Donnerstag, 3. September 2026

Laizismuss

Laizismuss

Es braucht endlich einen radikalen
Wie konsequenten Laizismus in
Europa um die letzten Reste von 
Aberglauben zu vertreiben aus allem
Was den Staat betrifft weil Religion
Privatangelegenheit Erwachsener ist
Nichts in der Öffentlichkeit mehr
Verloren hat und dafür die Orte 
Des Aberglaubens in Bibliotheken 
Für Aufklärung und Vernunft nun
Endlich umwidmen damit Menschen
Den Weg zur Mündigkeit welche
Kern ihrer Würde ist entdecken
Schützen wir unsere Kinder vorm
Aberglauben der die Freiheit raubt
Damit die Würde die unser
Grundgesetz als erstes schützt
Wer sich dem Laizismus wie der
Freiheit entgegenstellt hat den
Geist des Grundgesetzes nicht
Verstanden und braucht damit
Dringend Nachhilfe auch eine
CDU hat in der Politik nichts
Verloren Europa ist laizistisch
Oder wird nicht mehr sein 
Als Insel der Freiheit zwischen
Russland und den USA die
Beide Horte des Aberglauben
Längst wurden warum ein neuer
Aufstand des Atheismus nötig ist
Aberglaube ist nicht normal
Wie hier noch getan wird
Sondern vernünftig betrachtet 
Ausdruck geistiger Krankheit
Aus der Artikel 1 befreien will
Wagen wir mehr Laizismus 

jens tuengerthal 3.9.26

Vancesinn

Vancesinn 

Der Vizepräsident der USA ist ein 
Gläubiger Christ der spät konvertierte
Über den Antichristen und ähnlichen 
Hokuspokus des Aberglauben redet
Als sei dieser Wahnsinn aus dem
Märchenbuch Bibel eine ernsthaft
Politisch relevante Aussage nicht
Jeder Staat der diesem Irrsinn aus
Zeiten des Mittelalters wie dem 
Dunklen Aberglauben verfällt
Nicht schon gleich gescheitert
Da Vance das Hirn hinter Trump ist 
Wissen wir nun mit Gewissheit
Die USA sind nicht nur ein elender
Schurkenstaat der Todesstrafe wegen
Sondern 300 Jahre nach der großen
Zeit der Aufklärung aus der sie sich
Gründeten und unabhängig erklärten 
Dem lächerlichen Aberglauben völlig
Verfallen kein Land der Freiheit mehr
Sondern der Zirkus des Aberglaubens
Ohne zu wissen was Vance wirklich
Glaubt ist es schrecklich genug wenn
Der Vizepräsident der USA nun
Öffentlich Unsinn der Apokalypse
Verbreitet denn der Untergang des
Menschlichen Paradieses ist allein
Menschlich verursacht durch Gier
Wie Leugner des Klimawandels 
Die auch wenn der letzte Baum gefällt
Nicht merken dass sie ihr Geld nicht 
Essen können warum es Zeit ist
Zum Aufstand der Vernunft gegen
Den Terror des Aberglaubens
Es gibt keinen Gott außer ich
Unterwerfe mich ihm und aller
Aberglaube hat nichts im Staat
Mehr verloren - rettet die Freiheit
Zeit für eine neue Team Party

jens tuengerthal 3.9.26

Aussichten

Aussichten

Die Aussichten sind bescheiden
Was noch freundlich formuliert ist
Für all das was vor uns nun liegt
Denke ich nach dem ersten Blick
Auf die Nachrichten die das drohende 
Unheil der Welt gut zusammenfassen
Jeden Mut zum weiter so rauben
Weil die Menschheit zu blöd ist
In Frieden miteinander zu leben 
Russland schließt als Reaktion
Auf die Schließung des Berliner
Russischen Hauses natürlich alle 
Goethe Institute erstmal was die
Kultur in der Diktatur noch weiter
Verarmen lässt aber absehbar war
Das Wetterphänomen El Niño steht
Unmittelbar bevor mit erwartbaren
Katastrophen infolge aber die
Üblichen Trumps und Querdenker
Werden es als nur Wetter abtun
Es sterben ja hauptsächlich Arme
Nun kommt auch noch heraus
Dass die Bundeswehr beim Einsatz
In Afghanistan schon ohne ein
Parlamentarisches Mandat begann
Was für die Parlamentsarmee wie
Die politisch Verantwortlichen eine
Katastrophe sein sollte wird fast
Übersehen wer war da 2001 noch
Bundeskanzler genau der Putinfreund
Schröder wer nun eine Verbindung
Zum Goethe-Institut sieht leidet aus 
Klassischer SPD Sicht am Wahn
Der Verfolgung denn Stalin war
Ja Hitler nicht vergleichbar
Was richtig ist der Georgier 
Den Putin noch hoch hält
Hat mehr Menschen auf dem
Eher nicht vorhandenen Gewissen
Was im Osten kaum einer ausspricht
Noch weniger je realisierten weil
Der gute Stalin ein Verbündeter
Im Kampf gegen den Faschismus war
Jenseits des antifaschistischen
Schutzwalls haben auch schon
Die Feinde der Demokratie eine
Parlamentarische Mehrheit was
Linke Träumer lieber ignorieren
Um eine Mehrheit zu finden mit der
Die Erben der SED bald Berlin mit
Links regieren könnten als die
Große Rache des Ostens während
Sich die Koalition weiter um die 
Nötigen Steuererleichterungen
Öffentlich wie medial zerfetzt
Sollen nach der Sabotage an 
Kritischer Infrastruktur nun die
Betreiber diese besser schützen
Statt den Krieg Russlands gegen
Den freien Westen so zu nennen
Angemessen zu reagieren
Es sieht also eher düster aus
Bescheiden war noch freundlich
Aber Kopf hoch unser Kanzler
Ist ein Flieger und damit ganz nah
An der Ursache unserer Probleme
Am Ende wird alles gut oder ist
Zumindest endlich zu Ende

jens tuengerthal 3.9.26

Lektürentagebuch 2.9.26

Lektürentagebuch 2.9.26

Vom Sommerlicht schwärmt im
5. Kapitel Eduard von Keyserling 
Was alles gleißend strahlend hell
Erleuchtet keine Dunkelheit duldet 

Hans Grill sitzt mit Doralice in der
Düne und versucht das Meer zu
Malen ist aber unzufrieden mit sich
Die beiden sticheln sich etwas dabei

Hans malt vor seinem inneren Auge
Für sie das Bild einer gemeinsamen
Zukunft sie füllte ein Haus in einem
Vorort von München er käme dann

Am Abend aus seinem Atelier in der
Stadt in das von ihr erfüllte Haus
Sie erwidert und was solle sie sich
Den ganzen Tag ohne ihn langweilen 

Er malt das Künstlerideal von den 
Freien Menschen die miteinander
Leben und frei zusammenkommen
Sie sagt sie fürchtet Menschen

Sie meint die kenne sie schon und
Die erinnerten sie immer an Frauen
In Reformkleidern Hans ist aufgeregt
Meint sie wolle ihn nicht verstehen

Weil sie ihre Gesellschaft verlassen
Habe meine sie es gäbe keine
Guten Menschen mehr was Hochmut 
Sei ob sie sich auch seiner schäme

Nein erwidert sie er sei gut nur seine
Frau Grill wollte sie nicht kennen
Die sei ihr nicht sehr sympathisch 
Worauf er meint dass müsse sie aber 

Wenn sie ihn wolle müsse sie auch
Frau Grill wollen er trete für sie ein
Aber so sei das immer sie redeten
Und redeten aber verstünden sich nie 

Sie liegt ganz ruhig vor ihm und nur 
Das Zucken der schmalen zu roten 
Lippen verriet ihre dabei Erregung
Hans ging aufgeregt schwimmen 

Er fragt sich dabei warum er immer
Fürchten muss sie zu verlieren wenn
Er sie am festesten hielt entglitt sie
Ihm wieder und blieb immer fern 

In diesem Moment stellte sich der
Geheimrat von Knospelius ihm vor 
Mit habe die Ehre in seinem gelben 
Badetrikot in den Wellen sitzend

Erzählt von heißen Tagen und ob der
Baron nächstens mit seinem künftigen 
Schwiegersohn käme nett sei es hier 
Nur mehr Geselligkeit wünschte er

Er und seine Frau seien nicht gesellig
Was der Geheimrat in Flitterwochen
Natürlich versteht er aber bräuchte
Geselligkeit als alternder Junggeselle

Hans meint die meisten suchten hier
Die Einsamkeit worauf Knospelius 
Erwidert es seien die heitersten 
Gesellschaften genau jene deren 

Mitglieder die Einsamkeit suchen
Doch er musste nun raus sein Klaus
Erwartete ihn mit dem Handtuch
Daraufhin schwamm Hans weit raus

Das Bad hatte ihm gut getan er war
Nun völlig entspannt aber als er die
Düne hinauflief hörte er beide lachen 
Der Geheimrat saß auf Hans Stuhl

Knospelius meinte zu Hans das sei
Eine Symphonie in blond wie dort
Seine Frau in gelb mit blondem Haar
Im Sand noch wie hingegossen läge

Darauf verabschiedet er sich höflich
Erzählt zum Abschied einen Witz
Über eine nicht standesgemäße Ehe 
Und verabschiedet sich höflich

Sie liegen erst schweigend dann
Fragt Doralice Hans warum er so
Unfreundlich zu dem Kleinen wäre
Was will der von uns fragt Hans sie 

Nichts er will sich mit uns unterhalten 
Meint Doralice daraufhin ob Hans
Etwa eifersüchtig auf ihn wäre er sei
Doch nur eine groteske Nippfigur

Hans leugnet jede Eifersucht so etwas
Gäbe es unter freien Menschen nicht
Für eine Liebe die er bewachen muss
Danke er aber diese kleine Exzellenz

Sei ein Stück der Vergangenheit ihrer
Gesellschaft die sich wieder an sie 
Herandränge um zwischen ihnen zu
Stehen was Doralice müde leugnet

Sie solle sie alle lassen meint Hans
Drückt sie mit zorniger Leidenschaft
Die gingen sie doch alle nichts mehr 
An worauf sie meint o ja sie ließen sie

Beim abendlichen Spaziergang dann
Das nächste Missverständnis als er
Fragt warum sie nicht spreche meint
Sie die Luft sei so sorgevoll gerade

Sie hätten keine Sorgen entschied
Hans darauf mit Nachdruck für sie
Was sie bestätigt ergänzt um die
Sorge er würde nun noch sagen

Freie Menschen hätten keine Sorgen
Und wenn fragt Hans gleich darauf 
Stellt sie fest es sei heute kein
Glücklicher Sprechtag immer Streit

Hans meint darauf was in ihnen sei 
Müsse heraus das gäbe Vertrauen
Das sei zu umständlich meint sie
Verweist auf ein Liebespaar vor ihnen

Sie versuchten sie zu imitieren und
Ganz im Takt miteinander zu sein
Nach einem Moment bleibt Hans
Stehen der die Stille nicht erträgt 

Wenn sie so still neben ihm laufe
Glaube er sie denke schlecht von ihm
Was Doralice schade findet sie hätte
Sich fast wie das Mädchen gefühlt

Nichtstun und den Mond einfach
Angähnen fand sie herrlich aber
Hans sagte nein und wollte lieber 
Etwas tun und unternehmen denn 

Tun und tun sei was ihnen fehle
Dabei ist das Innehalten doch viel
Wichtiger beieinander anzukommen
Auch Doralice wollte nur nichts tun

Selten verstehen kleine Geister die
Größe des Nichts was im völligen
Liegt das nichts mehr wollen muss
Jenseits aller Ziele Sein lässt

Als sie ankamen war keine Lampe
Im Zimmer an das voller Mondschein
Auf dem Fußboden lagen duftende
Rote Rosen und Doralice ist selig 

Die kleine Doro hätte all die Rosen 
Ihr durch das Fenster geworfen das
Gute Kind und Hans packt sie von 
Hinten um die Taille und hebt sie

Aus diesem Rosentraum heraus
Leise und grimmig sagte er nun
Kämen sie durch alle Fenster 
Sie solle sie lieber einfach lassen 

Doralice lehnt darauf ihren Kopf
An seine Schulter und meint mutlos
Ach ja nimm mich fort von hier aus
Ihren schlaffen Armen fielen Rosen

Welch wunderbare Bilder zwischen
Licht und Dunkelheit der Liebe die
Sich durch den Tag am Meer ziehen
Wie wenig Hoffnung bleibt dort nur

jens tuengerthal 2.9.26

Mittwoch, 2. September 2026

Nazifreunde

Nazifreunde

Wie gehe ich mit denen um
Die mit Nazis befreundet sind
Sagen früher waren sie normal
Oder privat sind die total nett

Sollte ich diese auch wenn es
Familie wäre mit Nichtachtung 
Strafen oder es ausdiskutieren 
Wenn ich lieber meine Ruhe hätte 

Im zum Glück sehr bescheidenen 
Freundeskreis weiß ich noch nichts
Aber was weiß ich schon der sich
Lieber mit Literatur beschäftigt

Einer wurde Querdenker und wird
Seitdem mit höflicher Distanz lieber
Behandelt als den Streit zu suchen
Eine war Krankenschwester bevor

Sie zur verqueren Impfgegnerin wurde 
Die aus Angst vor dem Euro lieber
Gold zuhause noch stapelt was ich
Lieber verdränge als ernst nehme 

Auch wenn ich ihr deutlich sagte
Was ich davon halte dass dies 
Ekelhafte AfD Politik ist und ich
Hoffe sie wolle genau das nicht

Die Frau eines Onkels die immer
Links sich sah hat viel Verständnis
Für die Sorge vor Flüchtlingen was
An der Grenze zur Empörung ist

Wo der Onkel steht weiß ich nicht
Hoffe er ist so Grün wie früher und
Frage manches lieber nicht mehr
Meide den Kontakt auch eher

Sie leben natürlich im Osten wo 
Normal schon wieder wird was in
Der alten Bundesrepublik verpönt 
Als der Schutzwall noch stand

Es ist wenn der Wahnsinn dir nah
Plötzlich kommt manchmal schwer 
Konsequent klar zu bleiben bisher
Stand ich noch immer aufrecht

Sollten wir besser verständnisvoll
Mit diesen Menschen umgehen die
Zuviel Verständnis für die Nazis 
Nebenan noch haben überlege ich

Habe keine immer gültige Lösung
Einfache Formeln sind immer eher
Gefährlich als irgend Frieden bringend
Dazwischen balanciere ich noch

Es ist wichtig Nazis Nazis zu nennen
Gegen Rassismus laut zu werden
Aber wenn keiner mehr zuhört ist es
Irgendwann auch Zeit zu gehen

jens tuengerthal 2.9.26

Hybridkrieg

Hybridkrieg

Hybride Kriegsführung bleibt unter
Der Schwelle eines echten Krieges
Sie nutzt nur schwer nachweisbare
Taten wie gefährliche Propaganda
Lange schon führt Russland unter
KGB Mann Putin so Krieg gegen
Europa das meist tatenlos zusah
Kreml Propaganda im Rahmen der
Hier Pressefreiheit noch zuließ
Die Unruhe und Hass schürten
Der AfD noch Wähler zutrieb
Die sich häufenden Angriffe auf
Energieversorgung oder den 
Flughafen Leipzig an dem die
Waffenlieferungen für die Ukraine
Umgeschlagen werden sind Ausdruck 
Dieser Kriegsführung die noch durch
Parlamentarische Verbündete Putins
In AfD BSW und Linke verstärkt eine
Kontinuierliche Bedrohung darstellen
Es besteht ständige Alarmbereitschaft 
Endlich die Täter hinter den Tätern
Mit Russland und Putin darum auch
Zu benennen war dringend nötig
Die Schließung des russischen Haus
In Berlin ist nur ein erster Schritt
Die vom Geheimdienst kontrollierte
Russische Botschaft ist zu schließen
Deren Rechner sind nun schnell
Alle zu beschlagnahmen um einen
Nachweis führen zu können
Im Interesse des freien Europa
Das gleiche gilt für ein Verbot
Aller mit Moskau noch verbundenen
Parteien in Deutschland was auch
Manche Sorgen noch erledigte 
Wenn der Osten Russlandfreunde
Wählt also jene welche sie schon
Vierzig Jahre gefangen hielten und
Den Schrecken der Diktatur dort 
Relativiert und lieber will als den
Demokratisch ökologischen Umbau 
Muss der Osten von Berlin aus
Verwaltet und regiert werden bis
Maßnahmen politischer Bildung
Auch in den Köpfen ankamen
Im hybriden Krieg zu dem uns 
Russland zwingt können wir
Nicht länger deren Propaganda
Als mediale Freiheit zulassen 
Sondern sie bestrafen wie allen 
Staatlichen Terrorismus aus Moskau
Die Ukraine endlich so ausrüsten
Dass sie Putin weh tun kann
Unsere Freiheit auch aggressiv
Gegen ihre Feinde zu verteidigen
Der Hybridkrieg gibt uns nun den
Schlüssel für nötige Maßnahmen
Wie Parteiverbote und mehr damit
Sich kein Verbündeter der Oligarchie
Die Russland längst ist in Europa
Noch sicher und frei fühlen kann
Klare militärische Drohung wie ein
Neuer Krieg der Sterne als Programm
Sind einzig angemessen dabei
Auch der Feind im Inneren ist
Juristisch wie politisch zu erledigen
Nur AfD BSW und Linke haben sich
Welch Überraschung wieder mal 
Gegen die Sanktionen ausgesprochen
Damit sind sie tatverdächtig und vom 
BND mit allen Mitteln zu überwachen 
Die russische Führung nachzuweisen
Ärgerlich störend ist dabei nur der
Politische Betriebsunfall Trump
Aber es zeigt nur wie nötig es ist
Das freie Europa endlich unabhängig
Vom Schurkenstaat USA zu machen
Dessen Imperialismus mit Todesstrafe
Ist keine bloße Lappalie mehr weil
Dort mittlerweile eine Oligarchie aus
Internet Milliardären schon regiert
Auch wenn es noch demokratischen
Widerstand und Reste eines vorher
Rechtsstaates gibt der dafür in 
Russland nie existierte und dessen
Bedingungen besonders im Osten
Bis heute viele nicht verstanden
Zeit also entschlossen zu handeln
Den Hybridkrieg noch zu gewinnen
Es geht um unsere Freiheit

jens tuengerthal 2.9.26

Altersvorsorge

Altersvorsorge

Die beste Altersvorsorge ist
Ganz einfach früh genug sterben 

Jeden Tag wie den letzten zu
Genießen um jederzeit auch
Früh gehen zu können ohne
Etwas verpasst zu haben

Während andere Anlagen
Für ihr Vermögen stapeln
Hatte ich schon genug vom
Leben lieber zu verzichten 

Statt sich lang zu quälen
Weil nichts mehr nichts kostet

Kenne ich inzwischen die
Beste Altersvorsorge
Die nicht mehr ist 
Ohne Sorgen

jens tuengerthal 2.9.26

Lektürentagebuch 1.9.26

Lektürentagebuch 1.9.26 

In Arthur Schnitzlers Traumnovelle 
Will Fridolin noch ins Cafe gehen
Nimmt einen kleinen Umweg dafür 
Durch die Gassen der Leopoldstadt

In Gedanken versunken rempelt ihn 
Ein farbentragender Student an er 
Überlegt kurz ob er Satisfaktion hier
Verlangen sollte aber geht weiter

Erinnert sich an seine Duelle noch
Aus der Studentenzeit der er nie
Mitglied einer Verbindung war aber
Dennoch um Ehre gefochten hatte

Es hat etwas lächerlich vorgestriges
Denke an die südländischen Knaben
Die mit röhrenden Motoren fahren
Gerne ihre Männlichkeit beweisen 

Wie der Schwanzlängenvergleich
Der Männer nach PS oder mit dem
Preis der Armbanduhr noch immer
Alle Seiten lächerlich nur macht

Wie atavistisch ist eine Kultur die
Das noch nötig hat was ist davon
An Entwicklung zu erwarten aber
Wie groß ist die Sehnsucht danach

Wollen Frauen solche Typen oder
Sind jene die das wollen genauso
Hohl wie der Anschein und denke
Die gibt es wohl immer wieder

Dazu passend kommen in den
Nächsten Gassen junge Huren
Die sich um ihn bemühen eine
Zieht ihn seltsam ins Gespräch

Sprach ihn mit Herr Doktor an 
Worauf er fragte woher sie es wisse 
Die nur erwidert hier sei ja jeder ein
Doktor irgendwie also nichts wusste

Er folgt ihr ohne zu wissen warum
Sie entzündet Kerzen in ihrer Stube
Während sie sich auszieht und
Dann auf seinen Schoß setzt

Raten soll er wie alt sie sei die
Junge Hure und der Doktor meint 
Wohl zwanzig sie behauptet siebzehn
Er ist ganz gerührt von ihrer Jugend

Seit Schulzeiten schon also als er
Siebzehn noch war war er nicht mehr
Mit einer mitgegangen und dachte
Über das Infektionsrisiko nach

Sie spürt es und lässt von ihm ab 
Nun bemüht er sich um sie aber
Sie will nun nicht mehr hat genug 
Führt ihn wieder nach draußen

Am Ende allein vor der Tür prägt
Er sich die Hausnummer ein um
Dem armen Ding morgen noch
Wein und Naschereien zu schicken

Wie am Anfang des Kapitels mit dem
Obdachlosen den er retten will aber
Doch lässt weil es nichts bringt er die
Welt ja doch nicht retten kann

Es kommt die starke soziale Ader 
Des Arztes durch die aber von der
Lebenserfahrung des Wieners noch in
Vernünftige Bahnen gelenkt wird

jens tuengerthal 2.9.26



Dienstag, 1. September 2026

Staatsbewusstsein

Staatsbewusstsein

Was soll der Staat sein
Wieviel davon braucht es
Welche Fragen soll er regeln
Wann läuft es besser ohne ihn

Dieser Fragen stehen am Anfang
Des Politischen Bewusstseins
Sich darüber klar zu werden ist
Die Verantwortung eines jeden

Wer wählen geht sollte sich dies 
Vorher fragen statt auf Gefühle
Mit Trotz und Gefühl zu reagieren
Es denen da oben zeigen zu wollen

Ist nur ein Zeugnis eigener Unreife
Die eher die Frage stellt ob solche
Menschen über die Führung der 
Verwaltung entscheiden dürfen

Eine Region die Grundsätze der
Verfassung wie auch Europas negiert
Muss dann wohl zentral verwaltet 
Werden um die Freiheit zu sichern

Deutschland steht als Teil der EU
Im Kontext von dessen Recht
Wer schon im Wahlprogramm
Eklatant dagegen verstößt wird 

Keine politische Macht hier haben
Deutschland ist postnational alle
Die dies infrage stellen verstoßen 
Gegen das Grundgesetz dessen

Änderung eine ⅔ Mehrheit erforderte 
Davon ist die AfD weit entfernt wer
Sie wählt verhält sich nur wie ein
Trotziges Kind und will unmögliches

Wahlen dienen allein dazu die Leitung
Der Verwaltung zu bestimmen nicht
Den Kurs des Staates völlig zu ändern
Landtagswahlen sogar nur im Land 

Würde sich jeder obige Fragen stellen
Erledigten sich viele Probleme alleine
Die USA zeigen gerade wie Staat und
Demokratie nicht mehr funktionieren 

Der Versuch eine Oligarchie einiger 
Kalifornischer Milliardäre zu errichten 
Ist das Gegenteil von Demokratie
Wird dauerhaft sicher scheitern

Ob die Teilnahme an Wahlen nicht
Ein Minimum an politischer Bildung
Voraussetzt also ein Zertifikat für die
Teilnahme an einem solchen Kurs

Den die Bundeszentrale für politische
Bildung veranstalten könnte scheint
Eine wichtige Frage der Zukunft die
Populismus besser vorbeugte

Es wird Zeit sich der Verantwortung
Zu stellen dass Aufklärung Vernunft
Braucht die geübt werden muss um
Zu begreifen was eine Stimme ist

Kaum einer derer die nun aus 
Trotz oder Dummheit AfD wählen
Würde in dem Staat leben wollen
Der deren Wahlprogramm entspricht

Bürger und Wähler zu sein ist eine
Verantwortung für die es mehr als
Bloße Volljährigkeit braucht vielmehr
Ist dazu politische Bildung nötig

Jeder der diese nachweisen kann
Soll wahlberechtigt für die Leitung
Der Verwaltung sein denn auch im
Unternehmen zählt die Qualifikation

Wie ein Führerschein zum Autofahren
Nötig ist wäre die politische Bildung
Der Ausweis für Wahlteilnahme
Statt Wut und deutsche Geburt 

Phantasiert über Remigration oder
Den Ausstieg aus der EU belegen
Unkenntnis und würden so aktives
Wie passives Wahlrecht verwirken

So könnte ein Staatsbewusstsein
Wachsen wie es einer Demokratie
Würdig wäre die nicht von Fox oder
Springer regiert werden soll

Sondern sich auch ihrer historischen
Verantwortung nach dem Holocaust
Wie als führender Teil Europas klar ist
Im Geiste Kants und der Aufklärung

jens tuengerthal 1.9.26

Gefühlswahl

Gefühlswahl

Wahlkämpfe werden zunehmend
Emotionalisiert und die Wähler
Glauben ihre Stimme entscheidet
Über Aufstieg oder Untergang 
Ihrer Nation oder Europas dabei
Geht es bei Wahlen um nichts
Als die Leitung der langweiligen
Verwaltung zu bestimmen und
Zugriff auf staatliche Gelder 
Also letztlich Macht zu haben
Von einer Emotionalisierung
Des politischen profitieren nur
Radikale Randgruppen mit ihren
Meist absurden Forderungen
Menschen wollen bei Wahlen
Richtig Dampf ablassen wie 
Ihre Wut auf das System zeigen
Wählen darum jene die Probleme
Vergrößern statt zu lösen dem
Leistete der politisch unerfahrene
Merz noch Vorschub weil er hoffte 
So am rechten Rand zu fischen 
Was nur das Problem verschärfte
Einen Flächenbrand auslöste
Rechtsradikale Forderungen so
Weiter legitimierte und die feinen
Unterschiede hört die Masse nicht
Stattdessen hört sie den Unterton 
Wenn vom Stadtbild geraunt wird
Emotionale Parolen des Stammtisch
Werden normal was bedeutet im
Wahlkampf wird es noch radikaler
Dazu den Mahner und Nörgler aus
Dem Sauerland als Kanzler der
Keine positive Identifikation mehr
Ermöglicht wählt Deutschland so
Radikalisierung und Frustration
Keine Perspektive die Hoffnung
Für eine bessere Zukunft macht
Es wird mit jeder Gefühlswahl die
Weiter radikalisiert nur schlimmer
Zeit für mehr kritische Vernunft 
Wie ruhige Gelassenheit auch
Wenn es angesichts des Mob
Rassistischer Wähler der den
Osten erobert schwer fällt
Bedenken wir bitte alle mehr
Politik ist Leitung der Verwaltung
Die soll ordentlich arbeiten statt
Weiter zu emotionalisieren
Wer dies tut ist ungeeignet
Rechts wie links der Mitte
Welche allein die Leitung
Der Verwaltung haben sollte
Keiner hat Lösungen für alles
Ruhe und Stabilität braucht es
Statt noch mehr große Gefühle
Wahlen betreffen allein die eher
Graue Leitung der Verwaltung

jens tuengerthal 1.9.26

Lektürentagebuch 31.8.26

Lektürentagebuch 31.8.26

Weiter ging es mit Wellen von
Eduard von Keyserling in dem 
Dorf auf der Kurischen Nehrung 
Das zur Sommerfrische wurde 

Am heißen Tag findet sich die ganze
Familie mit der Generalin am Strand
Die Strandkörbe rausstellen ließ und
Frau von Puttlär sorgt sich um ihre

Beiden Töchter Nini und Lolo die
Nur als zwei Punkte im Meer noch
Zu sehen sind wo sie in Richtung
Sandbank schwimmen und winkt 

Ihnen mit dem Taschentuch was
Natürlich keine der beiden sieht
Da wird die eine der beiden immer
Langsamer und voll Schrecken

Sieht die Mutter wie sich die Gräfin 
Die auch dort schwamm Lolo näherte
Empört sich bei ihrer Mutter darüber
Und die Generalin beruhigt wieder

Nennt dabei Doralice noch mit ihrem
Mädchennamen und nicht die Gräfin
Meint nur wenn eine ständig Namen
Wechsle merke sich das keiner mehr

Grill könne sich ohnehin niemand
Merken was natürlich heißt solche
Nur bürgerliche Namen seien doch 
Nicht weiter der Rede hier wert

Es ist diese dünkelhafte Arroganz
In Adeligen Familien die sich für
Etwas ganz besonderes halten
Wunderbar treffend beschrieben

Wer je die Konversation der Damen
Dort erlebte wird verständnisvoll nun
Darüber lächeln in einer Welt in der 
Sich Dramen der Intriganz abspielen

Denke an das eine mal wo mich eine
Zeitweise sehr nahe dabei dabei völlig
Aufgelöst anrief weil sie herablassend
Diskriminiert wurde weil ihr von auf

Der Tischkarte ausgeschrieben war
Während es bei anderen mit Punkt
Abgekürzt war was die Anerkennung
Des Adels als Titel bedeutete und so

Machen sich die Damen von Familie
Mit wohlklingenden Titeln gegenseitig
Fertig bis zum Zusammenbruch der
Schon inzüchtig strapazierten Nerven 

Dann geht es zu Lolo die völlig
Erschöpft von der Gräfin umarmt
Wie beruhigt und gestärkt wird
Auf dem Rückweg ist alles leicht

Zum Abschied bevor die Karawane
Aus Mutter der Generalin ihrer 
Gesellschafterin wie dem hinterher
Trottenden Bruder bei ihr ankommt

Küsst sie ihrer Retterin dankbar
Die Hand und nennt sie gnädige Frau
Doralice küsst Lolo daraufhin auf den
Mund und ein Blitz durchfährt diese

Natürlich wurde der Gräfin als 
Retterin nicht gedankt sondern
Sie wie üblich nur ignoriert weil
Grill sich keiner merken kann

Auf dem Heimweg zetert pausenlos
Ihre Mutter was ihr denn einfiele
Sie sei schließlich verlobt und dann
Von dieser Person öffentlich geküsst 

Die Generalin zetert auch ein wenig
Dafür wird die noch blasse Lolo mit
Baldriantee ins Bett gesteckt wo sie
Mit ihrer Schwester von der Gräfin

Noch weiter schwärmt die ihr Fenster
Bei nächtlichen Spaziergängen sah
Während sie beide sie beobachten 
Lolo und Nini sind ganz aufgeregt 

Eine schöne kleine Szene der
Begegnung in der die Welten 
Aufeinanderprallen dass es funkt
Eine sinnliche Spannung entsteht

Es wird die kleine enge Welt des
Adels voller Konventionen die sich
Quält und begrenzt aber dies für 
Edel hält sehr treffend beschrieben

jens tuengerthal 31.8.26



Montag, 31. August 2026

Liebeskümmern

Liebeskümmern 

Liebe kümmert sich umeinander
Sorgt sich voller Liebe um den
Anderen und seinen Weg will 
Dabei gerne füreinander da sein
Was nicht immer gelingt und
Gelegentlich auch richtig nervt
Kümmere mich immer gerne
Aber bekomme die Krise wenn 
Sich wer um mich sorgt und
Diesem Gefühl Ausdruck gibt
Auch wenn ich mich freue
Weil Sorge Anteilnahme ist
Nichts auf die Reihe bekomme
Neben dem System stehe 
Nervt mich so etwas eher
Weil ich lieber verdränge
Solange es irgend geht
Um dann einfach zu erledigen
Was nicht mehr anders geht
Irgendwas geht ja immer
Und wenn nichts mehr geht
Ist auch gut dann hat es
Alles irgendwann ein Ende
Aber bei anderen kümmern
Finde ich ganz wunderbar
Was manche zu nutzen wusste
Die sich irgendwann andere
Suchte die sich kümmern 
Es braucht ja Abwechslung
Kümmere mich nicht weiter
Um mich bin halt noch da
Und irgendwann weg muss
Sich keiner drum kümmern
Scheint mir besser so denn 
Am Ende bleibst du immer
Für dich und besser allein
Glücklich zufrieden zu sein
Viele sehen das anders aber
Was weiß ich schon vom
Leben und dee Liebe alles
Irgendwie verkümmert

jens tuengerthal 31.8.26