Freitag, 2. April 2021

Karwanderung


Karwanderung

Am Karfreitag ging es gen Pankow
Um über Schlosspark Bürgerpark
Zur Kirschblüte am Mauerpark zu
Gelangen dem krönenden Ende
Einer kleinen Wanderung die sich
Nur kurzfristig etwas verwirrte um
Am Ende auf 20 km zu kommen
Was zufrieden auf dem Diwan
Den Dichter hier liegen lässt
Wie schön ruhig wurde Pankow
Seit Tegel geschlossen wurde
Die nordöstliche Provinz Berlins
Wie nah liegt manche Schönheit
Die erst über Umwege erreicht
Denke ich zufrieden nach viel
Frischer Luft mit sogar Sonne
Das Schloss von Elisabeth Christine
In dem später auch Pieck residierte
Ohne es ästhetisch zu bereichern
Ein gerade geschlossenes Kleinod
Pankow eine östliche Kleinstadt mit
Einigen netten Häusern ist nicht
Weiter der Rede wert aber der von
Der Panke durchflossene Bürgerpark
Hat viel Schönheit und könnte was
Hermachen sehen wir vom eher
Nervigen zu lauten Gedudel in der
Örtlichen Gastronomie ab die wohl
Versuchte das letzte bürgerliche
Publikum zu vertreiben was im
Eigentlich so bebauten Pankow
Ohnehin einen schweren Stand hat
Zumindest in der Beseitigung der
Bürgerlichen Gesellschaft war die
DDR so erfolgreich wie in der 
Einheitlichen Färbung in Grau
Eigentlich war das Reich des
Real existierenden Sozialismus
50 Shades of gray rein farblich
Betrachtet und existierte auch
Genauso lang was aber beim
Gang durch Pankow seltsam
Präsent noch immer bleibt auch
Wenn es deutlich farbiger wurde
Ist der Schatten der DDR dort
Spürbarer als im Prenzlauer Berg
Der auch schwäbisch dominierten
Heimat des heimatlosen Dichters
Aber wir sind ja nun alle Pankow
Um so farbenfroher fand dieser
Spaziergang seinen Höhepunkt
Bei den bereits blühenden Kirschen
Am Mauerpark bei dem es wie
Immer vielsprachig wimmelte was
Dem weltstädtischen Geist dieser
Ecke von Berlin die auch Pankow
Heißt aber irgendwie anders ist
So sehr entspricht was immer
Nun mehr Berlin ist habe ich
Von Pankow kommend immer
Das Gefühl mit dem Sonderzug
Aus einer anderen Welt wieder
In mein Dorf zurückzukommen
Berlin halt viele Dörfer die eher
Nichts miteinander zu tun haben
Aber ineinander übergehen was
So verwirrend ist wie es klingt
Zumindest teilweise liegen noch
Kleingärten zwischen Pankow 
Und dem Prenzlauer Berg aber
Ob das passt sei dahingestellt
Die japanischen Kirschen neben
Der bereits zu Pankow gehörigen
Kleingartenanlage blühen stets
Als letzte wenn die am Berg
Schon fast verblüht sind aber
Nicht dass nun noch einer sagt
Wer zu spät kommt den aber
Hier kommt ja keiner zu spät
In Pankow passiert eben alles
Etwas später auch die Einheit

jens tuengerthal 2.4.21

Liebesmut


Liebesmut

Liebe ist ein Wagnis
Es erfordert viel Mut
Sich ohne Sicherheiten
Die es nie geben kann
In die Hände eines
Gefühls allein zu geben
Darum lieben viele nur
Halb oder unter Bedingungen
Doch die Liebe ist vollkommen
Bedingungsfeindlich weil sie
Wenn sie ist grenzenlos ist
Einfach ist was sie ist und
Sich damit völlig genügt
Sich erwartungslos verschenkt
Ohne jede Gewissheit wagt
Was völlig irrational ist
Warum zur Sicherheit der
Familien die Ehe kam
Als Stabilitätsfaktor auf den
Die bürgerliche Gesellschaft
Langfristig aufbauen kann
Der weniger mit Liebe als
Mit sicheren Verträgen nur
Zu tun hat wer also wirklich
Wagt zu lieben ohne Netz
In dies Wagnis springt was
Nur in Freiheit leben kann
Die größte Gefahr wie der
Kostbarste Schatz sein kann
Ihn zu entdecken erfordert Mut
Freiheit wie Gelassenheit um
Auf die Liebe vertrauen zu
Können statt zu zweifeln denn
Liebe bleibt bedingungslos
Ein Leben lang oder nie

jens tuengerthal 2.4.21

Freiheitsmut


Freiheitsmut

Sapere aude habe Mut dich deines
Verstandes zu bedienen ist seit Kant
Der Wahlspruch der Aufklärung um
So auszudrücken dass Befreiung aus
Der Unmündigkeit auch Mut braucht
Sich in die Freiheit zu stürzen ohne
Jede Gewissheit als das Gewissen
Zur kritischen Prüfung denn Freiheit
Ist zwar ein großes Glück aber auch
Eine lebenslange Aufgabe die uns
Ins Ungewisse stürzt ohne irgendeine
Sicherheit als das Vertrauen in die
Vernunft auch gegen Gefühle wie
Angst oder Aberglaube die steten
Begleiter des Menschen seit es
Ein Leben in Kulturen gibt die aber
Zugleich Unfreiheit bedeuteten
Weil sie nie dem KI genügen werden
Den Mut sich von allen Gewissheiten
Zu verabschieden die esoterische Welten
Mit ihren erlogenen Wahrheiten verkünden
Haben nur wenige die mündig wurden
Darum allen Aberglauben überwanden
Ihr Lohn ist die Freiheit die keinerlei
Sicherheit bietet als für sein Handeln
Vollständig verantwortlich zu sein

jens tuengerthal 2.4.21

Krisenmanagement


Krisenmanagement

Wer bewältigt die Krise am besten
Fragen sich derzeit viele Bürger
Dabei läuft nicht alles wie geplant
Manches muss korrigiert werden
Oder scheint hinterher absurd
Die Kanzlerin entschuldigte sich
Was mehr ihre Größe zeigte als
Ein großes Problem offenbarte
Doch wurde mit dem Horizont
Vor der Realisierung beschlossen
Insofern sich in der Krise aber
Ständig etwas ändert wird es
Dauernder Korrekturen bedürfen
Medien und Publikum aber urteilen
Mit dem Wissen ex post was die
Entscheiderinnen nicht hatten
Sich dies bewusst zu machen
Schenkt Toleranz und Freiheit
Einen kostbaren Schatz in Zeiten
In denen viele Misstrauen hegen
Lieber absurde Verschwörungen
Glauben als nüchtern zu betrachten
Was geboten und möglich ist dabei
Gibt ein Stück mehr Realismus
Gerade viel mehr Gelassenheit
Die besser tut als viel Aufregung
Es läuft noch nicht alles perfekt
Aber ziemlich viel zumindest ok
Wo der Staat noch üben muss
Sind die Bürger gefragt um so
Gemeinsam Verantwortung zu
Übernehmen denn nur meckern
Ist leicht gestalten dagegen die
Aufgabe die Zukunft erst formt
Wagen wir es gemeinsam ist
Viel für jeden dabei zu gewinnen
So interessiert mich viel mehr
Was kann ich besser machen
Als was die falsch machen
Die Freiheit nehm ich mir
Denn so betrachtet erst
Kommt es auf mich an

jens tuengerthal 2.4.21

Liebesvertrauen


Liebesvertrauen

Liebe ist gerne mal stürmisch
Ergreift uns voller Leidenschaft
Doch was lodernd beginnt endet
Oft im Nichts von dem so wenig
Bleibt wie es Fundament hatte
Als eben Strohfeuer ohne Bestand
Mit kurzen heißen hohen Flammen
Was aber bleibt und worauf ich auch
In Zeiten schwerer Not vertrauen kann
Ist was Liebe wertvoll macht die gibt
Ohne zu verlangen und da ist ohne
Mehr zu wollen als gut zu tun weil
Liebe wo sie ist völlig selbstlos ist
Was vielen unvorstellbar heute
Weil alles auf schnelle Gewinne
Zielt wird der wertvollste Schatz
Die selbstlose Liebe übersehen
Sie basiert auf Vertrauen ist die
Einzige die für immer bleibt
Warum es lohnt sich auf dies
Abenteuer ohne doppelten Boden
Mit Vertrauen als Währung einzulassen
Denk ich immer noch den die Liebe
Mit Misstrauen wie Eifersucht zu oft
Betrog denn es ist mir völlig gleich
Wer mit wem warum Sex hat
Solange ich auf die Liebe nur
Vertrauen kann die lieber gönnt
Als voller Sorge zu bewachen womit
Erst das Bedürfnis nach dem was
Andere Betrug nennen geweckt wird
Bin genügsam wenn ich liebe aber
Mit Zweifeln konfrontiert unglücklich
Vertrauen ist was in der Liebe zählt
Weil ein Gefühl eine Haltung ist die
Nur vertrauensvoll geglaubt wird
Ansonsten eine Illusion stets bleibt
Ist Eifersucht keine Option für mich
Nichts was je einen Grund hätte
Umgekehrt Vertrauen in das Gefühl
Der Gipfel des erreichbaren stets
Wo ich Vertrauen spüre bleibe ich
Wo dieses fehlt und Eifersucht als
Hässlichste Form des Misstrauens
Herrscht werde ich stets flüchten
Ohne Vertrauen ist keine Liebe
Worin das Vertrauen besteht ist
Eine Vereinbarung der Beteiligten
Da gilt keine Norm oder Erwartung
Voller Vertrauen gönnen können ist
Für mich die größte Liebe stets

jens tuengerthal 1.4.21

Donnerstag, 1. April 2021

Verschwörungsscharlatane


Verschwörungsscharlatane

Bei der heutigen Lektüre der großen
Grete de Francesco und ihrer klugen
Schrift über den Charlatan die gerade
Wieder in der Anderen Bibliothek neu
Erschien festgestellt wie wenig sich
Die Scharlatane zu allen Zeiten doch
Unterschieden warum die Nähe der
Sogenannten Querdenker zu den
Verschwörungstheoretikern aller
Couleur so logisch ist weil sich
Diese Lügner in ihrer Angst noch
Gegenseitig bestätigen da sie sich
Überall verfolgt und nicht ernst
Genommen fühlen aber logisch
Nicht umsetzen dass dies an ihrer
Absurden Sicht auf den Staat liegt
Wie die meisten Scharlatane der
Vergangenen Jahrhunderte über die
Grete de Francesco so klug schrieb
Werden sie an ihrem System von
Lügen irgendwann ersticken was
Bei Corona sehr passend scheint
Doch sei jedem kritisch denkenden
Menschen die Lektüre des Buches
Empfohlen das System der Lügen
Hinter jeder Verschwörungstheorie
Zu durchschauen um sich aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Alleine befreien zu können denn
Aufklärung beginnt mit dem Mut
Selbständig zu denken

jens tuengerthal 1.4.21

Coronasozial


Coronasozial

Gestern begegnete ich einer
Schönen klugen Frau die aus
Russland ursprünglich stammte
Aber schon Jahrzehnte hier lebt
Wir mochten uns und es war auch
Intellektuell ein spannendes Treffen
Bis das Thema auf Corona kam wo
Sie mich als typischen Deutschen
Hörigen Idioten bezeichnete der
Nicht erkennen wolle wie diese
Regierung uns betrügen würde
Dass es nur um Macht und Kontrolle
Ginge und die Deutschen wie Idioten
Alles mitmachen würden was die
Regierung wilkürlich anordnete
Versuchte auf 75.000 Tote noch
Zu verweisen und die drohende
Triage in den Krankenhäusern die
Ärzte zu Mördern machte weil das
System versagt und zu viele sich
Asozial zeigten und die Einschränkung
Zur Rettung von Menschenleben als
Zu viel enpfänden meinen ihre Freiheit
Auf Kosten von Menschenleben noch
Andere gefährdend verteidigen zu müssen
Aber es half nichts sie beschimpfte mich
Weiter als einen der Regierung hörigen
Journalisten die ja dafür bezahlt würden
Die Meinung der Regierung zu vertreten
Wie sie es vermutlich aus ihrer Kindheit
In der UDSSR noch gut kannte aber da
Reichte es mir und ich brach den Kontakt
Mit den Worten ab ich wünsche keine
Nähe zu Covidioten da Diskussionen da
Sinnlos wären was ihr sicher nicht ganz
Gerecht wurde denn dumm war sie da
Bin ich sehr sicher wirklich nicht nur
Eben nicht bereit zu Ende zu denken
Welche Folgen ihre Sicht für viele dann
Opfer der Pandemie hätte was wohl
Beide nach vorher schönem Gespräch 
Frustrierte und also schade war
Aber ich sah keinen Weg noch zu
Einer Verständigung zu finden
Warum finden manche Menschen
Etwas Rücksicht die auch lästig ist
Sonst wäre es ja keine die eine Pflicht
Zum moralischen Handeln begründet
Die Leben retten kann als zuviel aber
Glauben dafür lieber absurde Theorien
Der Verschwörung die alle Vernunft
Beleidigen und halten Menschen die
Sich aus Erfahrung und Kenntnis
Rücksichtsvoll verhalten für dumm
Beschimpfen sie als hörig obwohl
Sie es besser wissen könnten
Was treibt Menschen dazu ihre
Etwas eingeschränkte Freiheit
Für wichtiger zu halten als das
Leben der anderen das sie gerne
Riskieren und dafür sogar alle Vernunft
Beleidigenden Theorien der Verschwörung
Lieber folgen statt sich sozial zu verhalten
Natürlich nervt Corona langsam alle
Aber dank Impfungen ist ein Ende
Absehbar warum meinen manche sich
Wie ihr Freizeitvergnügen für wichtiger
Zu halten als die Rettung von Menschen
Verstehe es nicht und wundere mich
Aber vermutlich ist es müßig sich
Darüber noch aufzuregen wenn sie
Es nicht selbst merken ist wohl jedes
Weitere Wort überflüssig und das sie
Impfungen für Gift hält was sie nie
Ihren Kindern erlauben wird zeigt
Die Weltenferne dieser Menschen
Von denen manche Bill Gates für
Einen Giftmörder halten was bleibt
Dem normal vernünftigen da als ein
Rückzug und die Meidung des Themas
Vielleicht fühlen sich Menschen die
In einer totalitären Diktatur aufwuchsen
Immer eher verfolgt und benachteiligt
Halten soziales Verhalten für dumm
Hoffen wir dass Aufklärung und Vernunft
Auch diese Menschen noch erreicht
Damit sie sich aus der selbstverschuldeten
Unmündigkeit befreien können denn
Unfrei ist nicht wer tut was nötig ist
Sondern wer sich dadurch verfolgt fühlt
Irgendwie tun diese mir auch leid
Egal wie asozial blöd sie sich verhalten
Sind sie Opfer eines Wahns geworden
Hoffe sie finden irgendwann zurück

jens tuengerthal 1.4.21

Daimlerdividas


Daimlerdividas

Daimler zahlt dies Jahr eine Dividende
Was gut ist weil es den Gewinn spiegelt
Zeigt der Konzern macht Gewinne trotz
Corona-Krise und Lockdown die somit
An die Anteilseigner weitergegeben werden
Soweit so gut fraglich nur ob dies auch
Gilt insofern ein Unternehmen durch
Staatliche Gelder finanziert wird wie
Etwa die 700 Millionen Euro die Daimler
Durch Kurzarbeit einsparen konnte
Ob dann nicht der Staat in gleicher
Höhe seiner Ausgaben am Unternehmen
Beteiligt werden sollte um damit auch
An den Gewinnen beteiligt zu werden
Die das Unternehmen mit Steuergeldern
Erwirtschaften konnte womit zugleich
Die Freiheit des Marktes erhalten wird
Aber auch die Bürger am Gewinn ihrer
In Krisenzeiten sinnvollen Investition
Wieder beteiligt werden wie es auch
Sonst sinnvoller wäre das Sozialsystem
Statt nach dem falschen Modell von
Bismarck über staatliche Fonds nach
Norwegischem Vorbild zu sichern was
Zu einer nachhaltigeren Wirtschaft auf
Lange Sicht führte und den Umbau
In eine klimaschonende Wirtschaft
Die einzig Zukunft hat beschleunigte
Der Markt ist gut und regelt vieles
Ganz alleine aber dazu gehört auch
Wer in ein Unternehmen investiert
Wird als Anteilseigner beteiligt womit
Manche Auswüchse die natürlich sind
Weil jeder maximalen Gewinn erstrebt
Sich so von alleine justieren würden
Es ist gut wenn der Staat in Krisen
Investiert um Arbeitsplätze zu retten
Weil das Kosten spart und sozial
Stabilisiert und wenn Unternehmen
Infolge Gewinne machen fließen
Diese anteilig wieder zurück was
Gesetzlich zu regeln wäre ohne
Dabei in den Markt einzugreifen
Was beiden selten gut tut dabei
Könnte etwa die KfW als Investor
Auftreten über den dann auch
Das Kurzarbeitergeld gezahlt wird
Die Höhe der dadurch Einsparung
Wird in Beteiligung umgerechnet
Dann dürfen und sollen die Unternehmen
Gute Gewinne machen können aber
Die Kosten dafür nicht nur sozialisieren
Sondern der Staat als Anteilseigner
Profitiert von seiner Investition die
Zusätzlich den staatlichen Fond stärkt
Der die Zukunft der Sozialsysteme
Dann marktkonform sichert statt
Über einen Generationenvertrag sich
Weiter in die Tasche zu lügen würde
Das Land nachhaltig zukunftsfähig
Auch bei schrumpfender Bevölkerung
Das wäre eine wirklich demokratische
Deutschland-GmbH die allen gut täte
Teile und herrsche divide et impera
War schon in Rom eine gute Devise
Statt Einsparung und Ausverkauf
Würde das Land zum größten Investor
Ohne den Markt zu behindern würden
Steuergelder gewinnbringend angelegt
Zeit für eine marktgerechte Reform
Bei der dieser von einer staatlichen Bank
Verwaltete Fond auch langfristig durch
Investitionen den ökologischen Umbau
So steuerte wie soziale Investitionen
Zukunftsweisend anlegte damit wir
Für kommende Generationen auch
Verantwortlich wirtschaften ohne dabei
Den Markt unnötig zu lähmen wozu
Die Gewinnausschüttung von Daimler
Den Anlass gab und wir künftig uns
Darüber lieber freuen statt zu klagen
Wie ungerecht die Welt sei was sie
Klug investiert nicht sein muss

jens tuengerthal 1.4.21

Mittwoch, 31. März 2021

Frühlingsliebe


Frühlingsliebe

Spüre den Frühling nun überall
Die Nase läuft die Augen jucken
Aber jenseits des erwartbaren was
Alle Allergiker auch in der Großstadt
Jedes Jahr wieder plagt wächst auch
Der Frühling in mir voller Lust welche
Jene kleinen Lästigkeiten ignorieren
Lässt um das Konzert der Natur die
Beim heutigen Sonnenschein mit
Voller Besetzung das ganze Orchester
Spielen lässt auch ganz zu genießen
Noch viel zu warm angezogen für
Den Spaziergang in der Sonne
Schwitzte ich wie in der Sauna
Spürte die Wärme schon fließen
Ließ es laufen und freute mich
Am Leben und der Liebe zum
Frühling wie immer er sich dann
Eines Tages verkörpert ist es ein
Glück sich für einen Tag in den
Jungen Frühling zu verlieben
Komme was wolle ist was ist
Gerade so wunderbar schön
Leben um es zu lieben halt

jens tuengerthal 31.3.21

Blütenlust

Blütenlust

Welch Lust ist es durch den blühenden
Frühling über den Berg zu spazieren
Wie sich in strahlender Sonne überall
Die Blüten entfalten die Menschen im
Park plaudernd auf den Wiesen liegen
Manche auch mit Büchern auf Bänken
Bienen und Hummeln umschwirren
Die frischen Blüten mit Leidenschaft
Folgen der großen Lust ihres Lebens
Zu genießen was sich überall zeigt
Nicht unähnlich darin den Menschen
Die sich mehr oder weniger ausgezogen
Voller Lust einander zeigen vielleicht
In der Hoffnung die nächste Nacht
Endlich nicht allein zu verbringen
Weil die Natur es so will auch in der
Gerade Pandemie noch halten sie
Korrekt Abstand voneinander aber
Schon in der hier Präsentation liegt
Der Anfang der Balz wie jedes Jahr
Im Frühling wollen wir aufbrechen
Neuland im anderen entdecken wie
Zur Reise zueinander aufzubrechen
Die schönsten Blüten des Lebens
Miteinander reifen zu sehen um sich
Nach der Natur zu befruchten wie es
Die wieder überall Insekten gerade
Vormachen denn der Sex der Natur
Animiert auch uns zur Leidenschaft
So durch das wieder Blütenmeer am
Berg zu flanieren sexualisiert alles
Leben und jedes Lächeln wird tief
Wie hintergründig berührend zur
Dann reinen Lust am Leben

jens tuengerthal 31.3.21

Impfchaos


Impfchaos

Das hin und her bei AstrazEneca
Schadet der Inpfkampagne weil es
Misstrauen verstärkt wie den Prozess
Verzögert wer sollte sich nun noch
Freiwillig damit impfen lassen wenn
Es Alternativen gibt die nur Geduld
Erfordern aber nicht Leben gefährden
Es ist gut dass Stiko streng kontrolliert
Aber ein wenig Geduld scheint nötig
Auch als Befürworter der Impfungen
Würde ich mich nun nicht mehr mit
Diesem Impfstoff impfen lassen
In egal welch wechselndem Alter
Lieber geduldig abwarten bis es
Genug vom sicheren Impfstoff gibt
Ein wenig Geduld wäre ohnehin nötig
Sich im Chaos zurechtzufinden im
Ständigen Wechsel der Verbote die
Vielfach wilkürlich wirken so darf der
Brandenburger ab 22h nicht mehr
Sein Haus verlassen während der
Berliner daneben es noch darf
Ähnliches Chaos zur Öffnung der
Läden und Gastronomie weil der
Staat und die Verwaltung deutlich
Überfordert sind sollten die Bürger
Sich lieber selbst fragen was nun
Vernünftig und geboten ist wie
Entsprechend auch handeln um
Das Problem schneller zu lösen
Als es der föderale Staat schafft
Schneller zu denken als die nur
Verwaltung sollte vielen möglich sein
Machen wir was draus um uns im
Gerade Chaos zu orientieren
Was nötig und geboten ist
Weiß ohnehin jeder im Land
Die Kanzlerin predigt es nun
Seit einem Jahr unsere so
Verlässliche Pfarrerstochter
Folgen wir der Vernunft mit
Geduld und warten wir ab
Es wird alles noch dauern
Bis dahin müssen wir zuerst
Selbst die Nerven behalten
Irgendwann ist alles vorbei

jens tuengerthal 31.3.21

Dienstag, 30. März 2021

Liebeslernen


Liebeslernen

Eine Liebe die groß ist lässt uns
Im Leiden an ihr noch viel lernen
So habe ich vom größten Drama
Das mich in tiefste Depressionen
Stürzte am meisten wohl gelernt
Bin mir am nächsten gekommen
Auch um zu wissen was ich nie
Wieder so erleben möchte wie
Was mich im Kern ausmacht in
Verlassener Einsamkeit spüren
Gelernt und bin daran gewachsen
So gesehen kann ich mit Abstand
Auch dankbar auf Dramen schauen
Weil sie vorbei sind und ich daran
Wachsen konnte um zu wissen
Wie ich bin und was mir gut tut
Worunter ich wahnsinnig leide
Wann ich fast verrückt werde
Wie dünn die Grenze zum Wahnsinn
Im Leben häufiger ist als ich ahnte
Es ganz schnell gehen kann dem
Leben völlig verloren zu gehen
Wie schönste Träume sich im
Nichts der Leere verlieren
Von dem nur Schmerz blieb
Der mit jedem Gedanken weh tut
Bis sich irgendwann alles relativiert
Die große Gelassenheit danach
Ein wirkliches Geschenk ist was
Freiheit und Glück schätzen lehrt
Wissen lässt was Liebe ausmacht
Die beglückend wie tödlich sein kann
Dankbar all dies gelernt zu haben
Schaue ich lächelnd auf das was war
Weit weg ist was ganz nah war
Es blieb die Suche nach dem Glück
Was so häufig nur eine Illusion ist
Von der Liebe lässt sich viel lernen
Denk ich und bin gespannt was
Kommt um zu bleiben

jens tuengerthal 30.3.21

Lesezeit


Lesezeit

Lese sehr viel
Eigentlich immer
Wenn ich nicht gerade
Schreibe oder wandere
Vor allem lese ich gerne
Viel verdienenes parallel
Einmal um so in völlig
Verschiedene geistige Welten
Einzutauchen und zu genießen
Dann aber und vor allem auch
Um länger etwas von Büchern
Zu haben die ich wenn ich sie
Liebe gern jahrelang lese mir
Darum ganz viel Zeit lasse
Täglich nur einige Seiten
Manchmal auch andere nur
Um mich auf das Wiederlesen
Noch mehr freuen zu können
So lese ich in Montaignes Essays
Seit 30 Jahren immer wieder nur
Ein wenig bis mich ein Gedanke
Des klugen Franzosen packt
Über den ich dann selbst dichte
Während ich mich abschweifend
In seinen Abschweifungen veriere
Sie gerne noch ein wenig erweitere
Weil gute Lektüre weite Brücken baut
Die tief wie schön entdecken lassen
So ist Lesezeit ein Glück für mich
Bei dem ich nichts erledigen will
Es um so besser ein Buch mir gefällt
Desto weniger eilig damit habe warum
Das parallele Lesen den Genuss
Durch erhöhte Langsamkeit fördert
Noch viel zu lesen zu haben ist
Eine paradiesische Vorstellung
Lesezeit ist so Lebenszeit

jens tuengerthal 30.3.21

Lebenswandel


Lebenswandel

Klimawandel und gerade Corona
Fordern uns zum Wandel unserer
Gewohnheiten im Leben auf was
Gerade ein großes Murren auslöst
Weil jede zwangsweise Veränderung
Erstmal Unruhe stiftet aber wir haben
Auch die Möglichkeit die Veränderung
Als Chance zu begreifen um etwas aus
Dem Neuen für uns zu gewinnen womit
Es auch um eine neue Definition von
Gewinn geht die aus der Reduktion als
Einer Form der Konzentration schöpft
Was gegen alle Gewohnheit geht die
Wachstum stets expansiv verstand
Auch wenn immer mehr begriffen
Dass was gut ist stets exklusiv ist
Also selten und wertvoll womit wir
Vor einer geradezu revolutionären
Neudefinition lohnenden Lebens stehen
Es wird nicht mehr darum gehen so viel
Wie möglich zu erreichen sondern das
Was ist mit mehr Zeit langsam zu genießen
Aus weniger mehr Lebenslust zu ziehen
Sich auf das wesentliche zu besinnen
Was eine gesunde Gegenbewegung
Nach Jahren der Expansion bedeutet
Zur Ruhe bringt und mehr für sich aus
Dem macht was schon ist es als neuen
Luxus definiert nirgendwo hin zu müssen
Sich ganz viel Zeit zu lassen bei allem
Weil dann reich ist wer sie sich nimmt
Arm wer ständig getrieben unterwegs ist
Wir werden weniger mit mehr Zeit bei
Wie für sich in unser Zuhause investieren
Statt in Reisen lieber Freunde einladen
Lernen es als Luxus zu empfinden sich
Mit sich wohl fühlen zu können was wohl
Noch einige Zeit dauert bis es schließlich
Im Bewusstsein ankommt aber uns dann
Gelassenheit und Ruhe schenkt wie sie
Frühere Propheten fürs Jenseits erst
Versprachen und uns so unsere Welt
Mit viel mehr gesünderer Natur zum
Paradies machen was kein Jenseits
Mehr braucht und seine Ethik dafür
Am Humanismus orientiert der gut tut
Das Leben wandelt sich infolge der
Krisen aber es ist gut so und eröffnet
Ungeahnte Chancen zum Glück und
So gesehen ist alles gut so

jens tuengerthal 30.3.21