Samstag, 11. April 2026

Liebesleiden

Liebesleiden

In Bars kannst du alles
Leiden und Glück an der
Liebe parallel beobachten
Wie heute mal wieder hier

Während eine zarte schon
Ziemlich betrunkene Blonde
Erst Nina ihr Leid klagte um
Dann mit ihr lustvoll zu tanzen 

Findet sich zwei Meter weiter
Gerade ein frisches Paar mit
Allen Zeichen lustvoller Hingabe
Flirtet Nina danach mit jemand

Eine Dame plaudert während
Die verzweifelte Dame nun einem 
Silberlöwen ihr Leid klagt sehr
Engagiert mit Tino der dabei arbeitet

Das neue Paar zeigt sich Fotos
Die Blonde lässt sich trösten und
Während die Musik beschwingt 
Wird scheint das Leid zu verfliegen

Das unauffällige Paar am Fenster
Zahlt und macht sich auf den Weg
In die Horizontale wobei ihr schon
Das Stehen sichtlich schwer fällt

So nimmt die Nacht ihren Lauf
Alle suchen ihr Glück zumindest
Für Momente und darüber schwebt
Ein Hauch von Liebe irgendwo

jens tuengerthal 11.4.26

Partyriesling

Partyriesling

Im Crossroads herrscht heute
Partystimmung zumindest unten
Wie von der Musik während Tino
Mit Phil II die volle Bar schmeißt 

Nach großer Aufregung beim
Ankommen kurz nach Nina gegen
Viertel vor eins Platz genommen wird
Nun auch die Musik melodischer

Einige bekannte auch ältere Gesichter
Sitzen um die Bar in Gespräche wie
Getränke schon fortgeschritten hier
Vertieft und entsprechend fröhlich

Dazu laufen gerade Klassiker die
Glatt zum tanzen animieren während 
Nina mit blonder Lady nach der
Begrüßung aller plaudernd versank 

Zwei Damen und zwei Herren nun
Getrennt an der Bar plaudernd so
Herrscht Geschlechtetrennung was
Die Stimmung weiter beruhigt

Auch das Frauenpaar auf dem
Oberen kleinen Sofa ist gelassen
Inzwischen tauschen die Damen
Mit Tino Rezepte angeregt auf

Die beiden Damen vom Sofa gehen
Wechselnd die Örtlichkeiten hier 
Besuchen und sind so für Momente
Mit ihren Telefonen beschäftigt 

Die Herren plaudern wenig zum
Bier rauchend sind aber dabei
Gelassen sich zunickend anwesend
Die Party wird zur ruhigeren Nacht

jens tuengerthal 11.4.26

Freitag, 10. April 2026

Lustlangeweile

Lustlangeweile

Während ich merke wie mich
Frauen immer mehr langweilen
Auch wenn dafür Natur noch
Gelegentlich funktioniert hat

Der einst Casanova mit den 
Mindestens zwei oder drei 
Geliebten parallel wie in den 
Letzten Jahren meist genug

Es kam mich nochmal reizen
Den Schwanz zu heben wenn
Die Natur provoziert wird denn 
Dazu funktionierte sie zu lange

Viel zu dominant im Leben
Konnte Sexuelles alles übrige
Noch ganz leicht verdrängen 
Heute muss ich mich aber eher

Aufraffen um überhaupt noch
Lust auf Frauen mal zu haben
Sie langweilen mich viel eher
Als noch spannend zu wirken

Ständige Wiederholung der
Immer gleichen Spiele langweilt
Lässt selten noch etwas erwarten
Was dem wenigen mehr Wert gibt

Außer mit viel Gefühl und Geist
Wo die Liebe intellektuell wird
Geistige Welten sich treffen
Aber eigentlich ist das Gefühl

Nicht die oder die muss ich
Unbedingt noch haben oder
Was gäbe ich dafür sie als 
Mann berühren zu dürfen

Von ihr gewollt zu werden
Sondern was bringt es noch
Ist es Zeit und Aufwand wie 
Die körperliche Anstrengung

Noch irgend wert oder werde ich
Lieber Lesen Dichten Träumen
Statt mit meist schlichten Wesen 
Stundenlang Spielchen zu spielen

Die sich auch über Monate noch
Ohne Befriedigung miteinander
Je zu finden hinziehen können
Schien mir früher fast jede noch

Irgendwie reizvoll finde ich heute
Kaum eine noch weiterer Mühe wert
In diesem seltsamen Zustand
Der sich vom sexuellen Leben

Langsam verabschiedet wird
Was wirklich verbindet bedeutsam
Liebe ich nicht weil ich sie so
Geil finde und unbedingt will

Wie früher so manche noch was
Heute keine mehr wecken kann
Es waren einfach genug
Sondern finde ich eher dennoch

Geil und wunderschön weil ich
Sie liebe und wir geistige
Welten teilen bei denen auch
Das sexuelle schön ist aber

Als eines unter vielen was uns 
Verbindet nicht als Zweck an sich 
Das ist neu und gerade spannend
Darum kann die Liebe nun auch

Auf Distanz Erfüllung finden
Vielfältig miteinander noch
Glücklich weiter sein und
Das ist auch gut so 

Ob die sich ändernden Bedürfnisse
Eher an natürlicher Impotenz liegen
Die Mann natürlich ereilen oder an 
Kraft des Geistes bleibt spannend

jens tuengerthal 10.4.26

Rechts-Links-Blindheit

Rechts-Links-Blindheit

Ein erstaunliches Phänomen greift
Immer weiter im politischen Bereich
Mit zunehmender Polarisierung noch
Potenziert deutlich sichtbar um sich

Rechts-Links-Blindheit lässt sonst
Kritisch denkende Menschen zu 
Undifferenzierten Nachbetern ohne
Kritischen Blick auf Fakten werden

Linke Frauen etwa die sonst sehr
Für Gleichberechtigung sind können 
Unendlich Verständnis für den Islam
Als chauvinistische Sekte noch haben

Statt europäischen Laizismus wie
Gleichberechtigung zu verteidigen
Tolerieren sie Diskriminierung aus
Postkolonialem Schuldgefühl

Die Reduktion dies käme daher weil
Viele sich im Rahmen der Krise um
Flüchtlinge muslimischen Männern 
Bereitwillig hingaben reicht nicht

Es ist eine geschlossene Ideologie
Die nur durch partielle Blindheit noch
Erklärbar ist weil ohne alle Vernunft 
Eigene Ideale dabei verraten werden

Auch der traditionell typisch linke
Antisemitismus genügt nicht mehr
Die Blindheit für jüdische Opfer oder
Iranische Frauen zu begründen

Rechte sehen sich durch Muslime
Wie das Abendland bedroht und
Wollen gegen den Islam die durch
Die Aufklärung erst gewonnene

Freiheit von der Macht des Glauben
Für das christliche Abendland dabei 
Mit Besinnung auf unfreie Ideale wie
Maximale Intoleranz wieder erreichen

Wie traditionelle Frauen aus dem
Rechten Lager sich plötzlich eine
Neue Diskriminierung wünschen
Aber Frauen im Iran befreien wollen 

Rechte loben und verstehen Trump
Oder Orban auch wenn dies ihren 
Sonst Interessen zuwiderläuft und
Warnen den Papst zu links zu sein

Internationale Nationalisten wollen 
Global gemeinsam agieren um ihre
Schlichten lokalen Interessen im
Kollektiv besser durchzusetzen

Linke verurteilen Israel weil dort
Rechte regieren nach klassisch
Antisemitischen Mustern die sie
Kritisch befragt von sich weisen 

Nutzen die Sprache einer Gruppe
Primitiver Islamisten um deren
Antisemitismus zu verteidigen
Reden von Völkermord in Gaza 

Glauben die Gerechtigkeit dabei
Zu verteidigen ohne zu merken
Dass sie Hamas Propaganda die 
Antisemitisch ist damit verbreiten 

Die Blockade Aufrufe gegen Israel
Gleichen im Wortlaut wie in den 
Methoden denen des Stürmer im
Nationalsozialismus nur links halt 

Das Freund-Feind-Denken nach
Schlichtem Muster ersetzt das
Kritische Denken immer mehr
Entsprechend brutal die Folgen 

Für eigene Fehler blind kann 
Die andere Seite nur böse sein
Wollen beide gerne verbieten 
Stellen die Freiheit dafür infrage

Das kann keine gute Aussicht
Je geben weil beide Pole nur
Weiter polarisieren wie das Böse
Beim je anderen nur sehen

Nicht jede sprachliche Entwicklung
War gut mache polarisierte nur weiter
Statt Teilhabe aller zu verbessern
Dies verstärkte die Abneigung nur

Gegen Rechts-Links-Blindheit hilft
Nur mehr Mitte und Vernunft statt 
Ideologischer Pauschalisierung ist
Mehr Toleranz darum nötig

Erreicht werden kann dieses Ideal
Durch weniger feste Meinung statt
Gewohnter Erwartung um wieder
Mauern einzureißen statt zu bauen

Damit am Ende die Vernunft siegt
Die gute Kompromisse sucht mit
Denen alle besser leben können
Was das einzige Ziel sein sollte

Alle an Rechts-Links-Blindheit
Noch erkrankten sollten sich
Zugunsten liberaler Mitte lieber
Zurückziehen für Lösungen

jens tuengerthal 10.4.26

Donnerstag, 9. April 2026

Lektürentagebuch 7. - 8.4..26

Lektürentagebuch 7. - 8.4..26

Gestern die letzten beiden Kapitel
Des ersten Teils des Familienroman
Korrektur gelesen ergänzt und dann
Beim Formatieren verschwand das 

Zuerst gelesene Kapitel was ich leider
Erst am Ende feststellte und darum
Das etwas kitschige letzte Kapitel
Gleich doppelt gelesen bis tief in

Den Abend hinein warum es dann
Nach sieben Stunden Lektüre auch
Dabei blieb dafür heute nun den
Band zur Großmutter begonnen 

Zuerst der Besuch bei ihr im Heim
Schon gegen Ende des fast hundert 
Jahre währenden Lebens sodann die
Abenteuer ihres Vaters vorab 

Vom Torfkraftwerk in Ostfriesland
Zum letzten Flug der Roten Baron
Ein wenig in die Kulturgeschichte
Des letzten Jahrhunderts getaucht 

Wie unvorstellbar scheint es heute
Dass der Urgroßvater erst das fern
Gelegene Ostfriesland elektrifizierte
Wie Richthofens Maschine checkte


Noch weiter zurück ging es danach
Mit der Verfeinerung der Deutschen
Bei der Erwin Seitz von den Kelten 
Als Hochkultur hier etwas erzählte

Wie diese im Donauraum schon erste
Große Städte errichteten die aber nur
Beschränkte Zeit hielten dennoch im
Handwerk wie kulinarisch bereits eine

Hohe kulturelle Entwicklung zeigten
Sie kommen im Donauraum auf ab
Etwa 800 vdZ in der Eisenzeit und
Kommen bis nach England hinauf 

In Europa bis ins erste Jahrhundert
Sie bauten für ihre Fürsten große 
Hügelgräber in denen teilweise sehr
Fein gearbeitete Töpfe sich fanden

Auch Möbel wie der Diwan auf dem
Der verstorbene Fürst platziert wurde 
Aus teilweise Messing und Gold mit
Rollen darunter zeigen Hochkultur

Es gibt Nachweise von Schrift die
Das Analphabeten Gerücht des 
Später mit dem Schwert verbreiteten
Christentum Lügen strafen doch 

Dazu kommt leider wenig zur hier
Mögliche kritischen Frage was zwar
Nicht wundert da eher gewöhnlich
Aber der Verfeinerung gut täte

Hinweise auf große Feste zu denen
Der reichste Fürst alle Stämme einlud 
Wie mit Essen und Wein versorgte
Zeigen eine differenzierte Kultur

Die Nutzung von aus dem Süden
Importierten Olivenöl und Spuren 
Von Speisen zeigen eine feine 
Kultur die hier zu genießen wusste

Auch der Schmuck der Gefäße
Zeigt feines Kunsthandwerk damit
Eine arbeitsteiligen Gesellschaft
Nicht nur primitive Genügsamkeit

Seitz nutzt das um wieder einen
Schlag gegen die Propaganda vom 
Schlichten Germanen nach Tacitus
Der genügsam lebte zu setzen

Zwar scheint es treffend die eher
Schlicht primitive Interpretation
Nach Luther zu hinterfragen doch 
Widerspricht Seitz sich schon selbst

Tacitus beschreibt nämlich die
Genussfreude der Germanen
Welche gut zu essen wussten
Ihre Gäste großzügig bewirteten

Auch Karl Martell der Großvater
Von Karl dem Großen der 732 in 
Der Schlacht von Poitiers wohl
Die Mauren aufhielt griff dabei

Auch auf ostfriesische Stämme
Zurück die selbst erst unter Karl
Dem Großen christianisiert wurden 
Was zeigt da gab es mehr als

Das Christentum als zu lange
Dominante Sekte hier zuließ
Vor allem eine Kultur des Genuss
Bevor die eher lustfeindliche 

Monotheistische Sekte sich hier
Breitmachte da fehlt Seitz etwas 
Der weite Blick über den zu 
Engen Tellerrand noch hinaus

Schon graust es mir vor dem
Nächsten Kapitel zum Moselwein 
Diesen völlig überschätzten wohl
Schlechtesten deutschen Wein 

Aber was soll ich auch von einem
Biertrinker hier große Kultur noch
Erwarten oder feinen Geschmack
Aber der Ansatz ist sehr positiv

Die Idee der Verfeinerung der Kultur
Als Gegenstück zur so primitiven
Vergröberung nach Trump oder
Putin ist ein sehr guter Ansatz

Dieser US Steinzeitmensch der
Drohte eine Hochkultur einfach
Zu eliminieren fern aller feinen 
Geistigen Kultur nur ein Ami ist

Jemand der stolz ist nie ein Buch
Gelesen zu haben und sich den 
Ganzen Tag mit Fernsehen informiert
Kann nur dumm und primitiv sein

Verfeinerung braucht Frieden wie
Eine Kultur der Differenzierung die
Friedlich lebt um sich so auch zu
Entwickeln statt zu zerstören

Die vom christlichen Aberglauben
Noch besessenen unfreien Amis
Bieten wenig Aussicht auf eine
Friedliche kulturelle Entwicklung

Das demokratische laizistische
Europa dagegen bietet ein Modell
Für ein friedliches miteinander
Verschiedener Kulturen uns an

Wenn bald in Ungarn und dann
In Teilen der USA gewählt wird
Könnte dieser Weg gewinnen 
Was Hoffnung machen könnte

Es kommt für die Zukunft auf
Die Verfeinerung an gegen die
Primitiven Grobiane deren Horizont
Nie weiter wurde ohne Bücher

Auch darum ist dieses Buch als 
Kulturgeschichte der Verfeinerung
Ein großer Schatz für mich der
Noch dazu von meinem Schatz kam 

Liebe Kultur und ihre Verfeinerung
Sind was es für die Zukunft braucht
Ein neues miteinander zu finden statt
Primitiv aufeinander einzuschlagen 


Wo von Liebe die Rede ist lag es
Nahe in Siri Hustvedts Ghost Stories 
Der Liebeserklärung für den toten
Paul Auster ein wenig weiter zu lesen

Ihre Gedanken zu dieser Zeit wie 
Der erste Brief an seinen Enkel
Zeigen es gibt noch nicht primitive
Amerikaner die achtsam denken

Es ist von besonderer Schönheit
Wie Siri die Erlebnisse mit ihrem 
Kleinen Enkel dem Sohn ihrer Tochter
Sophie voller Liebe beschreibt

Miles Geburt und Pauls Tod in
Eine Reihe stellt wie Miles nun
In ihren Armen einschlief wie einst
Sophie die Tochter von Paul und ihr

Sie sieht den guten und schönen
Umgang der Eltern mit ihrem Enkel
Paul wertschätzte beide noch in
Seinem ersten Brief an Miles 

Einer der geht und es weiß
Schreibt an den der kam und
Noch lange nicht lesen kann
Aber für eine gute Zukunft 

Die Liebe die in diesem Buch steckt
Das eine Liebeserklärung auch an 
Den verstorbenen Mann ist wie ein
Weg aus der lähmenden Trauer ist

Wird lesend spürbar und das ist
Neben dem feinen Stil von Siri
Dieser so klugen differenzierten
Autorin eine wirklich große Freude

Sich zu erinnern es gibt auch die
Kultivierten intelligentem Amis
Nicht nur primitive faschistoide Typen
Wie Trump oder Musk was gut tut

jens tuengerthal 9.4.26

Mittwoch, 8. April 2026

Waffenstillstand

Waffenstillstand

Ein Waffenstillstand ist noch kein
Frieden aber zumindest schweigen 
Die Waffen nach dem Lärm voriger
Schlachten was zuhören lässt

Einander zuhören um sich besser
Verstehen zu können wäre schon
Ein guter Anfang für eine dann
Bessere friedlichere Welt in Zukunft

Nach der größtmöglichen Drohung
Der Vernichtung einer ganzen Region 
Die eine Kultur ausradieren wollte
Durch den vermutlich wohl längst

Geisteskranken Präsidenten der USA
Einen Mann ohne jede Kultur der für 
Alles steht was die USA hässlich wie 
Verhasst in der Kulturwelt macht

Ist der nun Waffenstillstand viel mehr
Als noch irgendwer zu hoffen wagte
Nähme noch wer irgendwen ernst
Unter den wahnsinnigen Führern

Bei diesem Geschacher über Leichen
Nur Israel kämpft weiter gegen die
Hisbollah Terroristen im Libanon
Diesen Wurmfortsatz des Iran

Was das Feuer am Lodern hält
Erreicht wurde eher wenig auch
Wenn alle das Gegenteil betonen
Die hässliche Seite der Politik

Zumindest wird nun verhandelt
Statt weiter Krieg zu spielen der
In einer globalisierten Welt nie
Lohnt oder funktionieren kann

Die Mullahs sind damit gestärkt
Die USA geschwächt und noch
Mehr Objekt des Hasses geworden 
Israel hat den Frieden verschoben

Was keinem Vorteile noch bringt
Außer die Konservativen zu stärken
Die von der Angst immer leben 
Welche den Westen reich machte

Wohin das zu Ende gedacht führen
Soll bleibt noch völlig unklar aber ein
Weiterer Krieg zeigte der Welt wir 
Brauchen keine politischen Führer

Ohne Nationalstaaten gäbe es keine
Territorialen Kriege mehr die Macht
Des Aberglauben bricht nur die 
Vernunft auf Dauer erfolgreich

Keine Macht für niemand wäre die
Perspektive für ewigen Frieden den
Kant so klug schon voraus dachte
Unklar nur ob der Mensch soweit ist

jens tuengerthal 8.4.26

Liebesentscheidend

Liebesentscheidend

Entscheide ich mich für die Liebe 
Oder bestimmt diese mich weil 
Der Wille verliebt kaum mehr
Frei zu nennen ist sondern
Sich willig dem Gefühl unterwirft
Überlege ich ohne an ein
Schicksal glauben zu wollen
Das unfrei mich machte 
Lieber will ich mich bewusst
Für dich und damit uns
Entscheiden weil so
Die Liebe eine gute Wahl
Immer bleiben soll und
Nichts was mich fesselt
Denke ich und bin mir
Dabei dessen ganz sicher
Weil ich so lieben will
Auch wenn ich nicht weiß
Ob die Liebe mich auslacht
Wie immer macht was sie will
Aber zumindest kann ich so
Sagen ich will dich statt
Wir sind füreinander bestimmt
Weil ich es genau so will 
Ganz egal wie es ist
Verdient meine Liebste 
Bewusst gewollt zu werden
Das genügt mir es zu tun
Entscheide mich gerne
Für die Liebe

jens tuengerthal 8.4.26

Dienstag, 7. April 2026

Ostermontagsspaziergang

Ostermontagsspaziergang

Vom Eise befreit war Berlin schon
Am Sonntag aber sonniger war
Der Montag dafür an dem ich nun
Neun Kilometer am Berg lief

Vom Helmholtzplatz aus in schönster
Sonne zum Arnimplatz leider allein
Aber auf diesem Wege zumindest
Inniger noch der Liebsten gedenkend

Zu den japanischen Kirschen an der
Bösebrücke die einst noch zwischen
Ost und West stand heute nur die
Zwei Bezirke Berlins hier trennt

Zum Glück gibt es noch eine schön 
Weiß blühende kleine Allee vor der
Oben genannten Brücke denn die
Japanischen Kirschen brauchen noch

Ein wenig zwischen den noch nicht
Geöffneten Blüten frustriert flaniert 
Um dann zum Mauerpark zu gehen
Über den sonnigen Schwedter Steg

Dort blühte es noch zart rosa mit
Vielen asiatischen Pärchen wieder
Die ihre Liebe dort gefühlvoll feiern 
Was die rosa Blüten nicht stört

Zurück durch den Mauerpark dann
An der Max Schmeling Halle vorbei
Wie jenseits der Schönhauser noch
An der Bremer Höhe vorbei wo

Vor dem Crossroads noch eine
Wunderbar blühende Kirsche steht
Der das Amt schon an den so
Zauberhaft blühenden Stamm wollte

Die Raumer hoch zurück zum Platz
Diesen einmal umrundet und das
Schreiben zu Literatur und Land
Begonnen was hier beendet wird

jens tuengerthal 6.4.26

Montag, 6. April 2026

Lektürentagebuch 6.4.26

Lektürentagebuch 6.4.26

Im eigenen Familienroman über das
Kriegsende 1945 die Flucht mit dem
Pferdewagen aus Mecklenburg bis zur
NATO in Paris wieder gelesen

Erlebnisse und Erinnerungen treffen
Auf historische Ereignisse und sind
Wie der Autor merkt noch um die
Persönlichen Erlebnisse zu ergänzen

Dieser Teil wird also noch etwas 
Wachsen denke ich und werde dazu
Nochmal die Erinnerungen meiner
Großmutter an die Flucht lesen


In der Verfeinerung der Deutschen
Von Erwin Seitz ging es um die
Wahrheit der Archäologen statt der
Mythen die ein Tacitus dabei erfand

Weit geht es dafür zurück bis zum
Jahr 12500 vor der Zeitrechnung als
Im fruchtbaren Halbmond bereits der
Getreideanbau mit Siedlung begann

Der fruchtbare Halbmond ist ein
Gebiet von der Levante also der
Mittelmeerküste bis Ägypten zum
Persischen reicht indem wohl die

Wurzeln unserer Kulturen liegen
In Mesopotamien und Ägypten wo
Auch als Rauschmittel und Getränk
Erstes Bier gebraut schon wurde

Hier entwickelte sich mit Uruk am
Euphrat etwas 3500 vdZ die erste
Städtische Siedlung mit vermutlich
Bis zu 20.000 Einwohnern wo auch

König Gilgamesch etwas 2700 vdZ
Regierte über den wiederum der
Gilgamesch Epos erzählt welcher
Seit 1800 vdZ in Keilschrift bekannt

Dort werden erst jene Menschen als
Zivilisiert bezeichnet die Brot essen
Wie dazu Bier trinken was Seitz wohl
Gerne als kultiviert betrachtet wieder 

Hierzulande begann die Rodung
Erster Waldgebiete die Licht in das
Wilde Land nach der Eiszeit brachte
Etwa ab 5500 vor der Zeitrechnung

Die Siedlungsbewegung kam wohl
Von Südfrankreich nach Norden dabei 
Ist unklar ob die Bauern aus dem
Süden gen Norden zogen oder

Die hiesigen Jäger und Sammler
Neue Gewohnheiten von südlichen
Siedlern eher übernahmen teils
Werden alte Pflanzen wiederentdeckt

Dazu führt er etwas den Bärlauch an
Jagd und Fischfang sorgten für ein
Breiteres Nahrungsangebot mit teils
Delikatessen wie Flusskrebsen

Auch das Handwerk verfeinerte sich
So ist ein Brunnenkasten gefunden
Worden der 5084 vdZ gebaut wurde
Mit guter Zimmermannstechnik dabei 

Es wurde Vieh gezüchtet und Käse
Produziert und Brot gebacken auch
Öl aus Pflanzen wurde gewonnen 
Schon seit rund 7000 Jahren hier

Sichtbar begann ein Kulturleben
Was an kultischen Anlagen zur
Himmelbeobachtung deutlich wird so
Auch die Himmelsscheibe von Nebra

Die zusätzlich noch auf eine feine
Hochkultivierte Exportwirtschaft für
Edelmetalle aus anderen Regionen
In Europa uns noch hinweist 

Die älteren Ringsteinwälle dienten 
Wohl auch der Himmelsbeobachtung
Zeigen in ihrer Ausrichtung bereits 
Eine genaue Kenntnis der Natur

Eine Kultur die Zeit für solche Bauten
Findet statt nur Nahrung zu suchen
Ist zumindest auch arbeitsteilig
Es sind also frühe Sakralbauten

Etwa um 3000 vdZ tauchen auch
Nördlich der Alpen bereits Pflug Rad
Wie also erste deutsche Wagen auf
Die Pflanzung differenzierte sich

Der nächste Schub kam in der
Bronzezeit ab 2200 vdZ es begann
Eine gesellschaftliche Differenzierung 
Es findet sich auch Goldschmuck

Aus dieser Zeit stammt auch die
Himmelsscheibe von Nebra die
Exakte kalendarische Bestimmung
Ermöglichte Herrschaft über Zeit gab

Hierzu wird auch von Goldhüten
Erzählt von denen vier bekannt
Sie hatten wohl kalendarische wie
Kultische Funktionen und weisen 

Auf eine verfeinerte Kultur schon hin
Die sich deutlich weiterentwickelt hat
Zeit findet Menschen die Schmuck 
Oder kultisches fertigen Zeit zu geben 

Ein spannender Überblick über den 
Beginn der Kultivierung Deutschlands 
Der ältere Verfeinerung offenbart als
Das Christentum noch gelten ließ

Sehr wenig wissen wir bis heute
Über die Mythen und Erzählungen
Der vorchristlichen Zeit als wäre 
Es Urwald und Wildnis gewesen

Spannend ist darum der Blick auf
Die Wurzeln unserer Kultur der
Tiefer blicken lässt und deutlich zeigt
Die Verfeinerung hat Tradition hier

Was ging einer Kultur verloren die
Für monotheistischen Aberglauben 
Ihre eigenen Wurzeln völlig vergisst
Welchen Wert hat diese Zeit noch

Fragte mich bei der Lektüre ob die
Menschen in einigen hundert oder
Tausend Jahren unsere Unkultur
Mit Kopfschütteln nur betrachten

Tiefer noch in die feine Kultur taucht
Das Essay von Lucy Wasensteiner
Über Max Liebermann als Maler und
Sammler der Impressionismus ein

Es beginnt mit dem Nachruf den der
Schon 79 jährige Max Liebermann
Im Mai 1927 auf Monet schrieb der
Fein den Impressionismus definiert

Als Maler die malen wollten was sie
Sahen die naiv waren und dies auch
Möglichst bleiben und sein wollten 
Nachahmung der Natur ohne Religion

Es gibt viele Parallelen zwischen
Liebermann und der Kunst des
Impressionismus ab 1900 doch schon
Ab 1890 sammelte er deren Bilder

Bis zu seinem Tod 1935 wurde seine
Sammlung bedeutendste private
Sammlung des Impressionismus 
Was genau erwarb er und wie wirkte 

Seine Sammlung auf seine Kunst
Er wuchs schon in einem Milieu in 
Dem es Norm war Kunst zu sammeln 
Wuchs im Stüler Palais ab 1857 auf

Im Jahre 1898 kaufte er so auch das
Gemälde Monets Manet malt in 
Monets Garten in Argenteuil was zur
Gründung der Berliner Secession im

Gleichen Jahr passt sie war für ihn
Ein Zeichen aufstrebenden Lebens
Eine Wiedergeburt bei der eine junge
Frische Kunst die impressionistische

An die Stelle der alternden Kunst trat 
So erwarb der im ersten Jahrzehnt
Des Jahrhunderts sehr erfolgreiche
Liebermann da auch viele Werke

So wird die Geschichte des Erwerb
Seiner Monets oder Degas auch im
Bezug zu seiner Malweise erläutert
Auch für Cézanne begeistert er sich

Die umfangreichsten Erwerbungen
Stammen aus dem Werk von Manet
Mindestens zehn kamen in seine
Sammlung er schätzte ihn sehr

Dabei besonders die vereinfachte
Qualität seiner Formen und auch
Kompositionen die Bewahrung der
Frische einer Skizze im Gemälde 

Seine große Fähigkeit im Umgang
Mit Material und Farbe warum er
Manets Sattheit der Farben wie die
Fülle des Tons sehr bewunderte

Nur Rembrandt meinte Liebermann
Wusste mit so wenigem so viel zu
Geben was auf kraftvollste Arbeiten
Liebermanns aus der Zeit hinweist

Einen seiner Manets erlangte er
Durch eine Wette mit seinem Pariser
Freund Charles Ephrussi im Fall
Dreyfus Fischerboot mit Rückenwind

Der gegen Manet und Liebermann
Gerichtete Antisemitismus tat ein
Übriges ihn dafür zu begeistern
Könnte auch für den Pissarro gelten

Dieses Gemälde erwarb er aus
Der Sammlung Zolas der auch 
In der Affäre Dreyfuss Partei mit
Seinem Text J’accuse…! ergriff 

Dieses Bild kam wiederum über
Paul Cassirer zu Liebermann
Dass Pissarro wohl auch noch
Jüdische Wurzeln hat half auch

Nach Liebermanns Rückzug als 
Präsident der Berliner Secession 
Kaufte er das Sommerhaus am
Wannsee in der dort Villenkolonie 

Weil der Weltkrieg die Reise in
Die Niederlande unmöglich machte
Wurde der Wannsee sein zentrales 
Sommermotiv mit Garten und Haus

Die Räume waren hell und klar
Eingerichtet und spiegelten das
Reformdenken wie auch der Garten
Mit Nutzgarten und Ziergarten

Hier hingen auch zahlreiche Werke 
Seiner eigenen Kunstsammlung
Er war seit 1920 Präsident der
Preußischen Akademie der Künste 

Liebermann zeigte sich gern mit
Seiner großen modernen Sammlung 
Die zu seinem Markenzeichen wurde
So sind seine Bilder von dort auch

Dabei lässt Liebermann seine Figuren
Stärker mit der Landschaft dabei noch
Verschmelzen als Manet es tat doch 
Wächst er in den Zwanzigern noch

Über seine französischen Vorbilder
In Abstraktion und Sättigung hinaus 
Wurde dort fast postimpresionistisch 
Ab 1914 stagnierte die Sammlung 

Zum Abschluss berichtet das Essay
Noch über den Verbleib dieser so 
Großartigen Sammlung die sich
Nach Liebermanns Tod zerstreute

Wie ein Teil noch vor dem Tod von
Martha Liebermann in die USA kam
Max noch 1933 einige Bilder seiner
Impressionisten nach Zürich gab 

Sie dort einlagern zu lassen jedoch
Gingen 180 Objekte und Bilder 
Der Sammlung verloren auch infolge
Des Krieges blieben sie unauffindbar

jens tuengerthal 6.4.26