Donnerstag, 17. August 2023

Waldbrände

Waldbrände

Waldbrände gab es schon immer
Nur nie in diesem Ausmaß wie
Sie heute zu beklagen sind so hat
Kanada Waldflächen verloren die
Zusammengenommen der Fläche
Von Bayern Baden Württemberg
Wie dem Saarland entsprechen
Was ein unvorstellbarer Schaden
Für das Klima ist wenn dort nicht
Schnellstens wieder aufgeforstet
Wie weiteren Bränden Einhalt
Geboten wird weil Bäume die
Wichtigsten Retter des Erdklimas
Sind und so ist jeder Quadratmeter
Der verloren geht ein Schritt weiter
In die umkehrbare Katastrophe die
Klimawandel und Treibhauseffekt
Weiter beschleunigen werden
Worauf es nur eine Antwort gibt
Auch hier wieder mehr Wald wie
Überall Bäume pflanzen wo es
Nur irgend möglich ist um so das
Schlimmste noch zu verhindern
Mehr Wälder statt Autobahnen
Die Brände sind eine Katastrophe
Aber wir können aus ihnen lernen
Wald stärker schützen wie viel mehr
Flächen bewalden statt zu versiegeln
Im Gegenteil Versiegelung endlich
Aufbrechen der Natur Raum zu geben
Unser Planet leidet an Atemnot das
Covid genau jetzt kam ist geradezu
Symbolisch für den Zustand in den wir
Unseren Planeten versetzt haben
Ändern wir es sofort denn viel Zeit
Haben wir nicht mehr noch die
Grundlagen unseres Lebens
Die wir erst langsam begreifen
Zu retten fangen wir heute an

jens tuengerthal 17.8.23

Mittwoch, 16. August 2023

Sommerplatzstimmung

Sommerplatzstimmung

Es ist Sommer am Helmholtzplatz
Leicht bekleidete Menschen sitzen
Vor den Cafés und Bars wie hier
Vor der Höschen Bar wo heute
Erstaunlich genug wir Männer
Eine fast einsame Mehrheit bilden
Nur vier Damen etwas weiter 
Von denen nur eine etwas lauter
Um Aufmerksamkeit buhlt
Die anderen ruhig im Gespräch
Auch die Herren heute hier viel
Dezenter als müsste sich keiner
Produzieren in Abwesenheit der
Sonst umworbenen Damen was
Den vorüber flanierendem umso
Viel mehr Aufmerksamkeit schenkt
Keine Asiatinnen die ihre Hunde
Betüdeln und ihren Freundinnen raten
Sich die Brüste vergrößern zu lassen
Fürs Ego wie sie es getan hätten
Was gestern zu hören war auch
Wenn es eher abschreckte bekam
Es zumindest Aufmerksamkeiten
Der umliegenden Plätze während
Heute die Herren sehr seriös über
Technische Probleme debattieren
Ist es erstaunlich wie sehr doch die
Anwesenheit von Damen bereits
Das Verhalten unbeteiligter Herren
Verändert als seien sie ferngesteuert
Registrieren es und notiere es dabei
In Erinnerung wie dezent sich auch
Die Damen unter sich verhalten
Was dafür spräche sich der Ruhe
Wegen geschlechtlich zu trennen
Wollte irgendwer mehr Ruhe beim
Ausgehen im Sommer am Platz
So nehme ich es wie es kommt
Lächle wenn die Herren leiser
Werden wenn sie über die je
Geschlechtskrankheiten reden
Eine erstaunliche Stimmung die
Nur von zwei Damen mit zwei
Herren mit Hund etwas weiter
Mit typisch lautem Balzverhalten
Ein wenig beeinflusst wird aber
Es ist ja auch nur Mittwoch
Da wird keiner Wunder erwarten

jens tuengerthal 16.5.22

Lustrausch

Lustrausch

Die Lust kommt wie ein Rausch
Ergreift Körper und Geist ganz
Verwandelt uns in ihr folgende
Täter der Lust die dabei fast wie
Tiere lustvolle Laute von sich geben
Wie das sonst Vokabular dabei
Nicht weiter ernst zu nehmen ist
Außer um den Rausch zu steigern
Dem wir uns hingeben können um
Die körpereigenen Drogen dann
Euphorisch zu konsumieren weil
Es der gesündeste Rausch ist
Der sogar das Immunsystem durch
Regelmäßige Übung noch stärkt
Was dafür spricht dass Rausch
Eine Belohnung der Natur ist
Die wir genießen dürfen wie sollen
Was wie bei allem im Übermaß
Schädlich wird tut wohl dosiert
Körper und Psyche einfach gut
Im Gegensatz zu Alkohol oder
Anderen Drogen ist die Gefahr
Der Abhängigkeit überschaubar
Da die Lust im Übermaß schnell
Ihren Reiz wieder verliert auch
Gelegentliche Lustbesäufnisse
Miteinander folgenlos bleiben
Sollten wir es ruhig wagen uns
Dem was gut tut hinzugeben

jens tuengerthal 16.8.23

Liebestoll

Liebestoll

Macht die Liebe toll
Oder ist sie einfach toll
Was gleich klingt aber das
Gegenteil fast meint wenn
Zum einen an den Wahnsinn
Gedacht der uns wie tollwütig
Rasen lässt zum anderen die
Tollen Gefühle gemeint sind
Welche Liebende schweben lassen
Wie miteinander alles Glück sehen
Beides kann sie sicher gut
Weiß nicht was davon besser
Fürchte die Folgen des ersten
Träume zu gerne vom letzten
Doch wäre es vermutlich nie
So toll wie es sein kann ohne
Das Risiko dabei auch sein Herz
Mal eben ganz zu verlieren
Was zu riskieren einer schon
Ziemlich toll sein muss doch
Wiegt das tolle Gefühl sogar
Die reale Lebensgefahr auf
Um vom Atoll der Liebe dann
Ohne jede Vernunft zu träumen
Was sollte ich auch mit Vernunft
Wo es um große Gefühle geht
Und so balanciere ich weiter
Zwischen Wahnsinn und Liebe
Nicht sicher ob es das eine je
Ohne das andere geben kann
Was auch irgendwie toll ist
Egal welches jetzt

jens tuengerthal 16.8.23

Versaut

Versaut

Richtig versaut zu sein
Ist ganz wunderbar
Zumindest in manchem
Zum richtigen Zeitpunkt
Wenn es für alle passt
Während es andernfalls
Schnell ziemlich peinlich wird
Wenn eine Seite versaut ist
Die andere leicht pikiert schaut
Ob beim Essen oder beim Sex
Beim spielen im Dreck oder
Dem Erzählen von Witzen
Kann dabei dahinstehen das
Was versautes schön macht
Ist nur geteilt lustvoll gut aber
Einseitig mindestens peinlich
Wenn nicht eine Belästigung
Sagt eine wildfremde Frau mir
Bitte fick mich in den Arsch
Werde ich befremdet schauen
Zumindest etwas überrascht sein
So gerne ich dem Wunsch folgte
Sagt es die Liebste beim Sex
Kann es passend verführen wie
Deftig die Lust noch erhöhen
Während es auf einer Cocktailparty
Nicht sehr kultiviert wirkte auch
Wenn ich dem Wunsch vielleicht
Unter Umständen gerne nachkäme
Verhinderte der falsche Ort wie
Der falsche Zeitpunkt die Erfüllung
Eher als er sie beförderte auch
Wenn versaut natürlich wäre
Es nur eine Konvention ist was
Als solches empfunden wird
Kamen mir Damen mit vorher
Deftigem Vokabular hinterher
Selten viel näher umgekehrt
Kann ich nicht auf eine so große
Erfahrung zurückblicken da ich
Stets bemüht bin auch beim Sex
Auf eine schöne Sprache noch
Zu achten und solche Worte mich
Eher nicht mehr erregen als der
Übliche gute Umgangston auch
Wenn nichts gegen Deutlichkeit
Dabei einzuwenden ist finde ich
Die Verwendung eines versauten
Vokabulars außer dann dabei
Selten passend und auch das
Muss ich nicht versaut benennen
Weil die Anbetung einer Frau wie
Die Annäherung an ihre Mitte eher
Ein Gottesdienst für mich ist als ein
Laster da ich keine Götter kenne
Die irgendwas Sünde nennen
Finde ich nichts in der Natur je
Versaut aber schöne Sprache
Erregender als das Gegenteil
Auch wenn es einen gewissen
Charme hat wenn eine Dame
Die es sonst in allem war dabei
Vor dir kniet und sagt bitte fick mich
Aber eine Dame kann ohnehin
Alles tun ohne dabei das Gesicht
Je zu verlieren warum sich die
Frage nach versaut hier nicht stellt
Wie ich dem Wunsch dann gerne
Mit einer Verbeugung entspreche
Ohne es so zu nennen

jens tuengerthal 16.8.23

Verführer

Verführer

Ist es eine Form der Lebenskunst
Andere zum Glück zu verführen
Oder immer eine Anmaßung dies
Zu wollen weil sich dies nur für
Sich selbst und frei finden lässt
Die Verführung logisch stets dem
Prinzip der Freiheit der Aufklärung
Widerspräche welches alleine eine
Entscheidung moralisch gut machte
Welcher Mann träumte nicht davon
Diese oder jene schöne Frau zu
Verführen wie von sich zu überzeugen
Auch wenn die Vermutung Männer
Suchten sich Frauen aus die sie
Verführten der größte Irrtum ist weil
Meist Frauen Männer auswählen
Die sich um sie bemühen dürfen
Alles andere meist lächerlich wird
Trotz gegenteiliger Behauptungen
Lernte ich in freier Wildbahn stets
Nur Frauen kennen die dies wollten
Wie es mir zu verstehen gaben was
Bei der stets Beschäftigung mit sich
Also dem dichten manchmal dauerte
Kann mich kaum erinnern je Frauen
Angesprochen zu haben oder wenn
Eher zufällig nebenbei wenn ich in
Gesellschaft also sicher doch war
Dennoch reizt es mich sehr wenn ich
Einer nah kommen durfte weil sie es
Vermutlich lange vorher so wollte sie
Gemeinsam zum lustvollen Genuss
Zu verführen oder doch zumindest
Diesen ihr zu schenken dabei wäre
Es doch noch viel schöner die Lust
Gemeinsam zu genießen statt sie
Dabei von dir überzeugen zu wollen
Ist die geteilte Lust stets viel größer
Wenn beide gemeinsam danach
Wie nach geteilter Befriedigung streben
Warum manche Frauen sich gerne
Verführen lassen wollen wie Männer
Davon träumen dies möge gelingen
Hat keinen vernünftigen Grund für sich
Im Gegenteil ist es offen abgestimmt
Wie gemeinsam genossen meist besser
Als es Verführer je schaffen weil sie nur
Ihrem beschränkten Horizont dabei folgen
Maße mir nicht an Frauen zu verstehen
Noch zu wissen was gut für sie wäre
Wie käme ich als nur Mann dazu dem
Dazu das Vorstellungsvermögen fehlt
Warum Offenheit und Absprache dabei
Immer besser tut als eine Verführung
Die nur einen Horizont berücksichtigt
Dennoch träumen beide Seiten davon
Mit erwartbar frustrierendem Ergebnis
Weiß nicht ob das in der Natur liegt
Oder Ritualen der Gesellschaft folgt
Die altes Balzverhalten dazu spiegelt
Aber es schien meiner Natur stets
Reizvoller eine Frau zu verführen
Als von einer verführt zu werden
Auch wenn diese male immer ganz
Wunderbar waren warum ich es
Ihnen doch überlassen könnte
Weil sie schon wissen was sie
Wann und wie wollen denke ich
An Komplexität überlegen sind
Balanciere irgendwo dazwischen
Staune über das Ergebnis wie
Was es mit mir dabei macht
Manchmal helfen Gefühle auch
Das Nachdenken zu beenden
Liebe ist da ganz erfolgreich
Sagt mir die Erfahrung was
Wieder zu vernünftig klingt

jens tuengerthal 16.5.23

Lustorte

Lustorte

Was sind die Orte der Lust
Nach der wir Epikur folgend
Streben um glücklich zu leben
Dabei ist die sexuelle Lust nur
Ein kleiner Teil des möglichen
Für den Philosophen war es
Wohl sein Garten in den er
Was ihn neu und besonders machte
Männer und Frauen gemeinsam lud
Um bei Brot Wasser Wein und Käse
Über das Leben zu philosophieren
Wie sich den Fragen zu stellen die
Ein glückliches Leben ausmachen
Dieses Leben im Garten mit einer
Geistigen Gesellschaft ist ein ganz
Wunderbares Bild für das Glück
Das Gesellschaft auch bieten kann
Bei allem Zwang den andere uns
Verursachen können ist es schon
Ein Glück das Schöne zu sehen
Was Gemeinschaft bieten kann
Müsste ich wählen zwischen den
Schönsten Cafés oder Bars der
Näheren Umgebung und meinem
Diwan würde ich wohl sicher den
Letzteren auch in viel lustvoller
Erinnerungen dort wählen aber
Wollte auch nie auf die Gespräche
Im Café dafür verzichten wollen
Wie das Geplauder dort auch ein
Gegenpol zur einsamen Lektüre
Im Bücherturm weniger Meter nur
Von den Cafés entfernt ist in denen
Das irgendwie Nachtleben tobt was
Zeitlich wohngerecht beschränkt
Der Langeweile mehr Raum gibt
So sind diese Wechsel zwischen
Den Welten eine Lust an sich die
Beobachten lässt wie andere sich
Jenseits der Worte finden wie zu
Nähern versuchen was wieder der
Lust sich nähert die alle dabei suchen
Bei geöffnetem Fenster zum Hof
Höre ich vom Diwan aus deutlich
Die benachbarte Familie die den
Autokennzeichen nach wohl aus
Rumänien stammt die auf ihre Art
Lautstark nach Lust suchen die
Für viele Bewohner des Hauses
Zunächst eher ungewohnt war
Ob diese bunte Bereicherung
Der Nachbarschaft nun den 
Einen oder anderen Lustort für
Den Dichter attraktiver macht
Oder sie einander angleicht
Denn von Ruhe sind die Bars
So weit entfernt wie die nun
Nicht mehr neuen Nachbarn
Es gibt verschiedene Formen
Der Lust die ich gern genieße
Denke ich dabei während ich
Im Cafe die Unruhe auch liebe
Die Beobachtung mich inspiriert
Liebe ich in meiner Bibliothek
Eher die ruhigen Momente mit
Höchstens Musik nach meinem
Geschmack zur Untermalung
Oder dem Echo geteilter Lust
So sind Diwan und Bar für mich
Zwei Lustorte im Leben die das
Genießen mir nahelegen dabei
Ziehe ich die sommerliche Terrasse
Der verrauchten Bar innen stets vor
Könnte aber nie ohne meine Bücher
Die das geistige Fundament meines
Schreibens auch sind damit also der
Große Lustort meines ganzen Lebens
Während wechselnd bevorzugte Bars
Nur Momente im Tag zu Stunden am
Abend ausmachen aber doch sicher
Orte besonderer Lust für viele sind
Manchmal ist es ganz wunderbar die
Lust mit anderen zu teilen was aber
Für manches auch für sich wieder
Viel schöner sein kann als gemeinsam
Aber nur für sich auch schnell einsam
Den Dichter wohl machte und so sind
Die Orte der Lust so verschieden wie
Stimmungen die diese wecken oder
Gelassenheit die sie uns erhält
Was vielleicht zeigt es gibt nicht den
Einen passenden sondern deren
Viele je nach dem was doch eine
Schöne Aussicht der Vielfalt gibt
Wie sie dem bunten Leben eher
Entspricht als ein einzelner Ort

jens tuengerthal 16.8.23

Lasterhaftes

Lasterhaftes

Berlin galt als Stadt des Lasters
Wie Curt Moreck seinen Führer
Durch das deutsche Babylon als
Den für das lasterhafte Berlin im
Jahre 1931 betitelte der Touristen
Wie manchen Einwohnern auch
Die dezenten Orte jeder Neigung
Wie die indezenten großer Schau
Mit Freude am Detail und leichtem
Spott vorstellt und der Leser heute
Kann sich vorstellen wie viele noch
Die Brauen hoben auf dem Land
Wenn sie nur davon hörten den dann
Tatsächlichen Untergang des Abendlandes
Prophezeiten und sich dadurch noch
In ihrer Wahl derer bestätigt sahen
Die diesen herbeiführen aber auch
Wenn Berlin weitgehend zerstört
Den Krieg nur geteilt noch überstand
Östlich eine neue Diktatur mit wieder
Moralischer Bigotterie überstand
Hat sich an der Neigung zum Laster
Wenig geändert außer vielleicht was
Ein solches noch sein soll so galt als
Lasterhaft was einem Laster verfallen
Moralisch verkommen verwahrlost
Liederlich unordentlich war es kommt
Vom althochdeutschen lastar für
Schande oder Fehler meinte etwas
Das untauglich oder mangelhaft ist
Es wird im Gegensatz zur Tugend
Als schädlich für den Einzelnen
Oder die Gemeinschaft angesehen
Werden und so hängt was Laster
Sein soll von kollektiven Meinungen
Innerhalb einer Gruppe ab die sich
Bekanntlich wandeln und so ist
Manches was bei Erscheinen des
Buches noch als lasterhaft galt
Heute längst völlig normal geworden
Zumindest nach den Werten einer
Aufgeklärten westlichen Gemeinschaft
Während es in religiös geprägten
Gebieten als eher lasterhaft gilt
Wie der freie Umgang auch der
Geschlechter miteinander oder auch
Bestimmte sexuelle Handlungen in
Der Öffentlichkeit hier normal sind
Während sie in anderen Ländern
Noch bestraft würden in der Geschichte
Bildeten sich die Laster im christlichen
Mittelalter heraus und es blieben die
Sieben Laster Stolz Neid Zorn Trägheit
Geiz Völlerei und Wollust übrig die
Heute kaum mehr verfolgbar wären
Sonst gäbe es keine Verwaltung mehr
In Berlin den Moloch zu ordnen wie
Die Bürger zur Einhaltung zu motivieren
So verschwand der viel diskutierte
Katalog der Laster ab dem 15. Jahrhundert
Allmählich aus der theologischen Literatur
Der preußische Philosoph Kant der die
Moral neu vermaß wie die Freiheit dabei
In den Mittelpunkt stellte dem eigenen
Gewissen folgen zu können nannte drei
Laster die dem Zusammenleben eher
Abträglich wären die da waren
Faulheit Feigheit und Falschheit
Wobei die ersteren sich auf die
Nutzung des eigenen Verstandes
Als Mittel der Befreiung im Sinne
Der Aufklärung verstanden wurden
Berlin ist heute sicher so lasterhaft
Wie Curt Moreck es beschrieb hier
Kann jeder auch sexuell nach seiner
Fasson selig werden wie es einst der
Aufgeklärte Preußenkönig Fritz sagte
Dabei an Aberglaube noch eher als
An freie Sexualität wohl denkend
Doch wird dies heute eher unter die
Tugend der Toleranz gezählt die ein
Miteinander verschiedener Neigungen
In einem großen Ganzen ermöglicht
Warum Berlin heute wohl eher die
Tugendhafteste Stadt im Land ist
In der alle sein können wie sie wollen
Was Anhänger alter Lasterbegriffe
Wohl eher fragwürdig fänden doch
Zeigt sich die Toleranz als Fähigkeit
Des Zusammenlebens verschiedener
Neigungen und Gruppen als heute
Im Sinne des Grundgesetzes auch
In Zukunft als bedeutendere ab
Denn die Versuche moralische stets
Seltsam beschränkte Vorschriften für
Einen Teil der Menschheit zu verfassen
Überleben sich in der Vielfalt einer
Freien und aufgeklärten Gesellschaft
Wie sie der modernen Demokratie
Eher entspricht als eine Aufsicht die
Allgemeine Grenzen festlegen will
Die im Einzelfall oft Unsinn sind
So gesehen ist Berlin heute die
Hauptstadt der Tugend möge der
Rest der Welt von ihm lernen
Wie Miteinander funktioniert

jens tuengerthal 16.8.23

Dienstag, 15. August 2023

Lustuniversum

Lustuniversum

Die Lust offenbart uns ein ganzes
Universum des Glücks auf der Suche
Nach Erfüllung miteinander weil es
Nicht nur ein Wesen für sich nach
Erträumter Befriedigung streben lässt
Sondern zwei miteinander kombiniert
Die aus unerfindlichen Gründen ihre
Neigungen neu kombinieren wollen
Wie dabei jeden Tag anders reagieren
Ob durch Zyklus Wetter Launen oder
Sonst Einflüsse des Universums
Bedingt immer anderes wollen
Auch wenn der Vorgang beim Sex
Relativ schlicht natürlich scheint
Ist das Universum dahinter erst
Das Wunder was so viele Teile
Von Biochemie bis Physik mit der
Unergründlichen Psyche kombiniert
Das kein Rechner alle Gründe je
Erfassen könnte aber Menschen
Es dennoch schaffen sich dabei
Vollkommen glücklich zu machen
Auch wenn sie dies nicht bedenken
Weil sie das Universum leben lassen
Dies zu würdigen wie zu genießen
Ist vielleicht das schönste Glück
Was die Natur uns Menschen noch
Schenkte ohne dabei noch an die
Fortpflanzung denken zu müssen
Weil Lust sich alleine genügt im
Universum das wir in uns finden

jens tuengerthal 15.8.23

Liebeskosmos

Liebeskosmos

Die Liebe lebt wie alles Leben
Doch weit darüber hinaus ist sie
Ein ganzer Kosmos weil sie zwei
Sein miteinander verknüpft wie
Diese zusammenwirken lässt
Nicht nur schlicht biologisch
Neues Leben entstehen lässt
Sondern einen eigenen Kosmos
Geteilter Zuneigung erschafft
In dem Liebende sich finden
Verpassen verlieren suchen
In ungezählten Varianten neu
Kombinieren bis der Kosmos
Als eigenes Sein für sich lebt
Wie sich auf sich bezogen wie
In einer Evolution entwickelt
Diesen Reichtum zu sehen der
In jeder Liebe sich finden kann
Ist vielleicht das schönste
Wunder der Liebe

jens tuengerthal 15.8.23

Kleinzellig

Kleinzellig

Verantwortungsethik beginnt kleinzellig
Menschen übernehmen am ehesten
Dort Verantwortung wo sie es begreifen
Betroffen sind und etwas tun können
Weil die Abstraktion nicht jedem liegt
Aber die Konsequenz vor Ort jedem
Verständlich gemacht werden kann
Wer seinen Kant zu Ende denkt wie
Den kategorischen Imperativ als den
Maßstab gelebter Anarchie begreift
Die ein miteinander ermöglicht weiß
Was konsequent zu tun ist und wie
Sich das eigene Handeln auswirkt
Dort soll jede Ethik ansetzen um die
Menschen bei sich abzuholen was
Heißt Konsequenzen bedenken wie
Entsprechend verantwortlich handeln
Aufgabe der Politik wäre darum die
Verantwortung zu konkretisieren wie
Lösungen zu suchen statt weiter die
Prozesse zu abstrahieren bis sich
Keiner mehr verantwortlich fühlt
Was eigentlich ganz einfach wäre
Wollte jemand etwas ändern zu
Mehr Freiheit und Verantwortung

jens tuengerthal 15.8.23

Weltverdichtung

Weltverdichtung

Die Verdichtung der Welt in Versen
Das Erlebnis des Seins zu beschreiben
Ist das Mittel unserer Zeit die ihr Wissen
Via Wikipedia auf dem Telefon mit sich
Tragen kann und in Versen ihre Sprache
Zum Kern verdichtet so bei sich zu sein
In wenigen Zeilen alles zu sagen und
Mehr braucht keiner noch
Denke ich munter dichtend

jens tuengerthal 15.8.23

Reiselektüre

Reiselektüre

Liebe es zu reisen zumindest
In Büchern jeden Tag woanders
Wie in verschiedenen Zeiten zu sein
Heute waren es Wien und Weimar
In Austrias Kapitale mit Musil im
Großartigen Mann ohne Eigenschaften
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts
Also noch zu Kaiserzeiten dagegen
In Weimar der Goethezeit mit dem
Dichter und seinem Herzog unterwegs
Fein beschrieben von Sigrid Damm
So greife ich meine Bände nach Laune
An heißen Tagen wie diesen gerne
Noch ein wenig segeln mit Forster
Der Cook bis an den Rand der
Antarktis begleitete und Pinguine sah
Ohne dafür ein Segelboot zu betreten
An Übelkeit leiden zu müssen dafür
Gut über alle Umstände informiert
Nicht an zeitliche Grenzen gebunden
Frei im Denken ohne mehr Kosten als
Die einmal Anschaffung der Bücher
Mit denen ich bis an ein mein Ende
Genug zu lesen noch hier habe so
Kann die Welt mich mal gerne haben
Erforsche sie mit guter Reiselektüre
Völlig klimaneutral dabei unterwegs
Vom Diwan aus und muss nicht wie
Andere dorthin wo andere waren
Erlebe die Erfahrung einmalig was
Das Reisen der Zukunft sein wird

jens tuengerthal 15.8.23

Flugwahnsinn

Flugwahnsinn

Außenministerin Baerbock blieb im
Regierungsflieger in Abu Dhabi hängen
Weil die Landeklappen nicht schlossen
Was aus Sicherheitsgründen logisch
Wie nötig war wird beim zweiten Versuch
Inzwischen wieder voll aufgetankt zum
Drama was unseren Leichtsinn beim
Fliegen offenbart so mussten mal eben
Tonnen Kerosin in die Atmosphäre
Gepumpt werden von dem am Boden
Im Grundwasser ein Tropfen genügte
Dieses nachhaltig zu vergiften auch
Wenn es sich von dort oben verdünnt
Offenbart dieses kleine Drama den
Leichtsinn mit dem wir immer noch
Mit unserer Atmosphäre umgehen
Obwohl der Klimawandel unstrittig
Wie längst für uns alle spürbar ist 
Machen wir weiter als wäre nichts
Fliegen als wäre es nötig obwohl
Dabei die Atmosphäre genau da
Zerstört wird wo das Klima entsteht
In der Stratosphäre und tun so als
Wüsste keiner was es bedeutet
Messen für Schäden der Flugzeuge
Nur den Ausstoß am Boden den sie
Beim Starten und Landen abgeben
Spritzen wenn nötig mal eben auch
Tausende Tonnen in die Atmosphäre
Die schon gequält genug längst ist
Kein Gespräch kann so wichtig sein
Es nicht virtuell erledigen zu können
Wer das nicht kann soll es üben
Kein Vorwurf gegen Frau Baerbock
Die nur macht was alle tun aber
Genau das ist falsch und muss nun
Ganz dringend geändert werden
Damit das Klima eine Chance hat
Fast wünsche ich einen großen
Vulkanausbruch das Drama hier
Schnell zu beenden damit endlich
Ein Nachdenken beginnt was geht
Womit wir sofort aufhören müssen
Fliegen ist Wahnsinn und es gibt
Keinen Grund damit weiterzumachen
Das Flugbenzin musste abgelassen
Werden damit das Flugzeug sicher
Landen kann keine Leben zu gefährden
Aber wie viele Leben gefährden wir mit
Unserem unverantwortlichen Tun so
Sollte Diplomatie künftig ein reiner
Schreibtischjob mit Videokonferenzen
Werden die Zeit der Reisen ist vorbei
Bis wir sauber fliegen können was
Erst beginnt wenn dieser Wahnsinn
Endlich endet

jens tuengerthal 15.8.23