Mittwoch, 7. Januar 2026

Lektürentagebuch 6.1.25

Lektürentagebuch 6.1.25

Heute wunderbar zwei Briefe aus der
Reise um meinen Garten vorgelesen
Damit tief in die Philosophie von 
Alphonse Karr freudig versunken 

Er fragt sich ob sein reisender Freund
Je die Fliegen um sich herum was
Alle Arten von Hautflüglern meint
Wahrnahm ihr Leben verfolgt hat

Von der Frage kommt er zu seinem
Teppich der in seinem Arbeitszimmer
Liegt und schon abgelaufene Stellen 
Wie andere Schäden aufweist 

Dazu auch langsam schon verblasst
Obwohl er teuer war auch in der nun
Bereits nötigen Reparatur wie schön
Dagegen der Rasen im Garten wäre

Dieser böte das ganze Jahr neue
Andere Reize und käme nach jedem
Winter im Frühling mit ganz neuer 
Pracht daher immer schöner würde 

Während sein viel teuerer Teppich
Immer blasser und abgeschabter
Aussähe würde die Wiese jedes 
Jahr dichter schöner und bunter

Er zählt die verschiedenen Blüten
Auf dem Rasen über das Jahr auf
Im Frühling blassgrün mit weißen 
Gänseblümchen denen kurz danach

Im dunkleren grün der Rasen die
Glänzenden Butterblumen folgen
Dann roter und weißer Klee um im
Herbst Herbstzeitlose zu zeigen

Diese kämen wie kleine violette Lilien
Einfach aus der Erde dort um sich im
Winter unter der weißen Decke des 
Schnee zu verstecken immer anders

Wenn vom darübergeben bereits 
Etwas zertreten bessert er sich 
Selbst wieder aus um dann wie
Neu jedesmal wieder zu glänzen 

Einfühlsam beschreibt er dann die
Verschiedenen Zustände seines
Gartens durch das Jahr der wie 
Reisen in andere Klimazonen ist

Was wie das nördliche Norwegen
Aussieht ist sein Garten in schon
Sechs Monaten er müsse nur warten
Müsse nirgendwo dazu hinreisen

Dann müsse er nur etwas Geduld
Haben und sein Garten würde zum
Sonnigen Süden wieder zur dann
Passenden Jahreszeit käme alles 

Die auch ablösenden Jahreszeiten
In seinem Garten sind reisende
Klimata die ihn besuchen kommen 
Seine Reisen zeigten ihm nichts

Anderes als was mit der Natur von 
Ganz allein zu ihm in seinen Garten
Kommt ohne alle ermüdenden
Besuche der Jahreszeiten andernorts

Doch nicht nur den wechselnden
Besuch der Jahreszeiten bietet ein
Garten als Vielfalt dieser wird mit
Erinnerungen der Liebe verbunden

Zum schönsten denkbaren Paradies
Uns werden egal wie schäbig real
Genügt unser Gefühl Orte auf immer
Für uns in Erinnerung zu verzaubern

Ist nicht auch das ganze Leben was
Die Natur uns durchschreiten lässt
Wie eine Reise mit wechselnder
Perspektive auf alles um uns dabei

Fast alle Menschen verstünden nicht
Zu sterben und verfaulten unreif wie
Bestimmte Früchte nennen es dann
Grausam aus dem Leben gerissen 

Seien wir je noch heute jene die wir
Gestern noch waren fragt er ihn am
Ende des III. Briefes müssten wir
Nicht jeden Tag über uns staunen

Morgen will er seine Runde um den
Garten beginnen bevor er noch am
Ende auf die Idee kommt schon dies 
Sei eine zu große Ortsveränderung

Den vierten Brief beginnt er nun von 
Unterwegs in seinem Garten mit der 
Frage wie weit er von Ausgangspunkt 
Sein muss schon die empathische

Vergangenheitsform der Reisenden
Selbst nutzen zu dürfen was eine 
Grammatische Form der Berichte von 
Reisen im französischen meint

Das passé simple und das imparfait
Beschreiben eine Kette Ereignisse
Die zeitlich aufeinanderfolgen die es
Im deutschen aber leider nicht gibt 

Hier bleibt nur das Imperfekt doch
Druckt der Text kursiv wie dazu eine
Fussnote erläutert wo Karr diese 
Zeitform bewusst verwendet 

Zum anderen könnte er nicht einfach
Wie alle Reisenden flunkern da deren
Aussagen nie überprüfbar sind seine
Dagegen vor der Tür ganz einfach

Nun beschreibt er sein Reisekostüm
Einen alten Schlafrock wie eine alte 
Schlafmütze und Pantoffelnn dazu im
Gelbem Saffian wie er ihn kennt

So verlässt er um Viertel vor sechs
Sein Arbeitszimmer während am
Horizont die Sonne aufsteigt geht er
Drei Stufen herab und ist in China

Sein Haus ist von einer Glyzinie
Überwuchert die aus China kommt
Vielleicht bewundert er sie dort
Während er seine hier betrachtet

Er findet dies blühende Holzhaus
Jedes Jahr schöner als alle Paläste 
Begrüßt den Zaunkönig der dort 
Sein Nest gebaut hat zu Gast bleibt

Doch ist dieser nicht der einzige
Gast in seinem alten Haus er
Erzählt von einer Bienenart die
Dort ihr Nest für sich baut wie

Mit Nektar und Honig füllt für
Ihren Nachwuchs den sie nie
Kennenlernen wird wie dort
Ihr Ei zwischen Holz und Mauer

Im Nest im Gips ablegt aus dem
Ein Wurm einst schlüpft der
Erst später zum Insekt wird als 
Sie wieder wegfliegt um Nahrung

Für ihr Kind zu sammeln kommt
Ein anderes wunderschönes Insekt 
In grün und purpurrot die Goldwespe
Die das Nest der Biene für ihr Ei

Nun missbrauchen wird wie es der
Kuckuck unter den Vögeln tut wie
Die Biene sie dabei erwischt und 
Mit Gewalt aus dem Nest wirft

Wie die Biene die so wunderschöne
Goldwespe fast umbringt aber diese
Die keinen Honig bilden kann um
Ihr Kind zu ernähren es danach

Wenn auch verletzt nur noch
Kriechend wieder versucht was 
Beim nächsten Versuch gelingt 
Womit das Kind der Biene verhungert

Weil die Goldwespenlarven eher
Schlüpfen die Nahrung welche die
Biene für ihr Ei deponierte einfach
Auffressen wird um zu überleben

Doch wollte er nun alle Insekten
Beschreiben die dort am Holzhaus
Lebten käme der Freund wohl schon
Zurück bevor er die Runde begann

Auf dem Weg in die Allee in seinem
Garten trifft er nun auf die Nachtviole
Welche Marie Antoinette bevorzugte
Erzählt eine Geschichte von ihrer Haft

Diese fast monarchisch am klingende
Erzählung um die Witwe Capet wie 
Die Frau des hingerichteten Königs
Ludwig XVI vor ihrer eigenen genannt

Ist ganz erstaunlich einfühlsam dabei 
Kommen auch noch Tuberrosen wie 
Nelken vor die aber schon mit den 
Großen Namen vor ihr verbunden

Marie Antoinette war die Tochter 
Von Maria Theresia die diese Ehe
Angebahnt hatte um Friedrich der
Später der Große wurde zu schlagen 

Dass dies im siebenjährigen Krieg
Dann doch nicht gelang weil die Zarin
Rechtzeitig starb deren Sohn nun
Friedrich bewunderte wird hier von

Alphonse Karr nicht erzählt was den
Tod von Marie Antoinette noch weiter
Relativierte und infrage stellte weil die
Ehe ihren Zweck so nie erreichte 

Von den Nelken die der große Condé
In der Haft kultivierte erzählte er noch
Dies ist Louis II. von Bourbon der in 
Vincennes 1650 inhaftiert war

In der Fronde der Prinzen versuchten 
Die Prinzen von Geblüt ihre Macht
Gegen Mazarin durchzusetzen der
Mit der Witwe Ludwig XIII die mit

Anna von Habsburg auch eine
Österreicherin war für den noch
Minderjährigen Ludwig XIV regierte
Was historisch ihnen nicht gelang 

Das Wort Fronde bezeichnete
Ursprünglich nur die Wurfschleuder 
Der Kinder woraus das Verb fronder
Entstand das jede Meinungsäußerung 

Gegen den Hof und den König
Meinte was später Fronde zum
Begriff für die Ereignisse zwischen
1648 in und 1653 werden ließ

Davon erzählt Karr hier nichts
Was der kleine historische Ausflug
Hier dafür erledigt der den großen
Condé dafür einordnen noch hilft 

Von den Tuberrosen dagegen ging
Das Gerücht dass sie für schwangere 
Frauen tödlich seien als Mademoiselle 
De la Vallière in diesem Zustand war

Zumindest das Gerücht über das
Hoffräulein ging welche Mätresse 
Von Ludwig XIV war ließ sie als die
Königin als sie unpässlich war sie

In ihrem Zimmer besuchen wollte
Dieses mit Tuberrosen füllen auch
Das Gerücht um Schwangerschaft
So besser zerstreuen zu können

Ob sie die länger mit Ludwig in
Fontainebleau war auch ihm dabei
Mehrere Kinder schenkte wirklich
Den Gerüchten glaubte erzählt

Karr hier leider so wenig wie die
Geschichte des Ablenkungsmanövers
Um Ludwig von Henrietta Stuart der
Frau Philipps von Orleans abzulenken

Bei diesen hatte der junge Monarch
Louise kennengelernt und sich wie sie
Wohl auch in die ganz zarte Blondine 
Verliebt was zu der Liaison führte

Eine offizielle Mätresse die ihren 
Vom König verursachten Zustand
Vor der Königin geheim halten will
Tuberrosen dazu wählt ist schon

So wunderbar französisch dass wer 
Den Hintergrund kennt keine weitere 
Erläuterung mehr braucht die Erotik
Zwischen den Zeilen zu spüren

Nur dezent vornehm dabei sich in
Andeutungen ergehend spielt Karr
Hier dezent die monarchistische
Karte auf typisch französische Art

Alphonse Karr war ein erbitterter
Gegner von Napoleon III und ging
Nach dessen Staatsstreich nach 
Nizza ins Exil was heute auch zur 

Französischen Republik natürlich
Gehört er war mit Victor Hugo auch
Befreundet und ersten Präsident
Einer Liga gegen alle Tierversuche

Seine letzten Jahre verbrachte Karr
An der Côte d’Azur wo er sich mit
Gartenbau beschäftigte und der
Kultivierung von Blumen widmete

Ob Alphonse Karr tatsächlich die
Blumenriviera begründete die ihm
Zugeschrieben bleibt unklar postum
Wurden 2 Pflanzen nach ihm benannt

jens tuengerthal 7.1.25

Dienstag, 6. Januar 2026

Liebesleben

Liebesleben

Ein Liebesleben
Zu haben bleibt Illusion
Einsamer Träumer 

jens tuengerthal 6.1.25

Idiotenreisen

Idiotenreisen

Nur die Idioten
Ohne geistige Welten
Reisen noch wohin

jens tuengerthal 6.1.25

Lebensreise

Lebensreise

Das ganze Leben
Als Reise sehen zwischen
Geburt und Tod hilft 

Nirgendwo mehr hin
Zu müssen um einfach da
Bleiben zu wollen 

Unterwegs in sich
Bewegt Leben genug um 
Alles zu haben

jens tuengerthal 6.1.25

Montag, 5. Januar 2026

Lektürentagebuch 5.1.26

Lektürentagebuch 5.1.26

In den Buddenbrooks kommt der
Konsul seine Tochter Tony besuchen
Nachdem Grünlich ihn schriftlich um
Eine große Summe gebeten hat

Die Begegnung von Vater und Tochter 
Ist wieder ein geniales Meisterstück
Von Thomas Mann das mit Etiketten 
Erwartungen und Gefühlen spielt

Der Konsul von seinem schlechten
Gewissen getrieben weil er Tony
In diese Ehe drängte will wissen
Ob diese ihren Mann wirklich liebe

Fragt sie zunächst sehr formell und
Tony antwortet wie es von ihr als
Tochter des Hauses Buddenbrook
In ihrer Rolle erwartet wird mit ja

Vorsichtig versucht er zu erfahren
Was sie von Grünlichs Situation weiß
Wobei offenbar wird dass sie nichts
Oder nahezu nichts bisher ahnt 

Auf weitere Nachfrage hin ob sie
Auch bereit sei ihrem Mann in
Schlechte Zeiten zu folgen antwortet
Tony erwartungsgemäß korrekt nur

Hier spielt Thomas Mann mit der
Eheformel in guten wie in schlechten
Zeiten die so formell auch nur von
Tony dabei nachgeplappert wird

Natürlich werde sie alles tun was
Der christlich moralische Vater von ihr
Erwarten konnte eine gute Tochter
Damit zu sein und spiele ihre Rolle

Daraufhin macht er ihr vorsichtig
Deutlich dass Grünlich bankrott sei 
Aber er könne ihn natürlich wenn
Sie ihn sehr liebe noch retten

Dazu müsste er der Firma aber
Die gerade herbe Rückschläge
Erlitt Kapital entziehen worauf
Tony sofort sagt auf keinen Fall

Sie hätte Grünlich immer gehasst
Nur ihre Rolle gespielt lieber käme
Sie mit ihrer Tochter mit ihm mit
Als der Firma Kapital zu entziehen

Damit hat der Konsul alles erreicht
Über das Stichwort Firma wurde die
Buddenbrook in Tony geweckt sie
Will die Firma vor Grünlich schützen

Noch bevor Grünlich aus dem Bad
Unten ankam während schon sein
Bankier Kesselmeyer im anderen
Salon wartete war sein Ende klar

Ein Spiel konventioneller Lügen
Endete als es um die Firma ging
Grünlich ist verloren und Tony darf
Nach vier Jahren Ehe ehrlich sein

Das bürgerliche Geschäft Ehe um
Das gerne Gefühle erlogen werden
Findet ein sachliches Ende sobald
Die heilige Firma bedroht ist

Die Buddenbrooks haben sich
Hochgearbeitet der Konsul zeigt
Gerne seine christliche Gesinnung
Die endet wenn es ums Geld geht

Zumindest soweit das Kapital der
Firma Schaden erleidet dann wird
Gerne eine Scheidung riskiert der
Ehe in die er seine Tochter drängte

Für kleine intim zärtliche Momente
Sind Vater und Tochter ganz ehrlich
Er möchte Absolution von ihr dafür
Sie in diese Ehe gedrängt zu haben

Tony möchte nichts lieber als weg
Von ihrem Ehemann den sie nie
Wollte und lieber geschieden sein
Als mit Grünlich bankrott gehen

Lieber geht sie zurück in die Heimat
Lebt gut im Elternhaus und ihr Vater
Kann so sein schlechtes Gewissen
Wieder beruhigen und christlich tun 

Eine Scheidung wegen Unfähigkeit
Des Gatten Frau und Kind noch
Angemessen zu versorgen ist
Legitim und bankrott ist wie tot

So endet das Kapitel Grünlich im
Leben von Tony wieder ganz im
Sinne der Firma und der Konsul
Darf ein gutes Gewissen haben

Wunderbar wie Thomas Mann
Diese verlogene christliche Moral
Des Konsuls hier bloßstellt der
Die bürgerliche Fassade hochhält

Auch das Umkreisen der beiden
Der formalen Erwartung zu genügen
Verliert alle Fassade im Schatten
Des Bankrott der schuldig macht

So kann der Konsul seine Tochter
Retten und aus der Ehe befreien
In die er sie gezwungen hat dabei
Geld sparen und sich gut fühlen

jens tuengerthal 5.1.26

Kriegsparteilos

Kriegsparteilos

Sich im Krieg zu enthalten erspart
Viele Schlachten in denen es wenig
Mehr als den Tod zu finden gibt egal
Ob wir diesen für heldenhaft halten

Habe konsequent auf Seiten der
Ukraine Partei ergriffen um so
Gegen den Angriff von Putin dem
Kriminellen KGB Mörder zu sein

Aber Beweise habe ich weder für 
Diesen Verdacht noch für das
Gegenteil vermutlich liegt die meist
Traurige Wirklichkeit dazwischen

Es kämpfen auf Seiten der Ukraine
Auch bekannte Rechtsradikale was
Das Vertrauen in sie nur bedingt
Stärken kann auch wenn ich mich

Nicht enthalten habe bisher scheint
Parteilichkeit immer fragwürdiger 
Lieber bin ich gegen jeden Krieg
Um in Frieden leben zu können

Der Angriff der USA auf Venezuela
Ist völkerrechtlich fragwürdig aber
Trifft einen linken Diktator nicht
Ohne jeden Zusammenhang

Solange ich nicht alle Hintergründe
Dieser Aktion kenne werde ich mich
Dazu lieber enthalten wie überhaupt
Enthaltsamkeit mir eleganter scheint

Lustig ist die Reaktion Russlands 
Der russische Ministerpräsident lässt
Mitteilen mit einer Entführung von
Kanzler Merz sei zu rechnen wie
Bei Selenskyj genauso längst

Was allein offenbart Russland bläst
Gerne die Backen groß auf ohne je
Eine rechtliche oder tatsächliche
Grundlage für sein Handeln zu haben

Russland die in der Ukraine bisher
Trotz hunderttausender Opfer fast
Nichts erreicht haben bläst sich auf
Nachdem ihnen Trump es zeigte

Russland hatte einen Schutzvertrag
Mit Maduro und vermochte einfach
Nichts für diesen zu tun erreicht seine
Ziele nirgendwo militärisch bisher

Trump zeigt Putin was droht wenn
Er nicht vertragsgemäß spuren sollte
Wie überlegen die USA längst sind
Dass sie einfach tun was sie wollen

Halte dennoch so wenig von dem
Kriminellen Missbrauchstäter Trump
Wie immer sehe nur Zusammenhänge
Die Zurückhaltung weise machen

Halte Merz immer noch für einen
Populistischen Schreihals der noch
Viel von Merkel lernen könnte wäre
Ihm sein männliches Ego dabei 

Nicht wie so häufig im Weg doch
Seine gerade Zurückhaltung lobe ich
Gerne und ausdrücklich als Weise
Maße mir dazu keinerlei Urteil an 

Über linksradikale Attentäter wird 
Sich in Berlin gerade empört eines 
Angeblichen Bekennerschreibens
Wegen enthalte mich da lieber

Zumindest so lange bis tatsächlich
Ein Attentäter überführt wurde weil
Das Orchester radikaler Rechter 
Viel verdächtiger mir erscheint

Enthalte mich in allem lieber um
Dafür zu genießen was bleibt
Weil Meinung überschätzt wird 
Viel mehr Probleme verursacht

Enthaltsamkeit dagegen befreit 
Lässt mich in Frieden leben mit
Allen vernünftigen Menschen was
Die beste Gesellschaft immer

Vor allem verhütet Enthaltsamkeit
Mehr Vorurteile als es Gefahren 
Der Polarisierung begründet da
Enthalte ich mich gerne weiter

jens tuengerthal 5.1.25

Versorgungslage

Versorgungslage

Während die Rechten angesichts
Des Stromausfalls im Berliner Süden
Schon Schnappatmung bekommen
Wiedermal den Untergang des alten
Abendlandes fürchten und den CDU 
Bürgermeister von Berlin einen völlig
Unfähigen Linken nennen macht die
Stadt einfach was möglich und auch
In dieser Situation nötig ist schnell
Gibt es Notquartiere in Turnhallen
Feuerwehr und THW sind vor Ort
Alle tun was sie halt tun können
Auch die Polizei ist präsent das
Alles ist lästig und dauert dafür wird 
Fieberhaft an einer Lösung gearbeitet
Einwohner helfen einander auch
Über alte Grenzen hinweg sind
Die Hilfsangebote zahlreich und
Unsere Stadt tut alles ihr mögliche
Es ist nicht alles perfekt aber für
Den Grad der Katastrophe geht
Inzwischen so einiges wieder
Es läuft irgendwie und geht über
Umwege und andere Leitungen
Halt irgendwie weiter und von den
Betroffenen höre ich keine Klage 
Viele schreiben sie sind dankbar
Für die gute Versorgung dann
Geht es weiter wie immer was 
Deutlich zeigt Berlin funktioniert
Während Rechte nur lamentieren
Ohne wirklich etwas zu leisten
Macht Berlin und es läuft halt
Irgendwie irgendwann irgendwo
Wieder und weiter und gut ist
Wenn auch nicht ganz gerade
So doch für krumm ordentlich 

jens tuengerthal 5.1.25

Liebesentschuldigung

Liebesentschuldigung

Liebe braucht keine
Entschuldigung aber kann
Sich entschuldigen

jens tuengerthal 5.1.26

Teezeit

Teezeit

Sich Teezeit nehmen
Schenkt selbige im Alltag
Als heißen Moment 

jens tuengerthal 5.1.26

Abtreibung

Abtreibung 

Über Abtreibung
Schwiegen Männer besser ist
Nur Frauensache

jens tuengerthal 5.1.26


Sonntag, 4. Januar 2026

Liebesgelassen

Liebesgelassen 

Es mit der Liebe ganz zu lassen
War auch nicht das wahre weil es
Etwas einsam am Ende machte 
Doch von Aufregungen darum 
Hatte ich wirklich genug bis sich
Eine angenehm unaufgeregte
Konstellation endlich fand die
Nicht immer sondern nur
Manchmal gelegentlich da war
Was das immer irgendwann
Zuviel an Gequatsche dadurch
Gut auf erträglich relativierte 
Es ist ja nie alles ideal und
Wenn es dann mal so scheint
Kommen andere Katastrophen
Wie Eifersucht oder Familie die
Manch guten Versuch schon als
Solchen noch scheitern ließen
Dabei tut es so gut sich einfach
Erwartungslos gelassen zu lieben 
Statt immer darum zu kämpfen
Denke ohnehin Gelassenheit ist
Der harmonischste Gemütszustand
Resultiert aus tiefer Zufriedenheit
Die meint alles zu haben ohne
Noch wen erobern zu wollen 
Es ist nicht alles ganz perfekt
Aber wer von uns ist das schon
Im übrigen gilt die alte friesische
Weisheit Geliebte haben keine
Fehler zufrieden zu bleiben
Mehr ist nie zu erreichen
Also bleiben wir gelassen 

jens tuengerthal 4.1.26

Stromzufall

Stromzufall

In Berlin funktioniert das meiste
Zumindest meistens manchmal
Geht nichts mehr dann braucht es
Hilfe im Notfall die funktioniert

Auch für diese gilt wiederum
Sie funktioniert meistens gut 
Manchmal nicht so ganz und
Dazwischen überleben wir 

Das ist halt Berlin und wer hier 
Lange genug lebt nimmt es mit 
Schulterzucken wie es kommt
Von Strom bis zum Nahverkehr 

Eine Woche oder mehr ohne ist
Auch im feinen Süden schon hart
Noch mehr für alle die schon mit
Wärmepumpen ihr Haus heizen

Aber irgendwie funktioniert alles 
Geht das Leben im Kerzenschein
Weiter nur etwas behindert halt
Den Krieg haben wir auch geschafft

Sagen nun die Alten andere werden
Bald Hoodys mit entsprechendem
Aufdruck humorvoll wohl tragen und
Wer noch jammert stellt sich halt an 

Die aus anderen Regionen Berlins
Sind solidarisch mit dem dunklen
Reichen Süden ganz ohne jede
Schadenfreude dabei natürlich

Den Freunden im Süden schon 
Die Solidarität versichert und wenn
Nötig Stromasyl angeboten damit
Hat der Bergbewohner alles getan

So wird Berlin auch diese kleine
Katastrophe wieder bewältigen
Die AfD nahen Angsthasen sehen 
Schon das Abendland untergehen

jens tuengerthal 4.1 25

Kriegsgründe

Kriegsgründe

Welche Gründe gibt es noch
Einen Krieg zu beginnen oder
Die Souveränität eines Staates
Zu missachten die schwerer wiegen

Überlege es mit dem Blick nach
Venezuela wo Trump auf den 
Ersten Blick eine furchtbar
Imperialistische Politik betreibt

Um an das viele Öl zu gelangen
Auf dem Maduros Macht saß 
Der nun als Häftling auf dem 
Weg in die USA ist ohne hier

Überprüfen zu können was
An den Vorwürfen gegen ihn 
Wirklich dran sein könnte 
Gegen einen Staatschef

Von Drogenhandel bis zur
Diktatur und Unterdrückung
Schöpfen die USA aus dem
Vollen typischer Anklagen

Doch wichtiger als der Vorwurf
Des Imperialismus gegen Trump
Ist die Frage der Auswirkungen
Dieser staatlich dreisten Aktion 

Natürlich empören sich nun Putin
Wie China die beide aber genau
Das gleiche gerade tun wollen ohne
Dabei Demokratien auch zu sein

Was ist von der Empörung dieser
Diktatoren also zu halten als nichts 
Überlege ich und welche eigenen
Interessen verfolgen beide dort

Putin hatte gerade mit Maduro einen
Bündnisvertrag geschlossen um so
Dessen Sicherheit im Hinterhof der
USA ganz frech zu garantieren 

Trump möchte über US Firmen die
Massen des venezolanischen Öls
Auf den Markt werfen um so den
Ölpreis massiv drücken zu können

Das ist energiepolitisch unsinnig
Setzt auf veraltete ineffektive Technik
Aber macht gleichzeitig Putin und
Die Scheichs arm und machtlos

Sofern der Preis für Öl und Gas fällt
Kann Putin keinen Krieg mehr führen
Wäre sehr schnell am Ende seiner
Imperialen Macht angelangt

Damit könnte dieser imperiale Terror
Der USA in ihrem südlichen Hinterhof
Mehr für den Weltfrieden tun als es 
Auf den ersten Blick scheinen mag

Dazu kommt die Erniedrigung von
Putin dessen Bündnispartner Maduro
Von Trump einfach verhaftet wird was
Aller Welt zeigt was ein Bündnis mit

Dem Russland Putins noch wert ist
Die Souveränität aller Staaten steht
Im Schatten der Frechheit der USA 
Die der Welt zeigen wer der Chef ist

China die sich bald Taiwan auch
Einverleiben wollen werden sich
Hüten zuviel Theater zu machen
Putin blamierte aller Lärm nur

Der russische Staatschef müsste 
Trump für das anklagen was er
Selbst in der Ukraine tat also sich
Anklagen und zugleich gestehen

Die USA können es ohne viele
Opfer auch in den eigenen Reihen
Er dagegen wäre ein Versager der
Egal was er nun sagt schon verlor 

Warum raubt sich Trump einen Staat
Ohne viele Opfer und Lärm aber ein
Putin opfert hunderttausende ohne
Ein sicheres Ergebnis zu haben

Damit beweist die Aktion gegen
Den zumindest fragwürdigen Maduro
Die Souveränität der USA wie den
Anspruch auf absolute Weltmacht 

Sie tun es weil sie es können und
Ihnen egal ist was erlaubt ist weil
Sie nach eigenem Recht herrschen 
Trump könnte dabei noch gewinnen

Eine Militäraktion die zugleich den
Weltfrieden fördert wie ganz wenig
Opfer nur fordert und Putin deutlich
In die Schranken weist ist genial

Damit stärkt Trump auch seine
Position in den Verhandlungen
Mit der Ukraine gegenüber dem
Ohne sein Öl armen Russland

Die Ausdehnung der USA auf die
Vielen souveränen Staaten des
Amerikanischen Kontinents könnte
Der Welt Stabilität auch bringen 

Grönland für Souveränität und die
Dort Rohstoffe ergänzt den Kurs
Der weltpolitisch viel veränderte
Wenn Staaten Teil der USA werden 

Die Nation ist ein überflüssiges nur
Emotionales Vehikel aus dem daran
Vollen romantischen 19. Jahrhundert 
Trump könnte sie einfach so erledigen

Der peinliche ungebildete Nationalist
Trump machte am Ende damit die 
Nationen und alle Zölle überflüssig
Was ein märchenhafter Schluss wäre

Dies ist eine auch mögliche Sicht auf
Die Ereignisse in Venezuela die wir
Vor aller Empörung bedenken sollten
Ohne viel von Trump zu halten

So gesehen war die Reaktion von
Merz vielleicht klüger erstmal alles
In Ruhe abzuwarten als viele die
Sich erwartungsgemäß empörten 

Aus Sicht bestehender Nationen
Geht was die USA hier einfach taten 
Natürlich gar nicht aber wer braucht
Langfristig noch Nationen in der Welt

Auch die Alleinherrschaft der eher
Religiös reaktionären Republikaner
Relativierte sich sehr schnell wenn 
Ganz Amerika die USA wären 

Statt der UNO gäbe es die USW
Die Vereinigten Staaten der Welt
Demokratisch regiert und damit 
Bald Trump und Religiöse los

Eine Welt und ein Staat in dem
Amerikanisch frei gehandelt wird
Machte 99% des Militär überflüssig
Was eine gute Aussicht wäre

Sollte dies der Plan Trumps sein
Der zum ewigen Frieden führte
Einen Traum nach Kant realisierte 
Verdiente der peinliche Typ Respekt

Es ginge um Märkte und Effektivität
Womit auch der Elektromotor ganz
Schnell alle Verbrenner erledigte wie
Erneuerbare sich durchsetzten

Putin und den Scheichs langfristig 
Ihre Macht also ihr Kapital rauben
Für eine demokratische Großmacht
Könnte real verdienstvoll auch sein

Wer Trump wirklich ist und wo dieser 
Scharlatan am Ende echt steht ist
Bisher so unklar wie was echt an ihm
Wie seiner Frau noch ist aber egal

Eine genaue Betrachtung des Krieges
Zeigt vor allem wie wenig sicher ist
Was dem ewigen Frieden mehr nutzt
Ob Trump es der Welt gerade zeigt

Halte mich mit jedem Urteil dazu 
Darum zurück auch wenn vieles
Fragwürdig erscheint kann der Zweck
Die Mittel manchmal heiligen

jens tuengerthal 4.1.25

Schneeenten

Schneeenten 

Schnee verzaubert die Großstadt
Zeichnet die harten Linien weich
Macht Menschen fröhlich kreativ
Wie an Schneefiguren im Kiez
Heute wunderbar sichtbar was 
Den Weichzeichner noch ergänzt
Liebe diese ruhigere Stimmung 
Auch wenn der heute heftigere
Wind es weniger gemütlich machte
Durch den Neuschnee zu stapfen
Bleiben die aufgeweichten Linien
Die positiv auf die Psyche wirken
Was mich überlegen lässt ob eine
Aufgeweichte Architektur mit viel
Weniger Kanten und rechten Winkeln 
Die Welt friedlicher machen könnte
Zumindest die Stimmung in ihr viel
Milder machte als die klare Kante 
Dessen was uns zu lange die
Meisten Architekten seit dem
Aufbruch in die Moderne antaten
Denke ich glücklich darüber am
Helmholtzplatz zu leben mit seinen
Nur Altbauten rund um den Platz den
Die natürlich gewachsenen Bäume
Auf diesem noch krumm ergänzen
Wozu der Schnee perfekt passt
So fühl ich mich im verschneiten
Berlin wunderbar wohl bis es zur
Grauen Großstadtmatsche wird 
Die Stadt depressiv wie immer
Nur macht weil es ist wie es ist 
Worüber wir hier gerne lachen
Mit oder ohne Schnee

jens tuengerthal 4.1.25