Donnerstag, 18. Dezember 2025

Lusttraum

Lusttraum

Was ist der größte Traum der Lust
Etwas das ich schon immer wollte
Überlege ich und merke dabei du
Hast längst schon alles erreicht

Die schönsten Frauen die dabei
Noch selbst voller Lust genossen 
Mehrere auf einmal oder lieber
Nach dieser Erfahrung alleine

Am schönsten war es immer
Wenn beide danach erfüllt wie
Befriedigt sich selig nah sind
Mehr an Glück erreichte nichts

Warum alle verrückten Varianten 
Oder Orte egal wurden verglichen 
Meer Natur Eisenbahn Auto werden
Überschätzt das Bett ist viel besser

Zumindest wenn wir eines haben
Wie dieses teilen können ist es die
Perfekte Basis für traumhafte Lust
Die der Gipfel aller Erfahrungen ist

Kaufen kannst du guten Sex nie
Das lohnt so wenig wie schnell
Ist nie echt nicht befriedigender
Sondern nur die billige Nummer

Sich in Ruhe genießen können
Am besten nach geteilter Nacht
War immer der schönste Traum
Erfüllend eher mit genug Gefühl

Genug heißt nicht zuviel davon 
Aber lieber nie ohne weil dann
Das Gefühl füreinander dabei fehlt
Es eher sportlich erledigt wird

Techniken wie Yoga oder auch
Das Kamasutra fand ich eher
Komisch als wirklich erregend
Auch wenn weniger mehr ist

Sich ganz intensiv zu fühlen
Nur das Genital durch bloße
Anspannung zu bewegen statt
Sich wild zu reiben ist traumhaft

Wenige erreichen diese Ebene je
Die meisten spielen dir etwas vor
Weil sie nicht wissen was geht
Wollen sie es lieber nicht glauben

Der Lusttraum muss nicht immer
Zur Befriedigung auch führen 
Aber tut sich gegenseitig gut
Will dies einfühlsam genießen

Hatte das große Glück im Leben
So wunderbaren Sex mit ganz
Traumhaften Frauen gehabt zu
Haben und genieße was bleibt

Der Traum von Lust wird dann
Traumhaft wenn nichts mehr damit 
Erreicht oder bewiesen werden soll
Wir den Augenblick einfach genießen 

Die höchste Kunst ist für mich dann
Damit zufrieden glücklich zu bleiben
Statt mehr oder anderes zu wollen
Miteinander alles erschöpft zu haben 

So gesehen ist Sex die beste Form
Über das Sein zu meditieren wie 
Dabei zu erkennen was es braucht
Vollkommen glücklich zu leben

jens tuengerthal 18.12.25


Liebestraum

Liebestraum

Was mein Traum von Liebe war
Wusste ich lange nicht genau
Habe auch nie danach geforscht
Keine Erwartungen zu schüren

Wenn es perfekt passt in allem
Dann merkst du das schon dachte ich
Habe vieles probiert was immer
Nur teilweise irgendwie passte

Außerdem was ist schon perfekt
Kein Mensch zumindest warum ich
Viele Kompromisse schloss um
Noch jemand oder etwas zu haben

Wenn sich dann eher zufällig ohne
Jede Suche findet was perfekt passt
Geist Gefühl Intellekt Lust dann sei
Zufrieden besser wird es nie mehr

Vielleicht braucht es auch das etwas
Fortgeschrittene Alter um zufrieden
Sogar mit dem zu sein was nicht ist
Wenn Liebe alles trägt was bleibt

Nichts ist je vollkommen aber die
Liebe kann uns so erscheinen
Wenn wir das mögliche voller
Lust dafür miteinander teilen 

jens tuengerthal 18.6.25

Bibliothekstraum

Bibliothekstraum

Der Traum eines guten Lebens war
Mit einer klugen schönen Frau in einer 
Bibliothek zusammen zu leben wie 
Damit lesend liebend glücklich zu sein

Beides erfüllte sich nun vollkommen
Die Bibliothek ist meine Wohnung mit
Liebsten teilte ich schon gelegentlich
Den Diwan die Bibliothek eher selten

Wo sich beides zusammen findet
Ist das Glück also vollkommen und ich
Lebe in der besten aller möglichen Welten denke ich dafür dankbar 

Bücherliebe Intellekt Schönheit
Gemischt mit Liebe und Lust macht
Das geteilte Paradies vollkommen
Denke ich und brauche nichts sonst

Mit dem was ist in einer Bibliothek
Glücklich zufrieden zu sein ist der
Wohl beste aller denkbaren Zustände 
Sich daran immer erinnern hilft

Schreibe gern über meine Lektüre
Was einzelne Bände betrifft doch 
Das Lebensgefühl in einer Bibliothek
Ist der Würdigung genauso wert

Würde ich morgen tot umfallen
Könnte über mich gesagt werden
Er hat alles erreicht und seinen Traum
Mit Liebe und Lust auch gelebt 

Muss nirgendwo mehr hin sondern
Genieße vor Ort was ist weil das
Glück genug für ein Leben ist will 
Ja noch Zeit zum Lesen finden

Sich dies klar zu machen kann helfen
Die vielfältig unerträgliche Welt doch 
Irgendwie lächelnd zu ertragen weil
Damit alles Glück schon erreicht ist

jens tuengerthal 18.12.25

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Liebeszeit

Liebeszeit

Liebe braucht viel Zeit
Unendliche Momente
Manchmal zu schenken

jens tuengerthal 17.12.25

Teestunde

Teestunde

Nur eine Stunde
Tee trinken wäre wenig
Für uns Teetrinker

jens tuengerthal 17.12.25

Tag und Nacht

Tag und Nacht

Tag und Nacht kommen
Sich im Winter noch näher
Wenn es dunkel bleibt

jens tuengerthal 17.12.25

Lustgarten

Lustgarten

Gleicht die Lust einem Garten
Der je nach Jahreszeit uns ganz
Verschiedene Freuden bieten kann
Von der Sommerfrische bis Eisblumen

Tun wir gut daran ihn ordentlich zu
Hegen zu pflegen wie zu beackern
Auch im Herbst zurück zu schneiden
Damit neue Triebe kommen können

Weniger Gärtner als Liebhaber liegt
Das Gartenbild mir eher fern noch
Doch zeigen diese uns zahlreiche
Liebesakte nach der Natur

In einem Lustgarten darf auch wohl
Manches blühen was nicht nützlich
Sondern allein der Lust daran dient 
Was mir sehr passend erscheint

Auch Epikur der Philosoph der Lust
Traf sich mit seinen Freunden im
Garten der seine Schule damit war
Dies war für ihn Ausdruck großer Lust 

Der Natur zu folgen um so lustvoll
Zueinander zu finden scheint mir
Ein gutes Bild einer Gartenarbeit 
Die größten Genuss verspricht

Sich dabei den Bedürfnissen der
Je Natur anzupassen empfiehlt sich
Damit alle es genießen können statt
Nur starren Plänen zu folgen hilft

Die Lust wie einen schönen Garten
Pflegen empfiehlt sich unbedingt
Lange voneinander etwas zu haben
Was auch Zeit und Geduld braucht

Lust gibt es auch im Schnellimbiss
Wir nennen sie one night stand aber
Das ist nie den Kräutern und Früchten
Eines Lustgarten zu vergleichen 

Wer seinen Garten langfristig auch
Genießen möchte schaut darum mehr
Auf das ganze Jahr als die schnelle
Befriedigung für sich nur zu suchen

Gemeinsam durch das Jahr der Lust
Zu gehen um blühen zu lassen was
Dran ist zeugt von großer Reife die
Den beständigsten Genuss sucht

jens tuengerthal 17.12.25

Liebesirrgarten

Liebesirrgarten

Ist die Liebe ein großer Irrgarten 
Für den es keinen vernünftigen
Plan gibt einen Weg zu finden
Der sicher zueinander führt

Wenn ich alles genauestens
Vermesse und berechne um
Sich keinesfalls zu verirren
Geht sicher das Gefühl verloren

Folge ich dagegen nur dem 
Gefühl und frischen Trieben nach
Der Natur fehlt mir der Überblick 
Ist es Zufall ob ich den Weg finde

Verliebt und blind vor Sehnsucht
Verirren wir uns erstmal natürlich
Aber wehe die großen Gefühle
Die alles verzaubern fehlen 

Dann verschwindet der Irrgarten
Wird zu einem nur parzellierten
Kleingarten den wir am Wochenende
Umgraben damit Kartoffeln wachsen

Dort gleicht die Liebe eher einem
Datingportal indem sich zeitweise
Beischlafpartner finden ohne je
Mehr zu genügen als Algorithmen

Das Ergebnis mathematisch genau
Berechneter Wahrscheinlichkeiten
Möglicher Zuneigung verführt nur 
Zeitweise scheinbar befriedigend

Wer Liebe finden will scheitert meist
Schon am Willen der nichts sicher
Begründen kann als Erwartungen die
Dazu da sind enttäuscht zu werden 

Liebe findet sich nur ohne alle
Berechnung an den Wegkreuzen
Wo zwei aufeinander treffen die
Sich zusammen verirren wollen

Dass sie dabei meinen dem einzig
Möglichen Weg sicher zu folgen 
Ist Ausdruck ihrer emotionalen
Blindheit die Zeichen von Liebe ist

Insofern dabei noch zwei Menschen
Mit verschiedenen Blicken auf die
Welt die dem anderen gut wollen 
Zusammentreffen wird es unklar

Schnell verirren wir uns mit bestem
Willen in dem was dem anderen gut
Tun soll aus unserer Sicht aber nur
Ein Spiegel unserer Gefühle ist

Sich auf diesem Weg nicht gleich
Wieder verloren zu gehen ist die
Erste große Aufgabe im Irrgarten 
Der die Liebe nach ihrer Natur ist

Vielleicht ist es am sichersten den 
Ausgang zu finden einander bei der
Suche an der Hand zu halten nur
Was draußen übrig bleibt ist unklar 

Wer einen genauen Plan haben will
Wie berechenbare Wege sollte lieber
Den öffentlichen Nahverkehr nutzen
Statt den Irrgarten der Liebe suchen

jens tuengerthal 17.12.25

Lektürentagebuch 16.12.25

Lektürentagebuch 16.12.25

Weiter in der Herbstgeschichte von
Sten Nadolny gelesen das 4. Kapitel
Überleben in Fesseln beschreibt den
Weg von Marietta und Michael weiter

Dabei kommt ein Zeitsprung von acht
Jahren in das Jahr 2010 gleich zu
Anfang der Erzählung so heißt auch
Das nächste Unterkapitel Januar 2010

Es wird gerafft von den Versuchen
Hier erzählt mit ihrer Einschränkung
Weiter zu leben was ihr schwer fällt
Auch Michael an Grenzen bringt 

Das nächste Unterkapitel Der Überfall
Setzt der Traumatisierung noch die
Krone auf Marietta die Irina Meyer
Eigentlich heißt verstummt danach

Sie können sich nur noch schriftlich
Verständigen Michael hilft ihr nun
Gemeinsam mit ihrem Betreuer
Mit dem Leben klar zu kommen

Das nächste Unterkapitel Stumm
Berichtet vom Leben mit der nach
Dem Überfall stummen Marietta
Wie Michael sie weiterhin nennt

Michaels Frau fragt als er mit einem 
Neuen Teppich kommt ob er die 
Kleine nun adoptiert hätte was er
Als ihr Coach schnell abwimmelt

Der Besuch eines Konzert mit
Klassischer Musik den Michael
Mit ihr wagt tut ihr sehr gut sie
Schreibt plötzlich ich und ist froh

Das Unterkapitel Teppiche und
Texte handelt genau davon ihrer
Begabung für Teppiche und seiner 
Es lieber in Texte umzusetzen

In der Kunst der Erschwerung dem
Nächsten Unterkapitel geht es um
Den Kampf mit den Behörden den 
Sie ständig in führen muss

Sehr fein karikiert Nadolny hier den
Wahnsinn deutscher Behörden und
Den erniedrigenden ewigen Kampf
Der Leistungsempfänger um ihr Geld

Am Ende dieses Unterkapitels beginnt
MOI Marietta oder Irina wie sie sich
Selbst abkürzt wieder zu reden nach
Dem Herzinfarkt von Eckhardt

Gemeinsam fahren sie dann zum
Großen Meyerschen Familientreffen 
Wie auch das nächste Unterkapitel
Ohne jede Übertragung betitelt ist

Wo sie ihren Vergewaltiger den Vetter
Öffentlich damit konfrontieren will 
Was ausfällt da dieser nicht da ist
Es bleibt bei netten Gesprächen

Auch vom Flensburger Zweig kam
Keiner zu diesem Treffen daraufhin
Überlegt sie ob sie Anzeige erstatten 
Soll wovon Michael ihr eher abrät

Das Unterkapitel Klassentreffen fängt
Mit ihrer Idee an allein um die Welt als
Frau zu segeln die im Rollstuhl sitzt 
Er soll ihr erklären wie es geht

Dazu verweist er auf Titus also den 
Erfundenen Autor der die Geschichte
Erzählt der sich viel besser auskenne
Also ein ironisches Selbstlob hier

Auf dem Klassentreffen erkennt er
Die Gruppe älterer Herren erst nicht
Er ist auch schon 66 und richtet dann
Bruno Mariettas Grüße auch aus

Dieser dessen Frau inzwischen starb
Ist sehr interessiert was vermutlich 
Schon darauf hinweist warum Michael
Keinen Kontakt mehr mit ihm hat

Dieser hat gerade medialen Ärger
Mit dem Vorwurf sexueller Belästigung 
Einer Dame aus seiner Truppe es ist
2010 als Kachelmann Skandal war

In diesen Jahren passierte das wohl
Einigen Herren den Autor hier nicht
Völlig ausgeschlossen und so hat der
Roman eine beklemmende Aktualität

Im letzten Unterkapitel geht es um
Helfer und Beobachter also die
Rolle von Michael gegenüber Irina
Mit der er inzwischen per Du ist 

Das ist alles etwas konstruiert wie
Schon andere Kritiker schrieben
Kommt unangenehm nah dabei 
Aber genau das macht es gut

Diese Geschichte und das Schicksal
Der Beteiligten lässt mich nicht los
Auch wenn es literarisch mäßig wie
Sehr konstituiert ist packt sie mich

Die kleinen Spuren die weiterhin
Ausgelegt werden tragen dazu bei
Die Spannung und Neugier noch
Immer hoch zu halten dabei

Als literarischer Leser reagiere ich
Auf solch schlichte Thriller Elemente
Sonst eher allergisch aber werde
Erst am Ende darüber urteilen

Die Sprünge in der Zeit von der
Erzählten Gegenwart der Kreuzfahrt
Zur noch Vergangenheit schaffen ein
Sich wandelndes Erzählklima dabei


Weiter im Tanz mit dem Jahrhundert
Stéphane Hessel erzählt von den
Letzten Oktobertagen in seiner WG
Mit den Junggesellen Tony Mella und

Guy Dubois in der plötzlich ein junger
Amerikanischer Offizier auftauchte
Der sich als New Yorker Freund von 
Vitia vorstellte ihre baldige Ankunft

Mit einer Handelsflotte ankündigte 
Dieser Patrick Waldberg erzählte
Das Vitia als Journalistin bei der
La Marseillaise inzwischen arbeitete

Die Exil Franzosen in New York waren
In Anhänger der Gaulles und denen
Der III. Republik gespalten dabei war
Patrick Waldberg ein enger Freund

André Bretons und Marcel Duchamps
Erzählt vom Office of War Information
Das die Wortführer der Surrealisten 
Zum Phrasendienst verpflichten wollte

Waldberg der später in Frankreich mit
Seiner Frau einer Französin lebte
Wurde als Kunsthistorikerin wie als
Sammler der Surrealisten berühmt

Nach Vitias Ankunft lernte das junge
Paar erstmals das Zusammenleben 
Von ihrem Konvoi aus 24 Schiffen
Waren neun verloren gegangen

Schön und mit Begeisterung erzählt
Stéphane Hessel von der erregenden
Atmosphäre London der großartigen
Gastfreundschaft der Engländer wie

Unvergleichlichen Kameradschaft
Unter den kämpfenden Franzosen 
Was er als besonderes Glück das
Er noch erleben durfte beschreibt

Der Besuch Pierre Mendès Frances
In ihrer Einzimmerwohnung wird als
Besonderes Ereignis geschildert der
Von seiner Flucht ihnen erzählte

Dieser wurde 1954 Premierminister
In der IV. Republik als Außenminister
Verantwortete er die Dekolonisation
Wie die wichtigen Pariser Verträge 

Damit sorgte er dafür dass die junge
Bundesrepublik Deutschland Partner
In NATO und EWG auch wurde ist so
Ein früher Baumeister der heute EU

France bewunderte die effektive wie
Im Krieg noch zuverlässige britische
Verwaltung unter Churchill wie die 
Ernährungsversorgung die klappte

So plaudert Stéphane Hessel ganz
Nebenbei über wichtige politische
Treffen mit den späteren Köpfen 
Der IV. Republik bei sich zuhause

jens tuengerthal 16.12.25

Dienstag, 16. Dezember 2025

Liebenswert

Liebenswert 

Liebenswert sind die
Darum auch geliebt wurden 
Was völlig genügt 

jens tuengerthal 16.12.25

Lebenswert

Lebenswert 

Lebenswert bleibt nur
Was wir lustvoll genießen
Der Rest kann dann weg

jens tuengerthal 16.12.25

Alter

Alter 

Wir werden immer
Älter irgendwann sind wir
Alt genug Ende

jens tuengerthal 16.12.25