Mittwoch, 21. Februar 2024

Ökolomie

Ökolomie

Noch immer trennen wir die
Ökonomie von der Ökologie
Damit Nomos von Logos was
Dem woraus wir Gewinn schöpfen
Weniger Richtung gibt die im
Sinne des Klimas nötig wäre
Es braucht ein neues Denken
Was Logik und Sprache dann
In allem ergreift um so einen
Aufbruch zum ökologisch
Nachhaltigen Leben zu haben
Es darf keinen Gewinn geben
Auf Kosten der Umwelt wie die
Fluglinien und ihre Passagiere
Heute und künftig für den in der
Stratosphäre verursachten Schaden
Als Verursacher haften sollten
Den Klimawandel ist kein völlig
Überraschender Prozess sondern
Durch Menschen gemacht die für
Das Ökosystem der Erde längst
Zu viele wurden was Krankheiten
Wie Massentourismus Kreuzfahrten
Und ähnlichen Horror hervorbrachte
Bei der hirnlose Masse ohne jede
Verantwortung konsumiert was der
Markt ihnen anbietet wie dabei das
Günstigste Schnäppchen wählt ohne
Die Ökobilanz zu berücksichtigen
Welche Reisen Fleischkonsum Kinder
Für die Zukunft des Planeten haben
Weil dies noch legal so möglich ist
Für einen Bewusstseinswandel wäre
Ein ökologisches Konto nötig auf
Dem das eigene Verhalten bilanziert
Wie mit dem Seinsguthaben verrechnet
Ergeben würde welches Leben noch
Für die Erde lohnend ist und wen wir
Besser für immer abschreiben wie
Für den Schaden haften lassen
Welcher asoziales Verhalten
Gegenüber dem Klima verursacht
Nur wenn wir immer bilanzieren
Wie diese Ökobilanz des Handelns
Mit Kosten uns ganz bewusst wird
Werden Menschen etwas ändern
Weil alles dann seinen Preis hat
Wie gutes Verhalten belohnt wird
Dann wirschaftete die Ökonomie
Im Sinne der Ökologie wie eines
Sozialen Ausgleich der Arbeit
Gleichwertig gerecht machte
Statt wie heute die Erbsenzähler
Entscheiden zu lassen dass ihre
Arbeit die wertvollste wie nötigste
Wäre dafür zu sorgen dass nicht
Länger Menschen die nur mit Geld
Handeln mehr verdienen als jene
Die Menschen behandeln wie sich
Gedanken um die Zukunft machen
Damit Nachhaltigkeit sich lohnt die
Nicht länger von Kreditgebern wie
Deren Index der Würdigkeit abhängt
Weil die Würde unantastbar sein soll
Frage mich nur wer sich trauen wird
Den reichen Geldverleihern ihr noch
Immer liebstes Spielzeug die Währungen
Für ein Weltgeld abzunehmen wie die
Wetten auf Termine zu verbieten als
Unökologisches Glücksspiel was die
Welt schnell zu einer anderen machte
Wagen wir endlich den Aufbruch denn
Es ist unsere Welt nicht die der Banken

jens tuengerthal 21.2.24

Abhängigkeiten

Abhängigkeiten

Heute wollte ich im Supermarkt hier
In der kraichgauer Provinz einkaufen
Kam mit meinen Waren zur Kasse
Als uns die Damen dort verkündeten
Diese seien leider nun abgestürzt
Es ginge nichts mehr sie würden
Alles versuchen wüssten aber selbst
Nicht wie lange es dauert worauf sie
Nach zehn Minuten den Laden sperrten

Ohne funktionierende Computer sind wir
In ganz vielem aufgeschmissen nichts
Funktioniert mehr im Supermarkt wie
Allen Läden bei unseren Versorgern
So wenig wie bei der Eisenbahn im
Straßenverkehr oder Krankenhaus

Dazu funktionieren all diese Rechner
Nur mit zuverlässiger Stromversorgung
Wir sind also abhängig vom System
Was durch kleine Störungen bereits
Außer Funktion gesetzt wird was
Innerhalb weniger Jahrzehnte aus
Guten ökonomischen Gründen den
Gesamten Handel abhängig vom
Strom wie Rechnern machte die
Mit einem Virus bereits völlig außer
Funktion gesetzt werden können

Natürlich sind Rechner effektiver
Unvorstellbar scheint uns heute
Ein Leben ohne Strom künftig
Die Wirtschaft bräche zusammen
Wir haben uns ganz bewusst in
Diese doppelte Abhängigkeit von
Strom und Rechnern begeben
Wer es verweigerte war altertümlich

Wochenlang war ich früher im Wald
Ohne irgend erreichbar zu sein je
Schaute auf Karten oder Kompass
Gelegentlich auch in den Himmel
Um mich zu orientieren statt auf
Dem Smartphone Google zu folgen

Strom zu brauchen für Rechner
War in meiner Jugend noch kein
Thema in unserem Alltag viele
Kassen der Läden waren noch
Mechanisch und klingelten mit
Einer echten Glocke wo nötig

Was diese Anhängigkeit von
Strom Rechnern und Nachrichten
Die wir auf ganz viele Arten auf
Unseren Telefonen dauernd erhalten
Mit uns macht ist kein Thema mehr
Vielmehr wird erwartet dass wir alle
Stets up to date sind also mit der
Sich rasend verändernden Zeit
In eine ungewisse Zukunft gehen

Dafür erregen sich viele über die
Nun Freigabe von Hanfprodukten
Die lange als Drogen galten womit
Viele Hippies kriminalisiert wurden
Wenn sie sich einen friedlichen Rausch
Aus dem Alltag gönnen wollten wie
Bei uns die Kriminalisierung von
Bestimmten Rauschmitteln noch
Immer als legitim gilt während
Andere ebenso tödliche Produkte
Geduldet oder gefördert werden
Je nach staatlicher Willkür

Als freiheitsliebender Anarchist bin ich
Ungern von wem oder etwas abhängig
Möchte selbst entscheiden was ich an
Drogen konsumieren möchte um den
Oder jenen Rausch zu genießen doch
Möchte ich die Chancen des Internet
Als Plattform der Kommunikation noch
So wenig missen wie auf mein altes
Smartphone das bald sechs Jahre
Schon wird was dafür uralt ist weil
Der schnelle Wechsel Geschäft
Einer kurzlebigen Branche war die
Über Soziale Netzwerke noch
Menschen miteinander verbinden
Wie neue Abhängigkeiten schaffen

Wir kriminalisieren Drogen aber
Erwarten die Nutzung mobiler
Datenträger die uns durchsichtig
Wie abhängig davon machen was
Die Frage stellt warum wir das eine
Kriminalisieren während wir andere
Abhängigkeiten staatlich fördern
Wie widersinnig dies Verhalten ist

Es scheint Zeit und nötig nicht nur
Haschisch zu legalisieren sondern
Den Rausch zur Privatsache endlich
Zu erklären über dessen Folgen nur
Als gesundheitliche Bildung wie es
Nötig ist aufgeklärt werden soll
Doch soll sich jeder bitte seine Welt
Machen wie sie ihm oder ihr gefällt

Ein Staat der die Abhängigkeit von
Strom und Rechnern mit Milliarden
Fördert sollte zu Drogen schweigen
Statt von Gesundheit zu lügen wer
Diese grausame Welt im Rausch
Besser ertragen kann sollte sich
Diese Freiheit nehmen und seinen
Persönlichen Rausch genießen

Kriminalisierung von Rausch ist
Der falsche Weg zur Freiheit
Eine primitive moralische Anmaßung
Die keinem Staat zustehen sollte
Insofern dieser ein Diener seiner
Bürger sein sollte wie nur zu deren
Nutzen existiert und keinen anderen
Zweck oder Berechtigung je hat

Stromerzeugung und Datenspeicher
Zu dezentralisieren wie jedem Bürger
Die Hoheit darüber zu geben wäre
Ein erster Schritt zur Befreiung aus
Alten Abhängigkeiten hin zu einer
Selbstverwalteten kleinzelligen Freiheit
Die ihren Bedarf selbst erzeugt statt
Sich in Abhängigkeit zu begeben wie
Weniger von allem was nicht ohne
Zukauf von Energie noch funktioniert

Haben wir den Mut über Abhängigkeiten
Mehr nachzudenken statt den Staat über
Rausch und Abhängigkeit für uns als
Hoheitliche Aufgabe zu befinden denn
Es ist unsere Freiheit wie unser Körper
Darüber hat niemand zu befinden
Ein Staat der sich dies autoritär noch
Anmaßt gehört dringend beseitigt

jens tuengerthal 21.2.24

Russenangst

Russenangst

Das große russische Reich wird
Mit Angst vor dunklen Mächten
Die leben und sterben lassen
Nach Willkür der Herrscher regiert

Wer keine Angst zeigt oder gar
Zum Widerstand aufruft stirbt noch
Schneller wie der Fall Nawalny
Genau wie der Prigozhin allen
Zeigen die beide mit stalinistischer
Grausamkeit beseitigt wurden

Menschen werden für eine Krieg
In Massen geopfert wer dagegen
Laut wird landet im Lager wo so
Schnell gestorben wird wie zu
Allen Zeiten schon und auch die
Führung zeigt nervöse Angst vor
Denen die sie beseitigen lässt

Wie sie die Herausgabe der Leichen
Verweigert sich nicht der Öffentlichkeit
Zu stellen oder sich gar rechtfertigen 
Zu müssen was einerseits die völlige
Willkür des in KGB Manier herrschenden
Putin zeigt der absolute Macht über
Leben und Tod sich anmaßt wie jeden
Widerstand im Keim mit Gewalt erstickt
Andererseits dessen Angst offenbart
Seine Herrschaft könnte hinterfragt
Durch andere hinweggefegt werden

Wer mit dieser rücksichtslosen Gewalt
Gegen jeden herrscht muss mit Hass
Der ihn beseitigen will rechen weil es
In Russland um Leben und Tod geht

Putin herrscht mit Angst und hat diese
Was ihn als Herr über Atomwaffen
Für die Welt so gefährlich macht
Sein Volk erhebt sich nicht weil es
Genug Angst vor seiner Macht hat

Ob es einen Weg gibt Russland in
Die Freiheit zu führen wie Putin ohne
Mord von der Macht zu verdrägen bleibt
Eine der wichtigsten Fragen der Zukunft

Sein wir uns egal was wir auch planen
Immer bewusst dieses Land wird mit
Angst regiert und von dieser werden
Auch die Herrschenden getrieben was
Die Welt vor ihm verängstigen soll dem
Denkbar schlechtesten Ratgeber immer

Doch auch in Russland herrschen 
Nur Menschen über Menschen
Ihre Macht ruht auf der Angst wie der
Vor ihrer Skrupellosigkeit die jeden
Bedroht der Putin lästig wird oder
Noch gefährlicher ihm Angst macht

Die einzige Chance zu entkommen
Ist keine Angst zu zeigen wie Putin
Als Verantwortlichen anzuklagen
Diesem keine Chance zu geben je
Auf der Welt noch zu entkommen

Was allerdings seine Angst noch mehrt
Ihn immer weiter radikalisiert solange
Noch viele Opfer fordern wird wie
Angst noch Wirkung zeigt weil sie
Das Fundament dieser Macht ist
Die mit KGB Methoden erwartbar
Brutal unmenschlich reagiert die
Ganze Welt in den Kampf mit der
Russischen Angst vor der Freiheit
Zu ziehen wie dabei zu zerstören droht

Wir kämpfen gegen eine irrationale
Führung die von Angst getrieben wird
Diese nie zeigen wird sondern dafür
Noch größere Brutalität zeigen muss

Das gute daran ist so bleibt sie
Erwartbar wie berechenbar
Der Westen muss sich nur klar werden
Ob wir den Auslöser beseitigen wollen
Oder weiter auf sein Ende warten was 
Viele Leben kosten wird wie die Welt
Wie wir sie kennen und lieben zerstörte

Angst führt zu nichts gutem stellen wir
Uns mutig ihr entgegen und Mord am
Tyrannen ist in Deutschland keiner
Weil die niedrigen Beweggründe fehlen
Wer eine Gefahr für unser aller Leben
Beseitigt handelte vermutlich sogar
In Notwehr oder Nothilfe für die Welt
Was die Rechtswidrigkeit ausschlösse
So könnten wir mal eben die Welt retten
Was sicher mehr lohnte als sich weiter
Von Russenangst bestimmen zu lassen

Rufen wir zum Mord am Mörder auf
Es wäre sicher gerechtfertigt nach
All seinen brutalen Morden denn die
Weitere Herrschaft Putin stellt eine
Unmittelbare Gefahr für die Welt dar
Leider nur bestätigte dieser einzig
Vernünftige Aufruf die Russenangst
Wo es immer um Leben und Tod geht
Lieber lachte ich diesen kleinen Typen
In stalinistischer Lächerlichkeit aus

jens tuengerthal 21.2.24

Dienstag, 20. Februar 2024

Liebeshoffnung

Liebeshoffnung

Liebe als Glaube an ein Gefühl
Lebt von der Hoffnung dieses
Für mehr als einen Moment
Miteinander zu teilen dabei ist
Alles was länger als dieser geht
Ursache der größten Probleme
Immer weil sich unvereinbare
Wesen wie Interessen treffen
Erinnern wir uns immer dabei
Männer kommen vom Mars
Frauen von der Venus ihre
Vereinigung ist ein Zufall der
Natur der jenseits der nur
Fortpflanzung Lust schenkt
Die wenig je übertrifft was
Zu der Illusion verleitet die
Beiden gehörten zusammen
Nur weil sie zufällig mittig gut
Ineinander passen was ein
Fataler Irrtum für viele war
Die ernüchtert dann erwachten
Meist getrennt wie hoffnungslos
Was dann keiner Liebe mehr nennt
Lieber schmerzvollen Herzbruch
Oder nüchterner einen Fehler
Doch wo es Hoffnung noch gibt
Auf gemeinsame Wege wie
Dabei geteilte Träume ist das
Was Liebe so groß macht
Uns gemeinsam träumen lässt
Noch genug da es zu genießen
Wer dies füreinander spürt sollte
Alles tun einander zu genießen
Mehr und besser wird es nie
Geben wir da alle Hoffnung auf
Um die Liebe als letzte auch so
Würdigen zu können wie es ihrer
Doch seltsamen Natur entspricht
Dann könnte es gut gehen denn
Wer liebt hat alles erreicht
Zumindest so lange sie währt

jens tuengerthal 20.2.24

Ausweglos

Ausweglos

Ausweglos ist was keine
Perspektive Chance Aussicht
Mehr bietet also hoffnungslos
Verbaut verfahren festgefahren
In einer Sackgasse quasi steckt

Wer sich dort befindet gibt
Besser alles auf um nicht
Weiter Energie zu verlieren
An was ausweglos scheint
Was Verschwendung wäre

Lassen wir ausweglos sein
Was keine Perspektive hat
Vorbei segeln weil es uns
Nichts angehen muss ist
Ignorieren die hohe Kunst

Sein wir im Ausweglosen
Virtuosen der Ignoranz um
Gelassenheit zu bewahren
Die der Welt besser täte als
Ewiger Erledigungswahn

Lernen wir von Beppo dem
Straßenkehrer aus Momo
Zu lieben was wie gerade tun
Dann wird auswegloses egal
Weil wir Augenblicke genießen

jens tuengerthal 20.2.24

Weltflucht

Weltflucht

Ist die Welt zu fliehen wie
Die hässlichen Seiten zu ignorieren
Ein guter Weg Probleme zu lösen
Kann Ignoranz auf Dauer gesehen
Wirkungsvoller als der Kampf um
Worte wie Meinungen sein der nie
Gewinner kennt nur zu einer
Weiteren Radikalisierung führt
Mit kriegerischem Ende bei dem
Rechthaber sich den Schädel für
Bloße Meinungen einschlagen wie
In den meisten Kriegen bis heute
Andere sich für die Rechthaberei
Ihrer Führer gegenseitig umbringen
An deren Ende Kompromisse stehen
Die leicht vorher erreichbar gewesen
Wären hätten nicht beide gedroht bis
Krieg die einzige Möglichkeit blieb
Wenn aber genug gestorben sind
Wie alles kaputt hören wir auf und
So gesehen scheint angesichts
Dieses Irrsinns Weltflucht mehr
Als nur vernünftig um in Frieden
Zu leben täten es nur alle die
Besser nicht auf ihre Führer
Mehr hörten denn besseres
Als den Tod finden wir noch
Überall lustvolleres ohnehin
Fraglich nur ob Flucht uns vor
Krieg schützt solange noch
Welche Macht haben wie diese
Auf Kosten anderer ausüben
Nur ist sich dem Wahnsinn der
Menschheit weiter zu stellen
Um schlimmeres zu verhindern
Weit weniger attraktiv als Rückzug
Wie Ignoranz aller Staatlichkeit
Denke ich der eher zweifelt ob
Staaten etwas lösen können
Lieber ziehe ich mich in meine
Bibliothek zurück um nichts mehr
Mit dieser Welt zu tun zu haben
Was nichts ändert aber zumindest
Bis zum Ende mir Frieden schenkt
Mehr ist nirgendwo zu erwarten
So gesehen ist Flucht weiser als
Kampf um eine bessere Welt
Lieber in der die wir haben mit
Größtmöglicher Ignoranz noch
Genießen was übrig bleibt
Was genug sein könnte
Es gut zu haben

jens tuengerthal 19.2.24

Politikbewußtsein

Politikbewußtsein

Braucht es in Zeiten der Krise
Mehr politisches Bewusstsein
Wie es gestern etwa der Redner
Für den Jugendgemeinderat auf
Der “Nie wieder ist jetzt” Demo in
Walldorf forderte oder birgt das
Noch mehr Gefahr einer weiteren
Radikalisierung wenn sich mehr
Menschen mit Politik beschäftigen
Sollten wir besser verwaltet werden
Effektiv und leise statt viel Lärm
Um politische Fragen zu machen

Merkel etwa hat lange diese Frage
Ausgesessen wie totgeschwiegen
Was viele der Generation Kohl bis
Zum Erbrechen schon kannten was
Weniger polarisierte lieber alle wo
Nicht umarmte so doch integrierte
Dem Widerstand die Spitze nahm
Mit normativer Kraft des Faktischen 
Wie alternativlosen Maßnahmen
Wurde getan was eben nötig war

Wer je selbst Politik machte weiß
Wie mühsam es dabei ist eine
Entscheidung für etwas zu erreichen
Wie im Kleinen um alles gerungen wird
Parteiinteressen sich schnell auch mit
Persönlichen Neigungen mischen doch
Schult diese Erfahrung mit der hoch
Komplexen Entscheidungsfindung
Zwischen verschiedenen Interessen
Wie unsinnig Populismus immer ist
Der mit praxisfernen Schlagworten
Versucht Menschen zu bewegen

Es braucht weniger Polarisierung
Keinerlei weitere Radikalisierung
Nötig dagegen wäre ein Bewusstsein
Für politische Realitäten was mehr
Menschen bewusst machte wie wenig
Von den Sprüchen der Extremisten
Praktisch zu halten ist weil es doch
Bloß um die Leitung der Verwaltung
Im Rahmen der Gesetze geht wie
Eine Revolution kaum wer wünscht

Insofern politisches Bewusstsein nun
Bedeutete sich in die Prozesse wie
Ihre Komplexität einzuarbeiten die
Entscheidungen besser zu verstehen
Statt nur Sprüche zu klopfen wäre
Mehr kritischer Geist der Demokratie
Förderlich doch wenn ein mehr an
Politikbewusstsein nur eine weitere
Radikalisierung wie in den USA um
Den völligen Versager Trump brächte
Wäre dies eher eine Gefahr für die
Demokratie die zu einem Theater
Der Schreihälse dann würde die sich
Mit Lärm gegen die Vernunft stellten

Mehr Politikbewusstsein als eine Form
Des Realismus täte dem Land gut aber
Als weitere Polarisierung wäre sie eher
Gefährlich warum ich den immer Chor
Der Antifa ganz Berlin oder welcher Ort
Auch immer hasse die AfD für eher ein
Teil des Problems als der Lösung halte
Schlichte Schlagworte wie politischer
Hass sind eine größere Gefahr statt
Eine Lösung je zu versprechen was
Weiß wer je politisch arbeitete dennoch
Wird die Radikalisierung noch geduldet
Etwas gegen die AfD irgend zu tun

Kritisches politisches Bewusstsein
Könnte hier korrigierend eingreifen
Es nützt wenig in Thüringen lautstark
Zu brüllen ganz Thüringen hasse die
AfD wenn real fast die Hälfte der
Dortigen Bevölkerung sie wählte
Sondern grenzte bloß einen dort
Wachsenden Anteil weiter aus
Was soll hier langfristig helfen

Andererseits ist weiter abwarten
Wie zusehen auch keine Alternative
Ein Verbotsverfahren relativ müßig
Außer dem BND gelingt endlich der
Nachweis einer ideologischen Nähe
Zu Moskau die gefährlich genug wäre
Alle Populisten von AfD bis Wagenknecht
Als Gefahr für die innere Sicherheit
Entschieden wirkungsvoll zu verbieten

Eine demokratische Lösung wäre wohl
Besser als eine autoritäre die Parteien
Verbietet um die Demokratie zu retten
Dazu bräuchte es politisches Bewusstsein
Wie kritische Auseinandersetzung auch
Insofern ein zu großer Teil der Wähler
Im Osten der Republik die Grundlagen
Der Verfassung nicht verstanden ihre
Stimme gefährlichen Populisten geben

Fragt sich was am nötigsten wäre die
Bedrohung der Demokratie zu hindern
Ob zur Verteidigung dieser auch ein
Untaugliches Wahlvolk ausgetauscht
Werden soll oder es genügt mit Demos
Das Bewusstsein weiter zu schärfen
Wie deutlich zu machen alle Radikalen
Schaden immer der Wirtschaft mehr
Als sie je einem Nutzen bringen

Es stehen viele kritische Fragen nun an
Auf die es keine einfachen Antworten gibt
Auch das gehört zum neuen politischen
Bewusstsein einfachen Antworten immer
Zu misstrauen weil Leben zu komplex ist
Was kaum wer hören oder verstehen will
Es wird mit Sicherheit kompliziert noch
Schlimmer nur wäre nichts zu tun

jens tuengerthal 19.2.24

Montag, 19. Februar 2024

Liebesängste

Liebesängste

Die Liebe weckt Ängste
Die wir ohne sie nie hätten

Angst verlassen zu werden
Angst nicht zu genügen
Angst vor Liebeskummer
Angst alles zu verlieren
Angst vor dem Sein ohne
Angst alleine zu sein

Mathematisch wäre es
Darum klüger nicht mehr
Liebe zu riskieren um
Angstfrei glücklich zu sein

Dumm ist nur es bliebe
Alles irgendwie lieblos
Was nie glücklich macht
Auch wenn wir uns mit
Möglichst viel Ablenkung
Lange gerne etwas anderes
Vormachen wäre am Ende
Keine bedingungslose Liebe
Mehr da dafür so kurze wie
Schmerzlos austauschbare
Liaison die lustvoll nett ohne
Bleibende Spuren verwehen

Kenne beides manchmal nur
Frage ich mich ob es klug war
Die Liebe gegen Beliebigkeit je
Getauscht zu haben weil in
Einbahnstraßen zu wenden
So tödlich ist wie lieblos
Weiterzuleben egal wird
Aber ohne gibt es keine
Angst mehr was gut tut
Für den beliebigen Rest
Der wertlos bleibt nur
Wenn manchmal noch
Sich Liebe einschleicht
Bin ich wieder verwirrt

Gelegentlich soll diese
Verwirrung Mut schenken

Mut dennoch zu lieben
Mut was bleibt zu genießen
Mut glücklich zu sein
Mut Liebe zu wagen
Mut Endlichkeit zu ertragen
Mut unvernünftig zu sein
Mut Liebe zu wagen

Was am Ende übrig bleibt
Wird uns sagen was etwas
Wert war dann sind wir zwar
Nach dem Ende nicht mehr
Aber wüssten wie es ist
Mit Liebe und Angst was
Damit wie vieles egal wird
Mehr gibt es wohl nie
Außer viel Lärm um nichts
Bis Ruhe ist

jens tuengerthal 18.2.24

Sonntag, 18. Februar 2024

Niewiederprovinz

Niewiederprovinz

In Berlin habe ich das NIE WIEDER
Vor Reichstag und Brandenburger Tor
Als beeindruckende Veranstaltung für
Jung und Alt mit Fahnen aller Couleur
Miterlebt 200.000 Menschen sind eine
Große Menge wie würde also wohl die
Veranstaltung in Walldorf werden das
In der Kurpfalz gelegen mit SAP wie
Heidelberger Druck Autobahn Ikea
Eher zu den reichsten Gemeinden
Im Ländle gehört auch darum nicht
Gerade als Hort linker Umtriebe
Bekannt ist und kürzlich erst deckte
Der Walldorfer Andy Herrmann
Sehr verdienstvoll die Verbindungen
Alter Walldorfer Familien mit den
Machthabern im sogenannten
Dritten Reich auf der auch gegen
Den Faschismus in Walldorf mit
Heute engagiert ist wie auf die
Gefahren heute aufmerksam machte

Vor dem Astorhaus begann die
Versammlung die groß wirkte
Auch dieses Haus stammt von einem
Ehemals Walldorfer der in Amerika
Mit Pelzen und Immobilien reich wurde
Millionäre machen das können sie wohl
Hier versammelte sich eine bereits
Unübersehbar große Menge die sich
Dann nach einer kurzen Ansprache
Des sehr coolen evangelischen Pfarrers
Der wie immer ganz in schwarz kam
Jedoch in Jeans Hoodie und hohen Docs
Statt Talar und die Ordnung erklärte
Versammlungsleiter war wie sich
Später herausstellte denn vom
Astorhaus zog die unübersichtlich
Große Menge dann in Richtung
Walldorfer Marktplatz wo sie vom
Walldorfer Posaunenchor bereits
Mit schönem Geblase empfangen
Sich für Konzert und Reden traf

Als der Anfang des Zuges an der Evangelischen Kirche etwa ankam
Wo ich kurz mir dem Pfarrer sprach
Erzählte er mir die Polizei hätte ihm
Gerade gemeldet dass nun erst der
Platz vor dem Astorhaus wieder frei
Der Abschlusswagen der Polizei
Nun losgefahren sei was schon für
Wohl über 1000 Menschen bei
Nur 400 angemeldeten sprach
Doch wurde es noch toller denn
Am Ende versammelten sich weit
Über 2000 Menschen auf dem
Eher überschaubaren Marktplatz
Von Walldorf was sich zwar stolz
Stadt nennt aber real ein großes
Dorf noch immer geblieben ist

Im Verhältnis der Einwohner sind
Die über 2000 Demonstranten zu
Knapp über 14.600 Einwohnern
So als würden sich in Berlin über
600.000 Bürger versammeln was
Zeigt wie großartig das Engagement
In der Provinz war was Berlin weit
Noch übertraf wie Menschen aus
Allen Teilen der Bevölkerung vereinte

Vorne die etwas zu laute wie zu
Wütende Antifa mit Megaphonen
Die vom Hass gegen Rechte tönten
Fahnen und wie üblich als quasi
Schwarzer Block Vorhut den ich
Walldorf gar nicht zugetraut hätte
Der aber entbehrlich auch wäre
Dann der Rest der Dorfbewohner
Durch alle Generationen von den
Jüngsten noch im Tragetuch bis
Zu den Ältesten auf Dreirädern
Die alle friedlich miteinander liefen

Am Markt begrüßte uns Pfarrer
Uwe Boch und dankte seinem
Posaunenchor der sich spontan
Bereit erklärt hatte dort zu spielen
Sogar schöne antifaschistische Lieder
Zum Jubel der Menge noch bliesen

Danach redeten zwei Damen vom
Organisationskomitee die vor den
Gefahren durch Rechtsradikale im
Land mit Blick auf die Geschichte
Uns Zuhörer unter starkem Beifall
Warnten nach denen sprach ein
Engagierter Schüler der sich für
Einen Gemeinderat der Jungen
Stark machte um der Gefahr durch
Rechte Indoktrination vorzubeugen
Was ebenfalls mit tosendem Applaus
Der Menge die sich fast bis zur
Drehscheibe drängte bejubelt wurde

Dann musste der Bürgermeister
Sich noch ein wenig gedulden
Wie der Pfarrer humorvoll anmerkte
Weil zuerst eine best of Walldorf
Band punkartige Songs auch gegen
Die Nazis spielten welche bejubelt
Wie teils mitgesungen wurden

Unter den Demonstranten traf sich
Das ganze gute Walldorf vom
Früher Kunstlehrer des Gymnasiums
Der mich eher erkannte als ich ihn
Bis zu Nachfahren des Widerstandes
Im Dritten Reich die diese Tradition
Auch in ihrer Familie hoch halten
Welche ich anderweitig kannte
Nie vorher in Walldorf sah

Nach der kurzen Punkeinlage sprach
Der Bürgermeister sich für das bunte
Walldorf aus und las eine nette Rede ab
Doch allein seine Anwesenheit war ein
Gutes Zeichen für die Demokratie wie
Jene großer Teile des Gemeinderats
Den er noch extra begrüßte wie es
Bürgermeister eben so machen

Auf ihn folgte Andy Herrmann der in
Walldorf gegen Faschismus engagierte
Autor des vom Heimatverein gerade
Herausgegebenen obigen Buches der
Aus alter Walldorfer Familie stammt
Hier deutlich wie im Kontext engagiert
Vor den Gefahren der schleichenden
Faschismus warnte auf den dann

Zum krönenden Abschluss der auch
Walldorfer Sten mit Songs von Dylan
Schloss bei denen die Menge der
Noch Anwesenden begeistert mitsang
Nicht ganz wie 100.000 Feuerzeuge
Als antifaschistisches Lichtermeer
Was fast wie ein Fackelzug wirkte
Neulich vor dem Reichstag in Berlin
Aber dafür ohne alle Hassreden wie
Kooperativ und integrativ da könnte
Berlin von der Provinz noch lernen
Ein gutes Zeichen gegen Rechts
Was kooperativ engagiert war
Sicher auch ein Verdienst von
Pfarrer Boch war hier lobe ich
Die Kirche als verlässlichen Partner
Der für Zusammenhalt steht was
Hier eher selten geschieht

jens tuengerthal 18.2.24

Altnational

Altnational

Gerade mal wieder in Berlins
Alte Nationalgalerie gelaufen
In schönster Gesellschaft auf
Dem Hinweg zumindest ohne
Regen und uns dort wie beim
Besuch bei alten Freunden an
Den wunderbaren Bildern dort
Gefreut und genossen was die
Ehemals königlich preußischen
Wie später kaiserlich deutschen
Sammlungen an Kunst hatten
An schönem uns zeigten was
Über drei Etagen durchlaufen
Auch über den ästhetischen Begriff
Der Nation nachdenken lässt wie
Was in dieser Galerie besonders
Schön uns schien natürlich fällt
Als erstes die so preußische
Prinzessinnengruppe ins Auge
Welche die mecklenburgischen
Prinzessinnen Luise und Friederike
Die am Darmstädter Hof aufwuchsen
Zeigt vom großen Schadow die zentral
Hinter dem Eingang steht auch wenn
Luises Mann der spätere König von
Preußen Friedrich Wilhelm III. dies
Kunstwerk zu anzüglich fand wie es
Nach dem Tod seiner Frau verbannte
Erscheint uns dies heute zu streng
Lässt uns dort Menzel auf viele Arten
Auf Preußen und Berlin schauen ist
Der kleine Mann der ein so großer
Maler des alten Preußen war auch
Gegenstand der Bilder anderer
All dies war schön auch einige
Erläuterungen zur preußischen
Geschichte wie auch der Bilder
Im kulturhistorischen Hintergrund
Die eher allgemein blieben um die
Kunst nicht zu überfrachten welche
Für sich wirken können sollte passte
Zumindest der Name Nationalgalerie
Für die meisten der Bilder dort noch
Auch wenn im letzten Raum bevor
Es wieder zu den Skulpturen geht
In deren Mitte die Prinzessinnengruppe
Schon auf den Luisen Kult Preußens
Also nationales Denken verweist
Courbet der zentrale Maler war
Also ein Franzose ob er national
Oder eher international war sei hier
Dahingestellt weil in der nächsten
Etage dann die auch französischen
Impressionisten im Zentrum hängen
Wie gemeinsam mit Liebermann
Dem deutschen Impressionisten
Den die Franzosen so prägten
Den Höhepunkt des Hauses bilden
Auch wenn in der oberen Etage noch
Einige besonders berühmte Bilder
Unter anderem auch von den just
Gehypten Romantikern Schinkel
Wie Caspar David Friedrich hingen
Waren wir uns einig die schönsten
Waren die Franzosen gemeinsam
Mit Liebermann vieles vom Rest
Ist trotz großer Jubiläums Show
Doch eher entbehrlich kitschig fast
Ein kunsthistorisch sicherlich nicht
Zulässiges Kriterium der Beurteilung
Doch kommen mir gefühlt schon immer
Die Impressionisten am nächsten in
Der deutschen Nationalgalerie also
Etwas typisch französisches warum ich
Auch nicht nach Hamburg muss den
Jubilar Friedrich dort zu sehen schon
Das Anlesen von Illies Buch über den
Jubilar Friedrich Zauber der Stille mich
Nicht ergreifen konnte weil mir auch
Die Epoche der Romantik mit ihrer
Deutschtümelei wie ihrer Neigung
Gegen die Aufklärung herzlich fremd
Immer noch bleibt was noch kein
Urteil über Illies Buch war das sicher
Wissend gut geschrieben ist aber eine
Gefühlte Abneigung gegen eine Epoche
Wie ihre Neigung zu Nation und Kitsch
Ob die Alte Nationalgalerie mit ihrer
Kunst mir so zeigt wie nah mir
Frankreich gefühlt ist oder doch nur
Wie fern mir deutsche Nation bleibt
Die mit der Romantik wie Widerstand
Gegen Napoleon aufkam obwohl die
Identität mit deutscher Geschichte
Hoch ist wie der Versuch sie mit
Wissen zu durchdringen aber wie
Schön war es dafür die geliebten
Impressionisten als Höhepunkt
Gemeinsam zu sehen wie genau
Das gleiche mit anderen Worten
Ausgedrückt zu fühlen weil uns
Die Romantik aus guten Gründen
Ein wenig fremd doch ist wie eine
Leicht übersteigerte Neigung hat
Sich als Kunst zu betrachten wie
Nation kitschig zu definieren was
Ein Werturteil hier zwar ist das
In Zeiten nahe dem Abgrund aber
Gut tut wie gut ist weil es zeigt
National ist irgendwie altbacken
Passt für uns nicht mehr in die Zeit
Denen gefühlt Europa näher ist wie
Punk sympathischer als Schlager
So zeigt auch das bloße Gefühl
Bei Betrachtung von Kunst was
Nicht durch Theorien verstellt ist
Viel vom Kern des Wesens wie
Des Verständnisses der Zeit
Wie gut tut es dies zu teilen
Weil Friedrich eben schon auch
Eine Zumutung voller Kitsch ist
Was kein Jubiläum verdrängt
So ist ein natürlicher Blick der
Kritisches Denken noch aus dem
Gefühl heraus begründet näher an
Dem was zählt als alles Verständnis
Deutschnational bleibt peinlich wie
Aus der Zeit gefallen irgendwie was
Gerade zu sagen so nötig ist auch
Wenn anderes romantischer klingt
Freue ich mich wie die Begleitung
Am Besuch bei alten Freunden den
Wieder anders schön machte weil
Es gut tut ein Urteil zu wagen das
Dem Gefühl ganz entspricht

jens tuengerthal 18.2.24