Sonntag, 10. Mai 2026

Muttertäglich

Muttertäglich

Muttertag ist einmal im Jahr
Mütter sind es täglich und
Dazu ein Leben lang egal
Wie lang die Kinder leben
Warum der eine Tag der
Die Mütter ehren soll eher
Ein Hohn auf ihr Dasein ist
So mochte meine Mutter
Den Tag nie dabei war sie
Eine der engagiertesten
Mütter die ich kannte 
Sofern es nicht gerade
In ihren Mittagsschlaf fiel
Also sage ich heute einfach
Was sie immer sagte und
Stimme ihr damit auch zu
Und gratuliere im übrigen
Allen Müttern die es mögen 

jens tuengerthal 10.5.26

Nachtriesling

Nachtriesling

Kurz vor zwei noch im Crossroads 
Auf einen Riesling wo noch Selma
Heute als Gast unten war und sich
Mit Tino und Phil I unterhielt

Oben sind noch zwei Tische munter 
Besetzt mit deutsch-spanischen
Gästen die unterschiedlich laut sich
Unterhalten dann kam noch Melanie

Musik und Stimmung sind ruhig
Phil I putzt schon die Theke und
Plaudert mit den beiden Damen
Alles gelassen für Samstagnacht

Mehr dazu zu erzählen wäre schon 
Geflunkert aber die beiden Damen
An der Theke sind nun von hier aus
Der Flaneurloge ein schöner Anblick

jens tuengerthal 10.5.26

Samstag, 9. Mai 2026

Lektürentagebuch 9.5.26

Lektürentagebuch 9.5.26

Auf der Reise ins Paradies ging es
Am 9. September 1802 von Bayreuth
Nach Hohlfeld mit dem Ehepaar 
Gondela aus Bremen doch zuvor

Wird noch ein Bild vom preußischen
Bayreuth gegeben das teils kritisch
Die Zustände bei Licht betrachtet
Weniges so schön noch findet

Wie es bei der Ankunft in der Nacht
Bei Dunkelheit schien aber dafür auch
Einiges besonders lobt wie etwa das
Prächtige Opernhaus und der vom

Preußischen Verwalter Hardenberg
Eben jener der später Kanzler wird 
Oder vermutlich seiner Gattin nun
Umgestaltete Schlossgarten der

Früher in französischer Strenge noch
Angelegt sich in englischer Freiheit 
Viel schöner noch gestaltet dabei
Werden die künstlichen Höhlen

Mit raffinierten Wasserspielen gelobt 
Aber zugleich der peinliche Tritonen
Brunnen verspottet der sie eher an 
Bremer Fischweiber noch erinnert 

Die Fahrt mit der Kutsche durch das
Tal in dem Bayreuth liegt veranlasst
Heinrich Gondela über die Schönheit
Der dortigen Natur zu schwärmen

So bedauern sie angesichts ihrer
Nun schon Abreise nicht länger
Zeit für diese Naturschönheit noch
Zu haben doch war Eile nötig

Gerne wären sie noch geblieben
Doch Pferde und Postillon waren
Schon bestellt und so ging es los
In Richtung Hohlfeld das bereits

Zum Bistum Bamberg gehört doch
Bemerkte Henrich Gondela dass es
Bayreuth anzumerken sei dass die 
Fürstliche Residenz dort nun fehle

Stattdessen würde Preußen nun mit 
Militärischer Strenge verwalten wie 
Steuern herausholen ohne dafür in
Schönheit des Ortes zu investieren

Die Fahrt durch den Wald bringt dann
Wieder ein ungeplantes Abenteuer
Weil die Straße so schlecht war
Stiegen sie ab und liefen der Kutsche

Voraus wobei sie sich jedoch leider
Im dunklen Nadelwald verliefen und
Ihre Kutsche verloren was sie am
Geblasenen Signal hören konnten 

Leider konnten sie nicht durch den
Dichten Wald dann abkürzen und
Mussten den ganzen Weg wieder
Zurücklaufen wie dann hoffend

Die Kutsche würde auf sie warten
Was sie dann irgendwann auch tat 
Aber als sie erschöpft ankamen waren
Sie zu erhitzt um aufzusteigen ohne

Gleich eine Erkältung zu riskieren
So liefen sie weiter bis Hohlfeld
Wo sie nach Bayreuther Pracht
Ein sehr schlichtes Quartier erwartete

Sie loben dennoch die Höflichkeit
Ihrer Wirtsleute die alles teilten was 
Sie hatten aber das war nicht viel 
Mehr als Suppe und trockenes Brot

Das Bett war nur mit Stroh gefüllt
Bloß für einen Person gedacht
Aber erschöpft genug vom Tag
Würden sie dort schlafen können

Die Einblicke in die Mühsal des
Reisens um 1800 mit der Kutsche
Auch wenn es der eigene Wagen ist
Zeigt welch Angang jede Reise war 

Einer der wunderbaren Schätze aus
Der Anderen Bibliothek der noch bis
Heute vom Reisefieber heilen kann
Mit viel Humor dazu geschrieben 

In den Briefen eines reisenden
Franzosen einem weiteren der 
Schönen Bände der Anderen 
Bibliothek berichtet Johann Kaspar
Riesbeck vom Wiener Nationaltheater
Wie Harlekin lange das Theater zum
Spott prägte und wie sie heute dort
Diderots Hausvater sehr gut gäben
Wie schlecht es aber dem Theater

Täte wenn es Republik spielte was 
Zu seltsamen Entwicklungen führte
Wenn jene die Könige spielten sich
Auch wie solche aufführen würden 

Im einzelnen widmet er sich dabei
Besonderen Schauspielern die als 
Charakter und menschlich noch
Vorgestellt werden wobei er auch

Immer wieder über das Parlament
Des Theaters schimpft dem die klare 
Wie starke Führung fehlt der es so
Dringend zur Ordnung bedürfte

So würden Rollen mehr nach der
Persönlichen Laune und Eitelkeit
Besetzt als nach Talent für die Rolle 
Was keinem Theater gut täte

Genau werden dabei auch die
Körperlichen Mängel betrachtet
Und wie Talent diese ausgliche
Wo der gespielte Charakter auch

Dem im Leben gliche und wo es
Einen Gegensatz gibt aber die
Schauspieler es eitel nicht merken
Wie die Republik dem Theater schade

Das ist eine spannende und in vielem
Kenntnisreiche Kritik des königlichen
Theaters in Wien bei dem dann auch
Fürstlich dazu noch gezahlt würde 

Ein Blick auch hinter die Kulissen
Der Kabale und Intrigen offenbart
Welche die Theaterrepublik noch
Ohne Gewinn dabei verstärke

Dieser 27. Brief war eine Freude
Für alle Freunde des Theaters
Zeigt dabei hohe Kenntnis in 
Der Sache wie den kritischen Blick

Spannend ist wie kritisch der Autor
Riesbeck hier die Republik als völlig
Ungeeignet für das Theater betrachtet
Anders vermutlich als im Staat dabei

Mit Johann Gottfried Seume wurde 
Nun Abschied von Wien genommen
Bis nach Schottwien gelaufen wo er
In einem Wirtshaus unterkommt

Von seinem Kameraden der vorher
Mit ihm marschierte trennte er sich
Weil dieser als Familienvater ganz
Andere Rücksichten nehmen musste 

Er dagegen fühlte sich frei und froh 
Wenn er starb wurde eben seine
Akte geschlossen und gut war es
Er genoss die Schönheit der Ebene

In dem Wirtshaus waren Soldaten
Untergebracht die am Kanal arbeiten
Der einmal von Wien nach Triest
Reichen sollte und feierten laut 

Immer wenn wieder eine Schlägerei
Drohte begann ein alter Mann in der
Ecke darum Akkordeon zu spielen
Worauf das fröhliche Tanzen kam 

Dabei wurden die Soldaten dann
Irgendwann zu wild so dass die
Mädchen wieder wegliefen und
Das Spiel begann von vorne

Später verzog er sich in sein Zimmer
Genoss auch am nächsten Tag bei
Schneeschmelze und Regen die
Lektüre von Juvenal und Horaz

Dabei findet er den Horaz eher
Anzüglich zotenhaft und Juvenal
Auch dabei viel freier und eleganter
Sieht seine Sicht aber auch kritisch

Noch einige Seiten Georg Forster 
Aus Ansichten vom Niederrhein 
Den Abschluss des Kapitels über
Lüttich gelesen das da noch

Die Reise fand April bis Juni 1790
In Begleitung des noch sehr jungen 
Alexander von Humboldt statt zum
Deutschen Reich gehörte als ein

Fürstbischöfliches Gebiet was die
Revolution probte wie dabei die
Vereinigung mit dem freien Flandern
Und wie er die Zustände beurteilt

Forster schreibt mit vielen Gedanken
Die sein sprachliches Genie zeigen
Alles auch philosophisch betrachten
Was den Reisebericht bald sprengt 

Doch diesen Gedanken zu folgen
Die mit viel Ironie vorgetragen lohnt
Lohnt sehr die auch herausfordernde 
Lektüre die neue Erkenntnisse bringt 

Über Beispiele aus der Landwirtschaft
Kommt er zur Philosophie wie aus 
Dieser wiederum zur Literatur dann 
Wieder in Lüttich zu landen wo die

Maas fließt die noch in der ersten
Heute ausgesonderten Strophe des
Deutschlandliedes genannt wird als
Grenze im Westen was aber egal ist

Über diese würde auch der Wein
Gehandelt wie der Champagner von
Dem er aber vermutet er käme von 
Den steilen Hängen Lüttichs eher 

Sei also ein Etikettenschwindel wie
Die vielen Druckwerke der großen
Französischen und englischen 
Klassiker die hier produziert werden

Dies auch soweit sie Texte noch
Produzieren die keinesfalls ein
Bischof oder Jesuiten zuließen
Wie auch früher der Aufklärung

So ließen Autoren wie Baron 
Holbach lieber dort oder in den
Niederlanden produzieren um
Jeden weiteren Ärger zu vermeiden

Angetan berichtet er von dem sehr
Noblen Haus einer Lütticher Leser
Gesellschaft denen es gut ginge
Was sie sorgsam achten sollten

Ganz nebenbei berichtet er noch
Von den preußischen Truppen
Welche die Stadt belagerten und
Wer von ihnen Hilfe erwarten kann

Zwar priesen die Revolutionäre im
Ersten Jahr nach der französischen
Revolution noch den preußischen
König als ihren Verbündeten

Jedoch geht Forster nicht davon aus
Dass Preußen sich in dieser Zeit 
Gegen Reichsinteressen stellte was
Unter Friedrich Wilhelm III klug ist

Berichtet noch vom Absturz des
Preußischen Generals hier dessen
Pferd mit ihm einen Abhang hinunter
Kugelte wobei dieser sich noch

Ein Bein brach das dann sogar
Lebensgefährlich wurde weil der
Preuße dennoch seinen Dienst tat 
Was dieser aber heiter überstand

Forster springt dabei zwischen den
Philosophischen Betrachtungen und
Der Beschreibung im historischen
Kontext mit sehr genialen Brücken 

Damit tarnte der Autor auch seine
Klaren politischen Aussagen wie
Seine Sympathie mit der Sache
Der Revolution in Frankreich

Gegen diese zogen noch die 
Reaktionäre in den Krieg doch 
Rät er Lüttich in Anbetracht der
Lage in Frankreich zur Vorsicht

Dies alles ein Jahr nach der
Französischen Revolution mit da
Noch 35 Jahren mit einem ganz
Erstaunlichen Weitblick 17 Jahre

Nach seiner Weltreise mit Cook
Über die ich bald wieder berichte 
Studiert er hier mit einem jungen 
Preußen an der Seite die Grenze

Des Reichs und die Auswirkungen
Der Revolution nebenan auf die
Menschen vor Ort und ihr Denken
Fragt ob der Aufstand sich lohnt

Vier Jahre später starb Georg Forster 
Noch keine vierzig und die Revolution
Hatte im Terreur schon ihre hässliche
Mörderische Fratze auch gezeigt 

Die Lektüre der Ansichten vom
Niederrhein ist vielfältig lohnend
Politisch philosophisch und auch
Als kluge Reiselektüre dazu 

jens tuengerthal 9.5.26

Bestimmungsgemäß

Bestimmungsgemäß

Bestimmungsgemäß sollen wir
Die Dinge gebrauchen damit sie
Ordnungsgemäß funktionieren 
Was das ganze Leben erfasst 
Vom Wohnen über Essen bis
Zum Verkehr mit anderen ob
Mit oder ohne Geschlecht
Ohne danach zu fragen wer
Damit über mein Leben bestimmt 
Was ich bestimmt nicht will also
Sollte ich nie bestimmungsgemäß
Was auch immer gebrauchen
Sondern machen was ich will
Was nur leider meistens nicht 
Funktioniert warum ich dann 
Doch wieder bestimmungsgemäß
Handel egal was ich will damit
Es nicht nur allein funktioniert
Und will das dann lieber weil 
Dann funktioniert zumindest
Was ich will

jens tuengerthal 9.5.26

Schicksalsfragen

Schicksalsfragen

Gibt es ein Schicksal 
Oder ist alles kausal 
Weil in der Natur alles
Zusammenhängt und
Nichts außer Natur ist
Wie Epikur uns lehrte
Wofür vernünftigerweise
Mehr spricht allerdings
Hat Schicksal dabei den 
Vorteil alles erträglicher
Noch zu machen weil
Es eben ist wie es ist 
Nicht vernünftig sein muss
Dann nennen wir einfach
Schicksal was ist auch
Wenn es natürlich nach
Der Chaostheorie alles
Irgendwie kausal war
Was mir viel lieber ist 
Als eine Macht über mir 
Manche mögen das halt
Lieber als verantwortlich
Zu sein für das was ist
Während ich mir am liebsten
Die Welt mache wie sie mir
Gefällt was dann kausal ist
Selbstbestimmt statt Schicksal
Aber was weiß ich schon

jens tuengerthal 9.5.26

Liebesbleiben

Liebesbleiben

Liebe ist was bleibt
Alles andere verfliegt 
Reiht sich ein in die
Reihe der Versuche
Mit mehr oder weniger
Schönen Erinnerungen 
Gut war was schön bleibt
Auch wenn nichts mehr ist
Über alles andere dürfte
Besser sein zu schweigen
Und so ist alles gesagt 
Liebe war was blieb

jens tuengerthal 9.5.26

Mitternachtriesling

Mitternachtriesling

Genau um Mitternacht im Crossroads
Angekommen das unten gut gefüllt ist
Tino Selma und Nina begrüßt wie so
Einige der Herren an der Theke noch

Diese ist nahezu voll besetzt wobei
Nina und eine Nachbarin die einzigen
Damen heute sind außer den jungen
Damen am Tisch vorm Fenster 

Die Herren plaudern für sich und Nina
Knutscht die meisten zum heut frühen Abschied womit ihr Stammplatz nun
Wieder frei ist oben ist völlig leer

Die Stimmung ist so gelassen wie
Die Musik alle feiern ihr Wochenende 
Tinos Hosen sind schon wieder ¾
Selma natürlich im schönen Kleid 

Dann kommen noch zwei Damen
Die auch schon gut bekannt sind
Begrüßen alle auch den Flaneur
Beim üblich hier nötigen Weg 

jens tuengerthal 9.5.26

Freitag, 8. Mai 2026

Lektürentagebuch 8.5.26

Lektürentagebuch 8.5.26

Passend zum 8. Mai heute die große
Grete de Francesco gelesen über die
Macht des Charlatan den Teil über
Wundermechanik als neue Alchemie 

Im Kapitel Aufklärung und Automaten 
Ging es um die in dieser Zeit neuen
Wie beliebten mechanischen Figuren
Die gekonnt Menschen imitierten

Sie stellt zunächst verschiedene Arten
Vor und wie sich in Kabinetten oder
Auf Jahrmärkten verbreiteten und
Durch Täuschung staunen ließen

Dabei wird erklärt wie sie dabei rein
Mechanisch funktionierten aber auf 
Diese Technik noch die Täuschung
Des Publikums gesetzt wurde

Warum diese Maschinen auch nicht
Dem Geist der Aufklärung technisch
Dienten sondern Aberglauben was 
Alles möglich wäre wecken konnten 

Über die Romantik und Geschichten 
Von E.T.A. Hoffmann baut sie dabei
Literarisch interessant eine Brücke
Zum Thema des Charlatans noch

Dies ist wieder beste Aufklärung die
Einen großen kulturellen Bogen auch
Schlägt und ohne es zu nennen die
Aktuellen politischen Verhältnisse

Zur Zeit des Faschismus kritisiert
Grete de Francesco wurde 1893 in
Wien als Margarethe Weissenstein 
Geboren und wurde 1945 im KZ

Ravensbrück wohl ermordet
Ihr 1937 veröffentlichtes Buch gilt
Als Standardwerk zur Scharlatanerie
Sie war Tochter jüdischer Eltern

Ihre Diplomarbeit im Fach Politik
Schrieb sie dort als erste weibliche
Absolventin 1931 über das Gesicht
Des italienischen Faschismus

Sie schrieb für das Feuilleton der
Frankfurter Zeitung und war unter
Anderem mit Walter Benjamin auch
Befreundet wie Bloch und Kracauer

Sie wurde 1944 von der SS in ihrer
Wohnung in Mailand verhaftet und
Danach vermutlich im März 1945 im
KZ Ravensbrück umgebracht

Ihr Band zum Charlatan aus der
Anderen Bibliothek ist gerade heute
Beim Blick nach Osten wie nach 
Westen eine echte Leseempfehlung 

jens tuengerthal 8.5.26

Kompromisslos

Kompromisslos

Merkel war die Kanzlerin der
Geordneten Kompromisse die
Gerne alle mitnehmen wollte
Verhandelte bis es passte

So sollte politische Führung
Die nur die Verwaltung leitet
Besser sein um Wege besser
Zu finden statt Mauern zu bauen

Merz ist kompromisslos zeigt sich
Als harter Kerl nach Merkel und
Erreicht schon bei seiner Wahl
Im Bundestag erstmal nichts

Seine Visionen scheitern meist
Im Bundesrat spätestens weil 
Weder durchdacht noch visionär 
Bloß kompromisslos autoritär 

Demokratie funktioniert nur mit
Guten Kompromissen dauerhaft
Was Merz sichtbar nicht merkt 
Da könnte er von Merkel lernen

Leider ist er ein alter weißer Mann
Die lernen nichts mehr meinen nur 
Sie hätten es schwerer als alle die
Vor ihm bedeutungslos waren

Hoffentlich befreit uns die Zukunft
Von der Politik alter weißer Männer 
Die keine Kompromisse kennen
Weil die braucht eher keiner mehr

jens tuengerthal 8.5.26

Befreiungsuntergang

Befreiungsuntergang

Der 8. Mai ist historisch bekannt
Als Tag des Kriegsendes 1945
Heute klar der Tag der Befreiung
Vom Nationalsozialismus auch
Wenn damit das Deutsche Reich
Endgültig unterging was doch 
Älter war als das lächerliche da
Beendete tausendjährige Reich
Es war eine Befreiung für Europa
Wie die Welt Hitler zu besiegen
Den verantwortlichen Massenmörder
Auch wenn ihm hunderttausende 
Deutsche dabei willig dienten was
Millionen Morde erst ermöglichte 
Die Befreiung schon relativiert
Weil Mord niemals verjährt was
Zur lebenslangen Freiheitsstrafe
Wie die Faust aufs Auge passt in 
Altdeutschen Plattitüden zu sprechen
Von Hitler wurden wir also befreit
Auch von Ostpreußen und Schlesien
Was russisch und polnisch wurde
Egal ob damit dort glücklicher je 
Vom nationalen Stolz ein wenig
Der Osten bekam vierzig weitere 
Jahre totalitäre Diktatur die bis
Heute in vielen Köpfen noch lebt
Der Westen kam auf Westkurs
Was freier war als sowjetisch
Aber auch in Schranken blieb
Nazis haben wieder Auftrieb
Besondere im Gebiet hinter dem
Antifaschistischen Schutzwall was
Fragt wovor wer wen schützte
Aber heute feiern wir die Befreiung
Dabei kam die echte erst mit dem
Euro der die Nationen erledigte
Die ohne Geldhoheit keine sind 
Auch wenn es gut getarnt wurde
Von Kohl und Mitterrand welche
In Maastricht die Nation beerdigten 
Den Albtraum aus dem noch
Vorigen Jahrhundert erledigten
Das war die größte Befreiung nur
Haben es noch nicht alle gemerkt
Der 8. Mai war nur Kriegsende 
Der Faschismus lebt noch in vielen 
Köpfen bis heute fort warum
Der Kampf kein Ende findet
Mit oder ohne Schutzwall
Ist Europa die Zukunft der
Freien Welt die das nur leider
Selbst erst erkennen muss
Keine Kolonie nur zu werden

jens tuengerthal 8.5.26