Dienstag, 2. Juni 2026

Kulturreichtum

Kulturreichtum 

Woran bemisst sich der Reichtum
Einer Kultur überlege ich und dabei
Wie unkultiviert viele Reiche sind
Es wohl nicht am Vermögen liegt

Ist es die Zahl der Bücher in der
Eigenen Bibliothek oder zählt nur
Was du auch gelesen hast wieviel
Du von deiner Kultur auch weißt

Während beim Adel noch Güter
Titel und Rolle bei Hofe zählten
War für das Bürgertum zunächst
Bildung Ausweis der Zugehörigkeit 

Dies war was über gute Geschäfte
Hinausging nur mit Wissen das 
Wiederum Geduld braucht wie
Intellekt und Lektüre zu erwerben

Sich die Freiheit zu nehmen
Seine Zeit der Kultur zu widmen
Statt Anhäufung von Reichtümern
Schafft erst den kostbarsten Schatz

Hat sie heute noch einen Wert
Oder hat der Markt das erledigt
Sind Auto Haus Yacht wichtiger
Seinen Reichtum zu zeigen 

Zumindest als kultiviert gilt nicht
Wer nur Reichtümer hortet aber
Der Anstrich kultureller Bildung
Wird noch immer geschätzt 

So sind Kunstsammlungen zwar
Auch eine gute Geldanlage aber
Werden als Ausweis eigener Kultur
Weiterhin noch hoch geschätzt 

Denke an das Museum Barberini
Oder andere Sammlungen reicher 
Stifter die als kultivierter gelten
Als etwa der eigene Fußballverein

Museen sind die Schaustätten des
Reichtums einer Kultur warum auch
Die gute Provenienz wichtig ist die
Herkunft und Eigentum so klären 

Doch stellt sich bei der Diskussion
Darüber auch die Frage ob das
Juristische Eigentum wichtiger ist
Als der kulturelle Wert einer Sache

Was aber macht diesen aus und
Worin liegt kultureller Reichtum 
Etwa bei Kulturgütern anderer
Kulturen die hier Schätze sind

Wie ist es mit der Nofretete die
In Berlin Publikumsmagnet noch
Im Neuen Museum ist oder dem 
Pergamon Altar nachdem sogar

Ein Museum voller Schätze aus
Anderen oft untergegangenen
Kulturen benannt wurde das mit
Glück nächstes Jahr wieder öffnet

Die Museen Berggruen wie auch
Scharf-Gerstenberg zeigen die
Sammlungen privater Sammler
Einer interessierten Öffentlichkeit

Sollte kultureller Reichtum nicht
Einer Kultur zuerst gehören aber
Wie kämen dann Pariser Maler
Von Monet bis Picasso nach Berlin 

Deutschland leistet sich in Berlin
Die Staatlichen Museen baute dafür
Das Humboldt Forum und gerade 
Wird das Berlin Modern 20 gebaut

Gemessen an der Dichte der Museen
Wie der Sammlungen dort ist 
Deutschland kulturell sehr reich
Anders ist es mit kultureller Bildung

Wer besucht noch Museen und
Nimmt sich Zeit für die Kultur
Ist was die Mehrheit nicht mehr
Beachtet noch Teil der Reichtums

Wird die Kultur erst durch Wissen um
Hintergründe und Zusammenhänge
Zum Reichtum einer Gesellschaft
Sind nur die Wissenden wirklich reich 

Die zumindest Möglichkeit Reichtum
So aus dem kulturellen Kontext erst
Zu definieren relativiert den Wert
Des Geldes als Mittel zum Zweck

Braucht es kulturellen Reichtum
Zu erwerben und zu erhalten wie
Die Präsentation weiter kostet aber
Kulturreichtum wird es durch Wissen

Verständnis des Zusammenhangs 
Macht Kulturgüter erst wertvoll womit
Die Wissenden dabei zu den wirklich
Reichen Trägern der Kultur werden

Darüber werden nun vermutlich viele
Kunsthistoriker nur milde lächeln weil 
Reichtum eher an der Börse heute
Erworben wird oder bei Banken

Doch tut es gut sich immer wieder
Bewusst zu machen was Reichtum
Einer Kultur wirklich ist und was bleibt
Ist unser Wissen um Zusammenhang

Als armer Poet auf dem Berg ist es
Eine große Freude in einer kleinen
Bibliothek zu leben die Teil dieses
Kulturellen Reichtums auch ist

Davon kann ich mir zwar nichts
Kaufen aber weiß worauf es für 
Bleibenden Reichtum ankommt
Das ist das kostbarste Erbe

Im Besitz der Jahreskarte der
Staatlichen Museen in Berlin zu sein
Gibt freien Zutritt zu den größten
Reichtümern die dies Land hat

Dies dank meiner großzügigen
Kleinen Schwester zu haben macht
Den armen Poeten bleibend reich 
Wie damit vollkommen glücklich

Das kulturelle Wissen was teilweise
Erlesen und auch von meinen 
Eltern geerbt und weitergegeben
Ist was bleibt und Dauer hat

Damit dankbar glücklich zu leben
Ist für mich der größte Reichtum
Den ein Mensch erreichen kann
So gesehen habe ich alles erreicht

jens tuengerthal 2.6.26

Staatsschlamperei

Staatsschlamperei

Der Kanzler ruft zur Kooperation
Für notwendige Reformen auf
Will Verständnis für Härten und
Gibt sich konziliant dazu 

Ob dies dem überforderten Jammerer
Der es schwerer zu haben meint noch
Glaubwürdigkeit und Auftrieb gibt
Scheint dagegen eher sehr fraglich

Wer die Deutschen als Millionär mit
Privatjet zur Sparsamkeit auffordert
Die Gier fördert aber Innovation im
Energiebereich bremst schadet nur 

Warum wendet sich fast ⅓ der Wähler
Populisten zu die nichts können wie 
Freiheit und Fortschritt nur gefährden
Ist sehr einfach zu beantworten 

Sie sind von der Staatsschlamperei
Die erschummelte Milliarden noch in
Unklaren Löchern verschwinden lässt
Inzwischen ausreichend frustriert

Christdemokraten und Sozen kungeln
Schieben sich Milliarden zu um sich
Gute Posten zu sichern und ihr je
Klientel ausreichend zu versorgen

Zugleich werden Sozialleistungen für 
Arme oder der Kassen gestrichen um
Schlampige Systeme zu finanzieren
Statt den Staat effektiv zu machen

Effektiv heißt da stark wo nötig aber
So wenig wie möglich überall wo es
Keine Regulierung mehr braucht um
Wirkungsvoll Freiräume zu nutzen

Politiker rufen zur Sparsamkeit auf
Aber erhöhen ihre Diäten weiterhin
Mit einem fragwürdigen Automatismus 
Dagegen tut der Kanzler aber nichts

Statt für die Zähne und Brillen der
Bevölkerung zu sorgen werden noch
Mehr Autobahnen gebaut als hätte die 
Mobilität im überalterten Staat Zukunft

Natürlich schrumpft die Gesellschaft
Wie alles schrumpfen muss damit
Die Welt überleben kann was nur 
Einige alte weiße Männer noch

Wie der Bundeskanzler einer ist
Nicht verstehen wollen scheinbar
Die Sozialversicherungen nicht so
Umbaut wie effektiv und nötig

Der Staat gibt Milliarden aus für 
Eine durch KI ersetzbare Verwaltung
Baut Autobahnen statt klimaneutraler
Energie wird Gas bezuschusst 

Diese Schlamperei verbunden mit
Ermahnungen zur Sparsamkeit wie
Mehr Fleiß ohne bei sich zu sparen
Lässt viele zu Populisten laufen

Dass diese noch weniger können 
Mehr schaden als nützen ist klar
Aber es ist ein Ventil für den Zorn 
Den rechte Medien noch anstacheln

Verbunden mit der Staatsschlamperei
Wurde Merz zum unbeliebtesten aller
Kanzler der immer noch meint die
Deutschen ermahnen zu müssen

Räum erstmal deinen Laden auf
Verbrauche deutlich weniger statt
Schulden verlogen zu tarnen dann
Kann vielleicht geredet werden Merz 

jens tuengerthal 2.6.26

Thielomat

Thielomat

Der zu den Wiener Festwochen
Eingeladene und wieder ausgeladene
Rechte Unternehmer und Milliardär
Peter Thiel sorgt für Diskussionen

Damit allein hat die Aktion schon
Ihren Zweck voll erfüllt und auch
Zum öffentlichen Diskurs über eine
Plattform für Rechtsradikale geführt

Kunst lebt von der Aufmerksamkeit
Die sie in der Öffentlichkeit erhält
Ein Diskurs wie weit der Diskurs
Gehen kann ist gut und richtig

Wenn dabei der Diskurs über den 
Diskurs alle andere Themen verdrängt
Ist es Zeit für die Notbremse um nicht
Populisten Aufmerksamkeit zu geben

Soweit hat das Festival bisher alles
Richtig gemacht und auch gezeigt
Extreme Fanatiker bekommen in
Europa nicht einfach eine Bühne

Dann werden sie als hier untragbar
Wieder ausgeladen und merken
Europa funktioniert anders als die 
USA hier herrscht Geist nicht Geld

Laute und bessere Werbung konnten 
Die Wiener Festwochen nicht haben
Thiel war blöd genug sich darauf auch
Einzulassen und bekam die Quittung

Natürlich haben erfolgreiche Fanatiker
Auch in Europa verirrte Anhänger die 
Prinzipien der Demokratie noch nicht
Verstehen darüber müssen wir reden

Insofern war die Aktion großartig
Löst einen öffentlichen Diskurs aus 
Wem wir eine Plattform geben wollen
Warum Rechtspopulisten genau nie

Diese meist Gläubigen einer dabei
Intoleranten Ideologie sind nicht
Wirklich diskursfähig weil sie völlig
Indiskutable Ansichten vertreten

Es wäre Aufgabe der Politik eher
Diese im Diskurs öffentlich zu stellen
Statt es von der Kunst zu verlangen
Dafür schafft Theater Öffentlichkeit 

Natürlich muss ein rechter Fanatiker
Ausgeladen werden wenn er sonst
Den Diskurs der Kunst dominierte 
Die damit natürliche Grenzen zeigt

Diese auch der Politik und den feigen
Medien deutlich zeigt die im Kampf 
Um Einschaltquoten heute Rechten
Eine Plattform auch noch bieten 

So gesehen haben wohl diesmal
Die Wiener Festwochen alles ganz
Richtig gemacht was auch eine Kunst
Im aufgeheizten Dialog schon ist

Peter Thiel braucht keine Plattform
In der Kultur aber diese kann so
Auf notwendige und verpasste 
Diskurse aufmerksam machen

Es ist vielleicht etwas Wienerisch
Erst einzuladen dann auszuladen
Um so Aufmerksamkeit zu bekommen
Aber es funktioniert sichtbar gut 

Thiel damit auch zu zeigen er ist
Als Fanatiker im kultivierten Europa
Unerwünscht konnte ohne eine so
Glaubwürdige Einladung nicht gehen 

Das Theater um das Theater ist also
Wunderbar und schafft damit wozu
Die Politik bisher zu feige ist den 
Fanatikern klare Grenzen zeigen

Es ist nicht normal Nazis einzuladen
Fanatikern eine Plattform zu geben
Aber so den Diskurs zu wecken war
Nötig und scheint mir sehr gut so

Ein Peter Thiel braucht für seinen 
Rechtsradikalen Schwachsinn keine
Öffentliche kulturelle Plattform wie
FPÖ und AfD auch nicht war nötig

Darüber zu diskutieren wie damit
Die Politik an ihre Aufgabe auch zu
Erinnern Fanatiker im Diskurs zu
Stellen und dort zu blamieren

Kunst soll keine Politik machen aber
Darf die Politik durch kluge Aktionen
An ihre Kernaufgabe noch erinnern 
Zeigen nur Idioten wählen Populisten

jens tuengerthal 2.6.26

Aufklärungsliebe

Aufklärungsliebe

Liebe ja die Aufklärung schon lange
Fühle mich als ihr geistiges Kind mit
Den Enzyklopädisten wie Kant & Co
Bin dort wohl geistig ganz Zuhause

Das hat schon früh angefangen
Als ich mit 19 Freimaurer wurde
War dieser Weg schon gelegt auch
Wenn der Anarch in mir bald diesen 

Wie alle Vereine wieder verließ 
Aber immerhin 22 Jahre blieb ich da
Weil es ein Kind der Aufklärung und
Geistige Arbeit an sich mir gefiel

Doch wichtiger als deutsche Vereine
Die du magst oder lieber fliehst ist
Vermutlich die Frage ob du Aufklärung
Also Vernunft auch lieben kannst

Aufklärung ist unwiderlegt noch die
Befreiung aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit was das genau heißt
Hat Kant perfekt schon definiert

Das gilt also für alle die noch selbst
Kritisch denken können also nicht
Zu dumm sind aufgeklärt zu sein
Anders zumindest noch können 

Wer es nicht kann ist zumindest
Entschuldigt unaufgeklärt aber
Im Kern geht es um menschliche
Freiheit sich zu entscheiden

Freiheit aber ist ein Begriff der
Zwar von Vernunft wie dem Geist
Der Aufklärung getragen ist aber
Im Kern zutiefst emotional bleibt

So ist Freiheit vom Wesen her
Ein Gefühl mehr als eine irgend
Normierbare Tatsache außer der 
Abwesenheit von äußerem Zwang

Der Kern dessen was Aufklärung ist
Als Befreiung aus Unmündigkeit 
Betrifft damit ein Gefühl was also
Der Liebe zugänglich erscheint

So kann ich leicht die Aufklärung
Auch als Epoche lieben weil ihr
Geist auch um ein Gefühl kreist
Sogar wenn es um Vernunft geht

Wie ich auch als Anarchist der
Jeden Staat prinzipiell ablehnt
Den besten Kompromiss dafür
Weiter noch verteidigen kann 

Kann auch eine Epoche wie ihre
Menschen lieben ohne zugleich
Das Rokoko zurück zu wünschen 
Auch wenn es nett mit dem Tod

Sogar sexuell ausgelassen dabei
Zu spielen wusste wie Friedell es
So treffend in seiner Kulturgeschichte
Der Neuzeit schon beschrieben hat 

Wie wichtig ist kritischer freier Geist
In einer Epoche der Schlagworte
Die Grabenkämpfe um Worte statt
Um Inhalte und Werte nur führt 

Sich als Faschisten oder alternativ
Linksgrünversifft beschimpfen ohne
Im Diskurs dabei je zu landen zeugt 
Von viel Ideologie und wenig Vernunft

Habe ein emotionales Verhältnis 
Zum Geist der Aufklärung was
Der Sache nach vernünftig ist
Weil es dabei um ein Gefühl geht

Entsprechend ist mehr Vernunft
Dabei zu fordern weniger ein
Gegensatz als das notwendige
Gleichgewicht der Kräfte in uns

Die Aufklärung wie den Geist
Der emotionalen Epoche des 
Rokoko zu lieben ist also wohl
So naheliegend wie vernünftig

jens tuengerthal 2.6.26

Montag, 1. Juni 2026

Lektürentagebuch 1.6.26

Lektürentagebuch 1.6.26

Im nächsten Kapitel der Ghost Stories 
Von Siri Hustvedt kommt wieder ein
Diesmal langer Brief von Paul Auster
An seinen Enkel Miles in dem dieser

Über Spencer Ostrander wie dessen
Eltern die anderen Großeltern erzählt
Von den Irrwegen von Spencer der
Ein Studium abbrach bis er merkte

Die Fotografie wäre seines noch als
Makler in New York Geld verdiente
Psychologie in San Francisco auch
Studierte schließlich in New York

Bei einem Magnum Fotografen nach
Dem Studium der Fotografie lernte
Zum Meister der Beleuchtung wurde 
Auch im Weißen Haus fotografierte 

Obama als jovial nett beschrieb dafür
Nummer 45 wie Auster den peinlichen
Verbrecher Trump nannte als ganz
Seltsam und unecht eher erlebte 

Berichtet ausführlich auch von den 
Gemeinsamen Projekten bei denen
Es einmal um Touristen in New York 
Im Regen ging wozu Siri das Vorwort

Noch schrieb während bei dem letzten
Projekt zu Blutbädern und Massakern 
In den USA Paul Texte schrieb auch
Zu den stillen Bildern der Tatorte

Erzählt vom seltsamen Fetisch um
Waffen noch aus dem 18. Jahrhundert
Wie von einem Buchprojekt mit der
Familie eines Mordopfers dazu

Er rät Miles dazu diese Bücher zu
Lesen wenn seine Eltern sie ihm
Nicht schon längst gaben um sich
Ein Bild auch vom Tod zu machen

So beschreibt er den auch etwas
Verschlungenen Lebensweg seines
Vaters zu seiner Kunst und auch
Die Familie seines Vaters dazu

Sehr schön ist noch die Anekdote 
Über seine Großmutter die eine
Geborene Bean ist und darum
Auch Beanie genannt werden will

Was Bohne heißt und eine Anrede
Unter Freunden in Amerika auch ist
Wie er Paul als er ein Kind noch war
Dachte es hieße human Bean

Das schien ihm auch logisch weil
Doch die Bohne in den Bauch der
Mutter gepflanzt würde aus der
Dann die Kinder in ihr wüchsen

Spannend ist auch wie er von der
Kooperation mit dem Schwiegersohn
Spencer schreibt und wie gut sie
Miteinander arbeiten konnten 

Im großen Traum von Bildung des
Grafen Christian von Krockow geht
Es nun um Cook und Forster nach
Dem Jahre 1775 als Abschluss

So ist das erste Kapitel auch zurück
In London überschrieben wo sich
Vater Forster um Geld und endlich
Anerkennung bemühte dabei aber

Wieder so stur wie immer sich zeigte
Es sich mit allen verscherzte was bei
Der Geliebten des Premiers anfing
Die auch ein seltenes Tier wollte

Vater Forster aber schenkte sie alle
Dem König und bekam dafür als
Anerkennung nur freundlichen Dank
Wie eine folgenlose Audienz

Dagegen wurde Cook hoch geehrt
Offiziell nun zum Kapitän erhoben
Mit einer lebenslangen Pension 
Wie kostenlosem Wohnen in Oxford

Beim Streit um das Recht einer 
Publikation verscherzte es sich
Forster mit Admiralität und dem
Premier und erhielt ein Schreibverbot

Darauf ließ er seinen Sohn schreiben
Der sich unter Aufopferung seiner
Angeschlagenen Gesundheit darum
Bemühte vor Cook fertig zu werden

Cook quälte sich mit dem Schreiben
Tatsächlich wurde Georg Forster dann
Früher fertig aber die Forsters waren 
Durch den Ruf des Vaters unbeliebt

Georgs Werk was aus heutiger Sicht
Tatsächlich von ihm geschrieben aber
Ohne Bilder verkauft werden musste 
Blieb ein Ladenhüter halb unverkauft

Dazu trug auch noch eine scharfe
Schmähschrift bei in der sich der
Astronom Wilson über Forster
Beschwert und lustig macht

Vater Forster hatte das viele Geld
Er konnte nicht mit diesem umgehen 
Völlig verschwendet die Familie war
Wieder Arm und ohne Perspektive

Cook hatte ausgesorgt aber sorgte
Sich vor Langeweile zu sterben und
Wollte lieber wieder auf Fahrt gehen
So waren alle erstmal unzufrieden

Die letzten beiden Kapitel handeln 
Von Cooks letzterer Fahrt auf der er
Von Eingeborenen getötet wird und
Georg Forsters kurzem noch Leben 

Der große Traum von Bildung endet 
In London also mit den Querelen des
Sturen Querkopf Vater Forster wie der
Quälenden Konkurrenz zweier die

Besser zusammengearbeitet hätten 
Was die Sturheit von Forster aber
Leider verhinderte doch blieb Cook
Als großer Held in Erinnerung

Forster dagegen wurde fast wieder
Vergessen und ist in Deutschland 
Durch die wunderbare Ausgabe der
Anderen Bibliothek wieder entdeckt

In dieser finden sich endlich auch die
Wunderbaren Bilder von Georg was
Auch für Nichtleser noch lohnt dies 
Kapitel schrieb Krockow sehr gut

jens tuengerthal 1.6.26

Erwartungslos

Erwartungslos

Erwartungslos im Leben zu sein
Klingt erstmal traurig depressiv
Manche vermuten Enttäuschung
Was dann als traurig gleich gilt

Dabei ist erwartungslos glücklich
Der sicher schönste Zustand der
Alles übertreffen kann ohne dafür
Vorher zu konkurrieren noch

Erwartungen sind in der Liebe wie
Im Leben nur dazu da enttäuscht
Zu werden statt zu erfüllen was 
Mit ihnen sich erhofft noch wurde 

Manche erzählen von den alle
Erwartungen übertreffenden
Erlebnissen sie leiden vermutlich
An einem Mangel an Phantasie

Weil natürlich nichts vollkommen ist
Alles nach seiner Natur Fehler hat
Kann Erwartung nur enttäuschten 
Ohne dagegen alles erfreuen

Wer erwartungslos ist kann alles
Erreichen und wird damit glücklich
Sein können ohne Enttäuschung
Über unerfüllte Erwartungen

Was in der Liebe und der Lust ganz
Einleuchtend logisch funktioniert
Gilt für alle Bereiche des Lebens 
Erwartungslos macht leichter glücklich

In diesem Sinne bin ich auch gerne
Völlig erwartungslos um dafür mehr
Genießen zu können was gerade ist
Was lustvoll vernünftig mir scheint

Erwartungslos zu sein gibt dem Leben
Die Chance glücklich zu werden mit
Dem was gerade ist statt mit sicher 
Enttäuschten Erwartungen frustriert 

Erwarte nichts mehr vom Leben
Aber nicht damit es überraschend
Schön werden kann dialektisch
Sondern um zu genießen was ist

jens tuengerthal 1.6.26

Liebesberechnung

Liebesberechnung

Liebe ist nie berechenbar
Sie verhält sich konträr zu
Allen sonstigen Dingen die
Menschen gerne horten 
Verdoppelt sich geteilt und
Wächst exponentiell noch
Auf Entfernung weiter wie
Liebende intensiv spüren 
Nähe und Distanz haben
Eine andere Bedeutung
Als Natur es nahe legt 
Aufeinander kleben lässt
Nähe schnell zuviel werden
Entfernung erhöht Sehnsucht
Verstärkt damit Liebe die
Ständige Nähe erledigt
Was schlichte Dialektik
Der Liebe auf dem Markt
Großer Gefühle nur ist
Schafft eigene Wunder
Die sich besonders dann
Miteinander anfühlen
So schafft sie was alle
Menschen seit Millionen von
Jahren nach der Natur schon
Miteinander erlebt haben
Neu und besonders dabei
Voller Zärtlichkeit spannend
Erscheinen zu lassen ohne
Sich erklären zu müssen weil
Sie einfach ist was sie ist
Denke ich an die Liebe und bin
Überraschend glücklich mit
Diesem unberechenbaren
Wunder der Liebe in uns
Wenn und wo es sich zeigt
Was jenseits aller Erwartung
Zeigt auch in der Liebe geht
Manche Rechnung auf

jens tuengerthal 1.6.26

Liebesteilung

Liebesteilung 

Liebe ist schon der emotionale
Super GAU auch wenn schlimmer
Immer geht schafft die Liebe einen
Emotionalen Ausnahmezustand

Der durch nichts übertroffen wird
Nur in der Liebe gibt es noch eine
Steigerung die über allem liegt
Was Worte beschreiben können

Dies ist die glücklich geteilte Liebe
Eine zugegeben seltene Ausnahme 
Meist wird nur geliebt um auch
Geliebt zu werden als Deal der

Keine Liebe mehr ist sondern 
Ein billiger Kuhhandel nur 
Wenn du mich liebst dann 
Lieb ich dich dafür auch

Daraus entstehen Beziehungen
Die wie ein Geschäft sind das auf
Gegenseitigkeit beruht also zum
Fortbestand Bedingungen stellt

Liebe aber ist wenn sie ist
Bedingungslos also ohne jede
Erwartung die eher schon vom
Sicheren Ende der Liebe erzählt

Wo dies sich geteilt noch findet
Auch unter schwersten Bedingungen
Alles füreinander tut und sich auch
Bedingungslos dabei verteidigt

Die Liebe nicht zum Geschäft 
Machen sondern sie leben lassen
Im GIück sie zu genießen ist sie
Das größte vorstellbare Wunder 

Dazu kommt noch dass Teilung 
Etwas nach der Mathematik wie 
In der Natur um den Faktor verringert 
Durch den etwas geteilt wird

Wenn ich einen Kuchen aufteile
Bekommt jeder ein Stück vom
Ganzen das soviel kleiner ist wie 
Jeweils geteilt wurde ½ ¼ ⅛ 1/16

In der Liebe aber verdoppelt sich
Was geteilt wird noch um ein
Exponentielles Vielfaches was aber
Nicht berechenbar dafür fühlbar ist

So ist die Liebe nicht berechenbar
Aber wird geteilt verdoppelt und mehr
Was wir einfach zusammen darin eins 
Damit glücklich genießen können

jens tuengerthal 1.6.26