warum
Staaten sich weiter benehmen wie die
Eltern des 19. Jahrhunderts als hätte
Sich nie etwas geändert aber so sind
Die Nationalstaaten eben auch
Nicht lernfähig wie ein lästiges Relikt
Aus vergangenen Jahrhunderten
Die nicht mehr in die Zeit passen
Damit sie nicht ausgelacht werden
Holen sie sich immer mehr Macht
Zur Kontrolle derer deren Freiheit
Zu beschützen sie gegründet wurden
Vieles auf dieser Ebene hat primitive
Gründe aus persönlicher Befindlichkeit
Merkel mag Putin nicht und erträgt
Den Umgang nur mühsam notfalls
Freut sich ihn fernzuhalten und tut
Als sei all dies nötig und konsequent
Am Rande der Krise mit der gerade
Herbeigelogenen schwarzen Null
Aus dem Kabinett der Nullen ohne
Perspektive denn aussitzen ist keine
Solange die USA bestimmen
jt 13.10,14
Grüne Krieger
Während die Kurden um Kobane
Noch ringen unterstützt aus der
Luft mit US-Bomben jubeln nun
Die früher pazifistischen Grünen
Die Bundeswehr herbei die nach
Ansicht der Kirchenfrau aus dem
Fraktionsvorsitz nun auch mit
Bodentruppen in einen wohl auch
Militärisch aussichtslosen Kampf
Partei ergreifen soll für die Guten
Als gäbe es solche und sei im Krieg
Je eine Partei gut wären nicht eher
Alle an Verbrechen beteiligt die
Sonst als Mord zu verurteilen wären
Und wäre es nicht Verbrechen genug
Einen Krieg ohne Strategie und Ziel
Weiter zu unterstützen mit dem nur
Feigenblatt UN-Mandat da ISIS nur
Militärisch zu besiegen sei was der
Hier Leser geflissentlich hinterfragt
Vor allem wozu ein Sieg in Kobane
Mit immer mehr Opfern wenn es
Keine Strategie für Frieden gibt
Die mittelalterlichen Gotteskrieger
Sind grausam und Al Quaida war es
Aber diesen fielen bisher einige
Tausend nur zum Opfer im Kampf
Um ihren abscheulichen Aberglauben
Den USA und der gerechten Koalition
Fielen seit 13 Jahren Hunderttausende
Muslime zum Opfer und als Geste der
Versöhnung wie Einigung wollen wir
Nun noch mehr Bomben werfen
Deutsche Panzer an die Front
Diese Grüne Begeisterung für den Krieg
Erinnert an die Versöhnung der Grünen
Mit dem Faschismus auf dem Maidan
Wo sie für Volksbewegung hielten was
Die CIA lange schon finanzierte warum
Sich fragt ob nicht auch die Böllstiftung
Mittlerweile am Beutel von NSA und CIA
Hängt als Kriegspartei mit Öko-Antlitz
Diese Grünen Krieger machen mir mehr
Sorge gerade als ein Erdogan der noch
Vernünftig sagt ohne Plan ziehe ich nicht
Mit meinen Soldaten in den Krieg
Schlimm wie weit es mit den Grünen kam
Fern jeder Vernunft und eher der Ideologie
Waren sie ja schon immer zugeneigt aber
Früher war diese zumindest liebenswert
Heute ist sie nur noch käuflich wie erwartbar
Durchschnitt des zensierten Tenor
jt 13.10.14
Sex in Berlin XXX
Wie frei sind wir beim Sex und der Wahl unserer Partner wirklich, oder bewegen wir uns immer nur in dem engen Korsett unserer Anlagen und der sozialen Umgebung, in der wir eben gerade leben, fragt sich beim Blick auf die immer gleichen Muster und Wiederholungen, die sich beim Kennenlernen so ergeben.
Es gibt dabei selten, große Neuigkeiten zu erleben und dennoch erscheint es uns immer wieder spannend, als wie beim ersten mal, was in der Natur erstaunlich scheint, da wir als intelligente Wesen eigentlich aus Mustern lernen sollten. Vielleicht hindert uns die dabei oft vorhandene emotionale Komponente daran, wirklich vernünftig zu handeln oder ganz unserer Natur und ihrem eben auch triebhaften Wesen entsprechend, sondern dazu gerne Umwege zu wählen, die in ihrer Vielzahl mindestens so komplex sind, wie es unser Hirn schon von alleine ist.
Was wir dann nicht begreifen, nennen wir gern Gefühl und geben uns bei jedem Kennenlernen oder bei der Annäherung immer wieder auch innerlich überzeugt völlig überrascht, obwohl es, würden wir uns mit einer versteckten Kamera dabei beobachten sowohl in den Bewegungen, als auch sonst nach dem immer gleichen Muster abläuft und wir vermutlich, außer beim Wechsel der sozialen Umgebung sogar nahezu die gleichen Worte benutzen, um zu verzaubern,
Verzaubern ist auch so ein Wort, das auf die Kapitulation vor der Komplexität hinweist, der wir uns in diesem Moment gerne hingeben, um die Illusion der selbstbestimmten Handlungsfähigkeit zu behallten. Wir nennen es magisch und meinen dann eben, wir hätten verliebt, oder zumindest gereizt, einen besonderen Zugang zu diesem nur erfundenen Komplex. Die Liebe hat keinerlei Zauber, aber es ist dennoch schön, davon zu sprechen, als wäre es so, weil wir uns darin vermutlich genauso geborgen fühlen, wie im Aberglauben an die erfundenen Götter.
Nur verhindert die Flucht in das, was wir Magie nennen, weiteres kritisches Denken und hält uns damit unfrei gefangen und die Dinge ereignen sich einfach, scheinbar außerhalb unseres Einflusses. Warum ich mich in wen verliebe und warum wann nicht, fällt mir schwer, zu erkären. Ich weiß, wann es so ist, kann Indizien benennen, aber ich flüchte mich angesichts der Vielzahl der Gründe, die dafür sprechen auch gern in das einmalige, was ich dann fast wie übersinnlich behandele, auch wenn ich weiß, es gibt nichts über der Natur und hat alles in ihr seine guten und logischen Gründe.
Auch wenn die Magie ein höchst unsicheres Parkett ist, das nie präzise Aussagen erlaubt, fühle ich mich dort dennoch verbal zumindest oft sicherer, als auf dem polierten Parkett der Vernunft, was nun vollends unlogisch wird. Wir ziehen, was wir nicht verstehen können, weil es nur erfundenen höheren Gründen genügt, bei der Suche nacheinander, der strengen Logik vor, die wir kennen und die uns viel freier in unseren Entscheidungen macht, was eigentlich paradox ist, aber in der menschlichen Natur zu liegen scheint, denn es machen ja überall auf der Welt die Menschen in ähnlicher Weise und begeben sich lieber in den Bereich der irgendwie Magie der Liebe, was immer das nun sein soll, als frei und unbefangen darüber nachzudenken, als fehlte uns nur denkend, dabei der entscheidene Teil.
Es hat sich sogar weitgehend auf der Welt durchgesetzt, dass wir nahezu alle danach handeln und die Welt der Vernunft von der des Gefühls streng trennen. Umgekehrt scheitern die Versuche vernünftig glücklich zu werden, meist am vermeintlich fehlenden Gefühl, ohne dass wir dessen Gründe benennen könnten. Wir begeben uns also freiwillig in Unfreiheit, wenn auch bei der Frage der Freiwilligkeit gefragt werden könnte, ob wir uns dessen wirklich bewusst sind oder einfach nur im sozial üblichen Korsett handeln, um damit vermeintlich erfolgreich zu handeln, Partner zu gewinnen, die es genauso denken, also fühlen und die Welten unvernünftig trennen, auch wenn wir eigentlich immer ein ganzer Mensch sind, der aus beidem besteht,
Wir sind also unfrei und handeln nach Schemen, weil die anderen es genauso machen und halten, weil wir es schon immer so machen, nur dieses Verhalten für erfolgreich. Kenne einge Frauen, mit denen ich wohl, vernünftig betrachtet, relativ glücklich sein könnte, dennoch wähle ich immer wieder auch welche, bei denen es vernünftig betrachtet, keine Perspektive bietet und traue doch dann unvernünftig dem Gefühl mehr und folge dem Trieb, was selten auf Dauer glücklich macht und vermutlich geht es den meisten ähnlich, auch wenn sie es gerade verliebt gerne leugnen, wie ich auch, weil es ja kein schöneres Glück geben kann.
So handele ich auf der Suche nach Glück immer wieder vollständig unvernünftig und es stellt sich also die Frage, ob ich glücklicher wäre, würde ich auch dabei vollständig vernünftig handeln und versuchen mir alle Gründe meiner Wahl vernünftig klar zu machen. Vielleicht wäre es den Versuch wert, denn nach was außer Glück sollen wir schon streben?
Fürchte allerdings, dass mein beschränkter Geist vor der Komplexität dieser Aufgabe scheitert und ich, dem Gefühl folgend, auch das nächste mal wieder kapituliere und mich der sogenannten Magie bereitwillig, auch um den Verlust der Freiheit, die Dinge zu verstehen, hingebe, um lieber gemeinsam nach Glück und Befriedigung zu streben, es sei denn, es fände sich jemand, mit dem ich auf dieser Ebene vorab einig wäre, was ja zugegeben relativ unwahrscheinlich ist, denn wer will sich schon ganz vernünftig verlieben?
So bleiben wir eingeschnürt in unserem Korsett, dessen Bänder wir nicht lösen können, weil wir die Schnürung magisch nennen und hoffen lieber ganz unvernünftig, es möge gut gehen und nun, alles mir mögliche bedacht, weiß ich auch nicht mehr weiter und versuche, es einfach hinzunehmen, wie es ist, auch wenn ich um die Freiheit in der Liebe trauere, bleibt die Hoffnung, auch als Sklave des Kosrsetts irgendwie glücklich zu werden.
jt 13.10.14
Computerhirn
Erstmals gelang es einen Patienten
Nach einem Schlaganfall über einen
Rechner der mit seinem Hirn verbunden
Wieder reden zu lassen womit die
Brücke vom Menschen zur Maschine
Noch weiter ausgebaut wurde womit
Die Grenzen schnell verfließen wir
Vielleicht endlich alle begreifen
Dass wir uns zwar eine Seele
Ausdenken können für Gefühle
Oder Aberglauben es dieser aber
In der Natur nicht bedarf die
Einfach logisch funktioniert über
Neuronale Verbindungen die zwar
Sehr komplex sind so dass wir sie
Zum Teil kaum mehr übersehen
Aber im Grunde doch ganz einfach
Funktionieren wie alle Natur was
Vielleicht so es sich herumspricht
All die dummen unnützen Kriege
Um den je richtigen Abeglauben
Einfach beenden könnten wenn
Die Gläubigen endlich begriffen
Sie können glauben was sie wollen
Oder auch nicht die Natur macht
Mit uns eben endlichen Wesen
Was im Bauplan vorgesehen
Der keinen Architekten hat
Oder Höheres braucht sondern
Simpel logisch funktioniert
Zweifel bestehen nur ob die
Vernunft stark genug sein wird
Oder nicht wieder die Dummheit
Siegt weil es ihr gefällt
jt 12.10.14
Sonntag, 12. Oktober 2014
Ebolafolgen
Nun hat es zwei Schwestern erwischt
Die Patienten pflegten wie das eben
Im Krankenhausalltag passiert wenn
Sich Menschen ganz natürlich nahe
Kommen was versucht wird noch
Zu vermeiden durch möglichst
Optimalen Schutz der aber gerade
Bei der Aufnahme neuer Patienten
Kaum vernnünftig regelbar sein wird
Es wird also vermutlich noch mehr
Opfer geben wie bei jeder Epidemie
Sind die zuerst gefährdet die mit
Den Kranken Umgang haben
Ob es darum klug ist Kranke
Hierher zu fliegen muss nicht
Weiter gefragt werden wenn
Diese einen Anspruch haben
Behandelt zu werden nur sollten wir
Damit leben lernen dass Leben eben
Immer wieder lebensgefährlich ist
Gefährlich wird unser Leben dann
Wenn wir in Hysterie darum verfallen
Schauen wir uns die täglich erneuerten
Totenzahlen an merken wir wie irreal
Die Panik im Verhältnis ist und wie
Schnell wir uns zur Aufgabe der
Freiheit zur Sicherheit überreden
Lassen nicht bedenkend dass
Es nie volle Sicherheit gibt
Verlorene Freiheit aber nie
Wieder kommt
jt 12.10.14
Asylanschlag
Wieder wurde ein Anschlag verrübt
Auf ein Heim von Asylsuchenden
Nahe Rostock wenn auch wieder
So wirkungslos wie 2013 in Güstrow
Wurden doch Familien mit womöglich
Tödlicher Gewalt bedroht aus wohl
Fremdenfeindlichen Gründen wie es
Noch vorsichtig heißt derweil NPD
Wie teilweise auch AfD weiter legal
Gegen Flüchtlinge populistisch hetzen
Angst verbreiten und Neid züchten
Missgunst lieber fördern als Verständnis
Für unsere Gäste die hier Schutz
Brauchen wie suchen vor den Bomben
An denen die deutsche Wirtschaft
So gut verdient aber das geht wohl
Nicht mehr in die kleinen Gehirne
Dieser Attentäter die den Frieden
In Deutschland noch mehr bedrohen
Als es einige Verrückte der IS taten
Die so gefährlich sind wie ihre auch
Geistigen Brandstifter in Parteien
Darum ist es wichtig dagegen laut
Weiter zu bleiben damit es nicht
Normal wird oder gar übersehen
jt 12.10.14
10 Millionen Sonnen
Unverhofft kommt selten vor doch
Wenn dann überraschend oft
Wie in der Astronomie gerade wo die
Astronomen einen gigantischen Pulsar
Im All entdeckten der heller leuchtet als
Alles was bisher bekannte warum auch
Die Experten vor einem Rätsel nun stehen
Der pulsierende Stern leuchtet mit der
Energie von 10 Millionen Sonnen
Sei damit der hellste Stern der je entdeckt
Berichtet die Nasa vom kosmischen Rätsel
Das sie mit dem Teleskop NuSTAR machten
Matteo Bachetti von der Universität Toulouse
Hat die rund zwölf Millionen Lichtjahre entfernte
Galaxie M82 untersucht und stieß dabei eben
Unverhofft auf die ultrahelle Röntgenquelle
Pulsare sind rotierende Neutronensterne
Das sind Überreste ausgebrannter Sonnen
Sie senden wie ein Leuchtturm Licht aus
Überstreicht deenr Lichtstrahl die Erde
Blinkt dies kosmische Leuchtfeuer auf
Astronomen fanden zahlreiche Pulsare
Aber keinen so stark wie jetzt M82
Keiner weiß warum der tote Stern
So heftig strahlt nun wird weiter
Beobachtet wie etwas stärker noch
Sein kann als es die Natur vorsah
Die Physik berechnen konnte
Was noch gilt vom alten Denken
Nun fragt sich wurde sich vermessen
Vorher verrechnet oder kann doch
Manchmal sein was nicht sein kann
Weil wir noch längst nicht alles wissen
Geschweige denn viel davon begreifen
jt 12.10.14
Geberkonferenz
Nun wird kräftig gespendet damit
Wieder aufgebaut wird was zuvor
Bomben im Krieg zerstörten ohne
Dass es mehr als einen momentan
Waffenstillstand gäbe aber irgendwo
Müssen die Palästinenser ja wohnen
In Gaza und um Gaza herum
Nicht geladen zur Konferenz waren
Die Kriegsparteien die schuld sind
Von denen eine die eine Hälfte regiert
Der sogenannten Autonomiegebiete
Während die andere den Rest hat
Außer dem Golan noch aber das
Ist eine andere Geschichte
Kaputtmachen und wieder aufbauen
Geld dafür geben als Spende
Wie als Anreiz für Frieden
Sollten sich die Kriegsparteien nun
Wieder hauen wollen können sie
Zumindest sagen wir waren ja nicht
Auf der Konferenz eingeladen oder
Sollte dies sanktioniert werden
Von wem überhaupt und vor allem
Auf wessen Kosten ginge es
Daraus lernen wir in Krisenzeiten
In die Bauindustrie investieren
Die kommt immer wieder
jt.12.10.14
Helmplädoyer
Es gibt gute Gründe einen zu tragen
Es gibt schlechte keinen zu tragen
Hätte ich früher auf die guten gehört
Wäre mir mit 16 mein klinischer Tod
Wie Rollstuhl und Lähmung erspart
Geblieben wohl warum ich dennoch
Auch fast dreißig Jahre danach
Wo ich es besser wissen müsste
Zig Unfälle später im Leben noch
Noch zögere das Ding aufzusetzen
Was ich immerhin schon lang habe
Den ich bei meiner Tochter verlange
Ist nichts als dumme Eitelkeit
Wenn ich mal ehrlich bin
Denn mit Freiheit hat es wenig zu tun
Nach einem Schlag auf den Kopf
Nicht mehr klar denken zu können
Wo ich nun daüber schreibe
Nehme ich mir fest Besserung vor
Bin gespannt wie lang das hält
Aber der Vorsatz ist zumindest
Ein Anfang zumindest mehr
Vielleicht ist das wie mit dem
Rauchen aufhören mit dem Helm
Einfach anfangen anstatt
jt 12.10.14
Friedenspreiserschöpfung
Er blies die 7000 Jahre alte Flöte
Spannte den Bogen um die Welt
Von Print zu Digital und suchte
Bei allen berechtigten Zweifeln
Noch die Brücke zu schlagen
Die das digitale Zeitalter auch
Als Hoffnung noch sieht wie
Perspektive der Freiheit
Auch wenn er aus dem Land
Kommt was die Freiheit uns
Schuf wie verriet wirkte die
Dankesrede von Jaron Lanier
Der feststellte wir Menschen
Seien mehr als nur Maschinen
Oder Algorithmen was nur den
Erstaunt der fragt was denn
Am Ende doch nur wie eine
Hippiepredigt wenn er vor den
Digitalen Großeltern sagte
Lasst und die Schöpfung lieben
Welche Schöpfung denn fragt
Hier der denkende Mensch
Ist dieser Gedanke nicht nun
Ein wenig erschöpft und wenig
Innovativ nur widergekäuter
Aberglauben aus Gewohnheit
Was dem Flüchtlingskind in
Seiner Rührung verziehen sei
Ist doch geradezu redundant
Ärgerlich in einer Zeit die lieber
Sich zu Lukrez aufmachte dächte
Wer kritisch statt erschöpft nur
Die Schöpfung zu lieben
Zumindest mehr Liebe wäre
Ein besserer Ansatz als nur
Mehr Bomben ohne Lösung
So endete ein inzwischen Ami
Eben wie Amis enden so klug
War was er sonst sagte
jt 12.10.14
Friedensaussicht
Moskau zieht 17000 Mann zurück
Von der Grenze zur Ukraine womit
Es die Kernforderung seiner Gegner
Wenn auch anders wohl begründet
Letztlich doch erfüllt um sich nun
Vor gemeinsamen Verhandlungen
In Mailand entspannt zu geben
Wie schon häufiger sendet Putin
Signale der Entspannung bleibt
Nur fraglich ob der Westen darauf
Konstruktiv reagiert denn erst wenn
Dort anerkannt wird dass sich die
Russen in der Ukraine gefährdet
Fühlen durften wird auf einer Ebene
Verhandelt muss keiner das Gesicht
Im Konflikt verlieren außer denen
Die leichtfertig zündelten zuvor
Wie jene die Putin für verrückt erklärten
Es wird Verdienst und Aufgabe
Der Diplomaten nun sein anders als
1914 mit Bedacht einen Frieden
Auszuhandeln mit dem alle leben können
Hoffen wir beide Seiten sind nun
Angesichts anderer Krisen weise genug
Sich nicht triumphierend durchsetzen
Zu wollen sondern lieber endlich
Ernsthaft Frieden zu suchen
Die Chance ist da
jt 12.10.14
Nachtreigen
Bevor es in die Nacht geht
Zum Reigen der Schönen
Wie zum Zappeln der übrigen
Zu denen wir uns zählen
Von Ferne bewundernd
Gesellen sich die dann
Alle Aufmerksamkeit wollen
Zusammen einander vorab
Zu betätigen wie keine je
Schöner sein wird als sie
Wenn sie sich im Reigen
Bewegen um die Knaben
Von naiver Dummheit noch
Zu verführen wie ihnen dann
Ihre Grenzen zu zeigen was
Noch stets der Zweck des
Alten Spiels war fraglich nur
Wem es dient aber schön
Nur Zuschauer zu sein damit
Den Tanz umeinander lieber
Zu genießen als zu wagen
Manchmal kommt von nichts
Mehr als im Reigen je
jt 12.10.14
Stilfrage
Der Seehofer Horst mahnt
Aus Bayern was er immer
Noch am besten kann die
Ministerin wäre stillos wenn
Sie es wagte zu bemerken
Für die üblen Zustände der
Bundeswehr sei nicht nur
Sie verantwortlich sondern
Auch ihre Vorgänger alle mit
Womit beide Recht haben
Fraglich nur was wessen
Motive dabei sind und wer
Bereits angezählt um Luft
Nur noch ringt während
Andere gelassen Stil nur
Ermahnen weil sie sachlich
Ja richtig liegt aber damit
Wären ja CSUler mitgemeint
Was der Horst nie zulässt
Außer es passt ihm gerade
Vergessen wir es also
jt 11.10.14
Samstag, 11. Oktober 2014
Weltmeisterernüchterung
Der amtierende Weltmeister verliert
Zum ersten mal seit sieben Jahren
In einem Qualifikationsspiel aus
Auch Leichtfertigkeit im Umgang
Mit Chancen und eigener Fähigkeit
Sicher ist der Kapitän gerade krank
Manche Weltmeister nicht mehr dabei
Aber vielleicht hilft die Ernüchterung
Wieder ein wenig sorgfältiger noch
Zu spielen denn bisher sind sie nicht
Qualifiziert für die Europameisterschaft
Was immer das nun aussagt wird es
Wohl viel zu tun geben statt sich auf
Lorbeeren auszuruhen die gerade erst
Errungen das Spiel geht weiter
jt 11.10.14
Sex in Berlin XXIX
Sex in Berlin beschäftigt sich als Sammlung von Essays mit den Formen der körperlichen Liebe in Berlin und dies müsste wohl zu den Orten, an denen diese zelebriert wird, um einen realen Bezug zu bekommen. Es gibt dazu Clubs und Orte genug hier, die gar nicht den Umweg über das einfach Kennenlernen wählen sondern ganz gezielt auf den sexuellen Kontakt aus sind, der dort gesucht und gelegentlich wohl auch gefunden wird. Allerdings kann nach dem Besuch einiger dieser Orte nur festgestellt werden, sie haben eine eher sportliche Atmosphäre und der Akt wird mehr zur artistischen Übung als zum Vollzug von irgendwas anderen.
Fraglich ob gerade diese Etablissements Berlin sexy machen oder es nicht mehr um den normalen Sex geht, der überall stattfindet und gefunden wird, auch im Supermarkt nebenan. Besonders an den Theken und auf den Tanzflächen treffen sich die paarungswilligen jeden Geschlechts und spannend wird es dort, weil es nicht nur auf den artistischen sexuellen Akt reduziert wird, sondern noch die unkalkulierbare emotionale Komponente dazu kommt, die in kein Schema passt und für die es kein Rezept gibt, wenn auch gewisse Methoden sich in der Praxis als tauglicher erwiesen haben.
Aber trotz der großen Zahl dieser naheliegenden Räume ist der größte Marktplatz des Dating in Berlin inzwischen das Netz, ob über soziale Netzwerke, Tinder oder Finya - hier wird gesucht und manchmal gefunden, wenn sich auch in der Praxis zeigt, das diejenigen Fälle, in denen es gerade nicht klappte, wenn plötzlich anders wahrgenommen, ein oft überraschend schönes Ende nehmen, warum sich das Ausgehen mit offenen Augen immer lohnt, um die Enttäuschten zu entdecken, die sich gern über den Frust der Erwartung trösten und dabei eher erwartungslos aufeinander zugehen.
Wer sich geplant treffen will, sollte also das Netz wählen, um schnell Kontakt zu finden und neue Begegnungen zu haben, denn viele in den Bars und Kneipen sind genau dazu da. Diese jedoch immer mit gegenseitigen Erwartungen und Hoffnungen überhäuften Treffen sind häufiger, im Ganzen gesehen, eine Enttäuschung als die Kontakte anstatt, es sind, warum sich fragt, ob die gezielte Planung noch sinnvoll ist oder lieber das Fischen im Meer der frisch Enttäuschten weiter ausgebaut werden sollte, um sich die üblichen Geplänkel und Enttäuschungen zu ersparen.
Wer nichts erwartet und sich erwartungslos aber offen irgendwohin begeben kann, wird damit sicher mehr Erfolg haben, als auf dem Weg des konventionellen Onlinedating, was inzwischen schon wieder langweilig wird, auch wenn der Markt kontinuierlich wächst. Anderes kann für die gelten, deren Ausdrucksform gerade das geschriebene Wort ist - sie werden online schneller für sich einnehmen können, als es ihnen eben schreibend für sich in Bars oder Cafés gelingt. So zumindest meine Erfahrung, wenn auch diese sich inzwischen relativiert, da auch hier die Welten gelegentlich verschwimmen und wer dennoch aufmerksam wird im Realen, diese um so mehr verdient, weil sie oder ihn interessiert, was du gerade tust und das ist selten ein schlechter Anfang.
Im Gegenteil, aufmerksam für den anderen sein, ist das sicherste Mittel, andere erfolgreich kennenzulernen, wenn es dabei um so etwas wie Erfolg gehen kann, nicht viel mehr die Frage ist, was glücklicher macht, die ruhige Betrachtung der anderen in ihrem steten Bemühen umeinander oder die aktive Teilnahme an diesem Minnewettbewerb, der in Berlin stets mit einer gewissen Großmäuligkeit und Kaltschnäuzigkeit verbunden ist. Habe mich da inzwischen lieber auf den Beobachterposten zurückgezogen, da der Wettbewerb klassischer Überbietung mir zu sportlich langweilig ist und ich da wohl eher weniger in den klassischen Disziplinen der hiesigen Großmäuligkeit zu bieten habe, in denen Intellekt oder historisches Wissen selten den ersten Trumpf ziehen.
Wer aber im dennoch als nur Beobachter die Aufmerksamkeit der Damen erringt, fährt damit langfristig betrachtet meist besser, jedenfalls kann der Betroffene nicht über Einsamkeit klagen, auch wenn er immer außen vor bleibt beim großen, Jagen und sich nur darüber amüsiert oder eben wie hier darüber schreibt, weiß ich doch, die wirklich interessanten Frauen mögen zwar dies laute Spiel um ihre Gunst mitspielen, doch ist dies wohl noch seltener zielführend als die scheinbare Passivität, da Frauen sich ohnehin die aussuchen, die sie wollen, warum solches Bemühen, eher verlorene Liebesmüh meist ist und wenn eine Nacht dabei herausspringt, diese es selten wert ist, im Verhältnis zur dafür vor sich her geschobenen Bugwelle.
Diejenigen aber, die aus der Stille Aufmerksamkeit erringen, haben nur scheinbar weniger Kontakte, wirken einsamer oft, aber gewinnen dafür doch immer eher die Herzen derjenigen, die dieser Mühe wert sind und nicht nur aus artistischen Gründen der Präsentation unterwegs sind. Was die Frage aufwirft, um was es eigentlich dabei geht und was uns zufrieden macht und auf diese gibt es vermutlich ebensowenig eine Antwort, wie die Neigung dazu nur eine Richtung hat.
Die einen amüsieren sich im Minnewettstreit der Superlative aufgeblasener Egos an der Bar mit den je Satussymbolen geschmückt, lassen sie sich ihre Rolle gern etwas kosten und wollen auch darum begehrenswert erscheinen, während die übrigen dies mehr oder weniger amüsiert beobachten. Manche kochen innerlich oder entwickeln Beschützerinstinkte für die so billig angemachten scheinbar wertvolleren Frauen, unternehmen aber selten mehr, als sich innerlich zu distanzieren und den Platzhirschen ihr Revier zu überlassen, warum dieses Verhalten noch immer bei einigen als dominant erfolgreich gilt. Andere genießen die Distanz, amüsieren sich für sich im sicheren Wissen, ihre Zeit wird kommen, wenn die hohlen Hirsche ihr Pulver verschossen haben und wenige kluge Bemerkungen schon das Ruder langer Bemühungen leicht wenden können.
In Summa und nach langer Beobachtung schienen mir letztere immer am glücklichsten zu sein, auch wenn es vielleicht mehr Geduld kosten kann, um zum Zug zu kommen, hat sich der Weg doch bewährt, auch wenn ich zugeben muss, häufiger von diesem Retterinstinkt gepackt worden zu sein, um dabei aber immer wieder festzustellen, gerade auf der Tanzfläche, dies wird höflich honoriert, mehr aber auch nicht, während die noch Geduldigeren meist erfolgreicher waren im Aufbau von Nähe, die ohnehin nach weiblichem Gutdünken bemessen wird, auf das auch die klügste Vernunft viel Einfluss hat.
Frau wählt, sagt sie zumindest, nach dem Gefühl und es wäre an dieser Stelle vermutlich spannend das sogenannte Gefühl in seine einzelnen tatsächlichen Auslöser aufzuwickeln, die womöglich offenbaren könnten, dies Wahlverhalten ist wesentlich vernünftiger als die vermeintlich kopfgesteuerte Auswahl der Herren nach Äußerlichkeiten und sonstigem. Die wenigsten, sind sich vermutlich der genauen Gründe ihrer Wahl bewusst und verlassen sich auf ihren Instinkt, den sie Gefühl oder Bauch nennen. Fraglich, was sich ändert, wenn wir uns dessen bewusst sind oder ob Frau anders handelte, wenn sie Gefühl und Verstand weniger dialektisch betrachtete.
In der Praxis zeigt sich, dass wer nicht nur One-night-stands sammelt, lieber den Damen die Wahl überlässt, um nachhaltig zu genießen. Auch die Geschichten, die mit viel Aufwand für eine Nacht errungen werden, haben sicher ihren Reiz und machen in Summa sicher die größte Menge der Begegnungen aus, doch sind sie selten wirklich erfüllend und eher eine sexuelle Erledigung des eben Pflichtprogramms, das auf den Erfolg der eigenen Befriedigung zustrebt und unzufrieden macht, wenn dieser nicht irgendwie erreicht wird. Sex aber kann auch beim ersten mal gut und erfüllend sein, ist es aber selten, wenn so beabsichtigt, da der Reduktion das entscheidende Element fehlt, was die Begegnung schön macht.
Damit sind wir schon nahezu beim Kern dieser Essays angekommen, die über Sex reden, der aber ohne Gefühl eben langweilig ist, warum die vermeintliche BlackBox der großen Emotionen doch das ausschlaggebende Kriterium für glücklichen Sex ist und das Schreiben über Sex ohne dieses eine nur halbe Sache bleibt und es darum ganz entscheidend für den Genuß auf das richtige Gefühl ankommt, es sei denn, ich bin Leistungssportler auf dem Parkett der schnellen Befriedigung, dann sollte ich mich nicht von solchen Dingen wie Gefühl ablenken lassen, wenn ich auch außer in Tempo und Numerus nichts gewinnen werde, was zwar zum Bieten in der Runde pubertärer Knaben geeignet erscheint, ansonsten aber eher lächerlich macht, der Genießer schweigt über beides lieber und um ein solcher zu sein, wird es auch an dieser Stelle nun Zeit ein schnelles Ende zu finden, alles eine Frage des Gefühls scheinbar und das bisschen Technik lernt der Aufmerksame schnell.
jt 11.10.14
Buchholzkopf
Sich für Frieden einsetzen ist gut
Opfer von Krieg schützen wollen
Wohl auch wenn nicht der Schutz
Der einen ohne Waffen die andern
Schutzlos lässt dann ist die bloße
Forderung nach weniger Bomben
Unsinnig auch wenn nie irgendeine
Luftwaffe Frieden herbeibombte
Warum es klug sein kann über
Auch paradoxe Forderungen im
Realen Krieg nachzudenken denn
Wenn wir erst weiter bomben
Wird der Krieg nur immer weiter
Gehen und es werden immer
Mehr sterben jeden Tag denn
Diese halbsolidarischen Bomben
Lenken nur davon ab was ist
Hilfe und Frieden für die Opfer
Der ISIS bringt nur eine Strategie
Die Frieden auf Dauer verspricht
Gewalt erzeugt nur Gewalt
Halbe Hilfe ist keine Hilfe
Außer am Boden ist ISIS nicht
Zu schlagen aber das will noch
Keiner wagen aus Angst um die
Eigenen Opfer darum ist diese
Vermeintliche Solidarität mit den
Opfern keine wirkliche wenn wir
Uns nur für Bomben aussprechen
Könnte das paradoxe Denken
Klüger sein als es scheint denn
Krieg bringt nur mehr Krieg
Ohne einen Plan für den Frieden
Verbietet sich jeder Eingriff besser
Der täglich mehr Opfer fordert
Die je Wut noch steigert einen
Irgendwann Frieden noch schwerer
Machen wird warum wir lieber
Kobane aufgeben und denen dort
Hilfe und echte Solidarität bieten
Wenn wir endlich einen Plan haben
Wie das von den USA ausgelöste
Problem langfristig gelöst wird
Verloren gegebene Kämpfe mit
Nur Bomben unterstützen ist
So dumm wie ziellos was sie da
Auf ihren Plakat stehen hat scheint
Dumm und paradox aber eigentlich
Ist was wir tun noch viel dümmer
Warum nachdenken wichtiger wäre
Wer hier nur spottet hat den Ernst
Der Lage offenbar nicht erkannt
Erstaunlich wie sehr sich die SPD
Hier als Kriegspartei ohne Ziel
Noch spöttisch hevortut
jt 11.10.14
Snapchatintim
Wer sich begehrt zeigt sich
Oder zeigt sich nur wer gern
Begehrt wäre und auf was
Kommt es beim Zeigen an
Ist Zeigen unter Zeugen
Schon Unzucht oder wenn
Sich Minderjährige zeigen
Halt einander aber der
Andere weit älter ist nur
Das Netz beim Sex täuscht
Solange es verschwindet
Besteht keine Gefahr der
Erinnerung dachte Snapchat
Hacker dachten anders
Nun ist was viele sexy nur
Für Sekunden offenbarten
Wieder verschwunden hofften
Öffentlich gespeichert
Nun betrifft das Drama
Nicht nur Promis sondern
Auch Lieschen Müller die
Umme Ecke ihrem Schwarm
Ein Bild des frisch rasierten
Mittelteils zusandte um ihn
Anzuschärfen wie erinnert
Wohl zu bleiben damit
Was kurz nur verweilte
Ewigkeit in Erinnerung wird
Aber ist es nicht egal
Wenn jeder sehen kann
Wie wer sich wo rasiert
Oder gerade nicht und ist
Wer schaut nicht selber schuld
Schuld an was überhaupt
Liefen wir alle mehr nackt
Wäre dies Theater unnötig
Denn interessant wird was
Unten drunter nur gemutmaßt
Nur durch die Mutmaßung
Viel Lärm um Nichts oder
Zeit für sichere Grundrechte
Auch des privaten Online
Vielleicht sollten wir nur vorab
Zu denken beginnen denn was
Online ist ist öffentlich und so
Soll sich nicht beschweren wer
Öffentlich Sex hat wenn wer
Zuschaut was dazu sagt
Ansonsten gewinnt vielleicht
Die Intimität wieder mehr wo
Wir sie für real aufbewahren
Was nicht schlecht sein muss
Vermutlich im Gegenteil besser
Sich mehr real aneinander zu freuen
Als virtuell sich zu ergehen nur
jt 11.10.14
Ebolaangstspiel
Die Angst vor Ebola geht um
Wird mit täglich neuen Zahlen
Hysterisch untermauert um
Die Bevölkerung erregt in stets
Leichter Panik zu lassen
Dann lassen sich nötige
Zwangsmaßnahmen besser
Durchsetzen ohne Nachfrage
Es dient ja nur der Sicherheit
Vielleicht sollte mal jemand
Die Zahlen vergleichen
Wieviel mehr an Grippe sterben
Ohne dass es jemand kümmerte
Dann würde die Epidemie
Wie der nötige Zwang endlich
In ein Verhältnis gesetzt über
Das vernünftig nachgedacht
Werden könnte aber seltsam
Scheinen wir die Angst mehr
Zu lieben als die Vernunft
So gibt es sichere Mittel eine
Epidemie zu verhindern
Hier geschieht mehr das Gegenteil
Weil nichts konsequent gedacht
Mehr nur halb irgendwie gemacht
Fragt sich nüchtern der Betrachter
Wem das Chaos wohl dient
Ob es die sind die dann wieder
Für unsere Sicherheit sorgen
Lieber alle in Angst entmündigen
Als anfänglich konsequent zu sein
jt 11.10.14
Lachlust
Die Lust am Lachen
Ähnelt der Lust am Sex
Sie reitet auf erschöpfende
Höhepunkte zu und wird
An liebsten geteilt denn wer
Lacht sich schon für sich
Kaputt was doch eher selten ist
Aber auch funktioniert
Wie die Onanie eben auch
Nur ist es eben nur so halb
Warum das Lachen bem Sex
Beides gleich verdoppelt
Wer dies kann ist ein Genießer
Nur sollte sich jeder davor hüten
Den anderen dabei auszulachen
Es sei denn dieser lacht zuerst
Über sich was der Lust Raum gibt
Wer lacht und zusammenkommt
Wird noch lange zusammen genießen
Eigentlich ist Sex ja auch einfach
Komisch vernünftig betrachtet
Und die Lachlust hilft
Eigentlich bei allem
jt 11.10.14
Haarscham
Eine neue Scham ergreift die
Vermeintlich sexuell befreite
Gesellschaft die sich mal wieder
Von Amerika her der Mode
Ergibt und sich öffentlich ihrer
Haare schämt zumindest da
Wo sie nach Meinung der
Jünger der Körperglatzen
Nicht hingehören und die
Darum wie Nacktschnecken
Durch ihr enthaartes Leben
Eher kriechen Kindern gleich
Keine Reife im Wachstum
Mehr zeigen sondern sich
Lieber vollständig enthaaren
Um den Pornostars zu gleichen
Die einst Vorbild waren ohne
Dabei zu bedenken wie sie
Der Pädophilie Vorschub leisten
Warum ein Schrei für das
Haar auch an der Scham
Für die wir uns lieber nicht
Mehr schämten nötig scheint
Ansonsten sollen sich eben
Die Nacktschnecken untereinander
Paaren wie es ihnen gefällt
Nur nachdenken was das
Kindliche Ideal bewirkt wäre
Vielleicht ganz nett statt Trotz
jt 11.10.14
Freitag, 10. Oktober 2014
Kim Din Dong
Nun läutet wohl das Glöckchen
Für Kim Jong Un den Diktator
Der totalitären Volksrepublik
Nordkorea und es fragt sich nur
Wie lange es noch dauert bis
Diese fragile Atommacht
In sich zusammenbricht
Der Kommunismus im
Totalitären Gewand dann
Endlich verschwindet
Hoffentlich nur führt das Loch
Zwischen Untergang und Folge
Nicht zur atomaren Katastrophe
Ansonsten lauschen wir erstaunt
Wie einer verschwindet damit
Die nächsten Platz finden nur
Beunruhigt noch die Ermordung
Des Serbischen Königspaares
1903 im Hinterkopf möge es
Kein Zeichen für ein später
Neues Sarajewo sein in Seoul
jt 10.10.14
Xaviertabu
Schon lange christlich fundamentalistisch
Singend durch die Lande zieht und mit
Gruseligen Texten Menschen wohlig
In ihren Vorurteilen wiegt weil er sich
Eins mit den Reichsbürgern sieht
Die behaupten es gebe die BRD nicht
Oder zumindest als Souverän wäre
Der Staat nicht existent und mehr der
Fanatischen Phantasien die sich im
Religiösen Bereich bewegen nichts
Mit Politik oder Vernunft zu tun haben
Womit sich wieder bestätigt der Mann
Hat einfach ein Problem mit seinem
Aberglauben was nichts macht
Solange er es für sich behält
Gut wenn nun die Stadt Mannheim
Endlich merkt wie zweifelhaft diese
Zusammenarbeit ist mit einem der
Solche Anschauungen vertritt
Nicht weil er an ein Tabu rührt
Sondern weil es gefährlich ist
Wenn ein Popstar sich so betätigt
Er mag glauben was ihm gefällt
Weiter schlechte Musik machen
Mit der sich Narren volljammern lassen
Aber Zusammenarbeit mit so einem
Der den Staat populistisch dumm
Bekämpft verbietet sich und darum
Sollte der Typ nun kein Wort mehr
Wert sein dann verliert es sich
jt 10.10.14
Reiterfreiheit
Udo Reiter nahm sich die Freiheit
Die zu gehen wann er will
So sagte er es und so tat er es
Früher einmal schon entschlossen
Hat er doch weiter gemacht
Auch im Rollstuhl gefesselt noch
Mehr vollbracht als die meisten
Ohne je und blieb frei
Diesmal ging es nicht weiter
Er hat sich wohl erschossen
Damit ging ein Aufrechter
Ein mutiger Mann gegen die
Religiöse Unfreiheit der laut sagte
Was er richtig fand der Freiheit wegen
In seinen Nachrufen werden am Ende
Die Nummern von Hilfe abgedruckt
Die deutschen Medien haben Angst
Freiheit zu würdigen denn wo
Kämen wir hin täten es mehr
Der Freitod wird Selbstmord genannt
Dabei sind wir darin wirklich frei
Hören wir lieber mit der Lüge auf
Es gäbe ein Leben danach
Tod ist das Ende
Uns erwartet dann nichts mehr
Wer dennoch geht will es so
Er hat ein Leben gewirkt
Einen Rundfunk aufgebaut
Der zum Osten passt und damit
Verstanden dass wir in zwei Welten
Leben was wichtig und gut war
Sein Werk bleibt damit
Er wollte wohl gehen
Wenn er es entschied
Gut so das nennen wir
Freiheit
jt 10.10.14
Sex in Berlin XXIII
Welche Rolle spielt der von allen gesuchte Sex in Berlin tatsächlich, oder ist er nur eine Illusion in den Köpfern derer, die sich danach sehnen, fragt sich der Flaneur auf das allermeistens nicht oder die vielen gescheiterten Versuche, die hier wie dort zu beobachten sind.
Der Berliner nimmt die Dinge gern persönlich und beschwert sich dann lautstark über die Welt und wie diese es wagen kann, gerade ihn so zu behandeln, für sie gilt ein gleiches. Wen das erregt und was dies für den eigenen Erfolg bringen soll, blieb mir bisher rätselhaft, aber vielleicht wird der hier auch nach anderen Kriterien gemessen und klagen zu können scheint für den urbanen Großstädter der Gegenwart eine wichtigere Eigenschaft als die stille Tapferkeit, mit der sich frühere Preußen so gerne auszeichneten, die allerdings, sein wir da ruhig exakt, selten Berliner waren oder sich als Preußen fühlten, auch wenn sie als deren Helden galten, wie der Feldmarschall Moltke, dem es wichtiger war, viel zu leisten und wenig in Erscheinung zun treten, mehr zu sein als zu scheinen, vor allem als umgekehrt mehr Wind um sich zu machen und der eben auch Mecklenburger aus Parchim war und darum nicht zu den Berlinern gezählt werden darf vermutlich, auch wenn sie sich ihn gern allerorten gegossen aufstellten, ob als stete Mahnung oder in grandioser Selbstüberschätzung mag dahinstehen, der Alte war jedenfalls im Berlin der 1880er berühmt, auch für seinen täglichen Gang ins Adlon.
Bescheiden gibt sich der Berliner ungern und dezent zu sein, ist hier nicht die erfolgsversprechende Lebenseinstellung, da Erfolg nur hat, wer auffällt und hier eben gern über Sex redet, der diese Stadt angeblich ausmacht, auch wenn sie da wie meist grenzenlos überschätzt wird und insbesondere der Westen vermutlich frigider ist, als ich mir etwa Bad Kissingen vorstelle, jedenfalls häufiger als umgekehrt, die durch bisher nichts widerlegt wurde, im Gegenteil.
Vielleicht darum ist es spannend wie gern und oft sich hier die nur Zugereisten treffen und wie sie schon nach wenigen Zeilen eine stärkere Verbindung miteinander spüren, als es unter Einheimischen möglich scheint. Dies mag daran liegen, dass Berlin im Grunde genommen so hässlich wie schmutzig und ungepflegt ist mit gelegentlichem Hang zur Protzigkeit, die etwas aus der Zeit fällt. Nicht umsonst fühlen sich auch die Bewohner von Deutschlands Norden in ihrer Umgebung am wohlsten und egal wie lange wer dort lebte, es scheint eine besondere Verbindung unter denen von dort zu geben. Wie ein Bündnis der Hanseaten, der sogar alte Rivalitäten wie zwischen Bremen und Hamburg oder das nur Lächeln über das Nest Kiel überwindet.
Gleich und gleich gesellt sich gern und findet sich auch im multikulturellen Kessel des Hauptdorfes schnell, will es scheinen. Was dafür spräche, dass sich auch die Berliner vermutlich untereinander wohl fühlen, auch wenn sie es selten so sagen würden. Es könnte schlimmer sein, ist daher schon die ganze Fülle des Wohllauts, die dem Berliner überhaupt vermutlich möglich ist. Davon grenzen sich die südlichen Euphoriker deutlich ab, die es noch nie so toll fanden, über die grummelnden Berliner in ihrer oft eigentümlichen Mundart laut lachen und dann gerne betonen, sie könnten alles außer Hochdeutsch, was ihrer Beliebtheit vermutlich sehr zutäglich war, die gerüchteweise Aversion gegen Schwaben begründete, für die dann aber ein Zugereister wie der Schlesier Wolfgang Thierse stand, der erst über Thüringen seinen Weg nach Berlin fand um dort heimisch zu werden.
Die Menschen aus dem Rheinland importierten ihre Ständige Vertretung und versuchen es immer noch mit ihrem Fasching, der hier einfach nicht hergehört, aber geduldet wird und auch nicht weiter auffällt eigentlich. Die Bayern wollen Berlin mit ihrer Meisterschaft des Übergebens beglücken und lassen Oktoberfeste hier spielen und das Bier fließen, was der Berliner immer gerne annimmt, auch wenn es ihm etwas dünn erscheint und die bayerische Verkleidung nur bei schlichteren Gemütern aus dem Westen vorzugsweise hohen Anklang findet. Eigentlich geht es ja doch immer nur um das eine und die Wege dorthin, auch wenn es amüsant sein kann, wie diese beschritten werden.
Amüsant ist im Gewimmel der Großstadt das Bündnis der Hanseaten, die ihre Buddenbrooks nicht nur gelesen haben, sondern vielmehr diese Riten bereits mit der Muttermilch bekamen - sie erkennen sich erstaunlich gut und in nur Nuancen und wissen doch sofort Bescheid. Ein verständnisvolles Lächeln, eine gehobene Augenbraue, kleine Details der Kleidung - eine Art der Abgrenzung, auch wenn sie sich dem Strom der Stadt dezent anpassen, da muss nicht lang geschnackt werden - das Verständnis ist da und eindeutig, die Anziehung scheint quasi natürlich und so fragt sich der geborene Bremer häufig, wenn er in den netten Cafés hier sitzt, warum er dies nicht in Bremen oder Hamburg tut, sondern in diesem immer auch Exil und das obwohl er ja nur dort geboren, gerade mal sein erstes Jahr dort verbrachte und fragt sich, ob uralte genetische Wurzeln aus der mütterllichen Linie genügen, eine Verwurzelung zu begründen.
Was es nun auch ist, es scheint auch im Paarungsverhalten klar regionale Bündnisse zu geben und so gern ich mit einer Sächsin oder Hessin flirte, gefährlich werden meinem Herzen wirklich nur die aus dem Norden, warum auch immer. Schon allein, dass ich von Herz schreibe und ähnlichem Unsinn mehr zeugt davon wie sehr das Thema verwirrt, aber vielleicht liegt dieser Unort doch näher als gedacht, denn auch wenn wir uns natürlich im Hirn verlieben, wie darüber reflektieren, scheint etwas anderes, was eben auch dort spürbar ist auf alles ab, sagen wir mal grob Hannover, anders zu reagieren und dieses etwas ist der Logik, jedenfalls meiner, bisher nicht erschließbar.
Ob es den Schwaben ähnlich geht, wenn sie einander mit ihren Sch-Lauten und dem gerne oi murmeln hören oder den Franken beim gerollten -r etwa, weiß ich nicht genau, vermute aber so ist alle Liebe und neigung auch regional verwurzelt und es gibt auch eine sicher nicht zu kleine Gruppe, denen beim Gedanken an den Sound von Apolda oder Chemnitz ganz warm ums Herz wird und seltsam genug, geht es mir bei Weimar und Gotha ähnlich, wo irgendwo meine Familie seit rund 800 Jahren wurzelt, aber so nett dies ist, ein Nichts ist es verglichen mit dem Echo des Norden und das auch, wenn die Betreffenden wie ich mehr auf genetische denn reale Wurzeln zurückgreifen können.
Es könnte also tatsächlich sein, dass wir eine genetische Disposition in unserem Gehör haben, was uns als Wohlklang erscheint und womit wir uns wohl fühlen, was uns anbetungswürdig erscheint - auch wenn ich den Einfluss von etwa Thomas Mann und seinem Ideal der blonden Inge nicht leugnen kann, es hat nur periphere Auswirkung gehabt, vermutlich nur bestätigt, was längst über Generationen in mir als Trieb angelegt war, denn sonst hätte ja die Liebe zu Mann, die bis heute fortdauert, auch meine homosexuelle Neigung gefördert, meine Liebe zu Knaben geweckt, aber nichts dergleichen geschah bis jetzt, trotz der wiederholten Bemühungen mancher sehr attraktiver schwuler Freunde, ich finde Männer nicht sexy, ihre Gechlechtsorgane eher komisch als reizvoll und bin ein unverbesserlicher Hetero geblieben, auch wenn ich Frauen nie verstehe, ich liebe sie oder vielleicht schriebe ich klüger weil, aber darum geht es hier ja nur ganz am Rande.
Wir wählen also regional und fühlen uns erwählt, wenn es diesbezüglich zu passen scheint und dies ohne real nähere Beziehung dorthin - der einzig genetisch Verwandte von der mütterlichen Linie dort ist mir ferner als irgendeiner meiner Verwandten, die spezielle Nähe zu dem Bruder meines Vaters, den es ebenfalls in den Norden zog ist ein Thema für sich, gereicht beiden nur bedingt zum Vorteil, ist aber ja nicht Thema hier und kann darum auch dahinstehen. Interessant daran ist aber, dass der erste Grad der väterlichen Verwandtschaft in Güstrrow geboren wurde, was aber weniger Einfluss auf die Neigung zum Norden hat als die bremische Herkunft der Mutter - was daran liegen könnte, dass es in Güstrow keine Wurzeln gab, die Großeltern nur dort lebten für eine gewisse Zeit, sich dort auf einem Ball bei irgendwelchen Bülows dort kennenlernten, aber sonst kein weiterer Bezug besteht.
Bremen oder das vergleichbar jüngere Hamburg oder das bedeutendere Lübeck lassen dagegen mein Herz höher schlagen, ohne dass es einen Grund dafür gibt und wer dort herkommt oder nördlich von da, auch noch gut, hat einen völlig unverdienten Bonus in mir und ich frage mich, ob ich glücklicher wäre, würde ich regional unabhängiger. Mein Großvater väterlicherseits verliebte sich zum Beispiel sehr erfolgreich und lebenslänglich dann glücklich in meine Großmutter, die eine Halbwaise aus dem Raum Bochum war und Gutstochter bei eben diesen oben erwähnten Bülows irgendwo bei Güstrow. Ich wuchs mit bestimmten Worten auf, die tiefster Bochumer Slang waren, aber da meine Großmuter immer so gesittet und auf Haltung bedacht war, die Familie hochhielt, war für mich völlig klar, das musste hochdeutsch sein.
In der Zeit als ich eine Verlobte aus Essen hatte und deren Eltern auffiel, wie ich Bochumer Mundart Begriffe verwendete, begann ich über diese Wurzeln nachzudenken und fand es sehr amüsant, aber es hat nie dazu geführt, dass ich mich in eine Frau aus Bochum verliebt hätte. Auch lag bei meiner Bremer Großmutter wie bei meiner Mutter jegliche sexuelle Überlegung mir so fern, dass ich nicht weiß, woher diese mir genetisch erscheinende Disposition rührt. Ödipus und seine Neigung sind mir völlig gern und der nächste Bezug dazu wäre noch, das tatsächliche Kennenlernen auf irgendeinem büliwschen Gut. Hatte auch sehr glückliche Beziehungen mit und weniger glückliche Lieben zu Frauen etwa aus München, was mir ferner liegt als irgendwas, dennoch war mir dir Nähe zum Norden immer wichtiger als etwas, auch wenn ich alles tat, nie dorthin zu ziehen und freue mich lieber in der zusammengewürfelten Stadt Berlin an den zufälligen Verbindungen, die sich einfach finden und die diese regionale Neigung bestätigen.
Vielleicht hilft ja darüber schreiben, um den Spuk los zu werden und frei Menschen zu würdigen, wie sie sind, egal wo sie herkommen. Ich weiß es nicht, frage mich aber, ob es etwas ist, was überwundern werden muss, denn wenn es unsere Natur eben ist, warum sollten wir sie dann unterdrücken und wer weiß, vielleicht finden sich ja noch zwei irgendwie mental genetische Nordlichter doch zusammen im Hanseaten Exil, was weiß ich schon heute vom morgen.
jt 10.10.14
Kinderfriedenspreis
Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi
Bekamen den Friedensnobelpreis
Eine Muslima und ein Hindu
Aus den beiden verfeindeten Staaten
Pakistan und Indien die einst eins
Von Religion getrennt voll Hass
Zwei die sich mit ihrem Leben
Für Bildung einsetzen
Sie gegen Taliban die sie töten wollten
Er auf den Spuren Gandhis
Ein weitsichtiger Preis
Der in die Zukunft weist
Die den Kindern gehört
An deren Bildung die Wege hängen
Die unsere Welt nimmt
Besser für den Frieden
Konnte es nicht kommen
jt 10.10.12
Auf ein Gläschen
Sich auf ein Gläschen nur sehen
Noch einen Schluck nehmen
Zusammen bei gutem Wein
Bevor es auseinandergeht
Heißt erstmal nichts außer
Es kommt wer die Gläser bringt
Mit nur wenig mehr wieder
Aber dann kommt es auch
Darauf nicht mehr an
jt 10.10.14
Unschuldsvermutung
Die Unschuldsvermutung ist eine
Gute Sache für alle Angeklagten
Die dem Staat gegenüber stehen
Schwerer macht es Staatsanwälten
Wohl ihre Arbeit und doch sein
Wir rechtlich froh darüber dass
Wessen Schuld nicht belegt ist
Immer als unschuldig gilt heute
Fragt sich nur ob wer mit der
Unschuld sinnlich spielt um sich
Im Kampf der Geschlechter als
Verführerischer durchzusetzen
Als unschuldig gelten sollte oder
Hier nicht eine fast betrügerische
Absicht längst vorliegt den andern
Durch Täuschung zu verführen
Es für den Betrug nur am Schaden
Wohl fehlt bei der Verführung warum
Kaum geahndet wird wer darauf naiv
Hereinfällt möge drum lieber genießen
Was ist nur ob dann noch immer die
Unschuldsvermutung gelten soll oder
Wir lieber denken sie wissen genau
Was sie tun mag dahinstehen denn
Was bliebe der Lust an Reiz wenn
Es nur noch um Beweise ging
jt 10.10.14
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Demokrieg
Nun kommt der Krieg hier an
Auf den Strassen prügeln sich
Anhänger der ISIS mit denen
Die vor ihr flohen es sind die
Tschetschenen in Celle oder
Die Salafisten in Hamburg
Die friedliche Demos in den
Krieg vor der Tür verwandeln
Anhänger des Kalifats die
Gerne Märtyrer werden wollen
Oder es zumindest als Ehre
Sehen für ihren Aberglauben
In den Kampf zu ziehen deren
Opfer hier Kurden oder Jessiden
Sind die sich mit Gewalt wehren
Wo sie provoziert werden womit
Wir den Krieg bei uns haben
Was gut ist damit jemand merkt
Was dort passiert ist kein Film
Das Actionmovie der Tagesschau
Dort sterben Menschen im Kampf
Wie hier bald wenn es nicht eine
Endlich friedliche Lösung gibt
Wir sind im Krieg und da wird
Gekämpft zu glauben es gebe
Lokal beschränkte Konflikte ist
Eine Illusion wer in den Krieg zieht
Zieht ihn zu sich nach Hause
Über kurz oder lang
jt 9.10.14
Flautenlogik
Nun wundern sich die Institute laut
Die deutschen Exporte brächen ein
Die gute Konjunktur drohe nun zu
Schwächeln und schuld daran sei
Ganz klar auch Merkels linke Politik
Die dem Markt schade nur weil es
Der Koalitionspartner so wünsche
Was nichts darüber sagt warum
Oder gar wie sich dies auswirke
Vor allem nicht darauf eingeht wie
Europa durch eine idiotische Politik
Der Sanktionen und der Blockade
Gegenüber Rußland sich selbst in
Eben diese Flaute reitet nur weil
Sie amerikanischer Erpressung
Gefolgt sind statt vernünftig weiter
Zu verhandeln wird Geld an eine
Quasi mitellose Ukraine verschenkt
Die auch die Exporte nicht bessert
Die USA lachen sich einen weil sie
Damit ihre Ökonomie stärken nur
Europa merkt nicht wie dumm es
Sich zum Hanswurst der USA macht
Logisch ist Flaute wenn wir einen
Der großen östlichen Märkte nun
Boykottieren und klar lohnt das nicht
Nachdem sogar der US Vizepräsident
Die Erpressung zugab könnten wir
Endlich den unsinnigen Kurs ändern
Europa als Markt der Freiheit auch
Im Netz endlich etablieren um den
Verklemmten Bruder im Westen
Auf die billigen Plätze verweisen
Schnell hätte die Flaute ein Ende
Es bedürfte nur einer klaren Logik
Keiner rabiateren Ökonomie nach
US Vorbild das lohnt hier nicht
Gehen wir einen europäischen Weg
Das hat uns immer besser getan
Wer hört da noch auf Amerika
jt 9.10.14