Donnerstag, 11. September 2025

AshestoRishikesh

AshestoRishikesh

Heute zur Vernissage der Ausstellung
Ashes to Rishikesh von Gisela Getty
Im Ryan Mendoza Studio gegangen
Im Rahmen der Berlin Art Week

Die Ausstellung dokumentiert den Tod
Von Giselas Schwester Jutta Winkelmann
Zeigt deren Sterben in sehr eindrücklichen 
Bildern der an Krebs erkrankten Jutta 

Doch sind sie keine Dokumentation des
Endes sondern zeigen das bewusste
Dabei radikale Leben im Übergang der
Ein Weiterleben in der Verwandlung bringt

Daran glaubte Jutta Winkelmann fest
Sah das Ende nicht als Bruch sondern
Als Durchgang und in Giselas Bildern 
Begegnet uns keine Leere der Angst 

Sondern tiefes Vertrauen in den Wandel
Den sie klar furchtlos voller Zärtlichkeit
Auch dabei noch annehmen was in den
Bildern deutlich sichtbar und spürbar ist

Der andere Blick auf den Tod mit dem
Sie sich über Jahre schon geistig
Auseinandersetzten ist eine neue letzte 
Revolution als Liebeserklärung ans Leben

Wie schön war es dort nach Jahren wieder
Gisela zu treffen zuletzt hatten wir uns bei
Der Twins Ausstellung im Café Einstein
Unter den Linden noch alle gesehen

Damals war auch Jutta dabei und wie
Dieses Mal als Überraschungsgast auch
Rainer Langhans mit dem die Schwestern
In einer spirituellen Gemeinschaft leben 

Welch Glück war es bei dieser Vernissage
Auch Paul Getty Giselas Sohn zu treffen
Wie später im Gespräch mit Gisela wie
Rainer über ihre geistiger Reise zu reden

Die Bilder von Gisela Getty entstanden
In enger Zusammenarbeit mit Jutta die
Als prominente Figur der 68er Bewegung
Wie die Kommune 1 Bekanntheit erlangte

Wie sie 1968 eine neue freie Lebensweise
Erfanden und lebten eröffnen sie nun einen
Neuen freien Dialog über Tod und Sterben
Als spirituelle Reise zum Neubeginn

Ganz intim setzt sich die Ausstellung in 
Intensiven doch zarten Bildern mit dem
Tod und dem Sterben auseinander das
In unserer Kultur noch tabuisiert bleibt

Jutta Winkelmann wurde so zu einer
Pionierin des selbstbestimmten wie 
Bewussten Sterbens die ihren Abschied
Aktiv mitgestaltete passend zum Leben

Über Jahrzehnte haben sie Sterben lernen
Als radikale Transformation mit Meditation
Gemeinsam geübt und bis zuletzt arbeitete
Jutta an dem Comic Mein Leben ohne mich

Darin setzt sie sich mit ihrem Tod ihren 
Ängsten wie ihrer Verzweiflung und ihrer
Spirituellen Suche dabei auseinander 
Die Fotografien spiegeln diese Reise

So schreibt Gisela Getty dass sie es
Als Protagonistin der 68er Generation
Die ein neues Leben lebten wichtig findet 
Neue Ansätze des Sterbens zu suchen

Es ist die Generation meiner Eltern die
Sich dem Tod nun nähert oder ihn schon
Erreichen durfte als letzte Freiheit damit 
Kommt der Tod auch mir real näher

Auch wenn ich ihn klinisch schon erlebte
Nur mit viel Glück nochmal überlebte ist
Die Annäherung der natürlichen Grenze
Ein weiterer Schritt im Leben nun

Das Gespräch mit Gisela Getty und
Rainer Langhans der selbst an Krebs
Erkrankt ist zeigte solche geistigen Wege
In einer intimen Diskussion uns auf

Wie schön war es den tief in sich ruhenden
Rainer Langhans dabei zu erleben der
Diesen Weg mit viel Liebe lebt zeigt wie
Befreit lebt wer den Tod geistig überwand 

Gisela Getty die als Gisela Martine Schmidt
In Kassel geboren wurde gilt als eine der
Schlüsselfiguren der 68er Bewegung sie
Wurde zu einer Ikone der Gegenkultur

Sie studierte Grafikdesign Film Fotografie
An der Kunstakademie Kassel wo sie mit
Jutta das Kasslee Filmkollektiv gründete
Das 1969 den Kurzfilm Grand Prix gewann

Im Jahre 1972 zog sie in die alternative
Szene Berlins und dann mit Jutta nach
Rom wo sie John Paul Getty III traf der
Kurz darauf noch entführt wurde 

Nach seiner Freilassung heiratete Gisela
Paul und sie zogen gemeinsam ihre beiden
Kinder in Los Angeles groß in einer ewigen
On and Off Beziehung bis 2011

Sie knüpfte dort Kontakte zu vielen sehr
Bekannten Künstlern und schloss sich
Ab 1975 geistig der Harem genannten 
Spirituellen Gemeinschaft in München

Um Rainer Langhans an die gemeinsam
Spiritualität und Meditation erforschten 
Die provokativ Harem genannte Gruppe
War immer eher geistige Gemeinschaft

Schon in den neunziger Jahren hat sie
Mit ihrer Schwester das Sterben von
Timothy Leary für Spiegel TV als ein
Auch spirituelles Thema realisiert

Ihre Werke.imfassen Fotografien Filme
Schriften auch als Zwillingsschwester 
Wie mit dieser auch gemeinsam dazu
Noch Theater und Kunstprojekte

Dazu zählen Die Zwillinge oder vom 
Versuch Geld und Geist zu küssen 2008
The Twins 2010 und Under the Cherrytree
Gemeinsam mit Jutta im Jahre 2014

Ihre Kunst spiegelt die Ideale von 1968
Also Freiheit und Bewusstsein die sie
Heute in ihrer spirituellen Kommune mit
Rainer Langhans und zwei Frauen lebt 

In München verbringt sie einen Teil
Des Jahres in Los Angeles den anderen
Ist bis heute eine so spannende wie auch
Strahlend schöne aufregende Frau

Jutta Winkelmann die 2017 mit 67 starb
War Künstlerin und Ikone der Bewegung
Von 1968 was sie auch geistig lebte
Sie schloss sich der Kommune I an 

Mit Rainer Langhans und drei anderen
Frauen gründete sie in München den 
Harem als provokativ spirituelle Gruppe
Von Selbstverwirklichung suchenden

In Rom verkehrte sie mit ihrer Schwester
Mit Künstlern wie Warhol Bertolucci und
Vielen anderen ihre beiden Bücher 
Schildern ihr wildes Leben und ihren Kampf

Sie lehnte trotz Brust- und Knochenkrebs 
Schmerzmittel ab um den Tod bewusst wie 
Spirituell erleben zu können sie stand für
Freiheit Kunst und radikale Ehrlichkeit

Ihr Tod ist Leben ist Liebe wird es in dem
Feinen Katalog der Ausstellung erklärt an 
Deren Ende das Bild steht wie Rainer ihre
Asche dem Ganges in Rishikesh übergibt 

Dieses friedliche Ende gemeinsam mit
Den Worten Giselas wie sie es erlebte
Zeigt noch einmal den Geist dieser
Ausstellung die mit dem Tod versöhnt

Dankbar dies in Gegenwart beider wie
Im Gespräch erlebt zu haben noch dazu
In zauberhafter Gesellschaft war es eine
Große künstlerische Bereicherung

Neu über den Tod und das Sterben 
Bewusst nachzudenken statt diesen 
Natürlichen Prozess zu tabuisieren
Ist eine bereichernde Erfahrung

Epikur mag recht haben dass uns
Der Tod nichts angeht weil wenn er
Kommt ich nicht mehr da bin aber
Solange ich bin er nicht da ist

Dennoch tut es gut sich mit dem
Natürlichen Ende so zu beschäftigen
Dass es uns die Angst davor nimmt
Egal ob Übergang oder Nichts kommt

Die geistige Überwindung des Todes
Lässt das Leben bewusster genießen
Auch in seiner natürlichen Endlichkeit
Welchen Weg dahin ich auch wähle 

Die Freimaurer überschreiten diese
Geistige Schwelle symbolisch im
Ritual der Meistererhebung was ich
Eher philosophisch als spirituell sehe 

Andere Menschen gehen diesen Weg
Durch Meditation die ihnen eine
Erfahrung außerhalb ihres Körpers
Geistig schenkt und so Erfüllung bringt

Gemeinsam ist allen geistigen Schulen
Die diesen Weg gehen die Erfahrung
Mit der bewusster genossen werden kann
Was eine Bereicherung im Leben ist

So ist diese wunderbare Ausstellung
Von Gisela Getty eine große Bereicherung
Die alten Berlinern zu besuchen empfohlen
Sei weil sie auch geistig weiter bringt

Zu lernen ohne Angst mit dem Tod
Umzugehen wie die bleibende Schönheit
Auch im Ende zu sehen ist ein Glück
Für das der Weg nach Weißensee lohnt

jens tuengerthal 10.9.25


Mittwoch, 10. September 2025

Liebesgrenze

Liebesgrenze

Liebe kann alles
Außer vernünftig bleiben
Vor ihrem Ende

jens tuengerthal 10.9.25

Grenzenlos

Grenzenlos

Freiheit ist immer
Grenzenlos manche denken
Lieber nicht soweit

jens tuengerthal 10.9.25

Seelenglaube

Seelenglaube

Glaube an Seele
Macht natürlich unfrei was
Vielen egal ist

jens tuengerthal 10.9.25

Lustvernunft

Lustvernunft

Kann Lust vernünftig sein 
Ist sie nicht immer irrational
Ein bloßer körperlicher Trieb
Der nur das Immunsystem stärkt

Genau letzteres lässt aber die
Befriedigung der Lust schon als
Vernünftige Tätigkeit erscheinen
Die uns auch geistig ausgleicht

Während ein unbefriedigter Trieb
Fatale Folgen sowohl für die Vernunft
Wie das sonst Wohlbefinden hat was
Schöner Sex befriedigend erledigt

Fragt sich nur welche Form des Sex
Die effektivste und beste dabei ist 
Der sich gegenseitig befriedigende
In einer Partnerschaft dafür ideal

Nur wie häufig bleibt hier auch das
Bedürfnis gleichzeitig wie für beide
Befriedigend was leider eher selten
Viele spielen sich dabei eher was vor 

Immer erfolgreich und passend dagegen
Kommt die Onanie stets zur rechten Zeit
Zuverlässig wenn ich Lust habe und kann
Für niemand frustrierend effektiv schnell

Die hormonelle Wirkung gleicht dabei 
Jener des Geschlechtsverkehrs nur dabei
Ohne dessen genitale und sonstige Risiken
Für ein weiterhin gesundes gutes Leben 

Auch erspart es uns das danach was sonst
Sei es aus Dankbarkeit oder Schuldgefühl 
Nicht gerade entspannend wirkt während
Wer sich befriedigte halt seine Ruhe hat 

Die Lustvernunft welche auch sonstige
Unerwünschte Nebeneffekte des Sex
Wie Schwangerschaften oder auch
Juristische Probleme sicher vermeidet 

Spricht klar für Selbstbefriedigung die
Mit dem em zuverlässigsten Partner 
In kürzester Zeit zum Erfolg führt
Ohne sich dafür erklären zu müssen

Alles andere ist meist eher riskanter
Gemessen am erstrebten Erfolg nie
So effektiv wie geruhsame Onanie die 
Auch weniger Fehleranfällig macht 

Nicht jeder Rock Po oder Busen droht
Mann dann noch den Verstand zu rauben
War für Frau mit Lust entsprechend gilt
Uns viele fragwürdige Erlebnisse ersparte 

Mehr Lustvernunft und folglich dann lieber
Onanie statt entbehrlichem Sex machte 
Die Welt glücklicher und friedlicher was
Auch für alle Triebtäter gelten müsste 

Diese sollten verpflichtet werden sich
Zweimal täglich zu befriedigen womit
Das von ihnen ausgehende Risiko
Künftig gegen Null gehen würde 

So gilt bei der Lust mehr Vernunft
Riete zu weniger Sex dafür viel mehr
Onanie als Fitnessübung die vielen
Ein besseres Leben schenken könnte

jens tuengerthal 9.9.25


Vernunftliebe

Vernunftliebe

Kann die Vernunft geliebt werden
Widerspricht das nicht ihrem Wesen
Eben rational und vernünftig zu sein
Also nicht intuitiv und emotional 
Was aber logisch der Kern der Liebe
Ist die den gefühlvollen Namen verdient
Überlege ich und frage mich dabei ob
Das nicht schon der falsche Ansatz ist

Liebe die Vernunft gefühlt wirklich sehr
Fühle mich immer wohl mit ihr
Das ist dann auch alles erklärbar 
Wie berechenbar noch dazu 
Es gibt selten böse Überraschungen
Sie verhält sich stets berechenbar 
Was insofern sie weiblich ist 
Schon der Rede mir wert scheint

Es gibt also gute Gründe denke ich
Die Vernunft zu lieben und unsere
Lebenslange Beziehung war stets
Von Verständnis füreinander geprägt
Zumindest verstand ich was sie wollte
Womit sie vielen Frauen etwas voraus hat
Deren Wünsche mir oft rätselhaft blieben

Wer nun fragt ob sie auch schön sei
Verkennt den Kern echter Liebe die
Gerade den anderen schön macht 
Was für die andere erst recht gilt
Warum sich die Frage nicht stellt
Sollte ich die Vernunft lieben können

Doch gewisse Zweifel bleiben leider
Ohne dabei an die gemeinsame auch
Körperliche Ertüchtigung zu denken
Scheint Vernunft mit großem Gefühl
Nur schwer logisch vereinbar noch
Auch wenn wir perfekt zusammenpassen
In ganz vielem uns einig sind bleibt
So ganz ohne Gefühl nur wenig übrig
Denn wie Vernunft lieben soll ist
Bis heute von niemand erklärt worden
Unsere Liebe bliebe also stets einseitig

Ob dann die mäßigen Kompromisse
Mit Frauen nicht glücklicher machen
Weil sie zumindest zeitweise noch
Die Illusion von Gegenseitigkeit wecken
Scheint vernünftig schwer widerlegbar
Was zwar wieder der falsche Ansatz ist
Aber doch rein tatsächlich glücklicher
Macht als einseitige Vernunftliebe

jens tuengerthal 9.9.25

Dienstag, 9. September 2025

Vielosophie

Vielosophie

Braucht es mehr Philosophie um dem Sein
Auf die Spur zu kommen und dazu Wege
Zu finden die eigenes Handeln begründen 
Oder genügt Gefühl zu spüren was zählt

Am Anfang steht damit die Frage was 
Philosophie überhaupt ist was sie will
Wie sie ihre Ziele zu erreichen sucht
Danach fragt sich wie sie zum Gefühl steht

Die Philosophie teilt sich in die Bereiche
Erkenntnistheorie Ethik Logik Metaphysik
Sie heißt wörtlich Liebe zur Weisheit und
Versucht unsere Sein zu verstehen

Die Erkenntnistheorie untersucht die
Natur des Wissens wie seines Erwerbs
Nach unseren Möglichkeiten also auch
Die Grenzen menschlichen Verstandes 

Die Logik analysiert die Struktur korrekter 
Argumente und hilft dabei Fehlschlüsse zu 
Erkennen und zu vermeiden ist also quasi
Die Rechnungsprüfung der Philosophie

Die Metaphysik erforscht die allgemeinsten 
Prinzipien der Realität weiter die Natur von 
Objekten ihre Eigenschaften und die des 
Seins im Allgemeinen was es ausmacht

Dazu verwendet die Philosophie ganz
Verschiedene Methoden zur Erkenntnis
Das kritische Hinterfragen steht dabei
Am Anfang der Suche nach Begründungen

Die Begriffsanalyse dient der Klärung der
Bedeutung der dazu verwendeten Begriffe
Gedankenexperimente überprüfen dabei
Hypothetisch die Konsequenzen der Ideen

Argumentation und Dialektik schließlich
Dienen der Entwicklung und Prüfung von
Argumenten zur Erreichung von tieferen
Einsichten durch kritisches Denken

Die Philosophie will so die kritische
Urteilsfähigkeit erhöhen um Informationen
Objektiv prüfen und bewerten zu können
Womit sie analytische Fähigkeiten schult

Damit können komplexe Probleme zerlegt
Werden um logische Zusammenhänge
Infolge erkennen besser zu erkennen was
Der kritischen Reflexion seiner selbst dient

Kernfragen dabei sind was ist der Mensch
Was kann ich wissen und was soll ich tun
Sie hinterfragt das Denken und Erkennen
Wie das Handeln um die Welt zu verstehen 

Viele der wichtigsten Entscheidungen im
Leben entziehen sich der Philosophie sie
Folgen intuitiven Entscheidungen die wir
Dabei nur selten begründen können

Dennoch sind Fragen wie wen ich liebe
Was mich glücklich macht entscheidend
Um ein gutes Leben zu führen ohne diese 
Philosophisch begründen zu können

Ist die Philosophie also im Kern des
Menschlichen Lebens inkompetent
Oder ist sie ein Wegweiser um sich
Im Chaos der Gefühle zu orientieren

Es gibt keine logische Antwort auf die
Wichtigsten emotionalen Fragen aber
Philosophie kann Karte oder Kompass
Im unserer Natur eigenen Chaos sein

Sie gibt mir Mittel an die Hand auch die
Eigene Intuition kritisch zu prüfen was
Bei schmerzhaft wiederholten Mustern
Gerade in der Liebe heilsam sein kann

Gefühl genügt um intuitiv zu spüren 
Was ich will und was mir gut tut aber
Gibt keine Orientierung wenn ich mich
Wie so oft im Netz der Emotionen verirre

Auch hilft die Intuition mir nicht dabei
Zu erkennen wo ich mir schade wie
Zwanghaft kranken Mustern folge
Was die Philosophie eher erreicht

Dies kann sie mit Mitteln der Vernunft
Ohne dazu ein Unterbewusstsein quasi
Religiös erfinden zu müssen wie es die
Psychoanalyse so gerne noch tot

Sie lässt uns also die Freiheit unser
Sein auch kritisch zu betrachten ohne
Dafür höhere Wesen zu erfinden was
Der Würde mündiger Bürger entspricht

So kommt das Gefühl von Innen was
Schnell den Blick für die Umgebung
Verlieren lässt  während Philosophie
Nach Gründen die erklären sucht

Es braucht nicht weniger Gefühl aber
Der philosophische Blick kann helfen
Mit diesem besser umzugehen um so
Wiederholte Katastrophen zu vermeiden

Mehr Philosophie kann so helfen mit
Dem eigenen Gefühl gut umzugehen
Auch einander besser zu verstehen
Weil sie die Verständigung erleichtert

Gefühl genügt für das Gefühl vollkommen
Zum Zusammenleben aber braucht es
Formen der Verständigung die über die
Bloße Intuition für alle hinausgehen

So kann die Philosophie manchmal
Mehr Gefühl retten als die Intuition
Weil sie eine Verständigung ermöglicht
Woran viele Lieben gerne scheitern 

jens tuengerthal 9.9.25

Liebesenthaltsam

Liebesenthaltsam

In der Liebe die
Enthaltsamkeit üben muss
Nach Natur scheitern 

jens tuengerthal 9.9.25

Lustprinzip

Lustprinzip

Alle Natur strebt
Nach Befriedigung 
Ihrer Lust immer

jens tuengerthal 9.9.25

Lebenssinn

Lebenssinn

Leben ist völlig
Sinnlos nach seiner Natur
Es wird niemals mehr

jens tuengerthal 9.9.25

Liebeserinnerung

Liebeserinnerung

Liebe die Frauen wirklich mit ihren
Tiefen wundervollen Gefühlen
Verehre ihre wunderbaren Körper

Mit inzwischen viel Abstand dazu
Scheinen mir alle denen ich je nah
Sein durfte noch viel wunderbarer 

Denke nicht an zickigen Streit mehr
Ihr ständiges Bedürfnis danach etwas
Zu machen statt zu genießen was ist

Vergesse immer mehr alles Leiden 
An gebrochenem Herzen oder den
Verrat der einander heiligen Gefühle 

Die Zeit hilft mir einfach dankbar für
All diese Wunder zu sein denen ich
Im Leben voller Gefühl nah sein durfte

Frauen sind einfach wunderbar wie
Jeder Verehrung würdig zumindest
Mit genug zeitlichen Abstand dann

Ganz nah und im Zusammenleben
Schienen sie mir oft Konkurrent wie
Nie so schön wie in der Erinnerung

Geradezu vollkommen scheinen mir
Heute manche damals Quälgeister
Weil die Erinnerung alles verzaubert

Heute weit über achthundert der immer
Allerschönsten tollsten Frauen später
Scheinen sie mir alle vollkommen perfekt

Sollte mich künftig nur noch auf die
Erinnerung beschränken die mich nie
Enttäuschte immer vollkommener wird

Reale Begegnungen sind anstrengend
Enttäuschen häufig wie der Sex oft 
Mühsam und gewollt mir scheint 

Perfekt dagegen wird es erst in der
Erinnerung die keine Realität erreicht
Sich darauf beschränken scheint klug

So impotent wie mich als Mann jenseits
Der fünfzig das Alter langsam macht
Erleben es die meisten Frauen immer

Lebe künftig von der Erinnerung nur
Denn besser als es war wird nichts mehr
Da schwelge ich lieber in dem was war

So bleibt die Liebe zu den Frauen mir
Vollkommen wie ungestört von jeder
Nur nervigen Realität unsterblich

jens tuengerthal 9.9.25

Lektürentagebuch 8.9.25

Lektürentagebuch 8.9.25

Weiter in dem Buch von Veronica Buckley
Christina Königin von Schweden aus der
Anderen Bibliothek über ihre Abdankung 
In der Nacht und eben noch gelesen 

In allen Details wird die Zeremonie der
Abdankung und was ihr in Uppsala noch
Vorausging beschrieben wie die sehr 
Eigenmächtige Königin es durchsetzte

Dies trotz Protest der Stände im Parlament
Wie der anfänglichen Weigerung ihrer
Treuen Diener und Verbündeten ihr die
Krone schließlich doch abzunehmen

Am nächsten Tag wurde noch ihr Vetter
Zum neuen König Karl X. Gustav gekrönt 
Trotz vorherigem Widerstand wurde er
Vom wankelmütigen Volk dann bejubelt

Der protestantische Wittelsbacher war 
Auch Herzog von Pfalz- Zweibrücken 
Sollte erst ihr Ehemann werden wurde
Dann von ihr zum Kronprinzen gemacht

Christina wuchs mit Karl Gustav nach
Dem Tod ihres Vaters zusammen auf
Sie kannten sich also schon als Kinder
Möglicherweise war er ihre große Liebe

Ende des Dreißigjährigen Krieges war er  Kommandeur der schwedischen Truppen 
In Deutschland und stand 1648 kurz vor
Der Eroberung von Prag wo alles anfing 

Christina die nach dem Tod ihres Vaters
22 Jahre bis in ihr 27. Lebensjahr
Königin von Schweden war fühlte 
Sich nach der Abdankung wie befreit 

Dagegen blieben dem in den nordischen
Kriegen sehr erfolgreichen Karl Gustav
Nur sechs Jahre bis er 1660 an einer
Lungenentzündung leider verstarb

Christina überlebte ihren Vetter damit
Um 29 Jahre noch in Rom dafür stellte 
Das Haus Pfalz-Zweibrücken noch drei
Weitere schwedische Könige 

Sie wollte nun nach Rom ziehen was 
Noch streng geheim war doch hatte sie 
Schon viele kostbare Gemälde wie ihre
Bibliothek voraus schicken lassen

Damit beraubte sie ihren Staat weil sie
Nicht sicher war ob diese auch ihre im
Vertrag vereinbarte Apanage zahlten
Verschaffte sich so finanzielle Sicherheit

Zusätzlich versuchte sie noch den 
Englischen Botschafter zu einem geheimen
Vertrag zu erpressen der dabei mit der
Kündigung anderer Verträge drohen sollte

Für den Fall dass die Schweden nicht
Weiter zahlen sollten wurde dies an 
Den gerade regierenden Cromwell der
Ihren Vetter geköpft hatte übermittelt

Hier spielt also die Glorious Revolution
Aus der englischen Geschichte mit in 
Die Geschichte von Christinas Abdankung
Was die politischen Auswirkungen zeigt

Zunächst wollte sie die schwedischen
Kolonien in Afrika für ihr ganz privates
Vermögen verkaufen ohne Zustimmung
Des Reichstages was illusorisch war

Whitesporne der englische Botschafter
Versuchte sich aus der Affäre zu ziehen
Aber sie nötigte ihn zu dem Vertrag der
Naiv die Machtverhältnisse verkannte 

Wer sollte sich einer abgedankten Königin
Gegenüber durch was verpflichtet sehen
Seine eigenen Interessen zu gefährden
Wie sollte so ein Vertrag gültig sein

Ihr großer Kanzler Axel Oxenstierna hat
Ihre Abdankung nur fünf Monate überlebt
Sein ewiger Kampf für das Haus Wasa
War mit der Abdankung gescheitert 

Sehr fein stellt Buckley alle Ereignisse
In den größeren historischen Kontext was
Die Bedeutung und die Folgen dieser völlig
Einmaligen Abdankung verdeutlicht

Christina hat dabei teilweise noch mit
Gezinkten Karten gespielt um sich ihre
Existenz auch nach der geplanten
Skandalösen Konvertierung zu sichern

Der Thronanspruch ihres Vetters wurde 
Gleich nach der Krönung vom polnischen
König aus dem Hause Wasa bestritten
Womit schon der erste Krieg begann

Christina hat ihren Willen mit aller Macht
Durchgesetzt und dabei ihren Staat wie
Alle ihre vorher Vertrauten getäuscht 
Sie hatte es alleine für sich entschieden

Damit realisierte die Königin von Schweden
Das zu dieser Zeit europäische Großmacht 
War kurz nach Ende des dreißigjährigen
Krieges bereits absolutistische Herrschaft

Die Abdankung der jungen Königin ist
Das Ende des ersten Teils des Bandes
Bin nun gespannt wie das weitere Leben
Dieser klugen gebildeten Frau verläuft 

Sie hat sich ihre Freiheit erkauft egal
Welchem Glauben sie wirklich anhing
Hat sie ihre Macht aufgegeben um ein 
Leben in Freiheit führen zu können


Ebenfalls selbstbewusst ihr eigenes
Leben lebte Helen Hessel die unter
Amélie Rue Castiglione im letzten
Teil des Pariser Bilderbogens über

Die Frauen von Paris schreibt von
Denen sie nun eine geworden ist
Die große blonde Deutsche deren
Kolumne Ich schreibe aus Paris

Sie als Autorin der Frankfurter Zeitung
Bekannt machte kommt um fünf Uhr
Beginnt es mit hundert Frauen es sind
Heiße atmende duftende internationale

Sie wird mit Ah Madame begrüßt das
Erkennende bereite Lächeln scheint
Sich zu freuen es geht zur Anprobe
Wenn es ihr recht ist über den Gang

Da wären zwei Stufen sie soll nicht
Fallen und es wird sich gleich mit ihr
Beschäftigt aber auf dem Gang wird
Von der langbeinigen Juno bedauert

Es sei dieser Gang eine Promenade
Die Flüstergallerie zwischen den kleinen 
Spiegelstarrenden Salonkammern deren 
Türen offen stehen wie Straßen im Hafen

Auch Estelle die Kecke deren schöne Brust
Unter dem rot ihres Casaque steht wirft ihr
Kurzlockig volles Gesicht mit Schwung 
Hinter die schwarze frische Schleife

Die das Cape auf ihrer rechten Schulter
Festhält zuckt die Achseln gerade ist alles
Besetzt ob sie neue Modelle sehen wolle
Wird sie freundlich vorerst vertröstet 

Eine schlanke alternde Witwe stände sonor
Ihr klassisches Haupt trägt den Crépehelm
Und starrt in den Spiegel während ihre 
Linke Hälfte von einer gebeugten Gestalt

Weiter behandelt wird steht ein blonder
Jüngling mit Stecknadeln auf Silberteller
Eilen Damen und liebliche Geschöpfe
Um die Unbewegliche und an ihr vorbei

Noch einmal die Modelle für Madame
Wird Léontine gebeten die hochgestreckt
Mit Schmollmund die Jäckchen durch
Den Raum tanzt den sie sich bahnt

Sie schlüpft in Seidenfalten wie seidene
Futter aus ein immer wieder auf ihren 
Stählern federnden Kniekehlen dabei
So geschwind wie zugleich exakt

Ein feiner Blick in die Welt der Mode
Mit Zuschauern die für die eher matt 
Aussehende Tochter das Kind sich
Drehen lässt zur besseren Ansicht

Eine schmale Dame lehnt an der
Säule deren Mund kühlgrell leuchtet 
In geperltem Rot wehrt mit Lorgnon
Ab und hebt die große Ringperle hoch

Auf ihren dünnen Fingern lässt ihre
Gewimperten Augenflügel schlagen
Steht auf der Zartheit ihrer seidenen 
Füße dabei einfach so herum

Hinter dem halb zugezogenen Vorhang 
Englische Gotik zweier schlichter
Schwestern mit einer Begleiterin
Bewundern Mademoiselle Hélenes

Immer geistreichen Einfälle um so
Anerkennung zu gewinnen dieses kleine
Kostüm sei eine Schöpfung Mademoiselle
Wird sich dieser Schöpfung bedienen

Nun kommt Madame Jane für sie
Der blonde Jüngling folgt ihr der
Ganz frische Zähne hat und ihm gehorcht 
Sein Metermaß wie eine Peitsche

Doch Maß wurde schon genommen
Wendet sie noch ein was aber nur
Das grobe gewesen wäre jetzt würde 
Monsieur Gaston es ins Reine schreiben

Dafür sei die Fülle nach vorn noch 
Größer geworden wo nun eine
Dunkelhäutige Rehgelenke zeigte während 
Ihr ein kariertes Kleid vorgeführt wird 

Da kommt ein rotlila gefärbtes Haupt
Auf bleichen Schultern dabei drapieren
Zwei Gesten den enggeflochtenen
Seidenmantel es wird heiß und kalt

Auf Bedrängung folgt Erfrischung
Was Madame wünscht wird gefragt
Stoffe rollen Falten stehen drehen sinken
Stühle wechseln leer und beschwert

Durch die Scheiben dringt mattes Licht
Rollendes Gesause eilt draußen der
Kreislauf der Autos das Benzingewölk
Streichelt das nun geleerte Pflaster

So taucht Helen Hessel in ihrem so
Typischen Telegrammstil tief in die
Welt der Mode der großen Häuser
Die in dieser Welt einen Namen haben

Fein gibt sie die Stimmung wieder
Zeigt literarisch wie es zugeht
Bei der Anprobe was Frau sieht
Während Mann staunend betrachtet

Die heute Umkleidekabinen glichen
Eher Separees in denen noch die
Hilfreichen Geister Maß nehmen
Die vermessene Frau als Königin

Sie beschreibt treffend die Atmosphäre
Wunderbare Frauen als Kleiderständer
Führen hochbeinig Kreationen vor von 
Männern die nur selten Frauen lieben

Sie bewahren Haltung während sie
Vermessen und berührt werden um
Sich wie Königinnen zu fühlen wird
Der Kult um Kleider weitergespielt

Schneider berühren intime Stellen
Damit später sitzt wie angegossen 
Was für sie und ihre Figur gemacht
Zeigen sie sich wie sie gerne wären

Eine Welt für sich mit ganz eigener
Sprache und höfischen Sitten die 
Frau zugleich zur Königin machen
Wie als Objekt nüchtern bloßstellen

Denke an die Male als ich dies bei
Chanel in Paris erleben durfte wie
Das wilde Gewusel hinter der Bühne
Wo alles zum Auftritt vorbereitet

Als ich einen dieser Kleiderständer
Liebte die mit zweien zusammenlebte
Über den Dächern von Paris im VII.
Erinnerung an Tage in einer anderen Welt

Der Zauber den die Welt der Mode
Ganz besonders in Paris auf die
Vornehmlich Frauen ausübt fasziniert
Sie lassen sich zeigen wie sie sein sollen

Nach neuester Mode mit etwas weniger
Das dann noch an das etwas mehr der 
Eben Natur angepasst noch wird 
In einer Welt des schönen Schein 

jens tuengerthal 8.9.25