Donnerstag, 6. August 2015

Fernnah

Sich fern fühlen im nah
Sein ist zu häufig aber
Sich nah fühlen im
Fern sein zu selten

Du bist mir nah wenn
Ich mich so nach dir
Sehne in die nahe Ferne

Ganz nah sein wäre
Noch schöner aber
Fühlen wie nah fern
Sich sein kann ist mehr

Wie du mir immer näher
Wirst im Wissen um was
Wir teilen wächst es zu allem

Nähe und Ferne werden so
Relativ verschiebbar in uns
Worauf es ankommt bleibt
Was verfliegt bleibt fern

Möchte dir immer näher sein
Sich so nah als möglich
Ganz zu verschlingen im Schlaf

Du bist mir fern näher als die vielen
Die mir irgend je nah waren ohne mich
Dabei zu berühren weil wir uns jenseits
Von fern oder nah einfach fühlen

Fern und nah sind wie die Raumzeit
Anhängig vom Tempo mit dem wir
Unsere Massen umeinander bewegen

Die Größen verschwimmen im Strom
Der Zeit auf der Suche nach Glück
Und bleiben doch Kontinuum des Seins
Nah und fern ist liebend relativ egal
© jens tuengerthal 6.8.15

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