Montag, 15. Juni 2026

Lektürentagebuch 14.6.26

Lektürentagebuch 14.6.26

In den Buddenbrooks von Tonys
Leiden in München gelesen wo
Sie in vieler Hinsicht fremd bleibt
Mit ihrem Gatten Permaneder

Mit viel Humor wieder beschreibt
Er die sprachlichen Probleme mit
Denen sie in München kämpft bei
Den Anweisungen ans Personal

All dies schildert sie in Briefen an
Ihre Mutter aus denen zitiert wird
Doch mehr noch leidet sie daran
Dass ihr Gatte Permaneder nun

Mit dem erheirateten Vermögen
Von Tony wie seinem eigenen Haus 
Das er teilweise untervermieten will
Beschließt Privatier zu werden

Das war der Tochter aus dem Hause 
Buddenbrook völlig fremd auch sonst
Ist mit dem Gatten nicht viel los der
Nur ins Hofbräuhaus gerne geht

Bei der Lektüre bedenkend dass 
Thomas Mann auch einst aus Lübeck
Nach München kam und sich wohl
Seiner eigenen Erlebnisse erinnerte

Die sprachlichen Unterschiede sind
In Tonys liebevoll naiver Art sehr
Treffend beschrieben wie auch das
Völlig andere Gemüt der Menschen

Denke an die Liebsten aus München
Der völlig andere Klang ihrer Stimme
Blieb mir immer ein wenig fremd auch
Dadurch vielleicht besonders reizvoll 

Wie jene Kunsthistorikerin die ich
Hätte lieben sollen wäre wer dabei
Vernünftig gewesen vor 30 Jahren
Deren Stimme so bayerisch klang

Die stolze Bürgerstochter Tony ist
Über manches dort empört aber
Genießt dennoch auch die Stadt
Mit ihren kulturellen Möglichkeiten

Dann wird sie trotz der Ferne der
Ehegatten und dem Streit über
So manches noch überraschend
Schwanger und freut sich sehr

Schon plant sie die Taufe zu der
Sie auch ihre Familie einlädt die
Thomas mit Gerda besuchen will
Die alte Konsulin reist nicht mehr

Doch dann stirbt das Kind direkt
Nach der Geburt und Tony ist sehr
Geschwächt erholt sich aber wieder
Als Thomas und Gerda bei ihr sind

Dann findet sie Permaneder trauert 
Nicht würdig genug da er schon
Wieder ins Hofbräuhaus bald geht
Und alles nur a Kreiz halt nennt 

Ihre Briefe werden immer trauriger
Dennoch kann ihr Bruder ein Lächeln
Nicht verbergen wenn er zwischen
Den Zeilen Tonys Stolz noch spürt

Das Ende kündigt sich hier schon an 
Was nur den letzten Auslöser braucht
Damit Tony auch aus ihrem Leiden 
Selbst mit Grund befreien dann kann

Noch auf einige Seiten in den großen 
Zauberberg getaucht wo nach dem
Russischen Kuss mit Clawdia eine
Welt zwischen Männern neu zeigt

Hans Castorp besucht Peeperkorn
Als dieser mal wieder erkrankt am
Tropischen Fieber das Bett hüten
Muss der ihn schwitzend empfängt

Er tut dies nach einer der Mahlzeiten
Um einen Krankenbesuch zu machen
Während Clawdia zum Shopping wie 
Mann hier wörtlich schrieb hinunter 

Nach Davos Dorf gegangen war
Beide plaudern am Bett zunächst
Über Settembrini den Clawdia nicht
Mag bis Peeperkorn ihm plötzlich

Die Frage stellt ob er Madame liebe
Dabei spricht der durch Fieber zwar
Geschwächte Peeperkorn in ganz
Erstaunlich vollständigen Sätzen

Zunächst über Settembrinis Kleider
Wobei der Leser Clawdia eher hört
Während Hans die Würde seines 
Freundes des Humanisten verteidigt 

Dieser hohe menschliche Anstand
Verdeckt das Ausweichen bei der
Frage der Liebe zeigt Hans als
Anständig korrekten Freund noch

Durch die Worte von Peeperkorn
Wird die hässliche Seite der Russin
Sichtbar die Armut verachtet die
Mynheer Peeperkorn nur spiegelt

Das ist wieder mit so viel Humor
Wie Eleganz und emotionaler Tiefe
Geschildert die aus nahezu Nichts 
Einen ganzen Roman zaubern kann

Peeperkorn fragt sehr präzise aber
Hans Castorp windet sich weil die
Antwort unter Männern die als 
Freunde hier verkehren schwer ist

Auch natürlich weil er selbst keine 
Antwort auf diese Frage kennt die 
Er der Freundschaft wegen lieber
Noch verdrängt statt zu beantworten

Der zwar nach zwei Gläsern Rotwein
Leicht angetrunkene aber dennoch
Präzise aufmerksam sprechende
Peeperkorn zittert geschwächt leicht

Genug die Bettwäsche mit Rotwein
Zu beschmutzen so dass Hans von
Salz gegen die Flecken spricht was
Ein typisch deutscher Reflex ist

Der übertrieben unsinnig dazu ist
Salz entfernt keine Flecken kann 
Nur die Flüssigkeit noch aufsaugen 
Aber das muss kein Thema hier sein 

Der eine will über die Liebe von
Hans zu Clawdia näheres wissen
Dieser wiederum windet sich mit
Philosophischen Reden heraus

Das ist eine genial inszenierte
Konstellation um das Treffen
Der großen Persönlichkeit mit dem
Sorgenkind des Lebens zu zeigen

Zum ersten Mal wirkt Peeperkorn
Dabei nicht nur lächerlich während
Hans der in bester Absicht zum
Krankenbesuch kam nun kämpft 

Ein alter kranker Mann mit dem
Früher jugendlichen Liebhaber
Seiner nun Geliebten ganz nah
Kreisen sie um ihre Verbindung

Was für eine geniale Inszenierung
Für den Lauf des Lebens wie die
Tiefe emotionaler Verbindung in
Der Grenzen ausgelotet werden

Peeperkorn deutet die zunehmende
Impotenz im Alter an während der
Kranke alte Kapitän schon sein
Erbe emotional auch regelt

Clawdia und Hans hatten mit ihrem
Russischen Kuss ihre Kooperation
Zum Wohle Peeperkorns besiegelt
Die Herren reden über das gleiche

Wie verhält sich der korrekte Hanseat 
Im emotional so aufregenden Moment
Was ist unter Männern anders als in
Der Verabredung der Liebenden

Wilde Thesen zur Liebe wie über
Das Wesen der Frau die nur durch
Den Mann lieben würde der sie
Zur Liebe führen müsse werden hier

Unter Männern ausgetauscht was
Dem Geist der Zeit entsprach der
Sich in dieser Konstellation sehr
Fein durch Clawdia verspottet 

Beide lieben eine Frau und dabei
Registrieren sie Nuancen schon
Im Verhalten des anderen aber
Ringen darin nur um ihre Gunst 

Hier zeigt Mann in den schon 
Zwanzigern geschrieben als Vater
Einer erwachsenen Tochter viel
Über das Verhältnis der Geschlechter

Die beiden Herren die philosophisch
Über Frauen und die Liebe reden wie 
Ihre je Natur dabei erörtern zeigen nur 
Wie stark Frau sie dabei beherrscht

Das ist ein bis heute noch aktueller
Feiner Blick auf Emanzipation wie
Die Abhängigkeit von der je Natur 
Der wir immer ausgeliefert doch sind

Asexuell und fern aller Triebe zu sein
Könnte davor bewahren und so auch
Versucht es noch der Rechtsstaat in
Seinen natürlichen Grenzen dabei

Ob dies noch menschlich sein kann
An Grenzen der Natur auch stößt
Oder vernünftig je sein kann fragt
Leider noch zu selten wer dabei

Beherrscht das Gefühl uns dem der
Verstand gerne Grenzen zeigt oder
Führt am Ende der Verstand und wer 
Verführt wen wirklich dabei wozu

Thomas Mann hatte die Enkelin einer
Der wichtigsten Feministinnen mit
Katia geheiratet die dem Künstler
Dabei den Rücken noch frei hielt 

Sie die Tochter eines Mathematikers
Hatte selbst Mathematik studiert bis
Der emotional kreative Mann der sie
Braucht in ihrem Leben auftaucht

Alle Kunstwerke sind öffentlich wie 
Zugleich privat und zeigen damit den
Künstler offen auch als Menschen
Wie dessen Kampf mit der Welt

Hier lohnt der Blick auch auf den 
Autor um dessen Rolle zu sehen
Die im Werk um Ausdruck ringt 
Tief emotional so blicken lässt

Ein verheirateter Künstler der mit
Seiner Rolle als Bürger ringt hat
Eine hochintelligente Jüdin zur Frau
Deren Kur zum Roman hier wurde

Nicht sein Ringen mit der sicher auch
Homosexuellen Neigung ist für sein
Werk wichtig sondern das Verhältnis
Von Gefühl und Verstand zur Natur

Die als Novelle geplante Geschichte
Über die Tuberkulose Kur von Katia
Wird europäische Kulturgeschichte
In der wir unsere Natur betrachten

Ein Künstler wird groß aufgrund
Seines Werkes in dem sich seine
Person natürlich spiegelt was
Biographisch hier allein zählt

Darum ist die bürgerliche Fassade
Die Mann immer aufrecht hielt für
Das Verständnis seines Werkes viel
Wichtiger als seine sonst Sexualität

Sie wird mit der Figur Pribislaw
Von dem er den Drehbleistift lieh
Wie im Karneval von Clawdia das
Thema Homosexualität erledigt

Letztere lebte er unstrittig nie aus
Dafür zeugte er Kinder und lebte
Mit diesen die für sein Werk noch
Ganz entscheidend auch wurden 

Vielleicht könnte es viel mehr zum
Verständnis von Thomas Mann
Beitragen sein Werk zu betrachten
Statt dunkle Geheimnisse zu suchen

Auf der Suche nach der verlorenen
Zeit noch ein wenig in den Schatten
Junger Mädchenblüte getaucht die
Ihn am Strand von Balbec ergreift 

Der dunkle Blick der Brünetten der
Einen Moment in seinem bleibt ohne
Zu wissen ob dieses sich tief in die
Augen schauen einander nun galt 

Jene die das Fahrrad schob war viel
Weniger sein Typ als rotblonde die
Seine Gefühle in Wallung setzten 
Und doch verweilten ihre Blicke

Länger als nur nichts ineinander 
Wird sie zur Besonderen dadurch
Über deren Gedanken dabei er sich
Tiefe Gedanken macht die schon

Große Sehnsucht nach ihr zeigen 
Fast entschuldigend wird darum am
Ende dieses Abschnitts noch ergänzt
Vielleicht mache diese ihn dann 

Mit jener rotblonden bekannt die
Eben noch über den alten Greis 
Auf der Promenade sprang aber
Das sind Ausreden merkt er selbst. 

Der zu ergründen wohin wohl ihre
Gedanken bei dem etwas längeren
Blick gingen und darum nun ihre Welt
Für sich zu imaginieren beginnt

Gibt es geschlechtliche Gedanken
Die aus einem nur Blick eine große
Sexuelle Welt entstehen lassen und
Wie geteilt ist diese darum gleich

Der Leser fragt sich dabei wie nah 
Kommt Eva Rechel-Mertens in ihrer
Grandiosen Übersetzung noch den
Gedanken von Marcel Proust 

Die von 1953 bis 1957 geschaffene
Erste vollständige Übersetzung von
La recherche durch die noch 1895 
Geborene Übersetzerin erfolgte

Für den Suhrkamp Verlag nachdem
Das Bemühen darum noch in den
Zwanziger Jahren durch Franz Hessel
Wie Walter Benjamin gescheitert war

Am Ausbruch des Nationalsozialismus
Den beide Autoren nicht überlebten 
Kann Frau wie Mann dabei fühlen
Oder gerade nur es uns offenbaren

Wie treffend feinsinnig scheinen mir
Die Worte von Proust getroffen der
Schrieb als seine Übersetzerin bei
Curtius in Bonn noch promovierte

Marcel Proust der 1871 geboren
Verstarb 1922 mit 51 Jahren bereits 
Rechel-Mertens war also bei der
Übersetzung schon älter als Proust je

Die verzögerten Gedanken über die
Gedanken der anderen wie zugleich
Ihre hohe erotische Anziehung zeigen
Was Worte ganz real zaubern können

Was denkt Frau über ihn fragt sich
Der Ich-Erzähler und offenbart die
Tiefe seiner Gedanken und Ängste
Kann sie das so empfinden wie er

Das Verschieben der gedanklichen
Ebenen geht dabei noch um eine 
Stufe weiter als sie nach dem wohl
Etwas zu langen Blick mit ihrer

Nachbarin der rotblonden Springerin
Über Mummelgreisbeine flüstert und
Er sich als Thema mutmaßt nach dem 
Sie sich so lange genau ansahen

Oder konnte was etwas und gefühlt
Alles für ihn war für sie im gleichen
Moment am selben Ort nichts sein 
Als das Gegenteil gar erscheinen

Wie gerne wüsste Mann oft was Frau
Mit Frau geheimes für sich redet doch 
Welch Erschütterung über das reale
Nichts wenn er es dann mal erfährt

Ständig können sie pausenlos reden
Ohne dabei etwas noch zu sagen
Während er alles sich denken kann
Ohne das etwas davon wirklich wäre

Dazu noch ihre Gedanken neben
Den geheimen Gedanken die sich
Um die Vorherrschaft streiten ohne
An der Sehnsucht etwas zu ändern

Ist die Sehnsucht im nur Blick der
Sekunden länger aneinander hing
Schon sexuell und für wen dabei wie 
Fragt sich der Erzähler in Untiefen

Dabei tauchend die uns offenbaren
Wie nah oder fern wir uns real sind
Darum die Erwähnung auch der 
Übersetzerin des zarten Autors 

Am Ende des kleinen Abschnitts
Der auf weitere Lektüre freuen lässt 
Wird noch festgestellt wie gut die
Nivellierung sozialer Verhältnisse sei

Wie sie das Leben am Strand bringt
Was die Mädchen im Rang enorm
Steigen ließ aber seinen für sie hier
Völlig unsichtbar noch eher machte

Tragisches Schicksal der bloßen
Beobachter die alles und nichts
In der selben Szene finden aber
Für andere unsichtbar bleiben

Was denkt Frau wirklich und was 
Bei der Lektüre von Proust dazu
Wie nah sind sich unsere Gedanken
Je und überhaupt verstehen wir uns

Sind wir vom Wesen her verschieden
Nach der Natur noch mehr als es die 
Gerade Konvention noch zulässt oder
In allem ohne Geheimnis ganz gleich

An Wunder zu glauben wie der Magie
Zwischeneinander Raum zu lassen
Könnte zauberhafter werden als die
Rechtlich formale Gleichheit je war

jens tuengerthal 15.6.26



Sonntag, 14. Juni 2026

Publicsportsbarschauen

Publicsportsbarschauen

Im Sturm unterm Schirm Fußball
Vor der Sportslounge schauen ist
Eine windige Angelegenheit die
Nach 5 Minuten schon 1:0 für

Deutschland gegen Curacao steht
Was alle begeistert jubeln lässt und
Die Deutschen stürmen weiter was
Ein schönes Spiel zu werden scheint

Zunächst geht es nur auf das Tor
Der Blauen und die Frage scheint
Nur wann fällt das nächste Tor 
Doch dann die überraschende Wende 

In der 20. Minute schießt Curacao
Das 1:1 Neuer berührt den Ball noch
Aber kann es nicht mehr verhindern
Erstaunlich nach diesem Anfang

In der 37. Minute erhöht Schlotterbeck
Auf 2:1 und Deutschland stürmt weiter
Nebenan intensive Gespräche über
Familie und Freunde währenddessen

In der 45. Minute wird Elfmeter für
Deutschland gepfiffen den Havertz
Mit schöner Täuschung zum 3:1
Angemessen verwandelt nun Pause

Das Spiel geht weiter und gleich in
Der 46. Minute schießt Musiala das
4:1 durch einen sehr schönen Schuss 
Was ja schon verbal nahe liegt

In der 62. Minute ein Schuss von
Curacao auf das deutsche Tor nach
Freistoß der drüber geht dann im 
Konter ein deutsches Tor aber leider

Abseits und es geht weiter und wieder
Ein Freistoß von Curacao der dann im
Getümmel zum Tor führt was aber 
Auch wieder nicht zählt und weiter

In der 67. Minute schießt Brown das
5:1 und Werbepause passend danach
In der 77. Minute ein wunderschönes
Tor durch Undav zum 6:1 und weiter

Stürmt das deutsche Team zum nun
Nächsten Eckball der sich im Nichts
Verliert dann wunderschön in der
87. Minute Havertz zum 7:1

In der 94. Minute noch ein deutscher
Freistoß aus dem nichts mehr wird 
Und schon ist das Spiel zu Ende
So kann es weitergehen in der WM

Kein überragender Gegner aber
Dennoch gut gespielt und damit 
Ein verdienter hoher Sieg so war 
Auch die Stimmung in der Bar

Ein wenig durchgefroren von der 
Steifen Brise über die seltene
Schlange vorm Herrenklo gelacht
Wieder zum Helmi gelaufen

jens tuengerthal 14.6.26

Turmbewohner

Turmbewohner

Wer in einer Bibliothek lebt oder
Zumindest mit einer zusammen
Wird dadurch zum Turmbewohner
Auch wenn der Traum den einst 
Michel de Montaigne auf seinem 
Schloss im Périgord jener feinen
Weinregion im Südwesten von 
Frankreich der besser viel mehr
Noch heute gelesen würde so
Selten wirklich wurde ist er zum
Symbol des Rückzugs geworden
In geistige Welten die uns eine
Bibliothek schenken kann wenn
Sie nicht nur ein Haufen Bücher
Sondern ein Leben symbolisiert
Das grenzenlos jenseits der Zeit
Zum schönsten Ort der Welt wird 
Für alle Leser die erkennen was
Dauerhaft Glück schenken kann
So lebe ich mitten in Berlin völlig
Zurückgezogen zugleich in der
Schönsten geistigen Welt die
Das größte Geschenk immer ist
Ein Geheimnis das kaum eine 
Die nur vorüberläuft erkennt
Wurde zum Turmbewohner meiner
Bibliothek und habe so alles mir 
Mögliche im Leben erreicht

jens tuengerthal 14.6.26

Gemeinschaftssklaven

Gemeinschaftssklaven

Viele unternehmen gerne was
Mit anderen und genießen das
Als Glück der Gemeinschaft dann
Was alles sonst ersetzen kann

Vor allem das Denken wird dabei
Völlig entbehrlich ganz nebenbei
Ob die Welt noch schöner wär
Schwiegen sie darüber noch mehr 

Werden sie vermutlich nie erfahren 
Haben sich als Sklaven verfahren
Wollen alles gemeinsam erleben
Statt nach Erkenntnis zu streben

Rennen ständig durch die ganze Welt 
Um zu sehen was sie nie verstehen 
Statt Horizont haben sie lieber Geld
Ihre Runden als Sklaven zu drehen

Kann wohl zugegeben mir keinen
Reim auf so etwas mehr machen
Muss dennoch darüber lachen
Oder sollte ich besser weinen 

jens tuengerthal 14.6.26

Zeitnahme

Zeitnahme

Viele finden keine Zeit mehr
Zum Lesen und konsumieren
Dann Hörbücher anstatt oder
Schauen Serien die doch auch
Gut unterhalten außer im Urlaub
Hat ja keiner mehr Zeit noch
In Ruhe Bücher zu lesen weil
Ja auch sonst noch etwas im
Leben erlebt werden will was
Sonst verpasst würde aber wenn
Dann am liebsten Coelho der
Wäre doch so gut und täte es
Sagte wie das Leben halt wäre
Höre oder lese ich häufiger was
Dann der Punkt ist wo ich lieber
Still gehe und für mich bleibe
Weil es da nichts mehr zu reden
Noch sich zu sagen gibt denk ich
Der mit Büchern und für sie lebt
Aber sich gerne viel weniger Zeit
Für Menschen als für gute Lektüre
Noch nimmt weil es erfüllender ist
Als das ganze Gerede was zu
Nichts führt als festzustellen dass 
Keine Zeit zum Lesen daneben blieb
Wie vermutlich im Leben der meisten
Denke ich und bin froh mir einfach
Zeit zu nehmen und niemals je
Einen Band Coelho zu lesen
Gibt ja genug gute Bücher
Die nicht sagen wie es ist

jens tuengerthal 14.6.26

Sonntagmorgenriesling

Sonntagmorgenriesling

Am Sonntagmorgen um Viertel
Vor zwei im Crossroads auf
Einen Riesling angekommen wo
Die Bar noch unten gut gefüllt ist 

Während oben schon keiner mehr
Anwest sitzen am Stammtisch
Tino Herti und Melanie während
Mo die Bar macht und sogleich

Den Riesling zu mir bringt sitzen
Am anderen Ende der Bar noch
Daniela mit den beiden Herren
Von gestern von denen einer

Bernd ist während der lange 
Dünne Volker ist planen nun
Melanie und Herti ihre Reise
Dann bekomme ich kurz Besuch

Daniela wollte mir erzählen wie 
Volker mal versuchte mit ihr ins
Bett zu kommen was sie aber
Völlig wohl befremdete nun

Mir empört noch erzählen wollte
Es ihnen gesagt hätte worauf ich
Meinte er konnte es ja mal probieren
Was sie wiederum völlig empörte 

Worauf sie sich schnell wieder
Verzog und ich endlich nun zum
Schreiben auch darüber kam ohne
Sich an der Diskussion zu beteiligen

Inzwischen ist sie weg und Volker 
Plaudert weiter mit Bernd während
Inzwischen Martha ankam die den
Platz von Herti vor der Bar einnahm 

Das Team junger Damen von Herti
Spielt nun mit ihm ein Ratespiel
Bei dem Begriffe erklärt werden
Müssen ohne sie zu nennen

Mo räumt die Bar auf und macht
Noch einen Gin Tonic für die Runde 
Am Spieltisch und so geht die Nacht
Bei coolem französischen Jazz weiter

Draußen cruisen noch einige Wagen 
Mit lauter Musik durch die Nacht und
Die drei jungen Damen spielen weiter
Während Herti Plätze noch wechselt

jens tuengerthal 14.6.26

Samstag, 13. Juni 2026

Lektürentagebuch 13.6.26

Lektürentagebuch 13.6.26

Auf der Reise ins Paradies sind 
Heinrich und Christine Gondela 
Am 14. September 1802 durch
Würzburg gewandert um sich

Dort von einem Lohnbediensteten
Alles zeigen zu sagen wobei sie
Mit dem Juliusspital heute ganz
Ohne Militär gleich begannen 

Von diesem schon im 16. Jahrhundert
Angelegten Hospital schwärmen sie
Sind von der Reinlichkeit wie auch der
Anlage im Ganzen völlig begeistert 

Es wäre dort unter dem vorigen
Fürstbischof Franz Ludewig von
Erthal der 1795 verstarb eine ganz
Ideale Anlage mit Garten entstanden

Sogar die Kirche die den Bremern
Fast protestantisch schlicht vorkommt
Wird gelobt wie die Aufteilung nach
Der die Armen hinten versorgt werden

Die Kranken im vorderen Teil und
Die Irren im Seitenflügel hinter ihren 
Vergitterten Fenstern leben könnten 
Jeder seinen guten Platz so hätte 

Die Armen bekämen zwei warme 
Mahlzeiten mit Suppe Fleisch und
Gemüse dazu wie jeder täglich eine
Zuteilung guten Wein noch erhielt

Als ihr Führer sie weil der Wechsel
Der Wache noch Zeit hatte in die
Jesuitenkirchen führen will handelt
Heinrich aus diese sei die letzte 

Auch diese sei verhältnismäßig
Schlicht gehalten aber auch ohne
Besonders nennenswerte Werke 
Heinrich nicht der Rede weiter wert 

Die sehr junge unerfahrene Wache
Absolviert den Wechsel wohl eher
Leger auch wenn der anstehende
Wechsel der Herrschaft überall

Thema ist und diskutiert wird von
Den zahlreichen Zuschauern dort
Die einer ungewissen Zukunft nun
Entgegensehen ohne die Kirche

Sie wandern erst noch auf einen
Berg einen Kreuzweg hinauf der
Zur von Balthasar-Neumann noch
Erbauten barocken Kirche dort

Dabei lästern sie reichlich über 
Die Frommen die vor jedem Bild
Sprüche lesen knien und beten was
Den Protestanten so fremd ist

Über das hässliche Kloster der
Kapuziner wie über diese wird
Ein wenig gelästert dafür die
Aussicht auf der Terrasse gelobt

Das Deckengemälde in der Kirche
Sei von Tiepolo behauptet Heinrich
Was nicht stimmt dieser malte nur 
Das Treppenhaus der Residenz aus

Heinrich besucht noch einen in der
Stadt bekannten Juristen den Hofrat
Kleinschrodt den Verfasser des 1802
Veröffentlichten Entwurfs für ein

Neues bayerisches Strafgesetzbuch
Bei dem sich später dann Feuerbach
Hervortat der sich auch um den
Kaspar Hauser gekümmert hat 

Davon schreibt er aber nichts der
Sich über die Unterhaltung freut wie
Über die Einladung an ihn und Nante
Von Seiten seiner Frau dabei 

Nannte ist der Kosename von
Christine Gondela wie die Leser
Des Berichtes schon wissen könnten 
Während die anderen es nun erfahren

Weil es nach dem gestrigen Regen
Noch so schön wäre beschließen sie 
Einen öffentlichen Garten am Main
Auf Trauben und Kuchen zu besuchen

Das Lokal war ihnen empfohlen aber
Sie fanden es eher mäßig wenn
Auch Trauben und Kuchen gut waren
Gingen in der Dämmerung in ihr Hotel

Dort waren die Trauben was wohl der
Wein heißen soll noch besser und
Heinrich nutzt die Zeit zum Vergleich
Von Bamberg und Würzburg 

Ersteres wäre landschaftlich schöner
Dafür als Stadt dunkler während das
Umland von Würzburg nur Weinberge
Hätte ohne schöne Wälder dort

Beides wären Städte unter Herrschaft
Der Kirche in Würzburg gäbe es dank
Bischof Franz Ludewig gute Wohlfahrt
Aber zu viele Klöster in der Stadt

Diese hoch vermauerten Anlagen 
Verdüsterten das Stadtbild unnötig
Es seien zu viele Mönche und auch
Nonnen dort und zu wenig Handel 

Auch darum sieht Heinrich die 
Zukunft der Stadt nach deren
Bevorstehender Aufhebung eher
Düster außer Wein gäbe es nichts 

Ein sehr klares kritisches Urteil über
Die Macht der Kirche und wie fern 
Ihm alles katholische ist aber auch
Voller Sorge auf das was kommt

Diese Reise fand noch vor dem
Reichsdeputationshauptschluss statt
Der die kirchlichen Güter verstaatlicht
Aber weist auf die Gefahren schon hin

Was würde aus vielen Bediensteten
Wobei er auch lästert die Armee hätte 
Mehr hohe Offiziere als es Truppen im
Bistum gab und zu viele Diener auch

Vom sehr gelobten verstorbenen
Bischof Franz Ludewig wird noch
Erzählt sein Beichtvater hätte ihn 
Keiner Heiligung würdig befunden

Dies allerdings wohl nicht mangels
Sozialer Verdienste sondern weil er
Den Armen mehr gab als den dort
Klöstern die Kirche ist sich näher

Diese kleine böse Spitze gegen
Die katholische Kirche war wohl
Nach dem vielen Lob für den jüngst
Verstorbenen Fürstbischof nötig

Bleibe im Jahr 1802 und gehe nun
Mit Johann Gottfried Seume weiter 
Im Spaziergang nach Syrakus der
Nun aus Prewald schreibt wie es

Von Laybach aus den Berg hinauf
Geht es gen Oberlaybach wo die
Laybach entspringt bis dahin hat
Die Landschaft noch viel Kultur

Ab da aber würde es wild und es
Gibt nur noch wenig Häuser bis
Nach Planina wo das Wasser wieder
Unfug trieb alles unter Wasser stand

Besuchte dann bei Adlersberg zwei
Grotten mit einem Führer was auch
Etwas abenteuerlich noch wird doch 
Die Höhle bei Lueg sah er nicht mehr

Das ganze Land wäre voller Höhlen 
Damit wohl der Bereisung durch einen
Geologen wert meint Seume auch
Gäbe es dort seltene Echsen noch

Ein wenig spöttisch ironisch aber
Doch auch begeistert von der Natur
Erzählt Seume von seinem Abenteuer
In der Höhle und den Sagen dazu

Nun geht es ins mittelalterliche Indien
Wo im Papageienbuch Kalahaprija
Einen Tiger und einen Schakal in die
Flucht schlägt die dort 41. Erzählung

Wieder fragte die Prinzessin den 
Papagei der meinte wenn sie im
Erfinden von Listen so gewandt wäre
Wie die Tigertöterin solle sie gehen

Auf ihre Nachfrage erzählte er die
Geschichte welche die vorige von
Der Tigertöterin fortsetzt die den 
Tiger durch Lügen einfach verjagte

Auf der Flucht vor dieser traf nun
Der Tiger einen Schakal der ihn 
Fragte wovor er denn weglaufe
Ihn verfolge doch niemand

Tatsächlich blieb der Tiger stehen
Erzählte dem Schakal die Geschichte
Von der Tigertöterin vor der er floh
Worauf der Schakal ihn auslachte

Er sollte doch mit ihm zurückgehen 
Dann würde er schon merken wer
Der Stärkere wäre und wenn er Angst
Hätte er liefe weg bot er ihm an 

Ihn an seinen Hals zu binden nun
Fragte der Papagei die Prinzessin
Durch welche List die junge Mutter
Nun wohl beide Tiere besiegte

Als die Prinzessin dann auch über
Nacht keine Idee hatte erzählte ihr
Der Papagei wie es war als nun
Schakal und Tiger zu ihr kamen 

Daraufhin sprach die Tigerfresserin
Zum Schakal wieso er wieder nur 
Einen Tiger bringe sie hätte doch 
Zwei Kinder zu füttern wofür ein

Tiger nicht reichen würde ob sie
Ihn jetzt verspeisen sollten worauf
Der Tiger voller Angst die Flucht
Ergriff und den Schakal mitzog

Wenn sie über solche Listen auch
Verfüge könne sie ruhig gehen und
Ihren Geliebten treffen was wieder
Doppelt genial lehrreich auch ist

Es wird die Kultur der klugen Lüge 
Die sich eine Welt erfindet noch
Hochgehalten und dazu noch die
Freiheit die der Mut schenkt gelobt

Wieder starke Frauen die durch
Ihren Mut die gefährlichsten Tiere
Besiegen und austricksen obwohl
Sie nach Kraft keine Chance hätten 

Was heißt du kannst tun was du 
Auch immer willst wenn du nur 
Klug genug bist mutig zu lügen 
Was über aller Moral damit steht

Der Mut besiegt die Angst egal
Wie realistisch etwas auch ist
Zeigt es wo die größte Kraft liegt
Mit der die Mutter den Tiger besiegt

jens tuengerthal 13.6.26

Lustvoll

Lustvoll

Das Streben nach Lust sei das
Natürliche Bedürfnis des Menschen
Lehrte Epikur was viele später nur 
Oberflächlich hedonistisch fanden

Besonders die Religionen die ihr
Märchen von Himmel und Hölle
Wie dem jenseitigen Glück uns 
Verkaufen wollten empörten sich

Gottlos und sündig sei es bloß
Danach zu streben was Lust macht
Wurde Epikureern vorgeworfen weil
Sich manche lieber quälen wollten 

Doch warum wollen sich manche
Lieber quälen statt zu genießen
Um Höheres zu erreichen sagen sie
Was dann wohl ihre große Lust ist 

Wer meint es gäbe Götter deren
Befehlen er folge um nach dem
Tod in den Himmel zu kommen 
Hat also ein lustvolles Ziel auch

Ob ich dies auf Erden suche
Oder im Reich der Phantasie
Das der Aberglaube uns öffnet
Ist am Ende Geschmackssache

Finde es nur vernünftig dazu die
Natur wie sie ist zu nutzen um
Das zu würdigen was da ist weil
Alles am Ende nur Natur ist

Darum ist Sex natürlich lustvoll
Folgt Bedürfnissen unserer Natur
Wie es gut tut seiner Natur zu folgen
Kann solches nie schlecht sein

Nach Erfüllung streben wir alle
Wie wir diese definieren ist
Am Ende unsere Entscheidung
Was gut tut wird auch gut sein

Sicher ist nur es gibt kein Leben
Nach dem Tod weil dann nichts
Mehr lebt nach der Natur warum
Dieser völlig irrelevant für mich ist

Das ergibt sich aus dem natürlichen
Gegensatz von Leben und Tod wie
Eines nur ist wo das andere nicht ist
Was einmal begriffen alles erledigt

Alles andere ist nur Hokuspokus 
Wie lächerlicher Aberglaube jener
Die nicht logisch denken können
Seltsam genug eine Mehrheit sind 

Lebe darum lieber so lustvoll
Wie es meiner Natur möglich
Solange ich bin und entscheide 
Wann es Zeit ist zu gehen

jens tuengerthal 13.6.26

Lebenszähler

Lebenszähler

Was zählt im Leben wirklich
Sind es die strahlenden großen
Ereignisse für die wir alles andere
Auch unter Qualen ertragen 
Wie eine jubelnde Masse etwa
Höhepunkte die sich abheben 
Oder eher die stillen Momente
Um für sich bei sich zu sein
Überlege ich und neige als Leser
Eher den stillen Momenten zu
Andere leben für ihren Urlaub
Um irgendwohin zu fahren
Dann dagewesen zu sein
Was mir fern liegt der lieber
Der Welt lesend nah kommt
Statt überall Spuren zu lassen
Wäre auch im Leben am Ende
Weniger mehr um was bleibt
In Ruhe wirklich zu würdigen 
Statt nur herumzurasen was 
Infolge stille Schönheit zerstört
Überlege ich nicht mehr wirklich
Sondern lebe es lieber für mich
Der damit glücklicher ist wie
Völlig zufrieden statt ständig
Mehr und neues zu wollen
Lieber was ist in Ruhe genießt 
Was am Ende wirklich zählt
Weiß ich natürlich nicht aber
Werde zufrieden sein mit dem
Was ist und bleibt für mich
Damit noch allein zählt

jens tuengerthal 13.626

Liebestiefe

Liebestiefe

Ist Liebe das tiefste Gefühl
Frage ich mich und denke
An manche oberflächliche
Liebe die völlig spurlos 
Wieder verflog oder die
Vermeintlich ganz tiefen
Die zwar Spuren hinterließen 
Dennoch im Nichts verflogen 
Spätestens mit der nächsten
Wieder verschwunden sind
Oder leben noch alle Lieben
Weiter in mir zumindest die
Für immer und ewig sich
Voller Überzeugung einander
Versprochenen dann doch 
Bis sie im Schatten der neuen
Liebe ganz nebenbei dann
Einfach verloren geht weil 
Das Leben weitergehen muss 
Irgendwie mit oder ohne nur
Ob wir dann oberflächlich sind
Oder die Liebe immer nur
Aktuell tief ist und dann 
Mit der Zeit nach oben
An die Oberfläche kommt 
Was immer sie nun ist
Bleibt am Ende offen

jens tuengerthal 13.6.26

Nachtriesling

Nachtriesling 

Kurz vor Zwei im Crossroads doch
Auf einen Nachtriesling angekommen
Vor der Tür noch Tino begrüßt der
Die Terrasse noch fertig aufräumte

Drinnen dann Nina Selma und auch
Christoph der von oben kam jeden 
Auf seine Art gegrüßt bevor ich mit
Tisch in die Flaneurloge zog wo ich

Mit Selma die schon meinen guten
Rheingauer Riesling brachte dann 
Zusammen zur Umarmung eintraf 
Gleich die Beobachtung begonnen 

Die Stimmung ist ruhig ausgelassen 
Unten noch drei Stammgäste mit
Christoph und Nina am Stammtisch
Vor der Bar und vier junge Damen 

Ins Gespräch vertieft vorm Fenster
Schöner Anblick mit sich beschäftigt
Während oben noch drei Herren beim
Wein im Gespräch vertieft sind

Tino inzwischen wieder drinnen lässt 
Ein neuer weiblicher Gast mich ganz
Überrascht feststellen dass noch ein
Tisch oben voll besetzt schon war

Die drei jungen Damen sind attraktiv
Dreimal blond und einmal brünette 
Rauchen leuchtende E-Zigaretten
Und sind vermutlich auch so

Dann kommt ein Knabe aus der
Oberen Ecke der mit verkehrt herum
Aufgesetzter Schirmmütze viel von
Zonen-Gaby in weiblich hat

Noch so ein riesiger Knabe mit
¾ Cargo Hosen sucht die hier 
Örtlichkeiten auf und lässt vermuten
Dass dort bebrillte Basketballer sitzen

Die Musik eher getragen spacig
Klingt ein wenig nach Drogen der
Siebziger Jahre die Mädels zahlen
Die Nacht nimmt ihren ruhigen Lauf

jens tuengerthal 13.6.26