Samstag, 12. August 2023

Liebestanz

Liebestanz

Manche Tänze wie der Tango
Wollen die Liebe imitieren was
Nett elegant aussehen kann
Auch sinnlich schön gelegentlich
Aber doch nur ein Abklatsch des
Eigentlichen Tanzes umeinander ist
Der aufregender immer bleibt als
Seine geordnete Imitation weil
Dies größte der Gefühle das Chaos
In uns freisetzt was tanzen lässt
Wie ein sterbender Stern der sich
Neuer Ewigkeit leuchtend zuwendet
Umeinander miteinander ineinander
Nach Erlösung suchend die es nie
Geben kann weil wir auch wenn
In vielem ganz eins immer zwei
Bleiben warum der Superlativ
Des Gefühls genannt die Liebe
Ob getanzt oder gelitten gelebt
Immer irgendwann enttäuscht
Wovon der nächste Tanz dann
Die beste Ablenkung stets ist
Weil nichts kam um zu bleiben
Auch wenn jeder es noch hofft
Weil wir uns so gerne belügen
Wenn es um Liebe geht welche
Quelle der größten Märchen ist
Die Menschen sich erzählten was
Einige als Kompliment nun sehen
Andere zornig zurückweisen aber
Vielleicht ist es diese Spannung
Die uns weiter tanzen lässt bis
Die Musik in uns endet 

jens tuengerthal 12.8.23

Politballett

Politballett

Die Politik ist ein großer Tanz
Bei dem Parteien umeinander
Wie zeitweise miteinander auch
Tanzen nach Regeln der Diplomatie
Soweit der Anstand gewahrt bleibt
Als populistischer Volkstanz gerne
Mit großen Versprechen kommt die
Keiner mit Vernunft halten kann wie
Eine nüchterne Verwaltung des Staates
In dem wir irgendwie gerade leben
Zur Überlebensfrage macht als ob
Es je um mehr als einen Tanz ginge
Halten manche Politik für verlogen
Ohne sie genauer noch zu kennen
Erwarten sie von ihr was sie selbst
Nie zu leisten noch bereit wären
Doch vergessen wir mal die eher
Ungebildete Masse derer welche
Den Populisten zum Opfer fallen
Heute ein Drittel der Wähler etwa
Im Osten deutlich mehr obwohl
Die Erfahrung das Gegenteil sie
Lehren können ist dort noch das
Zutrauen in autoritäre Lösungen
Höher als an den Stammtischen
Im alten Westen der Republik wo
Resignation sich breiter machte
Wie gelegentlich auch Einsicht
Sehen wir in der Politik ein Ballett
Bei dem Gegner sich umtanzen
Wie nach der Wahl sich finden um
Als Partner Wege zu suchen die
Neue Formationen dann tanzen
Bekommt das Theater wieder Witz
Auch wenn es manchmal noch
Tragisch endet und Schwäne sterben
Die große Hoffnung gaben hilft es
Das Staatsballett als solches zu
Sehen und nicht mehr als einen
Tanz um die Verwaltung dabei
Zu erhoffen verringert damit die
Gefahr der Enttäuschung wie
Anfälligkeit für Populisten welche
Immer schnell unfrei machen
Auch nur in der Form tanzen
Welche die Beamten zulassen

jens tuengerthal 12.8.23

Naturbewegung

Naturbewegung

Liegt Tanz in unserer Natur
Ist der Drang nach Bewegung
Angeboren oder erzogen worden
Ein Fluchtinstinkt oder eine Lust
Sich umeinander zu drehen wie
Ineinander zu verwickeln was
Bewegung zur Sexualität macht
Den Gipfel der Beweglichkeit die
Nähe Gefühl Lust und Natur zu
Schönsten Höhen führen kann
Die ich für die natürliche Form 
Der Bewegung halte nach der
Alle Menschen streben was der
Tanz und anderes nur tarnt denn
Wollen wir nicht alle eins werden
Wie erlöst nur glücklich sein um
Zufrieden befriedigt zu leben
Denke ich und so scheint doch
Alle Bewegung so notwendig
Sie zu Jagd und Überleben einst
Noch war ihre höchste Form im
Sex gefunden zu haben der als
Vollkommener Tanz uns vereint
Mit dem was uns sonst fehlt um
Ganz zu sein als ohne doch nur
Unbefriedigt halbe Existenz auch
Wenn dies heute verpönt ist wir
Alle mit uns zufrieden sein sollen
Andere nur als Bonus brauchen
Das glückliche Leben noch besser
Zu machen wie wir uns gerne in
Den Portalen der Partnersuche
Vorlügen unabhängig zu scheinen
Vielleicht wären viele glücklicher
Gäben sie der Naturbewegung
Mehr nach statt nur zu spielen
Um mehr zu scheinen dabei
Genügt eins zu sein als Gipfel
Aller Bewegung vollkommen um
Das Glück des Seins zu genießen
Diesen ewigen Tanz umeinander

jens tuengerthal 12.8.23

Überlebenstanz

Überlebenstanz

Gilt im Leben das der Stärkere
Überlebt wie Darwin es postulierte
Für die Evolution der Natur oder
Sind wir auf der Suche nach Glück
In einer gewachsenen Kultur längst
Fern solch schlichter Reduktion des
Seins auf Leben und Tod geht es
Mehr darum wie wir uns verkaufen
Oder was wir dabei fühlen wenn es
Doch irgendwie noch weitergeht
Wie wäre es den bisher Kampf als
Einen Tanz zu betrachten der sich
Um Glück und Lust dreht statt so
Unerfreuliche Maßstäbe wie Pflicht
Gehorsam Sieg und Überleben weil
Keiner den Wahnsinn mehr ernst
Nimmt den die Putins dieser Welt
Im Größenwahn veranstalten auch
Wenn ihre Zeit längst vorbei ist wie
Der ewiggestrigen Nationalisten die
Altchauvinistische Ideen kultivieren
Wie mit Ängsten spielen statt mit
Hoffnungen auf eine bessere Welt
Den anderen zum Feind machen
Welchen Verängstigte fürchten um
So willig in den Kampf zu ziehen 
Marschkapellen dazu spielen statt
Tanzmusik zum Krieg nur blasen
Was so willkürlich scheint wie der
Entschluss zum miteinander das
Genüsslich lustvoll sich umtanzt
Ob wir Kriegstänze aufführen oder
Uns lustvoll im Tango nähern ist
Eine Frage der Haltung nicht der
Inneren Notwendigkeit wie auch
Die Konsequenz der Tänze noch
Bei uns liegt ob wir beschwingt
Uns umeinander drehen oder uns
Voller Hass lieber totschlagen
Noch dazu als einst Brüder in der
Kaum vergangenen Zeit plötzlich
Als Feinde um Land noch ringen
Wie zu viele Opfer dabei erbringen
Bin ja kein großer Tänzer bisher
Verglichen mit meinem Herrn Papa
Doch hätte ich die Wahl zöge ich
Den Tanz dem Totschlagen vor
Damit wir besser überleben
Fangen wir damit an

jens tuengerthal 12.8.23

Walzerleben

Walzerleben

Sitze in meiner Küche zum Tee
Mit Sandwiches und höre dazu
Wiener Walzer und die Welt ist
Wunderbar egal ob es gerade
Schauert oder die Sonne scheint
Sich andernorts welche vor den
Zug werfen der nun steht weil
Ihnen das Leben unerträglich
Schien nach allem ist das Leben
Im ¾ Takt ganz wunderbar auch
Wenn sie in der Ukraine nebenan
Weiter aufeinander schießen der
Krieg näher kam als je gefürchtet
Nach Ende des Kalten Krieges
Wird es nach Ende des großen
Totschlagens einen Kongreß geben
Der wieder tanzt um Frieden zu finden
Ob der Wiener Walzer gar den Krieg
Ersetzen könnte als beschwingtes
Sein voller Seligkeit weiß ich nicht
Vielleicht fehlte uns auch was wenn
Wir uns nicht ab und an totschlagen
Um uns danach in die Arme zu fallen
Einen Walzer zu tanzen und vielleicht
Wird wieder eine ganz romantische
Liebesgeschichte daraus wie damals
Als der Kongress mit Lilian Harvey als
Christel mit dem Zaren tanzte bis der
Verrückte Korse von Elba wieder gen
Paris marschiert was wiederum den
Pepi als Staatssekretär seiner Exzellenz
Des Fürsten Metternich hoch erfreute
Was eine wunderbare Schmonzette
Im eben ¾ Takt war die das Leben
So viel leichter nehmen lässt wenn
Wir nur wagen es zu genießen wie
Hinzuhören wäre vieles schöner als
Es im Untergang der Welten scheint
Wenn schon sterben dann bittschön
Im ¾ Takt mit einem letzten Lächeln
Um ins Nichts zu tanzen was sicher
Kommt nur mit Walzermusik dazu
War es bis dahin beschwingt
Was mehr könnte sein

jens tuengerthal 12.8.23

Freitag, 11. August 2023

Lusterhebung

Lusterhebung

Lust zeigt sich durch eine Erhebung
Dabei denke ich nicht an Statistik
Die denkbar unerotischste Form
Der Erfassung menschlichen Seins
In bloß Zahlen zur Normierung
Sondern folge der Natur die sich
Zur Lust auf ihre Art erhebt
Indem sie erregt anschwillt
Darum als Brustknospe aufsteht
Wie als Glied sich erhebt auch
Am Ende des nervus pudendus
Der selbst im unsichtbaren schwillt
Sich auf seine Art so auch erhebt
Die Kitoris anschwellen lässt wie
In geschwollenen Schamlippen von
Erregung zeugt die dann bebend
Einander zu einander erheben lässt
Lustvoll miteinander zu sein wie die 
Eigene Lust ganz zu genießen was
Immer wieder ein erhebendes Glück
Für orgiastische Teilnehmer ist was
So formal komischer klingt als es
Real hier gemeint war aber
Wie auch immer erhebt sich
Die Lust voller Freude gern
Dies zu fühlen ist ein Glück

jens tuengerthal 11.8.23

Energierevolution

Energierevolution

Es braucht eine Energierevolution
Welche den bisher Monopolismus
Der Zerstörung und Verschwendung
Umkehrt zu einem Kollektivismus
Verantwortlicher Nutzung bei der
Alle zur Energieproduktion beitragen
Wie ihre Überschüsse ins Netz der
Gemeinschaft stellen aus dem sie
Ihren Bedarf decken können weil
Energie mit jedem Herzschlag wie
Jedem Schritt durch die Welt genug
Vorhanden wie freigesetzt wird
Es nur darum geht sie nachhaltig
So zu nutzen womit der Gedanke
Der Demokratie wie der Republik
Auf die Energie übertragen würde
Statt Monopolisten für die weitere
Zerstörung des Planeten zu bezahlen
Diese in Haft zu nehmen um damit
Den Umbau zu einer verantwortlichen
Kleinteiligen Energiewirtschaft zu
Schaffen die sich für alle dann lohnt
Alle werden Produzenten wie auch
Zwischenspeicher von Energie die
Bei Bedarf im Netz verschoben wird
Dazu braucht es öffentliches Eigentum
An internationalen Netzen wie die
Zerschlagung der Energiewirtschaft
Welche ihre Chance verpasst hat die
Nötige Revolution in Gang zu setzen
Alles kann zu Energie werden von der
Scheiße die wir täglich produzieren
Zu Wind Sonne Solar und Bewegung
Was der eine mehr bewegt kann der
Andere mehr speichern was eine
Ausgeglichene Wirtschaft ermöglicht
Die Energie zum Gemeingut machte
Wie die Atemluft anstatt sich auch die
Luft weiter von Monopolisten für die
Falsche Energieproduktion zu versauen
Sollte Europa den Umstieg wagen um
Langfristig freie Energie für alle zu bieten

jens tuengerthal 11.8.23

Liebestasten

Liebestasten

Liebe will sich erfühlen
Mehr als ein Gefühl ist
Der ganze Zauber nie
Aber als dieses doch
Ziemlich groß und gut
Darum wollen sich die
Liebenden gern berühren
Einander abtasten wie
Weit die Zuneigung reicht
Wo dies gerade nicht geht
Tasten sie sich mit Worten
Ab einander zu erkennen
Wie ein Gefühl für das nur
Gefühl zu bekommen an das
Sie sich einander hingeben
Wie schnell auch verlieren
Was bei Berührung gut tut
Ist gut während alles was
Sich nicht wirklich nah kommt
Unberührt wieder verfliegt
Quasi überflüssig also ist
Wer sich nicht fühlen will
Kommst sich nie nah was
Es einfach macht schnell
Den Status des möglichen
Zu erfühlen wie keine Zeit
Unnahbar noch zu verlieren
Genießen wir lieber mehr was
Berührt und sich gut tut als
Auf Nichts Hoffnung zu setzen
Ob dies in Worten oder Taten
Geschieht ist weniger wichtig
Als das Gefühl von Nähe wie
Die Sehnsucht nach Berührung
Eine natürliche Lust aufeinander
Wo sie fehlt gibt es nichts was
Miteinander kommen könnte
Sich dessen bewusst zu sein
Macht vieles einfacher im Leben
Das kompliziert genug bleibt
Wenn es um das wie der
Gewollten Berührung geht
Aber ohne bleibt nichts

jens tuengerthal 11.8.23

Waldevolution

Waldevolution

Wir kommen aus den Wäldern
Die wir verließen um eine Zivilisation
Zu errichten die unsere Lebensgrundlagen
Immer weiter zerstört hat warum es heute
An der Zeit ist den Weg umzukehren
Zurück in den Wald zu gehen wie
Überall mehr Bäume zu pflanzen
Statt noch Kinder zu zeugen wie
Für Häuser Boden zu versiegeln
Lieber die Evolution im Wald als
Basis unseres Leben weiter gehen
Weil dieser wiederherstellt was wir
Durch unsere Existenz zerstören
Ein Gleichgewicht herstellt auch
Beim Kohlendioxid mehr hilft als
Alle Filter und jeder Speicher je
Es in gemächlichen Tempo tut
Bäume viel länger als Menschen
Leben wie alles enthalten was es
Für ein Leben mit ihnen braucht
Wir von ihrem System lernen können
Mit der Natur zu leben statt weiter
Gegen sie zu kämpfen was so
Vorgestrig ist wie der Tourismus
Der zerstört was er sehen will
Geben wir dem Wald mehr Raum
Was Jahrhunderte dauern wird
Wieder Naturwälder zu schaffen
Aber die einzige Chance ist um
Das Klima zu stabilisieren ohne
Die Überbevölkerung auch noch
Aktiv durch Tötung zu begrenzen
Wozu Kriege schon lange dienen
Während der Wald weiter wuchs
Gelegentliche Feuer und Schläge
Ertragen konnte so lange er noch
Den größten Teil der Welt bedeckte
Dahin müssen wir wieder kommen
Um als Teil der Waldevolution im
Stabilen Biosystem zu leben was wir
Lange genug blind zerstört haben
Sein wir einfach vernünftig setzen
Alles auf Wald überall steigen die
Chancen zu überleben für viele
Eine andere haben wir nicht

jens tuengerthal 11.8.23

Wohlanstand

Wohlanstand

Wie lebt es sich im Wohlstand
Aber dennoch mit Anstand gut
Was können wir uns noch mit
Gutem Gewissen leisten wo ist
Die Grenze des möglichen nun
Erreicht und muss dringend ein
Umdenken beginnen um noch
Weiter gut leben zu können wie
Nötig ist diese Verknüpfung der
Konsequenzen die wir schon seit
Den Gutachten des Club of Rome
Im Jahr 1973 kennen aber bis
Heute ignorieren als sei dennoch
Errungener Wohlstand weiterhin
Ein Vorteil für unsere Zukunft wie
Sünden gegen das Klima noch
Straflos bleiben als seien sie nur
Bagatelldelikte noch für die keiner
Verantwortung übernehmen muss
Weil das Ausmaß zu groß längst ist
Genau darum muss sich Wohlstand
Mit Anstand wieder verknüpfen ohne
Verlogene kirchliche Moral dafür mit
Verantwortung im Sinne der Aufklärung
Nennen wir alle die noch fliegen nun
Unanständig wie verantwortungslos
Betrachtens dies Verhalten als asozial
Weil es genau dies in der Wirkung ist
Verknüpfen wir sittliches Verhalten das
Sich seiner Verantwortung stellt mit
Wohlstand als Genuss und bestrafen
Asoziales Verhalten gleich doppelt
Durch finanzielle Bestrafung wie
Soziale Missachtung im System der
Kollektiven Konsequenz was dann
Wohlanstand lohender für alle macht
Es braucht dazu keine moralische
Diktatur der Besserwisser vielmehr
Genügte lohnender zu machen was
Bisher die Gesellschaft still trägt als
Folgekosten der Verwüstung unseres
Lebensraumes alle haftbar zu machen
Die fliegen oder noch unanständiges
Wachstum fördern um anständig im
Dann sauberen Wohlstand zu leben
Wie dies ohne Schaden zu genießen

jens tuengerthal 11.8.2

Systemumbau

Systemumbau

Wer gegen Wachstum sich
Ausspricht hört sogleich dann
Bricht der Sozialstaat zusammen
Der mehr Kinder braucht um die
Renten der Zukunft zu zahlen
Welche dann noch mehr Kinder
Brauchen ihre Rente zu erhalten
Wie dies auf beschränkter Fläche
Je ressourcenorientiert gehen soll
Ist mir bis heute ein Rätsel es ist
Vielmehr eine alte Lüge die aus
Feigheit seit Generationen weiter
Ohne Widerspruch getragen wird
Mit der Bismarck einst die Sozen
Kontern wollte die sich den Unsinn
Nun selbst zu eigen machten
Die Welt und das Klima brauchen
Schrumpfung um mit dem was ist
Gut und besser leben zu können
Statt Kämpfe um enger werdende
Flächen wie knappe Ressourcen
Billigend einzukalkulieren wäre es
Klüger das System umzubauen
Damit Schrumpfung sich lohnt als
Konzentration Wertschöpfung wird
Die allen die noch bleiben so ein
Besseres Leben ermöglicht statt
Auf Expansion im System als eine
Bedingung des Bestandes zu setzen
Müssen wir künftig das Gegenteil
Fördern nicht Geburten prämieren
Sondern Kinderlosigkeit belohnen
Die ökologisch nachhaltiger ist was
Der Markt natürlich von alleine regelte
Gäbe es Gleichberechtigung wie die
Nötige Bildung für alle würden sich
Wenige für kostspielige Familien
Entscheiden sondern lieber ihren
Vorteil aus der Ersparnis ziehen
Unsere Zukunft wenn wir eine haben
Liegt im konsequenten weniger wo
Das System dieses nicht trägt muss
Dieses umgebaut werden bis es für
Alle lohnender ist so zu leben wie es
Natur von uns fordert wozu auch eine
Trennung Sex und Fortpflanzung als
Dann überflüssige evolutionäre Aktion
Gehört die allen zu mehr Genuss
Dabei wie im Leben helfen kann
Bauen wir endlich das System um
Es könnte sich für alle lohnen
Sogar beim Sex nicht nur
Für den Sozialstaat

jens tuengerthal 11.8.23

Gebärprämie

Gebärprämie

Das Elterngeld über das gerade
Heiß im kühlen Sommer gestritten
Wird ist ein peinliches Überbleibsel
Verfehlter Politik aus vergangener Zeit
Wir sind längst zu viele Menschen
Der Wohnraum ist knapp und teuer
Die Erde ist von mehr überfordert
Wir müssen dringend weniger werden
Da belohnen wir noch staatlich ein
Rückständiges Erziehungsmodell mit
Der Elterngeld genannten Gebärprämie
Womit der Staat Bürgergeld für die
Weiter Zerstörung der Zukunft noch
Verschwendet unverantwortlich handelt
Die Realität mit Milliarden verleugnet
Dabei ist mir völlig egal ob Eltern
Wohlhabend und gebildet was die
Chancen der Kinder erhöht einen
Guten Weg einzuschlagen oder
Bildungsfern und arm eher sind
Kein Steueraufkommen künftig
Versprechen sondern kosten
Bilanzierte wer wirklich ehrlich
Wir müssen dies nicht unterscheiden
Können den Gleichheitsgrundsatz
Gut einhalten indem wir künftig alle
Förderung von Kindern streichen
Dafür in Wälder mehr investieren
Es braucht weniger Menschen weil
Mehr zuviel längst sind wir uns
Konsequent beschränken müssen
Die Gebärprämie wie wir sie haben
Eher nationalsozialistischem Geist
Entspricht als ressourcenorientiert ist
Die Welt braucht weniger Menschen
Fangen wir politisch damit an ohne
Weiter auf Kosten aller das falsche
Verhalten unbeschränkten Wachstums
Noch staatlich finanziell zu fördern
Es muss sich nicht mehr lohnen noch
Kinder in die Welt zu setzen die dieser
Zusätzlich und mehr schaden wenn
Ein Sozialsystem an Kindern hängt
Ist es krank und falsch bedarf des
Vernünftigen Umbaus endlich statt
Weiter die Zerstörung der Welt durch
Überbevölkerung zu subventinionieren
Sollten jene belohnt werden die unsere
Ressourcen konsequent schonen

jens tuengerthal 11.8.23

Donnerstag, 10. August 2023

Liebesdialektik

Liebesdialektik

Liebe beginnt manchmal
Ganz zart und leise dann
Wieder mit heftigem Knall
Weiß nicht welche länger
Bleibt oder tiefer geht
Habe eher das Gefühl
Beides gehört zu ihr
Was vorsichtig beginnt
Kann umso stärker werden
Ein schneller Sturm flaut
Genauso schnell wieder ab
Wieder ab wenn er nicht
Bleibende Spuren hinterlässt
Die das ganze Leben verändern
Gelegentlich verliert sich auch
Was ganz vorsichtig begann
Voller Hoffnung im Nichts
Von dem wenig bleibt als
Erinnerung an eine Hoffnung
Die einfach wieder verflog
Ohne dass etwas blieb
Die Liebe kommt also in
Völlig entgegengesetzten Formen
Und ich kann nicht sagen welche
Kommt um zu bleiben aber
Wenn werde ich es merken
Wie darüber dichten
Vielleicht ist das alles

jens tuengerthal 10.8.23

Hausbarsommerabend

Hausbarsommerabend

Vor der Hausbar neben der Synagoge
Sitze ich heute in der ersten Reihe
Vor mir spielt ein Herr ganz wunderbar
Sehr dezent auf seiner Gitarre was die
Hinteren Reihen kaum mehr hören
Auch wenn dieser Ort viel dezenter ist
Als die Bars am Helmholtzplatz durfte
Bei meiner Ankunft sogar auf einem
Der reservierten Plätze bleiben
Dankbar für das Privileg beim Wirt
Aus Heidelberg wo ich nun nach
Einer Woche den guten Wein vom
Müller aus Leimen trinken darf
Am ersten Tag ohne Regen hier
Ruhige Abendstimmung in der
Gerade blauen Stunde welche die
Östlichen Gaslaternen angenehm
Wie stimmnungsvoll beleuchten
Dazu passend singt er nun das
Om mani padme hum als Mantra
Des Buddhismus aus dem Sanskrit
Das für Mitgefühl Weisheit Liebe steht
Gut zu der ruhigen Stimmung passt
Ein wundervoller Sommerabend der
Vor der angenehmen Musik noch
Traumgleich bereichert wurde durch
Den Spanier der noch ein weiteres
Lied auf spanisch sang was nach
Liebe und Sehnsucht klang
Wie schön ist es doch vor der
Hausbar wieder zuhause zu sein
Auch wenn der Wirt wie immer
Ermahnte doch bitte zu fragen
Ob der reservierte Platz frei wäre
Was ich erst da bemerkte warum
Es folgenlos blieb und er gleich
Den wie immer Grauburgunder
Wasser und Salzstangen brachte
Und die Welt ist wieder wunderbar
Zwischen Synagoge und Wasserturm
Vor der Hausbar wie zuhause nach
Fast einer Woche am Berg

jens tuengerthal 10.8.23

Buchwanderer

Buchwanderer

Als Flaneur wandere ich durch Berlin
Als Leser durch die Bände meiner
Kleinen Bibliothek die grenzenlose
Heimat mir so wurde die sich von
Niemandem abgrenzen muss noch
In Zeit und Raum je begrenzt war
Beides entspricht sich im Wesen
Sind Vorgänge des Einzelgängers
Der für sich die Welt beobachtet
In der er sich lesend oder laufend
Bewegt um das Sein zu erkunden
Damit habe ich die ganze Welt nah
In der Stadt um mich wie den
Büchern über mir was genügt
Ein Leben als Buchwanderer
Erfüllt zu genießen

jens tuengerthal 10.8.23

Liebesverlass

Liebesverlass

Auf Liebe kann ich mich verlassen
Sonst ist es keine wie nicht weiter
Der Rede oder großer Gefühle die
Nur Leichenreden noch wären wert
Weil Liebe nichts als ein Gefühl ist
Was keinem Beweis zugänglich je
Muss ich mich darauf verlassen können
Dabei ist es nur ein Gefühl das so
Unstet wie alle Emotionen ist die
Einem Meer von Gründen folgen
Von denen keiner sich je der
Vernunft erschließt darum ist auf
Liebe auch sicher Verlass oder
Sie ist nicht mehr was alles über
Eifersucht und Liebe auch sagt
Die nur ein Neid im Konsum ist
Der nie eine Berechtigung hatte
Das Gegenteil von Liebe nur war
Als kleinliche Missgunst höchstens
Mitleid noch auslösen kann und so
Weiß ich auf meine Liebe ist Verlass
Oder sie ist nicht mehr und dann
Längst egal was besser so ist
Frage mich nur manchmal
Warum wenige es so klar
Auch sehen im Nebelmeer
Der Gefühle vermutlich
Genau darum

jens tuengerthal 10.8.23