Mittwoch, 15. Oktober 2025

Buchflaneur

Buchflaneur

Die Flanerie in Büchern habe ich 
Nicht etwa bei Franz Hessen oder
Walter Benjamin auch nicht bei
Baudelaire zu lieben gelernt 

Vielmehr war es Montaigne der
Als Bibliotheksbewohner diese Art
Unsteter Lektüre nach Laune wie
Entsprechend dem Kontext betrieb 

Aufgewachsen und erzogen es sei
Unsere Aufgabe im Leben etwas zu
Erledigen las ich lange auch so wollte 
Bestimmte Bände erledigt dafür haben

Was für ein Unsinn denke ich heute
Wo ich mit Büchern nach Laune lebe
Lese was mir gerade einfällt oder das
Denken nach Laune dabei anregt

Muss keinen Band zurückgegeben
Oder fristgemäß erledigt mehr haben
Die Schule liegt seit 27 Jahren hinter mir
Lese nur nach Lust und Laune täglich

Oder auch mal tagelang gar nicht
Falls es gerade so passender ist
Doch mehr als zwei Tage ohne Lektüre
Würden mich schon nervös machen

So ziehe ich auch aus den über 200
Bänden der Anderen Bibliothek einen
Nach Laune und lese dann so lange
Wie der Text mich noch fesseln kann

Damit flaniere ich zugleich durch die
Welt wie die Kulturgeschichte in der ich
Spannende Entdeckungen dabei mache 
Auch wie unterschiedlich Texte wirken

Es ist dies auch die dem Buchflaneur
Am ehesten entsprechende Form des 
Reisens die ich allein schätze weil nur
Irgendwo hinfahren zu gewöhnlich ist 

Der Buchflaneur lebt meist sofern die
Möglichkeiten dazu gegeben sind in 
Einer eigenen Bibliothek und genießt
Wie Montaigne Freiheit und Rückzug 

Dieses Glück im Leben zu haben
Ist der größte Reichtum für mich
Nichts käme dem je gleich allein schon
Unendlicher Lesestoff macht zufrieden 

Auf dem Diwan liegend oder im Sessel
Genieße ich die Lektüre gerne bei Tee
Mit angenehmer Trinktemperatur dabei
Muss sich daran nie etwas ändern

So reist der Flaneur in der Horizontalen
Der einzig aufrechten Lebenslage wie
Schon Hans Castorp im Zauberberg ist
Ein literarischer Weltreisender für sich

jens tuengerthal 15.10.25

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit

Lange habe ich mitgespielt
Diskutiert und gestritten um
Eine Meinung zu vertreten die
Auch das Gegenteil sein konnte 

Als Flaneur übe ich mich lieber
In völliger Enthaltsamkeit um so
Meine Welt allein auf mich zu stellen
Wie Max Stirner im Einzigen schrieb

Zumindest vom Markt der Meinungen
Habe ich mich völlig zurückgezogen
Sonstige Drogen nach Laune sofern sie 
Nicht die Beobachtungsgabe stören 

Der Flaneur muss nichts aber kann alles
Hält sich nur tunlichst bei allem zurück
Um sich als Beobachter weiter zu fühlen
Der logisch kein Beteiligter sein kann

Wie das bei Sex und Liebe funktioniert
Habe ich noch kein Muster gefunden
Das mir vorbildlich genug erschien 
Danach als Flaneur lustvoll zu leben 

Enthalte mich nach Überfluss vorher
Darum weiterhin bis eine mir zufällig
Nach der Natur das Gegenteil beweist 
Was das Leben in allem sehr entspannt

Entspannt Pornos online zu schauen
Wäre einem Flaneur wohl würdig als
Form zeitgemäßer Sexualität macht
Dazu nachhaltig unabhängig auch

Von den Launen der eigenen Natur
Wie jener der Damen die bis heute
Mit keiner Formel berechenbar sind
Mal zyklisch dann azyklisch tanzen

Enthaltsamkeit ist keine Qual die den
Verzicht unter Leiden von mir verlangt 
Sondern entspannte Konsequenz von 
Über fünfzig Jahren Lebenserfahrung

Es scheint dabei wahr zu werden dass 
Weniger wirklich mehr wird und sich
Keine Qual lohnt im lustvollen Leben 
Was zu genießen alles sein sollte

jens tuengerthal 15.10.25

Hinrichtungslage

Hinrichtungslage

Die Hamas richtet wieder Menschen hin
Nutzt den Waffenstillstand um Feinde 
Unter palästinensischen Stämmen zu töten
Trump der sie entwaffnen wollte nennt es

Gut so weil die noch schlimmer wären derweil er weiter angebliche Dealer aus
Venezuela im Golf von Mexico tötet wie
Putin seine Feinde eleganter vergiftet 

Ist alle Macht natürlich mit Mord wie
Vernichtung aller Gegner verbunden
Ginge das nicht auch rechtsstaatlich
Wie mit einem schlichten Parteiverbot

Putin führt Krieg gegen Europa wie
Der BND eine scheinbar blinde Politik
Nun auch offiziell unterrichtete womit
Stegner und Genossen Landesverrat

Als mindestes in ihrer linken Blindheit
Wohl begingen dafür reißt die Union
Nun die Brandmauer zur AfD den 
Braunen Dienern des Kreml ein

Völlig unnötige Provokationen die uns
Im besten Europa aller Zeiten wie beim
Ersten Weltkrieg noch wie Schlafwandler
In den nächsten Weltkrieg stolpern lässt

James Bond müsste gäbe es ihn wirklich
Gerade einige alte weiße Männer töten
Um noch den Frieden zu retten doch
Wer könnte es wollen und auch tun 

Alle diese Mörder die andere töten lassen
Verdienten gerechterweise den Tod auch
Wenn es die guten Menschen damit zu
Mördern für nur Gerechtigkeit machte 

Kann das wirklich wer wollen oder ist es
Zeit die Zeit anzuhalten um einfach die
Wichtigsten Figuren weltweit nahezu alle 
Erstmal aus dem Spiel zu nehmen

Enteignete die Tech-Milliardäre alle um 
Dem Geld die Macht wieder zu nehmen
Löste alle Nationalstaaten auf um dafür 
Einen postnationalen Bund zu gründen

Das wären schöne friedliche Aussichten
Doch sind wir ohnehin viel zu viele ein
Weltkrieg löste hört einige Probleme
Auch die massive Überbevölkerung

Weniger Menschen schaden dem Klima
Damit gleich viel weniger und machten 
Weitere Versiegelung völlig unnötig was
Eine positive Perspektive zumindest wäre

Vielleicht muss ich niemanden töten 
Dies nichtmal wollen sondern kann es
Der Zeit ganz gelassen überlassen die
Gerade alle Katastrophen beschleunigt

Global gedacht für das Leben auf Erden
Wäre die Selbstzerstörung der Menschen
Für die meisten Arten wünschenswert
Vielleicht müssen wir größer denken

Dann bleibe ich was ich am liebsten bin
Ein unbeteiligter Flaneur des Lebens
Der freundlich lächelnd wie Franz Hessel
Beobachtet und beschreibt was ist

Denke diese Position einer neutralen
Beobachters gefällt mir sehr weil sie
Ohne jede Gewalt dabei auskommt 
Und sterben wir dabei ist es gut so

Beobachten was ist und beschreiben
Statt moralisch zu bewerten entspannt
Das Leben ganz ungeheuer vor allem
Wenn es auf dich nicht mehr ankommt

Sage es mir täglich laut und deutlich
Noch habe ich etwas Hoffnung es
Vielleicht eines Tages zu verstehen
Wie entsprechend gelassen zu leben

jens tuengerthal 15.10.25

Märchenliebe

Märchenliebe

Märchen von Liebe
Glauben alle zu gerne
Darum bleiben sie

jens tuengerthal 15.10.25

Zurückgezogen

Zurückgezogen

Zurückgezogen
Leben erspart so vieles
Denke ich für mich

jens tuengerthal 15.10.25

Schwarzbecher

Schwarzbecher

Liebe ja schwarze
Teebecher lassen vieles
Unsichtbar bleiben

jens tuengerthal 15.10.25

Bücherliebste

Bücherliebste

Früher hatte ich Liebste und las Bücher
Heute lebe ich mit Büchern ohne Liebste 
Bin wesentlich entspannter dadurch
Erspare mir ganz viele Diskussionen

Habe viel mehr Zeit zum lesen und
Muss diese vor niemanden rechtfertigen 
Bin in Gesellschaft meiner Liebsten
Mit denen ich mich noch nie stritt 

Gefällt mir eines zufällig nicht
Lege ich es zur Seite bis dies sich 
Sei es auch nur für Momente ändert
So lese ich Proust seit 30 Jahren

Wollte erst über Monogamie in der
Bücherliebe schreiben aber merkte 
Noch rechtzeitig das wird Unsinn 
Bei einem der 100 Bände parallel liest 

Dennoch ist es so geworden seit ich
Nur noch Bücher liebe werden mir
Menschen immer gleichgültiger die
Selten so viel Gutes zu sagen haben

Mit Büchern glücklich zufrieden erspart
Viele überflüssige soziale Kontakte
Beschränkt das Leben auf die mir 
Liebsten Kontakte zu Büchern

Frauen können wundervoll sein
Begehrenswert klug liebenswert
Wenn auch selten alles zusammen
Schöne Bücher sind mir immer alles

Habe mich nie mit Büchern gestritten
Noch um irgendwas miteinander noch
Gekämpft wir genießen einander nach
Laune manchmal auch wiederholt

Kann mir nicht mehr vorstellen
Was schöner sein soll als gute Lektüre
Was ein größerer Genuss je wäre
Bleibe bei dem was mir gut tut

Damit glücklich zufrieden zu sein
In einer kleinen Bibliothek zu leben
Genug zu lesen für den Rest Leben
Habe ich alles mir mögliche erreicht

jens tuengerthal 15.10.25

Antisemitismusmesse

Antisemitismusmesse

Früher liebte ich die Buchmesse 
Zwar war Leipzig schon peinlich
Aber Frankfurt hatte doch was
Von Buchkultur immer noch

Dann sollte tatsächlich der neue
Literaturnobelpreisträger eine Rede
Zur Eröffnung in Frankfurt halten was
Spannend und aufregend doch klang 

Dieser hatte aber besseres zu tun
Statt dieses Vereinstreffen der 
Buchhändler und Verleger mit
Seiner Anwesenheit zu krönen

Das ist schade für alle aber viel
Schlimmer und peinlicher für die
Ganze Buchbranche ist der Ersatz
Eine hamashörige Antisemitin sprach

Da wählt ein Branchenverband eine
Rednerin aus die offensichtlich nicht
Die Tragweite ihrer Worte begreift
Öffentlich Hamas Propaganda betreibt

Diese Hetze sollte in Deutschland
Besser strafbar sein und schadet
Gerade jetzt noch mehr weil sie in
Greta Manier Öl ins Feuer gießt

Erwähne diese Person nicht mal
Namentlich doch die früher stolze
Frankfurter Buchmesse wurde zur
Antisemitismusmesse der Hamas

Wer immer dafür verantwortlich war
Sollte ganz schnell zurückzutreten
Um weiteren Schaden zu vermeiden
Zumindest Verantwortung zu übernehmen

jens tuengerthal 14.10.25

Dienstag, 14. Oktober 2025

Lektürentagebuch 14.10.25

Lektürentagebuch 14.10.25

Vom Schrecken des Krieges erzählen die 
Kapitel 39 bis 42 mit Vergewaltigungen von
Allen Frauen in Budapest und Plünderung
Nach der Freigabe zum Raub durch den

Russischen Marschall Malinowski der
Die Truppen in der Stadt wüten ließ wo
Männer verschleppt und die Frauen alle
Schwangere Kinder missbraucht wurden 

Während Budapest in Schutt und Asche
Noch lag wurde in München Stadelheim 
Edmund Pontiller zur Hinrichtung in den 
Raum mit dem Fallbeil inmitten geführt 

Wie er diesen letzten Moment erlebt
Überlegt ob nun sein ganzes Leben
Nochmal an ihm vorbei ziehen sollte
Was dann im letzten Moment passiert

Als er schon festgebunden dort liegt
Auf das Fallbeil wartet und die Augen
Schließt sieht er alles vor sich von der
Kindheit bis zur Lektüre von Proust

Mehr erfahren wir nicht vom Schrecken
Mit dem Pontillers Leben endet der sich
Vorher die präzise deutsche Technik noch
Genau ansieht deren Effizienz bewundert

Vom platzierten Zinkeimer für den Kopf
Bis zur Blutrinne am Rand war alles hier
Perfekt konstruiert schnell zu töten sein
Letztes Blut flösse direkt in den Abfluss

Diese technische Beschreibung davor
Wie die letzten Gedanken mit dann
Geschlossenen Augen genügen das
Geschehen ganz fühlbar zu machen 

Im nächsten Kapitel fahren Lajos und
Pista der darauf bestand mitzukommen
Nach Budapest ihr Haus am Fluss
Wieder herrichten zu lassen

Die Stadt lag noch in Trümmern keine
Brücke stand mehr und sie mussten um
Nach Buda zu kommen den Fluss mit
Einem Schiff noch überqueren 

Kurz bevor sie ankommen merken sie
Dass die Kirche die sie immer besuchten
Nicht mehr steht was Pista erschüttert
Plötzlich fehlte etwas was immer da war

Auf dem Weg vom Schiffsanleger zu ihrer
Villa dachte er nur an Matilda die plötzlich
Wieder überall präsent ist und überlegt
Wie sie nun mit 21 wohl aussieht

Pista fragt sich ob sie Jungfrau blieb 
Oder es getan hatte mit irgendwem
Es noch vor dem Tod zu erleben aber
Schon der Gedanke ließ ihn taumeln

Ihr Haus war außer dem Dach dass die
Artillerie zerstört hatte noch unversehrt
War auch nicht geplündert worden doch
Noch bevor sie aufschließen konnten 

Kam ein Nachbar und lud sie zum Schnaps 
Dieser erzählt ihnen ewig wie es war auch
Die Ermordung der Juden am Ufer der
Donau durch die Pfeilkreuzler besonders

Erzählt von einem Priester der dabei ganz
Eifrig mitgemacht hätte und wie keiner den 
Juden geholfen hätte und Pista überlegt
Was sein Vater im Krieg wohl getan hat 

Natürlich wusste er in welche Richtung
Es wohl ging aber gesprochen wurde 
Darüber nie er musste es ja tun hatte
Keine andere Wahl gehabt dabei

Nach einem Moment des Schweigens
Erhebt sich Lajos bedankt sich sehr
Höflich und verabschiedet sich während
Pista über den Unterschied nachdachte 

Zwischen einer Erklärung und einer
Entschuldigung für ein Verhalten endet
Dieses Kapitel mit der nicht formulierten
Schuldfrage die Lajos sich schon stellte 

Am nächsten schwülen Tag macht sich
Lajos allein auf die Suche nach Matilda
Muss sich erst neu orientieren bis er
Endlich schwitzend den Weg findet

Vor ihrer Haustür wo sie ihn erstmals
Küsste will er gerade die Klingel suchen
Als eine elegante Frau vor ihm steht
Ihn fragt ob er dort etwas suche 

Die Telkes teilt sie ihm mit wohnten
Nicht mehr dort gibt ihm aber die
Neue Adresse der Haushälterin
Ohne ihn dabei anzusehen 

Diese könnte er ab acht Uhr dort
Antreffen und fragen ob sie etwas
Wüsste dann ging die Dame weg
Ohne ihn nochmal anzusehen

Pista verbringt den Tag in der Stadt
Isst etwas und trinkt Bier und ärgert 
Sich über die junge Kellnerin die ihn 
Anlächelt was er unpassend findet

Ganz ist er in Gedanken bei Matilda
Da störte ihn dieses Lächeln nur
Erwiderte das nächste Lächeln so
Grimmig und streng wie er konnte 

Will seiner großen Liebe auch noch
Nach Jahren treu sein ohne auch
Nur zu wissen was sein könnte
Verscheucht Gedanken ihrer Untreue 

Er kommt dann natürlich etwas früh
Zu dem Haus in dem Dora arbeitet
Er wird seines Namens wegen trotz
Verschwitzten Aussehen eingelassen 

Dora erzählt ihm die ganze Geschichte
Wie das Vermögen der jüdischen Familie
Beschlagnahmt wurde worauf Pista erst 
Begriff dass Matilda ja Jüdin war

Wie sie an gefälschte Schweizer Papiere
Kamen und so schließlich im Glashaus
Des Schweizer Botschafters unterkamen
Dort von Pfeilkreuzlern erschossen wurden

Pista erhob sich schloss den Knopf seines
Sakkos bedankte sich und ging hörte noch
Dora hinter sich schluchzen er ging weinte
Landete auf einer Bank und übergab sich

So endet der Traum vom Wiedersehen
Mit der Liebe die ihn in Gedanken durch
Den Krieg begleitet hatte im Nichts sie
Waren einfach erschossen worden

Diese Geschichte ist groß geschrieben
Auch ohne die Taube die ihm vor seinem
Besuch noch verletzt vor die Füße fiel
Nach dem Besuch verschwunden ist

Will darum auch hier nicht beurteilen
Ob das eigentlich kitschig zu viel ist
Die schlichte Schönheit zerstört da es
Nach wirklicher Geschichte klingt

Wie soll dieser völlige Zusammenbruch
Nach dem Verlust jener Liebe die ihn
So lange im Waldschloss begleitete
Noch überstanden werden überlege ich

Aber es geht einfach weiter das Leben
Auch wenn alles verloren ging nichts
Noch irgendeinen Grund zu haben scheint
Im Buch sind es nun noch 75 Seiten

jens tuengerthal 14.10.25

Weinkultur

Weinkultur

Die WHO warnt Europa vor dem
Alkoholkonsum der auch für viele
Krebsarten verantwortlich wäre was
Unsere Kultur im Herzen trifft

Ein bis zweimal die Woche trinke ich
Einen Riesling nun in kälteren Zeiten
Auch mal einem Rotwein was nichts ist
Verglichen mit Goethes täglichem Liter

Zumindest sprachen der Dichter und ich
Beide gerne Rheingauer Riesling zu was
Teil meiner eigenen Geschichte auch ist
Der mit Rheingauer Riesling aufwuchs

Zum dreißigsten bekam ich noch vom
Vater einen Rheingauer Riesling aus
Dem Geburtsjahr 1970 geschenkt
Wir genossen ihn dazu gemeinsam

Vermutlich war es der 29. da ich den
Dreißigsten bereits in Berlin erlebte
Doch was zählt ist der Wein ist ein
Teil meiner eigenen Kulturgeschichte

Habe Freunde die Winzer mit eigenen
Gütern in der Familie schon waren auch
In der Mainzer Loge machten wir den 
Wein mit viel Liebe noch selber mit Etikett 

Durfte wunderbarste Weine genießen
Habe schöne Weingüter besucht weil
Weinkultur Teil meiner Kultur auch ist
Ohne darum Alkoholiker zu werden

Die Art und die Mengen die in meiner
Familie zu großen Festen noch immer
Gesoffen werden sind vermutlich aus Sicht 
Der WHO gesundheitlich problematisch

Vermutlich ginge es auch mit weniger
Genügt mir die eigene Disziplin um
Mit dem Alkohol gut klar zu kommen
Trinke ich selten mehr als ich vertrage 

Sicher zurecht mahnte ein Schwager
Die Gefahren dessen insbesondere für
Ältere und Jüngere doch ehrlich gesagt
Finde ich solche Vernunft eher lästig 

Gelegentlich saufen und rauchen ist
Sicher nicht förderlich der Gesundheit
Aber das ist Leben vermutlich selten
Warum wir es danach besser ließen 

Jeder Exzess ist ungesund dafür tut
Mäßiger Genuss gut und schadet nicht
Mehr als der Stress eines gesunden
Lebens denke ich ohne jede Angst

Fürchte den Tod nicht und genieße
Lieber die Zeit die bis dahin bleibt
Nach meiner Kultur lustvoll statt 
Dabei auf die WHO zu hören

jens tuengerthal 14.10.25

Gazarealismus

Gazarealismus

In Gaza geht es weiter wie immer
Die Hamas metzelt nur wieder mehr
Mehr Palästinenser als sie Raketen
Gerade auf Israel noch schicken 

Wer in den Wiederaufbau dort gerne
Milliarden investieren will sie dafür 
Bei den Ärmsten im Land nicht
Mehr ausgegeben möchte sollte

Wissen solange die Hamas dort ist
Finanziert er nur ihre Macht wie
Die Bewaffnung für neue Angriffe 
Der Trump Frieden wäre Geschichte

Welche Bande krimineller Araber die
Nie in einem Rechtsstaat lebten nun
Tatsächlich die Macht dort übernimmt 
Wird in den Familien ausgefochten 

In dem letzten 5000 Jahren hat sich
Bei diesen verfeindeten Stämmen
Nichts kulturell geändert oder entwickelt
Keiner dort erkennt andere Macht je an

Ein christlicher Palästinenser aus Israel
Meinte es gäbe dort keine Familie ohne
Verseuchung durch die Hamas mehr
Mit denen gäbe es niemals Frieden

Die Botschaften und Signale welche
Die Hamas gerade in die Welt sendet
Über angeblich israelische Nazis wie
Deren Völkermord in Gaza sind klar

Das ist nicht nur die typische arabische
Großmäuligkeit sondern das gleiche
Theater wie immer schon werfen sie die
Propagandamaschine im Westen an 

Menschen und Nachrichtensprecherinnen
Reden von palästinensischen Geiseln die
Folter als Kinder ertragen mussten was 
Jeden Frieden in weitere Ferne rückt

Ob ein friedliches miteinander dort ohne 
Strengen Laizismus je möglich sein wird
Scheint so fraglich wie immer schon ob
Palästinenser Demokratie können auch

Ein Religionsverbot für alle Menschen
Unter 21 Jahren weltweit wäre ein Anfang
Eine freie Generation wachsen zu lassen
All die Jenseitsversprechen würden egal

Das einzige was blieb und zählte wäre
Der private Wohlstand der ein gutes
Wie ungestörtes Leben ermöglichte
Ohne den Wahnsinn der Götter

Menschen achteten mehr darauf
Wie es ihnen hier und jetzt geht
Statt vom Himmel oder Paradies
Mit oder ohne Jungfrauen zu träumen

Wie schnell allerdings in Gaza wie im
Westjordanland eine zivile Kultur sich
Etablieren kann scheint fraglich eine
Generation im Frieden mindestens

Die Wiedervereinigung hat uns gezeigt
Wie ein Haufen Menschen ohne jede
Erfahrung in Rechtsstaat und Demokratie
Bis heute anfälliger für Diktaturen ist

Ähnliches sehen wir im ganzen Osten
Europas leider bis heute auch was kein
Erstarken konservativer Kräfte mehr ist
Sondern fortgesetzter Nationalismus

Das postnationalen Europa kennt keine
Nationen mehr es ist ein Staatenbund
Der immer weitere Kompetenzen auf
Die europäische Ebene verlegt hat

Dieses Europa könnte ein Vorbild
Für den ganzen Nahen Osten werden
Die Herrschaft der Religionen damit
Endlich nach tausenden Jahren beenden 

Statt albernem Aberglauben kämen dann
Vernünftige Menschenrechte dort auch an
Alle Islamisten kämen für mindestens dann
3 Monate in atheistische Erziehungslager

Gaza hat nur eine Chance mit einer
Friedenstruppe die ganz robust die
Hamas entwaffnet und eine zivile
Rechtsstaatliche Verwaltung aufbaut

Dies können nur Europäer oder auch
Israelis sinnvoll unterstützen wovor
Sich die Hamas Idioten fürchten warum
Die Exekutionen schon wieder begannen 

Ob es uns etwas angeht wie sich die
Palästinenser in Gaza künftig wieder
Gegenseitig umbringen bleibt fraglich
Diese Stämme machen das ewig so 

Wie ein Trump den Aufbau eines dann
Liberalen Rechtsstaats den er zuhause
Gerade mit Gewalt beseitigt leiten will
Gehört zu den Rätseln der Zukunft

Es sieht also nicht gut aus für Palästina
Vielleicht aber begreifen noch manche
Der hier Antisemiten dann endlich mit
Diesen Palästinensern ist Frieden schwer

Eine laizistische Führung der Region
Die auf die arabische Halbinsel ausstrahlt
Den islamischen Aberglauben erledigt
Wäre eine wirkliche Perspektive mal 

Wer auf die Erdogan Türkei schaut die
Atatürks Erbe islamistisch verrät für den
Traum vom neuen Osmanischen Reich
Hat wenig Hoffnung für die Zukunft dort

Doch als die Aufklärung in Frankreich
Begann herrschten noch Jesuiten die
Einen Diderot in die Bastille sperrten
Die Enzyklopädie nicht stoppen konnten

Europa ist die letzte Hoffnung einer
Gerade finsteren Welt wie es auch die
Arbeit der Enzyklopädisten in der Zeit
Des Absolutismus für uns noch war 

So könnte auch Palästina endlich eine
Friedliche Zukunft bekommen sofern
Europa erst zahlt wenn die Hamas ging
Wie die Region laizistisch auch wird 

Ob dies mit Arabern möglich je ist
Könnte manchen fraglich erscheinen
Sie sollten sich mit den älteren Kulturen 
Dort vor jedem Urteil beschäftigen

Sumer Assur Babylon sind die Wurzeln
Auch unserer freiheitlichen Kultur nur
Muss der Weg dahin geebnet werden
Ohne Propheten oder sonst Aberglauben

Als Kind war ich mit meinen Eltern in 
Hildesheim im Museum in der dort 
Ausstellung mit dem klassischen Titel 
Sumer Assur Babylon die präsent blieb

Poster dieser Ausstellung wie auch
Mehrere Ausgaben der Kataloge sind
Erinnerungen meiner Kindheit noch
Schenken wir der Region eine Zukunft

jens tuengerthal 14.10.25

Liebesgeschichten

Liebesgeschichten

Liebesgeschichten
Allein in Briefen finden
Ist Literatur

jens tuengerthal 14.10.25

Erwartungslos

Erwartungslos 

Ende als Ende
Erwartungslos erwarten
Lässt Nichts genießen

jens tuengerthal 14.10.25

Resistenzrenitenz

Resistenzrenitenz

Resistenz gegen
Antibiotika ist
Gerne auch tödlich 

jens tuengerthal 14.10.25

Liebeshoffnungslos

Liebeshoffnungslos

Ohne sich noch Hoffnung zu machen
Die eine oder andere Liebe zu gewinnen
Lebt es sich viel gelassener sag ich mir
Nicht etwa etwas zu vermissen was an 
Weiblicher zärtlicher Nähe fehlt hilft es
Sich des Preises dieses Glücks auch
Zu erinnern der die Ruhe unbezahlbar
Für mich macht der gerne für sich ist
Nach allem was ich schon erlebte
Mit mehr oder weniger Aufregung um
Die wichtigsten weiblichen Themen
Diesem Zustand entspannt genießt
Ganz nebenbei natürlich auch weiß
Dass Erwartung jede Liebe tötet
Nur dazu da ist enttäuscht zu werden
Was sich wer hoffnungslos ist schon
Vorab erspart hat auch wenn dies
Für den Fall eines Falles in dem
Die Natur stärker als der Wille ist
Völlig unbeabsichtigt die Chance
Erhöht dass es doch klappt weil
Hoffnungslos nichts erwartet wird
Aber das behalte ich lieber
Ganz im Geheimen für mich

jens tuengerthal 14.10.25