Freitag, 8. Mai 2026

Lektürentagebuch 8.5.26

Lektürentagebuch 8.5.26

Passend zum 8. Mai heute die große
Grete de Francesco gelesen über die
Macht des Charlatan den Teil über
Wundermechanik als neue Alchemie 

Im Kapitel Aufklärung und Automaten 
Ging es um die in dieser Zeit neuen
Wie beliebten mechanischen Figuren
Die gekonnt Menschen imitierten

Sie stellt zunächst verschiedene Arten
Vor und wie sich in Kabinetten oder
Auf Jahrmärkten verbreiteten und
Durch Täuschung staunen ließen

Dabei wird erklärt wie sie dabei rein
Mechanisch funktionierten aber auf 
Diese Technik noch die Täuschung
Des Publikums gesetzt wurde

Warum diese Maschinen auch nicht
Dem Geist der Aufklärung technisch
Dienten sondern Aberglauben was 
Alles möglich wäre wecken konnten 

Über die Romantik und Geschichten 
Von E.T.A. Hoffmann baut sie dabei
Literarisch interessant eine Brücke
Zum Thema des Charlatans noch

Dies ist wieder beste Aufklärung die
Einen großen kulturellen Bogen auch
Schlägt und ohne es zu nennen die
Aktuellen politischen Verhältnisse

Zur Zeit des Faschismus kritisiert
Grete de Francesco wurde 1893 in
Wien als Margarethe Weissenstein 
Geboren und wurde 1945 im KZ

Ravensbrück wohl ermordet
Ihr 1937 veröffentlichtes Buch gilt
Als Standardwerk zur Scharlatanerie
Sie war Tochter jüdischer Eltern

Ihre Diplomarbeit im Fach Politik
Schrieb sie dort als erste weibliche
Absolventin 1931 über das Gesicht
Des italienischen Faschismus

Sie schrieb für das Feuilleton der
Frankfurter Zeitung und war unter
Anderem mit Walter Benjamin auch
Befreundet wie Bloch und Kracauer

Sie wurde 1944 von der SS in ihrer
Wohnung in Mailand verhaftet und
Danach vermutlich im März 1945 im
KZ Ravensbrück umgebracht

Ihr Band zum Charlatan aus der
Anderen Bibliothek ist gerade heute
Beim Blick nach Osten wie nach 
Westen eine echte Leseempfehlung 

jens tuengerthal 8.5.26

Kompromisslos

Kompromisslos

Merkel war die Kanzlerin der
Geordneten Kompromisse die
Gerne alle mitnehmen wollte
Verhandelte bis es passte

So sollte politische Führung
Die nur die Verwaltung leitet
Besser sein um Wege besser
Zu finden statt Mauern zu bauen

Merz ist kompromisslos zeigt sich
Als harter Kerl nach Merkel und
Erreicht schon bei seiner Wahl
Im Bundestag erstmal nichts

Seine Visionen scheitern meist
Im Bundesrat spätestens weil 
Weder durchdacht noch visionär 
Bloß kompromisslos autoritär 

Demokratie funktioniert nur mit
Guten Kompromissen dauerhaft
Was Merz sichtbar nicht merkt 
Da könnte er von Merkel lernen

Leider ist er ein alter weißer Mann
Die lernen nichts mehr meinen nur 
Sie hätten es schwerer als alle die
Vor ihm bedeutungslos waren

Hoffentlich befreit uns die Zukunft
Von der Politik alter weißer Männer 
Die keine Kompromisse kennen
Weil die braucht eher keiner mehr

jens tuengerthal 8.5.26

Befreiungsuntergang

Befreiungsuntergang

Der 8. Mai ist historisch bekannt
Als Tag des Kriegsendes 1945
Heute klar der Tag der Befreiung
Vom Nationalsozialismus auch
Wenn damit das Deutsche Reich
Endgültig unterging was doch 
Älter war als das lächerliche da
Beendete tausendjährige Reich
Es war eine Befreiung für Europa
Wie die Welt Hitler zu besiegen
Den verantwortlichen Massenmörder
Auch wenn ihm hunderttausende 
Deutsche dabei willig dienten was
Millionen Morde erst ermöglichte 
Die Befreiung schon relativiert
Weil Mord niemals verjährt was
Zur lebenslangen Freiheitsstrafe
Wie die Faust aufs Auge passt in 
Altdeutschen Plattitüden zu sprechen
Von Hitler wurden wir also befreit
Auch von Ostpreußen und Schlesien
Was russisch und polnisch wurde
Egal ob damit dort glücklicher je 
Vom nationalen Stolz ein wenig
Der Osten bekam vierzig weitere 
Jahre totalitäre Diktatur die bis
Heute in vielen Köpfen noch lebt
Der Westen kam auf Westkurs
Was freier war als sowjetisch
Aber auch in Schranken blieb
Nazis haben wieder Auftrieb
Besondere im Gebiet hinter dem
Antifaschistischen Schutzwall was
Fragt wovor wer wen schützte
Aber heute feiern wir die Befreiung
Dabei kam die echte erst mit dem
Euro der die Nationen erledigte
Die ohne Geldhoheit keine sind 
Auch wenn es gut getarnt wurde
Von Kohl und Mitterrand welche
In Maastricht die Nation beerdigten 
Den Albtraum aus dem noch
Vorigen Jahrhundert erledigten
Das war die größte Befreiung nur
Haben es noch nicht alle gemerkt
Der 8. Mai war nur Kriegsende 
Der Faschismus lebt noch in vielen 
Köpfen bis heute fort warum
Der Kampf kein Ende findet
Mit oder ohne Schutzwall
Ist Europa die Zukunft der
Freien Welt die das nur leider
Selbst erst erkennen muss
Keine Kolonie nur zu werden

jens tuengerthal 8.5.26

Liebesdistanz

Liebesdistanz

Fern liegt die Liebe allen
Die noch unter ihr leiden
Auch wenn sie immer das
Beste Mittel zur Heilung
Von Liebeskummer war
Raten alle Experten ganz
Dringend vom verlieben ab 
Solange das Herz gefangen 
Oder anderweitig gebunden
Das wäre völlig unvernünftig 
Lese es und muss lachen
Denn wann war die Liebe
Schon jemals vernünftig
Ließ sich davon abhalten
Keine Gefühle auf Distanz 
Irgendwem noch zu zeigen
Keine Beziehung in Beziehung 
Um in Ruhe abzuwarten bis 
Alle Teilnehmer so weit sind
Vielleicht noch mit Attest vom 
Behandelnden Therapeuten
Für die Beziehungseignung
Zum Glück bin ich ja ganz
Anders und glaube nicht mehr 
An etwas und wen was die
Immer enttäuschten Erwartungen
Sicher ersparen kann zumindest
Wenn das Gefühl so funktioniert
Wie ich denke statt etwas noch 
Zu wollen was natürlich nie geht
Aber egal wie was sich am Ende
Wie besonders danach noch
Gut anfühlt kann zumindest
Nicht ganz falsch sein
Im übrigen habe ich
Wie immer keine Ahnung
Aber davon genug bei
Irgendwas mit Liebe

jens tuengerthal 8.5.26

Lektürentagebuch 7.5.26

Lektürentagebuch 7.5.26

Begonnen schon in der Nacht die
Früher Morgen geworden war mit
Dem abenteuerlichen Simplicissimus
Des von Grimmelshausen in der

Wunderbaren Prosa Ausgabe aus
Der Anderen Bibliothek wie der gute
Gerade wohlhabende Simplicius 
Seinen verarmten Herzensbruder traf 

Der noch dazu verletzt war warum
Der Ich-Erzähler sich sogleich mit
Allen Kräften um die Pflege kümmert 
Wie noch einen Arzt für ihn bestellt

Dieses liebevoll bedingungslose
Füreinander da sein im Gegensatz
Zu manch räuberischen Abenteuern
Ist beeindruckend liebevoll verfasst

Natürlich ist das eitle Selbstlob ach 
Wie gut er für seinen Freund sorgt 
Schon was den Leser die baldige
Quittung wieder erwarten lässt

Nicht umsonst trägt der Erzähler
Welcher auch der Protagonist ist
Den Namen Simplicius Simplicissimus 
Seiner Naivität Ausdruck zu geben

Der Gegensatz von ganz großer
Menschlichkeit zur großen Brutalität 
Im Dreißigjährigen Krieg ist dabei
Ein sehr deutliches Zeichen was zählt


Im alten indischen Papageienbuch die
Geschichte von der Frau die den Tiger
In die Flucht schlug amüsiert gelesen
Die der Papagei auf Nachfrage der

Prinzessin als Rat ob sie es wagen
Sollte zu gehen erzählte und meinte 
Wäre sie auch so mutig könnte sie
In Ruhe tun was immer sie wolle

Jene Frau war die Ehefrau eines
Bediensteten des lokalen Königs
Zeterte ständig mit ihrem Mann
Bis dieser sie und die beiden Kinder

Hinauswarf seine Ruhe künftig zu
Haben worauf sie mit den Kindern
Durch einen Wald lief um wieder
In ihr Heimatdorf zu kommen

Bei einer Pause lauerte sie ein Tiger
Auf und wollte sie und die Kinder
Fressen sie sah ihn und sagte zu den
Kindern sie wolle gleich noch einen

Tiger für sie jagen aber bis dahin
Sollten sie sich diesen erstmal teilen
Sie würde ihn für sie nun zerreißen
Worauf der lauschende Tiger floh 

Eine doppelbödige Geschichte die
Einerseits zeigt Mut kann alles mit
Worten durch Entschiedenheit allein
Besiegen andererseits indirekt eher

Vor der Gefahr warnt die von den
Zeternden Weibern ausgeht die sogar
Mit ihrem Ton einen ausgewachsenen
Tiger in die Flucht schlagen können

Wieder zeigt das Papageienbuch das
Geschichten aus der Zeit etwa des 
Frühen Mittelalters in Indien enthält
Starke und unbesiegbare Frauen 

Das ist immer wieder schön zu lesen
Zeigt hohen Respekt vor Frauen aber
Verspottet die zeternden Ehefrauen 
Zeigt freie lustvolle Sexualität auch

Noch weiter zurück ging es dann
Mit dem nächsten Band auch aus 
Der Anderen Bibliothek Apuleius
Oder die Metamorphose vom

Goldenen Esel ein Klassiker der
Antiken Romane auch mit einem
Naiven Ich-Erzähler der dabei
Ganz wunderbar schon in seine 

Eigenen Abenteuer einführt die
Er später als verwandelter Esel
Erlebt was ihm passiert weil er
Aus Neugier falsch verzaubert

So wurde er dann zum Esel 
Wie seine Liebste ihn dann am
Nächsten Tag wieder erlösen will 
Mit frischen Rosenblättern aber

Ihn nur über Nacht in den Stall stellt
Wie Räuber in der Nacht kommen
Alle Schätze rauben und den Esel
Zum Transport dieser mitnehmen

Die folgenden Abenteuer sind ein
Teil der Metamorphose zu der auch
Die Geschichte von Amor und Psyche 
Gehört die in der Renaissance so

Viele Künstler als Liebesgeschichte
Zwischen Gott und Königstochter
Noch beflügeln konnte denn neben
Den Metamorphosen las ich noch 

Die Einführung zu dieser in dem 
Jubiläumsband 400 aus der so 
Geliebten Anderen Bibliothek die
Viele literarische Schätze birgt

Ist schon eine Freude für sich
Warum ich beides etwas las ein
Gefühl für den Humor dieses
Großen Autors zu bekommen

Dieser Schatz Satans schon länger
In meiner Sammlung war aber noch
Länger leichtsinnig ignoriert worden
Vom wohl ungebildeten Flaneur 

Dies ändert sich nun sofort denn 
Zumindest lernfähig noch zu sein
Lässt noch etwas Hoffnung für die
Zukunft als engagierter Leser

Apuleius wurde um 124 in der Provinz
Africa proconsularis was heute etwa
Der Norden Algeriens wie Tunesiens
Wäre als Sohn wohlhabender Römer

Geboren und studierte in Karthago
Hat sich selbst als halben Numiden
Bezeichnet gilt als letzter Autor der
Silbernen Latinität hat jedenfalls

Sehr viel Humor und seine eher
Komplexen Metamorphosen sind
Bis heute noch in manchem rätselhaft
Für Literatur wie Psychologie dabei

Freue mich darauf von einem großen 
Meister der römischen Literatur als
Nordafrika noch eine Provinz war bald
Mehr magisch verrücktes zu lesen

jens tuengerthal 8.5.26

Donnerstag, 7. Mai 2026

Automörder

Automörder

Gerade wurde ein Raser als Mörder 
Verurteilt zu damit lebenslanger Haft
Obwohl er jeden Vorsatz bestritt der 
Beim illegalen Autorennen eine Frau
Tötete und eine schwer verletzte

Damit genügt die bloße Inkaufnahme 
Eines Risikos im Straßenverkehr um Zum Mörder zu werden was eine
Besondere Verwerflichkeit der Tat
Angesichts der lebenslangen Strafe Voraussetzt bei Verwendung der
Gefährlichen Waffe Auto dabei

Was zwar eine Rechtssprechung
Des BGH fortsetzt aber doch ein
Deutliches Signal ist auch weil der
Fahrer alkoholisiert war was heißt
Wer betrunken rast oder sich gar
Rennen liefert riskiert zum Mörder
Wie damit lebenslänglich 
Eingesperrt zu werden

Angesichts von über 2800 Toten
Im Straßenverkehr jährlich ist das
Ein gutes und wichtiges Signal dass
Nachdenklich machen könnte ob
Solch gefährliches Tun überhaupt
Noch zulässig sein sollte und wie 
Alternativen geschaffen werden

Statt Menschen zu Mördern zu
Machen um abzuschrecken was
Immer auch fragwürdig ist weil
Damit keiner wirklich gewinnt
Ist Mobilität diesen Preis wert
Frage ich mich der nun seit
Über 15 Jahren ohne Auto lebt
Was könnten wir besser machen

jens tuengerthal 7.5.26

Lektürentagebuch 6.5.26

Lektürentagebuch 6.5.26

Einen wunderbar bösen Text von 
Kurt Tucholsky schon in der Nacht
Begonnen unter dem Titel passenden
Hepp Hepp Hurra aus dem Band

Vorn Ostsee hinten Friedrichstraße 
Über den deutschen Antisemitismus 
Gelesen der neben Bier die andere
Große deutsche Leidenschaft sei

Scharf formuliert er dabei und macht
Die Antisemiten so lächerlich wie er
Sich jede Schublade lieber verbietet
Auch für die Juden die in keine so

Einfach passen würde und wäre die
Nationale Volkspartei und Ludendorff 
Nicht so entschieden antisemitisch
Fänden sich viele Juden darunter

Er erinnert daran wie diese dem
Kaiser bereitwillig in den Krieg auch
Folgten so viele nationale wie auch
Religiöse und Atheisten dabei hätten 

Wie die nationalen Kräfte nur die
Niederlage die ihr feiger Irrsinn der
300.000 Menschen opferte gerne
Den Juden in die Schuhe schoben

Feigheit und Lügen suchen den 
Schuldigen der immer schon gern
Für Verschwörungstheorien genutzt
Es sich wie gewohnt leicht zu machen

Kauft nicht beim Juden sei darum der
Wahlspruch der Antisemiten die sich
Neu von der Hamas gefördert heute
In der BDS geeint wiederfinden

So leben viele ihren altbekannten
Antisemitismus von links wie von
Rechts heute aus mit einer dazu
Benutzten Pali Solidarität 

Dabei ist wer zum Boykott von
Israel aufruft im Tenor gleich den 
Kauf nicht beim Juden Schildern
Sollte hier so auch bestraft werden

Aber davon schrieb Tucholsky
Natürlich nichts der sich 1935
In Göteborg das Leben nahm
An Schlaftabletten dabei starb

Doch zeigt es uns wie aktuell der
Aufruf noch ist wenn wieder zum
Boykott der Juden gerufen wird
Damit auch die Hamas gestärkt 

Ein Deutschland was aus seiner
Geschichte gelernt hätte würde
BDS Unterstützer als damit Hamas
Also Terror Helfer auch bestrafen 

Weiter ging es mit Erwin Seitz in der 
Verfeinerung der Deutschen über das 
Bündnis zwischen Kriegern und den
Geistlichen mit Anfang des Mittelalters 

Unter dem Frankenkönig Chlodwig I 
Begann diese Verbindung die für die
Folgenden Reiche prägend wurde
Was die Tradition 482 begründete, 

Nach dem Untergang Westroms im
Jahre 476 entstand ein Vakuum das
Die Franken mit Bündnissen von
Kriegern und Priestern schlossen 

Damit meint Seitz schlossen sich
Die intellektuellen Eliten Roms mit
Der militärischen der Franken als
Dauerhafte Verbindung zusammen

Diese etwas einseitige Bewertung
Scheint eher gewagt und spricht
Für eine einseitige kirchliche Sicht
Die leider noch herrschend ist

Der bisher heidnische Chlodwig aus
Dem Geschlecht der Merowinger die
Erst von den Karolingern wieder von
Der Herrschaft verdrängt wurden 

Konvertierte nach einem militärischen
Sieg zum Christentum dabei wird 
Berichtet seine römisch katholische
Gattin aus burgundischem Geschlecht

Habe ihn schon länger dazu gedrängt
Was tun Menschen nicht alles um
Frieden mit der Ehefrau zu haben
Das hat sich wohl noch nie geändert

Was Seitz leider nicht erwähnt so
Wenig wie der eigentlich für einen
Franken näher liegende Arianismus
Als christliche Variante ohne die

Fragwürdige Dreieinigkeit die noch
Länger parallel bestand und auch
Dass es Chlodwig war der Paris zur
Hauptstadt des Frankenreichs machte

Erwähnt Seitz etwas dünn dabei nicht
Ob tatsächlich der Traum von der
Fortsetzung römischer Herrschaft
Leitete oder es einfach nur der

Eheliche Friede war wäre doch eine
Diskussion zur Verfeinerung noch
Wert gewesen denke ich dazu weil
Die kulturellen Auswirkungen doch 

Bedeutend waren für die spätere
Vorherrschaft des römisch katholisch
Glaubens im Reich obwohl die
Gothen wie auch die Franken

Mehrheitlich dem Arianismus eher 
Zuneigten als Rom was die weitere
Geschichte gravierend hätte ändern
Noch können doch Rom siegte hier

Inwieweit dieser Sieg einer Variante
Des Christentums weniger noch auf
Glaube als dem häuslichen Frieden
Des Königs beruhte wäre spannend

Bei Chlodwigs Vater der noch ein
Fränkischer Warlord war gilt als
Sicher dass er heidnisch war aus 
Christlicher Sicht weil sein Grab

Noch 20 ihm mitgegeben Pferde
Zeigte und es in Franken vorher
Noch zahlreiche Menschenopfer
Gab die das Christentum stoppte

Von all dem erfahre ich leider nichts 
Bei Seitz der hier die Entwicklung
Einer kulturellen Schlüsselfigur von
Europa oberflächlich eher behandelt

Aber wieder gilt Seitz regte mich
Zum weiterlesen und kritischen
Prüfen seiner gewagten Thesen an
Half so den Horizont zu erweitern 

Der Übergang vom Römischen Reich
Zur fränkischen Herrschaft ist auch
Der von der Antike zum Mittelalter so
Vom Humanismus zum Aberglauben

Die dogmatische römische Sekte
Genannt katholische Kirche hat
Damit ihren Einfluss ausgebaut
Der alles vorige danach verdrängte

Auch dieser Aspekt ist wichtig bei
Der Geschichte der Verfeinerung 
Die nicht die katholische Lesart
Der Geschichte übernehmen sollte 

Ob es Seitz an Wissen oder an
Kritischer Haltung mangelt ist 
Aus dem bisherigen nicht erkennbar 
Zumindest weckt er meinen Geist so


Bei Christian Graf von Krockow im
Großen Traum von Bildung landen 
Cook und Forster  nun auf Huahine
Wo Cook den König noch kannte 

Beim ersten Treffen bietet dann 
Der König die Prinzessin die hier 
Tochter seiner Schwester ist dem
Kapitän und Freund als Geliebte

Das ist außergewöhnlich und wie
Cook sich daraus rettet indem er
Gibson als seinen Sohn ausgibt
Der die Geliebte übernimmt ist

Klug inszeniert weil es die Blamage
Aller damit verhindert und ihm die
Chance gibt seiner Frau treu zu
Bleiben sonstige Verwicklungen

Welche am nächsten Tag folgen als
Die Prinzessin in Gibson verliebt 
Der sie wie er im Gespräch mit
Forster erzählt erst deflorierte

Den König ihren Onkel zu Cook
Schickt um Gibson der angeblich
Cooks Sohn war ihre Hand und
Damit das Erbe der Krone auch

Anzubieten was Cook darauf
Gibson freistellt der aber bei seinem
Kapitän gerne bleiben möchte
Was der König dann hinnimmt 

Desweiteren wurde noch der
Maler überfallen und ausgeraubt
Der König geht dennoch Cook
An Bord besuchen was dann

Zu erheblicher Unruhe bei der
Bevölkerung führt die sich nach
Der friedlichen Rückkehr wieder
Beruhigt dann tauchen auch alle 

Geraubten Sachen wieder auf
Als Cook die Bestrafung der
Täter bestimmen soll legt er
Mit dem Schiff voller Schweine ab 

Das ist schön erzählt mit lesbar
Guter Absicht wie auch bei der
Diskussion von Cook und Forster
Über die Plage der Entdecker

Ob diese tatsächlich sich selbst
So kritisch sahen und ihre eigene
Arbeit anzweifelten scheint eher
Fragwürdig nach postkolonialer

Politischer Korrektheit wie sie in 
Linken Kreisen zum Schönsprech
Teilweise dogmatisch schon wurde 
Ohne alle historischen Belege

Hier wird der sonst verzeihliche
Gute Wille zum Hindernis der
Aufklärung wie damit der Bildung
Wendet sich damit gegen den Titel

Das ist schade und eher unnötig
Auch wenn eine kritische Sicht
Auf die Entdecker und die Folgen
Der Kolonialisierung nötig ist

Eine zu durchsichtig falsche
Zuschreibung von Argumenten
Im Tagebuch schadet mehr als
Kritische Aufklärung zu fördern 

Befreiung aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit erfordert eigenes auch
Kritisches moralisches Denken keine
Politisch korrekte Verordnung anstatt

Werde Krockow weiterlesen auch weil
Diese kritische Auseinandersetzung
Wie Rezension politischer Sprache
Dem Geist der Aufklärung entspricht

Sehe manches dabei mehr als
Kritisch halte einige Erfindungen 
Für gefährlich schädlich dazu noch
Was die Lektüre spannend macht


Weiter bis zum Ende des Kapitels
Über die Geister ging es in den
Ghost Stories von Siri Hustvedt 
Deren Tochter heute hier sang

Sie trauert darin weiter um Paul
Aber vor allem um Siri und Paul
Weil das Und ihr nun fehlt damit
Ein Stück gewachsener Identität

Sie überlegt wie ein Baby immer ein 
Und hat weil es andere braucht wie 
Paul am 3. Mai also nach der 
Beerdigung für sie im Schlafzimmer 

Spürbar wurde nachdem er im Grab
Weit unter ihr entfernt gewesen war
Spürte sie ihn im Schlafzimmer wieder 
Hätte ihn damit frei wieder er war so

Wie er es gewollt hätte zum Geist 
Geworden womit sich der Titel erklärt
Wie Pauls Wunsch erfüllt was schon 
Magisch voller Liebe genug hier ist

Es wird weniger wichtig ob es
Wirklich Geister gibt oder diese
Wie alle Magie nur ein Produkt
Der Phantasie noch sind insofern

Die Liebe sicher real magisch ist
Alle Beteiligten verzaubern kann
Wird die Wirklichkeit der Wirklichkeit
Durch die Realität der Liebe relativiert

Was eine zauberhafte Idee ist wie ich
An dieser Stelle finde um dieses
Lektürentagebuch für heute noch vor
Sonnenaufgang wieder zu beenden

jens tuengerthal 7.5.26

Mittwoch, 6. Mai 2026

Bewusstseinswandel

Bewusstseinswandel

Die Wirtschaft schrumpft
Wie die Bevölkerung auch
Märkte brechen überall ein
Weil alle genug nun haben

Was die Horrorvision noch
Der klassischen Ökonomie
War ist unsere Zukunft die
Mehr mit weniger gewinnt

Wer sich endlich traut diesen
Gedanken zu Ende zu denken
Kann mit Verlusten gewinnen
Aus viel weniger mehr machen

Wachstum ist ganz logisch auf
Dem blauen Planeten begrenzt
Warum manche künftig nun das
Weltall weiter besiedeln wollen 

Welch Irrsinn denke ich der lang 
Aus mehr weniger will all den 
Überfluss satt mehr Hunger auf
Entspanntes weniger noch hat

Weil wenn weniger da sind die
Vermehrung zur Ausnahme wird
Genug für jeden auch übrig ist
Können alle sich entspannen 

Wie wird die Welt paradiesisch
Wenn wir einfach weniger wollen
Um mehr als genug zu haben allen 
Reichtum für alle dann umverteilen

Ohne Erben braucht keiner mehr
Als nötig entspannt zu leben was
Haltbarkeit wertvoller uns macht
Weniger in allem brauchen wird 

jens tuengerthal 6.5.26

Entspannungsübung

Entspannungsübung

Männer entspannt euch
Denke ich dabei selbst
In der Horizontalen der
Ohnehin einzig aufrechten 
Lebenslage noch in der
Gelegentlich noch was stand 
Hört auf zu kämpfen um
Egal was es lohnt nicht
Frauen können alles allein
Selber und besser meist
Noch ordentlicher dabei
Wartet einfach nur ab 
Statt noch etwas zu wollen
Was nur passiert wenn Frau will
Ansonsten besser unterbleibt
Darum entspannt euch und
Lasst sie kommen dann
Läuft oder fließt es von allein 
Ob ihr dabei Fußball oder Pornos
Schaut ist völlig egal solange
Ihr immer entspannter bleibt 
Was keiner Aufregung wert
Erledigt die Zeit von allein
Folgt einfach eurer Natur 
Macht nichts als euch dabei
Die Eier zu kraulen wird 
Aller Stress sich erledigen
Der andere irgendwann umbringt
Ihr sterbt zumindest nicht daran 
Eher erschlägt sie euch vorher
Was spätestens alles erledigt
Keiner Aufregung wert ist
Männer entspannt euch
Es könnte sich lohnen

jens tuengerthal 6.5.26

Alleskönnerinnen

Alleskönnerinnen

Frauen können alles
Was sie wollen wenn
Sie Lust dazu haben
Während Männer ganz
Viel nie können wie 
Kinder bekommen oder
Frauen verstehen
Dafür könnten sie
Im Stehen pinkeln war
Der letzte männliche
Stolz der das Pissoir 
Zum Kunstwerk machte
Über das Henry Miller
Schrieb der ohnehin
Gerne von dem schrieb
Was von ihm hing oder
Dann und wann stand
Ihn Johnny Thunderstorm
Im Opus pistorum nannte
Um was sich für viele
Eine ganze Welt dreht
Nur mit dem ewigen 
Rein und raus Spiel
In dem die Frauen auch
Wie wir heute besser wissen
Männern an Potenz überlegen
Mit dem Nervus pudendus sind
Nun aber kommt die Vogue die
Kampfschrift holder Weiblichkeit
Teilt ein Foto vom Berliner
Gallery Weekend mit der
Natürlich in hohem Bogen
Im Stehen pinkelnden Frau
Und ja ich kenne das seit
Den späten achtzigern als
In einer Heidelberger Disco
Für queeres Publikum noch
Einige Damen es so taten
Mir später die Technik erklärten 
Aber nun auch in der Vogue
Die letzte Bastion ist damit
Gefallen und damit ist klar
Frauen können alles und
Männer einiges nicht und
Im Alter sitzen sie besser
Nicht alles zu versauen 
Während Frauen da noch
Potenter werden bleibt Mann 
Nichts als Sitzenbleiber zu
Werden ist zumindest dann 
Irgendwie gemütlich auch

jens tuengerthal 6.5.26