Montag, 4. Oktober 2021

Stadtherbstgefühl

Stadtherbstgefühl

An einem grauen Tag im Oktober
Beim Überqueren der Lychener
Wandte ich den Blick gen Norden
Sah die Bäume dort gelb leuchten
Es schien heller wie verzaubert
Über Nacht war die Straße wie
Verwandelt im schönsten Herbst
In dem die Bäume alleine leuchten
Auch wenn das Licht weniger wird
Gegen sechs schon verschwindet
Da war es das Stadtherbstgefühl
Was Berlin zauberhaft verwandelt
Manche sehen im Herbst nur das
Langsame Sterben der Natur bevor
Der Winter alles erstarren lässt
Wo Rilke raunte wer jetzt allein ist
Wird es lange bleiben dabei gibt es
Keine schönere Zeit sich zu lieben
Als gerade jetzt im zweiten Frühling
Den ich mit nun mit über 50 erlebe
Vielleicht weil ich im Herbst einst
Auf die Welt kam liebe ich diese
Jahreszeit mehr als alle aber auch
Weil hier keine Allergien quälen
Es geruhsam kühler zugeht wie
Die schwere Hitze hinter uns liegt
Schon früh liebte ich immer wieder
Auch deutlich ältere Frauen was
Ein schöner Spiegel dieser Liebe
Zum Herbst ist der die schönsten
Blüten auch in uns voll Leidenschaft
Treibt wie ungeahnt noch tanzen lässt
Gleich den Blättern die vom Wind
Dabei verwirbelt gen Boden segeln
Wann ich ganz unten ankomme mag
Noch ungewiss sein aber das davor
Als Herbst in allen Farben genießen
Auch an grauen Tagen wie ich selbst
Langsam immer grauer werde oben
Von dem was mir noch blieb und so
Gehe ich mit dieser Jahreszeit nun
Noch mehr in Harmonie die ich doch
Schon immer mehr liebte als jede
Mit Kaminwetter zum Tee wie Zeit
Zum Lesen wie genießen das nun
Das Jahr schöner zu Ende geht bis
Zur Wintersonnenwende dann der
Winter mehr oder weniger eisig
Beginnt wenn das Jahr nur noch
Zehn Tage zählt geht es nun in
Seine überall bunteste Zeit über
Auch im Schatten der Wand mir
Gegenüber zeigt sich das Rosa
Des herbstlichen Himmels der
Nun immer früher dunkel wird
Doch vorher intensiver leuchtet
Denke ich dankbar unter dem
Dach über meinem Kopf mit Blick
Auf den knisternden Kamin der
Weniger verbrennt als leuchtet
Dem Herbst in seiner Strahlkraft
Damit vollauf gleichend der mich
Heute auf der Straße ergriff wie
Schön ist doch der Jahreslauf mit
Seiner bunten Krone im Herbst
Denke ich dankbar dies zu sehen
Auch inmitten der Großstadt die
Voller Bäume bunte Natur zeigt

jens tuengerthal 4.10.21

Pandorabüchsenmacher

Pandorabüchsenmacher

Die Büchse der Pandora steht nach
Der griechischen Sage für die Rache
Des Zeus an der Menschheit dafür dass
Prometheus ihnen das Feuer also die
Freiheit gab die nur den Göttern zustand
Manche sahen in ihr auch die Quelle
Von Glück Gesundheit Wohlstand die
Zur Strafe für Prometheus Freiheit
Gleich wieder gen Himmel stiegen
Was nicht logisch oder verständlich ist
Aber im Aberglauben stimmig wird
Wie kein Glaube vernünftig sein muss
Nun heißen die neuesten der vorher
Panama Papers nach Pandora was
An Tradition des Übels erinnern soll
Das durch Steuerhinterziehung der
Allgemeinheit geschähe doch eher
An Orwells Kontrollstaat erinnert
Mit moralischem Zeigefinger wie
Die Stasi auch Legales publiziert
Als wäre es eine Straftat längst
Sofern die Täter prominent genug
Was außer Neid zu wecken nichts
Bringt als Legitimation der Missgunst
Wie ein Verhalten von Journalisten
Was an Stasi-Methoden erinnert
Moralisch hochgejubelt wird ohne
Die Legitimität zu hinterfragen was
An Propaganda totalitärer Staaten
Erinnert wie an den würdelosen
Marterpfahl eher noch als an
Den befreiten Geist der Aufklärung
Wenn Medien schon Menschen ohne
Vorher Prozess öffentlich verurteilen
Ist das fragwürdiger als jede Form
Der Steuervermeidung die legitim ist
Bis sie durch Gesetz verboten wurde
Wer hier die moralische Büchse der
Pandora öffnete scheint noch offen
Komm wir gehen nach Panama
Das Land unserer Träume sagte
Der Bär bei Janosch zum Tiger
Als er ein Brett geangelt auf
Dem Panama stand was nach
Bananen traumhaft duftete 
Um am Ende einer langen Reise
Wieder bei sich anzukommen
Vielleicht merken noch einige
Die hier die Freiheit verteidigen
Dass sie nicht in Panama sind
Sondern so nur die Büchse der
Pandora öffneten statt für mehr
Gerechtigkeit zu kämpfen allein
Populistisches Misstrauen zur
Falschen Zeit weiter fördern
Kein Zug von Weisheit gerade
Eher ein Spiel mit dem Feuer
Was Prometheus uns brachte
Wofür zur Strafe Pandora kam
Was nachdenklich machte wäre
Nicht der illiberale Konsens längst
Andere Meinung öffentlich zu jagen
Hüte dich Mensch lieber vor der
Doppelmoral statt dich weiter über
Andere öffentlich zu erheben
Dieser Ungeist zerstört die Freiheit
Öffnet die Büchse der Pandora
Lässt Misstrauen ihr entweichen
Was ewigen Unfrieden stiftet
Keiner nach Corona braucht
So ist diese vermeintliche Aufklärung
Keine sondern eher nur eine
Bewässerung mit Gülle was
Den besten Boden überdüngt
Wie damit auch ruiniert ohne
Sicheren Gewinn zu bringen
Es gibt gute Gründe zu meinen
Mehr als der Zehnte sei schon Raub
Vierzig Prozent mehr sind hier
Nicht ungewöhnlich dazu werden
Menschen mit Vermögen deutlich
Höher belastet als andere die den
Staat dafür stärker nutzen dabei
Wird diese Ungerechtigkeit für
Höhere Gerechtigkeit gehalten
Obwohl sie nichts als Umverteilung ist
Die keine Legitimation irgendwo hat
Gleichbehandlung vor dem Gesetz
Heißt nicht erzwungene Gleichheit
Aber die Lügen von Marx wirken fort
Ein ungerechtes System was alle
Die besitzen nachhaltig diskriminiert
Nur toleriert wird Frieden zu wahren
Wer nun Neid und Missgunst fördert
Handelt moralisch fragwürdiger als
Jene die ihre Freiheit verteidigen
Welche zumindest positiv handeln
Während die anderen nur Verräter sind
Welcher Staat braucht solche Journalisten
Zur Verteidigung seiner Freiheit die
Diese vielmehr längst verrieten

jens tuengerthal 4.10.21

Einheitsgemeindenunsinn

Einheitsgemeindenunsinn

Die Einheitsgemeinde ist überall im Land
Eine solche die alle kommunalen Aufgaben
In eigener Zuständigkeit erledigt aber heißt
In diferenter Länderhoheit als Erbe noch
Des längst vergangenen Reiches was sich
Noch heilig und römisch nannte um mehr
Zu scheinen als zu sein was ihm erst
Nach seiner Auflösung die protestantischen
Preußen austrieben die mit Rom weniger
Zu tun hatten aber sich gern bescheiden
Gaben bis zum letzten Kaiser der dafür
An Peinlichkeit unübertroffen auch blieb
Wer wollte schon diesen Wilhelm haben
Teilweise überall unterschiedlich aber
Meint eine autonome Kompetenz der so
Benannten Gemeinde in einem Land
Dagegen ist es in Berlin wie in
Hamburg wo auch Wetter schlechter
Als Terminus in der Verfassung das
Aufgaben von Land und Kommune
Im Stadtstaat nicht zu trennen sind
Was viel vom Berliner Chaos erklärt
Wo auf Rat von Unternehmensberatern
Die Bezirke in Konkurrenz stehen ohne
Bei Gewinn dieser etwas zu erringen
Jeden Ehrgeiz überflüssig macht nur
Destruktiv den Neid wecken darf
Als dem Mangel zu genügen der durch
Diese Verweisung von Aufgaben vom
Senat an die Bezirke die viel größer
Sind als die meisten Großstädte im Land
Ohne echte Autonomie zu haben einzig
In der Verpflichtung Aufgaben zu erledigen
Deren Abrechnung in Konkurrenz steht
Bei stets mangelnder Zuweisung zuvor
Womit die Bezirke kommunale Aufgaben
Erledigen sollen als wären sie solche
Die sonst Einheitsgemeinden sind
Was die Verfassung aber ausschließt
Weil es im Stadtstaat untrennbar wäre
Warum das Prinzip der Geldverteilung
Wie kommunaler Demokratie nur ein
Scheinsystem ist was nie funktioniert
Also typisch berlinisch auch ist nur
Überleben alle damit irgendwie 
Obwohl nichts zum anderen passt
Inwiefern eine Aufspaltung die dann
Mehr Autonomie der Bezirke brächte
Oder mehr Zentralismus der die Illusion
Kommunaler Verwaltung wegfallen ließe
Zumindest endlich ehrlich wäre hier 
Fortschritt bringen könnte ist unklar
Wir überleben weiterhin hier auch
Wenn keiner weiß wie es geht im
Verfassungswidrigen Unsinn der
Nicht realen Einheitsgemeinde
Die ein echtes weder noch ist

jens tuengerthal 3.10,21

Einheitslust

Einheitslust

Wie soll Lust die immer anders ist je
Einem einheitlichen Muster folgen
Und doch tun es alle ganz ähnlich
Dabei ist das Tun an sich nicht mal
So wichtig wie der geistige Weg dahin
Der Lust als solche erst wecken kann
Weil diese im Kontext mit dem Wesen
Steht zumindest bei Frau die nicht auf
Ein schlicht erigiertes Glied reduziert
Werden kann sondern vielfältig immer
Wie dabei unberechenbar auch ist je
Nach Stimmung Zeitpunkt im Zyklus
Verlauf des nervus pudendus wie
Dessen erregt geschwollener Lage
Dann stimuliert werden möchte
Ohne das ein Muster erkennbar wäre
Auf das Mann sich verlassen könnte
Zwar lehrt die Erfahrung dass gewisse
Punkte wie ihr Umfeld eher reagieren
Aber ob sie direkt berührt oder doch
Lieber indirekt stimuliert werden sollen
Kann sich aus so vielen Gründen ändern
Dass jeder Schaltplan überfordert wäre
Ein einheitliches Muster wenig taugt
Denke ich aus langer Erfahrung die
Nie weiß was wann richtig sein wird
Aber lernte sich anzupassen an die
Wechselnden Bedürfnisse die so auch
Ein unberechenbares Muster werden
Was zu nehmen ist wie es eben kommt
Vielleicht der Chaostheorie entsprechend
Was mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat
Zwar funktioniert der nervus pudendus
Auch als Schwellkörper und wenn dieser
Erregt angeschwollen ist ergibt sich das
Übrige der Natur folgend meist allein
Aber der Weg dahin ist wieder so stets
Unterschiedlich dass sich jeder Plan
Als absurdes Vorhaben erwiese was
Durch unberechenbare Einflüsse bis
Zum Höhepunkt zusätzlich noch vom
Weg abgelenkt werden kann bei dem
Schon das Wort Ziel kontraproduktiv
Für manche als Druck klänge der
Jede Lust wieder fliehen ließe was
Nur ein kleines Bild der ungeheuren
Komplexität des Seins uns gibt was
Die weibliche Lust mit sich bringt die
Dafür an einer Unzahl von Orten auch
Reizbar wie omnipotent dazu ist aber
Dies selten selbst erfahren darf weil
Der meiste Sex an den schlichten
Mustern männlicher Sexualität noch
Orientiert ist denen hoch runter als
Muster der Erfüllung genügt wie
Schlichte Zufriedenheit beglückte
Aber es gibt für Mann die Chance
An dieser Komplexität teilzuhaben
Indem er seine Befriedigung hinter
Die multiple der Frau zurückstellt
Was auf Dauer für beide lohnt das
In mehr als einem Fall zumindest
Sich als taugliches Muster erwies
Alle Beteiligten glücklich zu machen
Schon die ruhige Gelassenheit die
Eine befriedigte Frau ausstrahlt ist
Jeden Verzicht für Mann wert weil
So das Leben viel schöner wird
Den Rest erledigt dann die Zeit
Was nach einheitlichem Muster
Fast klingt aber keinem folgt da
Frau bekanntlich unberechenbar
Immer bleibt außer in Konkurrenz
Viele über sich hinauswachsen lässt
Ohne irgend einen lohnenden Grund
Zumindest mehr Genuss ermöglicht

jens tuengerthal 3.10.21

Einheitsliebe

Einheitsliebe

Gibt es die einheitliche Liebe frage ich
Obwohl alle Vernunft dagegen spricht
Ist Liebe doch ganz individuell als ein
Singuläres Gefühl was zwar immer
Wieder ähnlichen Mustern folgt wie
Manche stets die große Liebe suchen
Wie verlieren statt mit einer kleinen
Ohne Probleme zufrieden zu sein
Einige streng monogam leben wollen
Mehr oder weniger schnell dabei an
Ihrer oder seiner Natur scheitern um
Darauf erwartbaren Mustern zu folgen
Die nur das Ende der Liebe belegen
Welche weit vorher verloren ging
Je länger eine Liebe überlebt desto
Einheitlicher werden die Muster die
Paare dabei zeigen warum so viele
Das anerkannte wie begünstigte der
Ehe wählen um gut angepasst zu sein
Auch ganz gegen ihre sonst Natur
Manche werden dem einheitlichen
Muster gemäß glücklich weil sie in
Ihrer Natur dem Durschnitt so ganz
Entsprechen dass sich keine weiteren
Fragen für sie mehr stellen die auch
Beim individuellsten Gefühl lieber
Mit dem Strom schwimmen als einen
Eigenen neuen Weg sich zu suchen
Von denen keiner weiß ob er jemals
Oder besser funktionieren wird aber
Zumindest der Natur eher entspräche
Als das was alle halt so mitmachen
Weil Lust und Liebe seit Generationen
Mit Familie verknüpft sind was auch
Der dabei genutzten Natur entspricht
Wie zur Aufzucht sehr geeignet ist
Und so sucht sich jede Generation
Wie sie dann meint ganz neu ihren
Eigenen Weg um sich irgendwann
Doch anzupassen um nicht ständig
Aufzufallen oder anders zu sein was
Die Aufzucht noch schwieriger macht
Dahingestellt was dauerhaft gut wäre
Überwiegt die Einheitsliebe im Alltag
Weiß nicht ob sie glücklicher macht
Aber wer wollte wem vorschreiben
Was in der Liebe richtig wäre wenn
Anpassung und Natur zur Nachahmung
Seit Generationen uns drängen und so
Geht es mit der Liebe weiter wie immer
Manche werden glücklich dabei mehr
Passen sich Notwendigkeiten an aber
Wüsste kein für alle passendes Modell
Was Gesellschaft und Gefühl genügt
Wechselnde Bedürfnisse erfüllt wie
Statt auf Illusionen auf Wirklichkeit
Mehr setzt was schon das Ende der
Meisten Fälle von Liebe wohl wäre
Weil keiner wie alle lieben will aber
Noch weniger ganz anders überlebt
Außer in der Einbildung der Liebenden
Die Anfang und Ende der Liebe ist

jens tuengerthal 3.10.21

Einheitsdenken

Einheitsdenken

Wie frei sind die Gedanken wirklich
Wann denken wir überhaupt noch
Folgen nicht nur einheitlichen Mustern
Die das Leben wunderbar erleichtern
Wie das Denken entbehrlich machen
Weil wir der Gewohnheit dann im Stil
Der Mehrheit folgen was bei den meisten
Unserer Meinungen der Fall sein dürfte
Ohne dass wir uns dessen bewusst sind
Sondern häufig noch meinen wir folgten
Dabei der Tiefe unserer Überzeugungen
Obwohl wir nur die Masse nachäffen
Deren Teil wir unserer Natur folgend
Immer auch sind wobei wir uns so
Von dem entfernen was wir für uns
Sein können wo wir allein unserem
Gewissen folgen und bei uns sind
Also befreit im Sinne der Aufklärung
So steht das Einheitsdenken was es
Uns erleichtert in der Masse zu leben
Unserer Freiheit direkt entgegen weil
Es uns zwar funktionieren lässt aber
Jede Gedankenfreiheit raubt um eines
Zweifelhaften Gewinns der Anpassung
Wegen die viele eher krank macht als
Glücklich mit ihrer Natur zu leben doch
Braucht es auch ein gewisses Maß der
Anpassung ans Einheitsdenken um
Als soziales Wesen zu funktionieren
Die größte Aufgabe der Freiheit ist es
Hier die Balance zwischen dem sich
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Befreienden Einzelnen der für sich ist
Wie einem integrierten Wohlbefinden
Zu finden was ständig neue Aufgaben
An uns stellt weil so zwei Seiten an uns
Ziehen die beide ihr Recht fordern so
Gibt es keine einfache Antwort auf das
Was richtig wäre sondern es bleibt ein
Steter Prozess indem wir immer neu
Abwägen müssen was geboten ist
Ob Anpassung oder Gewissen allein
Den Vorrang moralisch haben was
Nie für immer gleich und gültig ist
Und so gleicht die Freiheit auch in
Vielem einer Frau die immer je
Nach Zeitpunkt Stimmung wie aus
Unendlich vielen Gründen anders
Behandelt wie beachtet werden will
Was sie vom schlichteren Mann der
Froh über ein gleiches schon wäre
Nach ihrer Natur unterscheidet der
Das Einheitsdenken fremd scheint
Auch wenn sie es noch mehr fordert
Um in der Masse zu glänzen was
Ein wichtiges Ziel zu sein scheint
Warum auch immer dies so ist
Enthalte mich da jeder Spekulation
Im Wissen um meine Unkenntnis
Des weiblichen Wesens wie seiner
Wechselhaften Natur versuche ich
Wie beim Denken den Mittelweg
Zu finden der zwischen Anpassung
Wie Gewissensfreiheit genau den
Pfad sucht der gerade am besten tut
Was wie Wesen oder Stimmung der
Frau niemals berechenbar sein kann
Dem ich als Mann mich nur fügen kann
Um zu genießen was Natur schenkt
In aller Freiheit darum angepasst an
Das was Gnädigste sich wünscht
So zeigt sich aus dem Gefühl heraus
Manch Plan für eine freiere Welt

jens tuengerthal 3.10.21

Sonntag, 3. Oktober 2021

Einheitsbrei

Einheitsbrei

Wird unsere Küche immer einheitlicher
Irgendwie Multikultifusion in Sushi Häppchen
Die überfischte Meere so unsichtbar machen 
Wie die Einheitsburger die für sie gefällten
Urwälder die ihren Staaten nichts einbringen
Nur das Klima der Welt retten sollen
Nachdem die ehemals Kolonialherren
Ihre Wälder für Wohlstand verheitzten
Überlege ich und bin wenig begeistert
Von der überall Einebnung wie als ich
Die Tochter fragte wie das Essen in
Moskau war sie meinte wie bei
Mac Donald's am Alex auch nur
Eben in Rubeln ist alles eins wie
Äpfel und Tomaten nahezu alle
Gleich schmecken zumindest soweit
Unter holländischen Folien gewachsen
Die ein wässriges Enzym scheinbar
An die Früchte des Tulpenlandes geben
Eine Welt als schöner Traum der
Nach US Geschmack gestaltet wird
Schmeckt fade christlich prüde wie
Nichts echt geil sein darf sondern
Nur wie von Monsanto normiert
Frage ich nach deutscher Küche
Nun 32 Jahre nach dem Mauerfall
Fällt mir wenig ein was sich verband
Aber um so mehr was einheitlich wurde
Wie die EU nur zufällig nebenan von
Den wässrigen Niederlanden liegend
Wird der Kontinent immer mehr zum
Gastronomischen Eintopf mit etwas
Scheinbaren Lokalkolorit was noch
Die Illusion regionaler Vielfalt erhält
Italienische Pasta und Pizza wie
Französischer Käse und Wein
Deutsche backen Hörnchen wie
Bratwürste im Naturdarm was wüsste
Wer was es bedeutet wohl viele
Beschissen fänden so eher egal ist
Spanische Maispampe oder Reispfanne
Mit gutem Maggi auf Geschmack nach
Altdeutscher Art gebracht wo noch
Sauerkraut oder Grünkohl regional
Zum deftigen Braten gereicht wobei
Immer mehr ihre Rübenschnitzel aus
Sellerieknolle wienerisch panieren
Weil vegan gesund geträumt wird
IKEA tut weltweit ein übriges das der
Einheitsbrei in gleichen Küchen vom
Nordkap bis Feuerland gekocht wird
Wozu engagierte Köche ihre neuen
Bücher aus dem Billy ziehen was
Zur Norm der Bücherverwahrung wurde
Dichte auch von ihnen umgeben
Was den Generalbass zum Sound des
Bionadebiedermeiers uns allen liefert
So nähren wir uns weltweit vom
Immer mehr Einheitsbrei was den
Klaren Vorteil hat keiner muss mehr
Irgendwohin und nur Idioten reisen
Irgendwohin in der Hoffnung etwas
Neues zu finden was Konzerne nun
Mit aller Kraft verhindern helfen
Auch die fast weltweit nach der
Amerikanischen Pornomode nackt
Rasierten Schöße der Schönen
Schmecken überall ähnlich seifig
Es lohnt der Unterschied selten sich
In lokale Balzriten einzuüben denn
Alle nutzen die gleichen Seifen heute
Auch wenn sie sich Intimwasch nennen
Ausnahmen bestätigen die Regel
Asiatinnen schmecken nach Nichts
Für erfahrene Genießer entbehrlich
Ältere eher intensiver nackt weniger
Das Internet sorgt auch dafür dass
Weltweit nach ähnlichen Ritualen
Gevögelt wird ob beschnitten oder nicht
Wir tun alles nun im Einheitsbrei
Warum es relativ egal ist wo
Wenn etwas passt und gut ist
Bleib da und genieße denn
Irgendwie ist überall dasselbe
Wir nennen es Globalisierung
Die Welt wird schlicht egal
Was eher gut so ist
Zum Rest enthalt ich mich
Wer es noch nötig hat 
Braucht noch ein wenig

jens tuengerthal 3.10.21

Einheitsillusion

Einheitsillusion

Die Einheit ist eine Illusion
Solange noch Menschen leben
Die in Zweiheit aufwuchsen
Wie andere die sie kultivieren
Manche Illusionen aber sind
Die Basis schönster Träume
Real existierende Uneinheit
Ist Freiheit in Vielfalt welche
Sich manchmal inmitten trifft
Zufällig eine Sprache spricht
Was mehr trennt als verbindet
Aber bunt ist denen fremd die
Von Volk und Einheit sprechen
Weil 2 nie 1 wird außer geteilt
Durch 2 die sich ein Sein dann
Untereinander aufteilen was aber
Egal wie viele immer eins ist also
Zart gleiches wohl sagt aber
Verschiedenes immer meint
Ob irgend anderes gilt wenn
Aus zwei drei wurden weil
Zwei vorher eins waren
Wie einig oder nicht bleibt
Jeder gern für sich dabei
Wie vieles am Ende unklar

jens tuengerthal 3.10.21

Höschenlust

Höschenlust

Vor der Höschen Bar beim Rotwein sitzen
Sich mit Gedanken voller Lust dabei mit
Der nah gefühlten Ferne schreiben ohne
Sich berühren zu können bleibt die Lust
Real eine große Sehnsucht die auf
Erfüllung wartet um ineinander dann
Tief versunken eins zu werden
Wird die Lust auf dem Schild hier
Unerwartet Realität im virtuellen Raum
Musen zeigen hier mehr real ihren
Busen um amerikanisch Aufmerksamkeit
Zu erlangen auch wenn dabei eher
Müde belächelt als Amerikanerin eben
Hat doch der virtuelle Raum hier
In Worten und Bildern viel mehr
Erotik als der reale je findet
Was zeigen könnte die Lust
Am Platz ist real viel kleiner
Als die in ferner Phantasie
Die ohnehin alles übertrifft
Was dem Dichter hier die
Frage stellt wie wirklich
Die Wirklichkeit wohl ist
In der Lust in Berlin oder
Fern von hier im irgendwo

jens tuengerthal 3.10.21

Samstag, 2. Oktober 2021

Lustgenuss

Lustgenuss

Welche Lust ist der größte Genuss
Genügte die Phantasie dafür völlig
Wäre Onanie wohl der Gipfel des
Erreichbaren bei dem andere nur
Stören können und verzögern aber
Seltsam genug scheint es doch eher
Geteilt als größtes Glück wo zwei
Sich wechselseitig Lust schenken
Den Höhepunkt zusammen erreichen
Als Ergebnis vorheriger Übungen die
Gymnastisch verrenkt oder gelassen
Je nach Laune und Art gewesen sind
Ob dies eine Illusion nur ist die unser
Soziales Ego uns eintrichtert damit wir
Es weiterhin miteinander auch tun statt
Mit uns allein glücklich zu sein was so
Vieles im Leben leichter machte ist
Mangels Interessenten nicht erforscht
Sicher aber ist es der größere Genuss
Sich am möglichen zu freuen statt über
Anderes noch nachzudenken was im
Moment völlig irrelevant sein dürfte
Um die Lust ganz zu genießen also
Dürfte der Schlüssel zum Lustgenuss
Konzentration auf diese wohl sein um
Im Augenblick alles zu genießen was
Wie auch immer erlebt werden kann
Wer beim Sex den Augenblick einfach
Verweilen lassen kann statt es noch
Eilig zu haben um seinen Mann zu stehen
Was manchmal aber nötig sein kann
Ist dem Genuss vermutlich am nächsten
Dies kann schnell oder langsam sein
Solange wir ganz dabei sind spielt
Weder Zeit noch Raum eine Rolle
Es ist vollkommener Genuss

jens tuengerthal 2.10.21

Liebesgenuss

Liebesgenuss

Die Liebe kann eine Qual sein
Bereitet schlaflose Nächte uns
Wie gebrochene Herzen dazu
Wenn sie mal wieder nicht da ist
Verführt zu lächerlicher Eifersucht
Welche logisch das Gegenteil ist
Aber Logik ist ihr ohnehin egal
Die manchen zum Narren macht
Die klügsten Köpfe verblödet wo
Verliebt völlig kopflos nur werden
Heiligen Schwüren Glauben schenken
Als sei Liebe je nicht wechselhaft
Weil sie eben ein Gefühl nur ist
Was keinerlei Garantien gibt aber
Die Chancen zum Bestand hätten
Aber da sie bekanntlich alles kann
Lebt es sich am besten mit ihr da
Wo wir ihr dies lächelnd zubilligen
Aber das Wunder genießen was sie
Unerwartet zaubern kann denn das
Kann nichts schöner als sie warum
Wer lieben darf genießen soll um
Sich an diesem Wunder zu freuen
Mehr können wir nicht damit machen
Es vernünftig anzugehen ist Unsinn
Voller Lust zu genießen angemessen
Sich daran zu freuen ihr einzig würdig
Liebe halt nicht immer einfach aber
Dafür der schönste Genuss
Was mir gerade genügt weiter
Glücklich zu lieben wie es
Eben kommt

jens tuengerthal 2.10.21

Lebensgut

Lebensgut

Was macht ein Leben gut
Frage ich mich ohne eine
Antwort für alle zu kennen
Ist es doch sicher die Kunst
Es zu genießen wie es ist
Wer das hat kann sich an
Allem erfreuen wem es fehlt
Wird beständig nur jammern
Vergleich und Konkurrenz die
Neid und Ehrgeiz gebären wie
Als hässlichstes Gewächs der
Liebe die Eifersucht die als Tumor
Schönstes Glück zerfressen kann
Sind als erste zu überwinden
Warum glücklich diejenigen sind
Welche dem Kampf entsagen um
Zu genießen was kommt weil es
Der je Natur gerade so entspricht
Fern davon das Schicksal zu loben
Was an höhere Mächte glaubt
Sehe ich Natur immer kausal
Ursache und Wirkung mehr ist nie
Auch unser Geist kann nicht mehr
Aber wo wir uns Ziele setzen die
Erfüllend glücklich machen sind
Wir glückliche Menschen jeden Tag
Wo nicht können wir es ändern
Um sagen zu können das Leben
War gut und ein Geschenkt statt
Bis zum Ende über die Qual nur
Zu klagen die es uns bereitete
Welche im Alter noch zunahm
Natürlich stehe ich seltener ohne
Körperliche Beschwerden auf
Was ab 50 aber normal ist was
Sollte ich über Mechanik jammern
Die verschleißt wie sie halt ist
Freue mich an dem was geht
Um was ist gut zu finden weil
Das die einzig würdige Behandlung
Des Seins wie es ist mir scheint
Ob ich recht habe ist mir egal
Solange es so mehr Genuss bringt
War es zumindest nicht falsch
Für mich als Genießer des Lebens
Was so ein kostbares Gut wird

jens tuengerthal 2.10.21

Genießerkunst

Genießerkunst

Die Kunst zu genießen ist jene
Welche am glücklichsten macht
Sich darauf zu konzentrieren wie
Was alles gut tut und schön ist
Auch im Schatten großer Probleme
Erfordert im Land der Jammerer wohl
Das größte Talent weil es sich gegen
Den Strom der Nörgler lächelnd stellt
Die immer lieber vor uns drohendem
Warnen statt sich an dem zu freuen
Was ist was gerade unter Intellektuellen
Zu denen ich mich darum lieber nicht
Zähle als mindestens naiv gilt doch
Erfordert es viel mehr Talent noch dem
Grauen entgegenzulächeln um eine
Gute Zeit zumindest zu haben denn
Enden wird das Leben von alleine ob
An diesem oder am nächsten Grauen
Wird sich irgendwann zeigen aber bis
Dahin allem zum Trotz genossen zu
Haben was ist macht alles schöner
Gibt dem Sein mehr Wert während
Ewige Zweifel und hadern dagegen
Die Chance glücklich zu sein viel
Zu leichtfertig verspielen was aber
Weder uns noch dem Leben gerecht
Werden kann was so viel schöner
Sein kann wenn wir es nur lassen
Wobei die Genießerkunst hilft die
Unser wichtigstes Lernfach ist was
Hauptfach in der Schule sein sollte
Auch wenn unklar noch ist wer es
Wie unterrichten könnte lohnt der
Gedanke daran mehr als noch
Über Formen des Aberglaubens
Dort zu grübeln sein wir so frei
Genießen wir lustvoll was ist
Leben ist der letzte Genuss

jens tuengerthal 2.10.21

Samstagsmood

Samstagsmood

Eine Runde um den Helmholtzplatz
Drehen und du hast den Berliner
Samstagsmood mit allen Sinnen
Wahrgenommen und kannst gleich
Abtauchen in das gelassene Leben
In der Stadt die sich durch nichts
Aus der Ruhe bringen lässt wenn
Die Sonne scheint und es sogar
Im Oktober warm genug ist noch
In der Sonne den ersten Drink
Oder noch einen Latte zu schlürfen
Die Plätze vor den auch Cafés sind
Schon ziemlich voll besetzt unsere
Bars öffnen erst später zwischen
Den manchmal etwas gestressteren
Muttis mit Kinderwagen sitzen die
Ganz gelassenen Anwohner oder
Herbsttouristen um es sich einfach
Gutgehen zu lassen an der Ecke
Spielt wieder eine Jazz Band mit
Coolem Klang vorm Misirlou noch
Den Freund aus Paris begrüßt der
Zum Arbeiten den ersten Wein genießt
Das Leben ist verdammt gut am Helmi
Wenn die Sonne scheint und alle im
Wochenendmodus noch eine Spur
Gelassener als sonst sind bis auf
Die wenigen frühen Dates die sich
Noch um ein Gespräch bemühen
Aber wer um die Zeit schon datet
Erwartet nicht viel oder hat noch
Besseres vor auch wenn sich die
Erfahrung fragt warum dann wenn
Du es nur mal nebenbei machst 
Überhaupt weil wenn jede auch
Die volle Aufmerksamkeit verdient
Typischer gieriger Anfängerfehler
Aber auch dies gehört zum hier
Samstagsmood den wir alle mit
Großer Gelassenheit zelebrieren
Weil das Lebe am Helmi gut ist

jens tuengerthal 2.10.21