Lektürentagebuch 14.10.25
Vom Schrecken des Krieges erzählen die
Kapitel 39 bis 42 mit Vergewaltigungen von
Allen Frauen in Budapest und Plünderung
Nach der Freigabe zum Raub durch den
Russischen Marschall Malinowski der
Die Truppen in der Stadt wüten ließ wo
Männer verschleppt und die Frauen alle
Schwangere Kinder missbraucht wurden
Während Budapest in Schutt und Asche
Noch lag wurde in München Stadelheim
Edmund Pontiller zur Hinrichtung in den
Raum mit dem Fallbeil inmitten geführt
Wie er diesen letzten Moment erlebt
Überlegt ob nun sein ganzes Leben
Nochmal an ihm vorbei ziehen sollte
Was dann im letzten Moment passiert
Als er schon festgebunden dort liegt
Auf das Fallbeil wartet und die Augen
Schließt sieht er alles vor sich von der
Kindheit bis zur Lektüre von Proust
Mehr erfahren wir nicht vom Schrecken
Mit dem Pontillers Leben endet der sich
Vorher die präzise deutsche Technik noch
Genau ansieht deren Effizienz bewundert
Vom platzierten Zinkeimer für den Kopf
Bis zur Blutrinne am Rand war alles hier
Perfekt konstruiert schnell zu töten sein
Letztes Blut flösse direkt in den Abfluss
Diese technische Beschreibung davor
Wie die letzten Gedanken mit dann
Geschlossenen Augen genügen das
Geschehen ganz fühlbar zu machen
Im nächsten Kapitel fahren Lajos und
Pista der darauf bestand mitzukommen
Nach Budapest ihr Haus am Fluss
Wieder herrichten zu lassen
Die Stadt lag noch in Trümmern keine
Brücke stand mehr und sie mussten um
Nach Buda zu kommen den Fluss mit
Einem Schiff noch überqueren
Kurz bevor sie ankommen merken sie
Dass die Kirche die sie immer besuchten
Nicht mehr steht was Pista erschüttert
Plötzlich fehlte etwas was immer da war
Auf dem Weg vom Schiffsanleger zu ihrer
Villa dachte er nur an Matilda die plötzlich
Wieder überall präsent ist und überlegt
Wie sie nun mit 21 wohl aussieht
Pista fragt sich ob sie Jungfrau blieb
Oder es getan hatte mit irgendwem
Es noch vor dem Tod zu erleben aber
Schon der Gedanke ließ ihn taumeln
Ihr Haus war außer dem Dach dass die
Artillerie zerstört hatte noch unversehrt
War auch nicht geplündert worden doch
Noch bevor sie aufschließen konnten
Kam ein Nachbar und lud sie zum Schnaps
Dieser erzählt ihnen ewig wie es war auch
Die Ermordung der Juden am Ufer der
Donau durch die Pfeilkreuzler besonders
Erzählt von einem Priester der dabei ganz
Eifrig mitgemacht hätte und wie keiner den
Juden geholfen hätte und Pista überlegt
Was sein Vater im Krieg wohl getan hat
Natürlich wusste er in welche Richtung
Es wohl ging aber gesprochen wurde
Darüber nie er musste es ja tun hatte
Keine andere Wahl gehabt dabei
Nach einem Moment des Schweigens
Erhebt sich Lajos bedankt sich sehr
Höflich und verabschiedet sich während
Pista über den Unterschied nachdachte
Zwischen einer Erklärung und einer
Entschuldigung für ein Verhalten endet
Dieses Kapitel mit der nicht formulierten
Schuldfrage die Lajos sich schon stellte
Am nächsten schwülen Tag macht sich
Lajos allein auf die Suche nach Matilda
Muss sich erst neu orientieren bis er
Endlich schwitzend den Weg findet
Vor ihrer Haustür wo sie ihn erstmals
Küsste will er gerade die Klingel suchen
Als eine elegante Frau vor ihm steht
Ihn fragt ob er dort etwas suche
Die Telkes teilt sie ihm mit wohnten
Nicht mehr dort gibt ihm aber die
Neue Adresse der Haushälterin
Ohne ihn dabei anzusehen
Diese könnte er ab acht Uhr dort
Antreffen und fragen ob sie etwas
Wüsste dann ging die Dame weg
Ohne ihn nochmal anzusehen
Pista verbringt den Tag in der Stadt
Isst etwas und trinkt Bier und ärgert
Sich über die junge Kellnerin die ihn
Anlächelt was er unpassend findet
Ganz ist er in Gedanken bei Matilda
Da störte ihn dieses Lächeln nur
Erwiderte das nächste Lächeln so
Grimmig und streng wie er konnte
Will seiner großen Liebe auch noch
Nach Jahren treu sein ohne auch
Nur zu wissen was sein könnte
Verscheucht Gedanken ihrer Untreue
Er kommt dann natürlich etwas früh
Zu dem Haus in dem Dora arbeitet
Er wird seines Namens wegen trotz
Verschwitzten Aussehen eingelassen
Dora erzählt ihm die ganze Geschichte
Wie das Vermögen der jüdischen Familie
Beschlagnahmt wurde worauf Pista erst
Begriff dass Matilda ja Jüdin war
Wie sie an gefälschte Schweizer Papiere
Kamen und so schließlich im Glashaus
Des Schweizer Botschafters unterkamen
Dort von Pfeilkreuzlern erschossen wurden
Pista erhob sich schloss den Knopf seines
Sakkos bedankte sich und ging hörte noch
Dora hinter sich schluchzen er ging weinte
Landete auf einer Bank und übergab sich
So endet der Traum vom Wiedersehen
Mit der Liebe die ihn in Gedanken durch
Den Krieg begleitet hatte im Nichts sie
Waren einfach erschossen worden
Diese Geschichte ist groß geschrieben
Auch ohne die Taube die ihm vor seinem
Besuch noch verletzt vor die Füße fiel
Nach dem Besuch verschwunden ist
Will darum auch hier nicht beurteilen
Ob das eigentlich kitschig zu viel ist
Die schlichte Schönheit zerstört da es
Nach wirklicher Geschichte klingt
Wie soll dieser völlige Zusammenbruch
Nach dem Verlust jener Liebe die ihn
So lange im Waldschloss begleitete
Noch überstanden werden überlege ich
Aber es geht einfach weiter das Leben
Auch wenn alles verloren ging nichts
Noch irgendeinen Grund zu haben scheint
Im Buch sind es nun noch 75 Seiten
jens tuengerthal 14.10.25