Frauenliebe
Am 2. April 1725 wurde in Venedig
Giacomo Girolamo Casanova geboren
Ein Mann der die Frauen liebte den
Diese genau dafür auch liebten
Über Casanovas Leben werde ich heute
Im Laufe des Tages einiges schreiben
Was vielmehr ausmachte als Liebe und Lust
Doch heute Nacht geht es um die Liebe
Casanova benennt in seinen Erinnerungen
Die eine wunderbare Lektüre stets sind nur
Etwa 116 Frauen ausdrücklich während
Seine Biographen tausende vermuten
Doch zählt nicht die Quantität dabei
Menge wird schnell überschätzt sondern
Seine verehrungsvolle Liebe für Frauen
Die er als wunderbare Wesen anbetete
Die Kombination aus Verehrung mit Gefühl
Zu einem körperlich großen Liebhaber der
Sie mit angepasster Leidenschaft nahm ist
Was die Frauen vielfach wohl auch anzog
Ein Mann von Esprit und Bildung der
Über große Phantasie verfügt wird immer
Frauen begeistern können doch über dies
Erwartungsgemäß gewöhnliche hinaus ist
Was Casanova bis heute zum Vorbild macht
Nicht sein Abenteurertum noch schadete
Seine Scharlatanerie denn wer ließe sich
In der Liebe nicht gern etwas vorgaukeln
Ein großer Liebender wurde er weil er die
Frauen liebte und verehrte bei jeder mit
Ganzem Herzen voller Gefühl dabei war
Was einzig die Liebe lohnend macht
Es ist nicht wichtig wie lange er liebte
Sondern dass er voller Gefühl nur im
Moment war und dies jede spüren ließ
Sie zu seinen Musen so erst machte
Aus dem Gefängnis flüchten oder eine
Lotterie zu erfinden sind nette Geschichten
Das Abenteurertum dem sich so viele
Männer gerne anstatt noch hingeben
Hunderten Frauen das Gefühl zu geben in
Diesem Moment geliebt zu werden aber
Ist groß und zeigt die hohe Kunst der
Verführung die stets echte Liebe braucht
Er lebte ein Leben für die Liebe wie für
Seine geliebten Frauen damit was diese
Spürten warum die anderen eher keine
Konkurrenz mehr waren sondern egal
Casanova hatte nicht Frauen eher noch
Umgekehrt hatten sie ihn der alles tat
Sie auf bestmögliche Art zu verwöhnen
Was er tat tat er mit Liebe stets dabei
Jeder das Gefühl zu geben in diesem
Moment etwas besonderes zu sein wie
Damit ganz einmalig sich zu fühlen ist
Die hohe Kunst der Frauenliebe
Wie unmöglich es ist dies dauerhaft
Gar in einer Beziehung noch seiner
Liebsten täglich vorzugaukeln ist
So einleuchtend wie gefährlich
Casanova hat einen Standard damit
Geschaffen von dem Frauen träumen
Was sie gerne für immer so hätten doch
Haben nur Geliebte keine Fehler
Dabei zu bleiben um sich gelegentlich
Lustvoll zu begegnen wäre vermutlich
Für alle Beteiligten das Beste was nur
Leider die allerwenigsten schaffen
Dies an Casanovas 300. Geburtstag
Zu bedenken und lustvoll zu genießen
Könnte unser Liebesleben auf eine
Reizvoll schöne Art neu verzaubern
Casanova liebte die Frauen darauf
Kommt es bis heute allein nur an
Ihnen dieses Gefühl ganz einmalig
Schenken zu können ist was zählt
Wer viele Frauen vernaschen will
Sie gar aufreißen und flachlegen will
Ist kein Casanova je sondern bleibt
Ein schlichter Handwerker des Sex
So kann jeder mit genug Geld heute
Einfach tausende Frauen haben die
Sich genau dafür allein hingeben was
Ein Geschäft ohne Gefühle ist
Manche Frauen wollen genau das
Für die ist ein Casanova falsch der
Verehrt und anbetet und so die Liebe
Zu den Frauen als eine Kultur pflegt
Es gibt die besonderen Frauen die
Genau das an einem Mann lieben
Von ihnen entdeckt zu werden ist
Was am Ende zum Casanova macht
Darum ist die Frauenliebe was
Vom Meister der Liebe aus der
Epoche der Aufklärung uns bleibt
Das Leben bis heute verzaubert
Irgendwo zwischen den vom Meister
In seinen Erinnerungen genannten 119
Wie den bloß vermuteten tausenden
Gelassen bleiben zu können ist genug
Ob nun meine Bibliothek mit dem Diwan
Der ein Ort vielfältiger Liebe auch war
Nun mein einsames Schloss Dux wird
Im zunehmenden Alter bleibt offen
Damit zufrieden zu bleiben könnte vom
Meister der Frauenliebe aus Venedig
Sich gerne glücklich unterscheiden der
Seinen lieblosen Lebensabend verfluchte
Eine Bibliothek zu lieben ist Glück genug
Sich viele Jahre noch daran zu freuen
Bietet größere Sicherheit auch als es
Die Frauenliebe nach ihrer Natur kann
Das Buch mag Neutrum sein doch die
Bibliothek ist weiblich darum auch aller
Liebe und Verehrung wert sage ich mir
Nicht wie ein Casanova zu enden
Egal wieviel es war genug
Doch die Frauenliebe bleibt
jens tuengerthal 2.4.25