Sonntag, 14. März 2021

Coronasophie XXXI


Von der Unbelehrbarkeit

Seit über einem Jahr nun üben wir uns
In den Ritualen der Pandemie aber tun
Immer noch so als hätten wir nichts je
Verstanden von Zyklen und Wellen die
Schlicht mathematischer Logik folgen
Ob uns das gefällt oder nicht wie sich
Gerade mit Beginn der berechenbaren
Dritten Welle nun zeigt die sich während
Dem Versuch der Öffnung noch steigert
Und als wüssten wir nicht was logisch
Die nächsten Wochen auf uns zukommt
Sind die Flüge ins gerade kurzzeitig wieder
Freigegebene Mallorca völlig ausgebucht
Als wüssten wir nicht was sicher folgt
Geben sich die Menschen unbelehrbar
Fallen in gewohnte Rituale zurück bevor
Irgendetwas sicher ist wollen sie raus
In die Sonne in die Wärme in Urlaub
Verhalten sich der Herde dabei folgend
Unmündig wie bestenfalls naiv ehrlicher
Wäre vermutlich asozial und dumm
Auch wenn die Pandemie schon bald
Dafür sorgen wird dass dieser Traum
Von der Insel wie eine Seifenblase platzt
Fragt sich warum keiner etwas aus der
Erfahrung im letzten Jahr gelernt hat
Vom Klima ganz zu schweigen ist klar
Wohin Massentourismus in der Pandemie
Führt denke ich ganz nüchtern spannend
Wäre ob wer nun zurückgeholt werden
Muss von der Bundesregierung dann
Auch persönlich voll haftet für die
Kosten dieser Dummheit oder sich
Der Staat die Naivität etwas kosten lässt
Was angemessen mindestens wäre
Jeder der eins und eins zusammenzählt
Kann verstehen welche Folgen die nun
Öffnung der Insel haben wird wie wohin
Es sehr schnell führen wird was genau
Wie die Folgen der Schulöffnung bereits
Berechenbar und also absehbar ist was
Die Forschung uns gerade bestätigt
Doch weg von Covid Alltagsstress
Was mich aber geistig daran fasziniert
Ist wie vernünftige Menschen sich gegen
Alle Erfahrung in der Herde verhalten
Warum Gewohnheit stärker ist als alles
Vielen Geduld noch so schwer fällt die
Zu üben doch gerade Zeit genug war
Menschen sich lieber unfrei belügen
Wie Schafe der Herde folgen statt frei
Also kritisch ihr Verhalten zu reflektieren
Wie es Menschen einzig würdig ist
Ob der Massentourismus unserer Zeit
Reichsparteitage der Gegenwart sind
Die im Gewand des Individualismus
Gegen Aufklärung und alle Vernunft
Menschen zu kleinen Rädchen machen
Die im System am Markt funktionieren
Darum das Denken einfach aussetzt
Was den Rückfall in gewohnte Muster
Noch deutlich für alle erleichtert weil
Sie es ja schon immer so machen
Erstaunt frage ich mich darum wieviel
Vom Menschen und seiner Freiheit
Dabei übrig bleibt und was diese nur
Herdentiere zur Reflektion brächte ob
In der Herde die Grenze zwischen Tier
Was Trieben folgt und Menschen fällt
Der theoretischen Verstand haben sollte
Weil die Gruppe sozial stärker wirkt
Als was uns als Mensch ausmacht
Habe noch keine sichere Antwort 
Aber es führt an die Grenzen dessen
Was den Menschen eigentlich entspricht
Was ethisch philosophisch bedeutend ist
Uns wichtige Fragen der Aufklärung stellt
Leben wir in irgend aufgeklärter Zeit
Sind wir ferner davon als Kant damals
Wie finden wir zur Freiheit zurück
Außer durch Negation der Wirklichkeit
Wie es Covidioten bei ihren Demos tun
Was gebietet die Vernunft und wie kann Mensch sich aus der selbstverschuldeten
Unmündigkeit wieder befreien als ein
Denkendes Wesen neben der Herde
Es bleibt also geistig spannend wie wir
Mit der Pandemie philosophisch umgehen

jens tuengerthal 14.3.21

Liebesdramen


Liebesdramen

Beim früh morgendlichen Gang um
Den Platz traf ich den Ex einer
Lieben Freundin und erfuhr als ich
Ihm Grüße an sie auftrug von
Deren Trennung vor Monaten
In einem Eifersuchtsdrama was
So lächerlich schien wie alle diese
Dramen es zu sein pflegen hierbei
Die eigenen eingeschlossen ohne
Garantie für genug Verstand noch
Als Betroffener dabei der ich über
Jahre lächerlicherweise wurde
Ohne es zu wollen aber auch
Mit zu wenig Verstand zu widerstehen
Da mit zu viel Gefühl verwickelt
Wie die beiden auch die sich dazu
Wechselseitig psychische Krankheiten
Mit gefühlvollen Argumenten unterstellten
Wovon ich weder etwas hören wollte
Noch darein verwickelt sein möchte
Schön daran aber war für mich der ich
Lange psychische Krankheit meiner Ex
Attestierte die sie sogar bestätigte was
Völlig egal aber ist zu was uns die
Verletzten Gefühle verführen um uns
Vom Schmerz zu befreien der aber
Dadurch nur verstetigt werden wird
Wie gut es tut fliegen zu lassen
Weil sich nie etwas ändert
Die Dramen sich alle ähneln
Es keine Wahrheit gibt und das
Bemühen einen Schuldigen zu finden
Ewig unfrei machen wird
Hätte gerne ihre Version gehört
Nachdem ich seine kannte aber
Eigentlich ist es völlig egal weil
Die Frage nicht ist wer recht hat
Sondern wer wie glücklich wird
Alles andere ist eigentlich egal
Aber ich brauchte Jahre um es
Kopfschüttelnd selbst zu merken
Liebe macht eben blöd
Da hilft nichts

jens tuengerthal 14.3.21

Nachhaltigglücklich


Nachhaltigglücklich

Macht ein nachhaltiges Leben glücklich
Oder beschränkt es uns zu sehr künftig
Weil wer für die Folgen seines Handelns
Konsequent einstehen will und also sich
Vorher nach dem kategorischen Imperativ
Überlegt oder logisch folgert was geboten
Vieles was alle machen ohne zu überlegen
Nicht mehr guten Gewissens tun kann also
Ein beschränkteres Leben gegenüber der
Masse führt die schon wieder Urlaub in
Malle oder Ischgl planen möchte ohne
Rücksicht auf Verluste was zwar durch
Ein gutes Gewissen reichlich kompensiert
Wird aber eben logisch einsam macht
Der Mahner und letzte Weise in einer
Horde fröhlicher Dummköpfe zu sein
Erfordert starke Nerven wie Merkel
Im letzten Jahr besonders erfuhr
Wo sie als einsame Ruferin gegen
Die Unvernunft Leben schützen wollte
Was sogenannte Freiheitskämpfer vom
Rechten Rand und andere kopflose
Narren esoterischer Heimat ohne
Jede Rücksicht noch ignorieren
Aber kann Besserwisserei glücklich
Machen oder ist es nur der Anfang
Vom Untergang der Freiheit die
Erkannte moralisch aufgeklärt handelt
Nur wer sich aus Unmündigkeit befreite
Dies also denkend selbständig tat
Warum alle Belehrung wertlos ist
Zumindest moralisch betrachtet
Aber nachhaltig glücklich wird wer
Den Mut hat nachzudenken wie
Kausalität logisch herleitet statt
Der Masse unkritisch zu folgen
Nur gibt es eben keine Wahrheit
Die für alle immer gilt als eine
Verbindliche Antwort in der Demokratie
Und also torkeln wir weiter wider
Besseres Wissen auf der Suche
Nach einer gültigen Moral auch
Im Sinne des KI nur leider ohne
Letzte Wahrheit dabei was den
Imperativ ökologisch zu einer
Tödlichen Falle der Freiheit macht

jens tuengerthal 14.3.21

Leserglücksreise


Leserglücksreise

Welch Glück ist es ein Leser zu sein
Mit Büchern durch Raum und Zeit
Reisen zu können ohne sich vom Ort
Sei es der Sessel oder Diwan bei egal
Welchem Wetter wegbewegen zu müssen
Wie ich heute wieder im Wechsel der
Bände während vor dem Fenster die
Wetter von Frühlingssonne zu Unwetter
Wechselten wanderte ich noch von der
Renaissance zur Aufklärung reiste
Lesend um die Welt mit Humboldt oder
Spürte Scharlatanen hinterher mit der
Klugen Greta de Francesco reiste
Mit dem Ehepaar Gondela mal wieder
Nach Braunschweig wo sie über die
Dort dunkle mittelalterliche Enge noch
Spotteten aber erinnerte mich zugleich
An meinen Besuch bei meiner dort
Liebhaberin vor vielen Jahren als
Mittelalterliches Stadtfest war und wie
Treffend Enge zu Braunschweig passt
Wo ich verliebt überlegte hinzuziehen
Was wie eine andere Welt scheint
Denke ich nur an die Enge dort gegen
Die großzügige Weite Berlins auch
Ohne zu erörtern ob sich diese auch
Im Horizont derer dort spiegelt war es
Eine zeitweise Verwirrung mit wenig
Erinnerung die wieder verlog trotz
Des groß begonnenen Traums dort
Oder vielleicht wegen aber egal da
Ohne jede literarische Bedeutung
Aber zumindest weckte die Lektüre
Auch für Sekunden die Erinnerung
So kamen zu den Reisen der anderen
Noch die in meine Geschichte hinzu
Auch bei Alexander Humboldt dem
Wie ich wenig Schläfer der immer gern
Mehr gemacht hätte und alles was
Möglich war wissen wollte stets
Neugierig durch die Natur ging aber
Zugleich den Blick für die große
Verbindung suchte warum ich auch
In seinen Kosmos noch hinein las 
An meinen Vater mich erinnerte der
Auch als Tausendsassa neugierig durch
Die Natur immer streift sogar mit 80 noch
Immer die Welt verstehen und erklären
Wollte so lang ich mich erinnere und so
Ist Lektüre von Alexander Humboldt
Auch eine Reise in meine Kindheit
Verstehe ich plötzlich warum mich
Seine Art die Welt zu erklären auch
Abschreckte wie zugleich faszinierte
Wie Alexander von Humboldt mir
So nah und zugleich auch fern war
Womit ich einen neuen Blick auch auf
Die eigenenen Wurzeln warf was
Ein weiteres Glück des Lesens ist
Was den Horizont auch für den Blick
Nach Innen immer weiter öffnet also
Die Welten zeitlich wie räumlich ganz
Im Kleinen wie im Großen bereist
Früher sagte ich noch ich reise
Nicht gern auch aus ökologischen
Gründen heute wurde mir klar
Eigentlich reise ich ständig weiter
Als die ganzen Weltenbummler die
Nur an der Oberfläche ihr dreckiges
Spiel namens Tourismus spielen und
Dabei zerstören was sie zu lieben nur
Vorgeben es für sich zu erobern
Neben den Touren in den Köpfen
Der Autoren und ihrer Protagonisten
Reise ich lesend auch immer tiefer
In mich wie zu mir noch was Lektüre
Zum grenzenlosen Glück mir macht
Denke ich dankbar voller Vorfreude
Auf die nächsten Seiten Lektüre

jens tuengerthal 13.3.21

Samstag, 13. März 2021

Liebesnähe


Liebesnähe

Lange schon fragte ich mich
Welche Liebe kommt wirklich nah
Zählt die körperliche Nähe dabei
War ich dabei manchen näher mit
Denen es besonders intensiv war
Kann die Qualität des Sex als ein
Gradmesser gewertet werden oder
Setzt die mit dem Alter zunehmende
Impotenz dem natürliche Grenzen
Was bleibt jenseits davon übrig
Ist es das was wirklich bleibt als
Geistige Verbundenheit mehr
Wert als wildeste Lust die meist
Schon am Gipfel vorbei zumal
Beschränkte männliche Potenz
Sich mit der der unermesslichen
Weiblichen nie messen kann also
Froh sein kann wenn sie noch kann
Frage ich mich was für mich zählt
Ist es am innigsten geistige Nähe
Gemeinsames Lesen und Familie
Geteilter Alltag und Träume die
Auch geistige Welten betreffen
Geteilte Liebe zu Büchern berührt
Stärker als vieles anderes sonst
Konnte anderes völlig ausblenden
Genau da berührte mich etwa
Eine sonst eher fremde Liebe so
Sehr dass sie als größte mir schien
Glaubte ohne sie die Welt verloren
Weil die bedingungslose Liebe
Zu den Büchern tiefer vereinte als
Der tollste Sex schien alles perfekt
Egal wie seltsam vieles auch war
Ist die gemeinsame Bibliothek als
Lebenstraum für mich wohl die
Innigste Annäherung an die nichts
An Nähe heranreichen kann auch
Ohne dass Bücher der Apfel anstatt
Vom Sex des Alters wären oder die
Zunehmende Impotenz kompensierten
Wüsste ich nichts was mir näher käme
Alles andere wird dagegen unwichtig
Mit wem ich meine Bibliothek noch
Teilen oder vereinen wollte wäre nah
Merke ich und lächle über mich
Und so kommt Liebe über Bücher
Viel näher als jeder Sex den wir
Mit egal wem haben können mit
Oder ohne Liebe sagt dabei nichts
Über die Qualität für beide aus
Aber Bücherliebe berührt mich
Bleibend inniger als alles sonst
Denke ich und verstehe plötzlich
Was mir gefährlich nah kommt
Was eher entbehrlich bleibt weil
Die Welten sich nicht berühren
Mit Liebe schenke ich Bücher
Alles andere ist eher nur nett
Tut aber auch nicht so weh
Vermutlich hat jeder den einen
Schlüssel der wirklich berührt
Wo alles andere egal wird
Die Bedingung großer Liebe
Wer ihn für sich erkennt kann
Wählen was passt oder nie
Sein darf weil viel zu nah 
Wo Traum und Erfüllung liegen
Habe spät gelernt wie selten ich
Wirklich geliebt habe und was es
Bedeutet sich darin zu finden
Das Paradies ist für mich eine
Bibliothek in der ich die Lust teile
Alles andere fliegt ohne Gefahr
Weiter und berührt nur kurz

jens tuengerthal 13.3.21

Nahblick


Nahblick

Heute wieder mit Alphonse Karr in der
Reise um meinen Garten versunken wo
Er sich unter einer Eiche auf den Bauch
Legt um das dort Moos und seine vielen
Bewohner in ihrem Liebesleben genauer
Zu betrachten wobei er gleich feststellt
Wie der ganz nahe Blick die Dimensionen
Völlig verändert das Moos ihm wie ein
Wald erscheint und die vielen Insekten
Die es bewohnen ihm viel bedeutender
Erscheinen als Hirsche oder Rehe dort
Begeistert berichtet er wie der große
Architekt der unsere Welt einrichtete
Sie so genial plante dass sie fürderhin
Ohne jede Mithilfe gedeihen konnte
Was eine wunderbare Anspielung auf
Die Diskussion um die Rolle eben des
Großen Architekten wie die Freimaurer
Gott nennen den Karr ganz versteckt
Nur großen Arbeiter nennt und dessen
Rolle im Grand Orient ist über den
Proudhon bei seiner Initiation auf die
Rituelle Frage wie er es mit ihm hielte
Noch sagte ihn zu vernichten um den
Menschen die Freiheit zu geben was
Dazu führte dass der GO statt der
Bibel bald ein Buch mit weißen Seiten
Auflegte die Deutung offen zu lassen
Was den Bruch mit England wo die
Anglikanische Kirche die Logen an
Führender Stelle beherrscht noch
Verstärkte der begann als 1789 die
Brüder der Loge Neun Schwestern
Um den Grafen Mirabeau sich dem
Revolutionären Geist anschlossen
Oder ihm die Flügel gaben sich zu
Erheben wozu zuvor schon ihre
Brüder um Diderot und Hohlbach
Den Grundstein gelegt hatten mit
Dem freien Wissen der Enzyklopädie
Aber von all dem erwähnt Karr nichts
Er deutet es nur durch die Betonung
Des Arbeiters der die Welt plante an
Wissend dass die Leser seiner Briefe
Um die Diskussion wussten die noch
Durch die Dreyfus-Affäre verstärkt
Schliesslich zum Laizismus führten
Der Staat und Religion streng trennt
Wofür der GO bis heute kämpft was
Im verschlafenen Deutschland das
Seit dem westfälischen Frieden keine
Entwicklung dabei mehr machte sondern
Immer noch Staatskirchenrecht hat wie
Zum Wohle aller Beteiligten dazu noch
Die Kirchensteuer einzieht kein Thema
Ist aber das war auch keines der Lektüre
Karr deutete es nur ganz dezent an
Während er über Vergänglichkeit und
Wandel in der Natur nachdenkt dabei
Erzählt wie zuerst Schimmelpilze
Die wir so gern verachten die Basis
Für kommendes Leben legen indem
Ihre Sporen sich mit dem Wind in
Alle Himmelsrichtungen verteilen
Während ihre sterbenden Reste den
Humus bilden aus dem neues Leben
Wachsen und gedeihen kann wie auch
Das so vielfältig belebte Moos mit dem
Die Betrachtung auf dem Bauch liegend
Begann die noch über ein alchimistisch
Geprägtes Buch mit Rezepten die auch
Der Erhaltung weiblicher Schönheit dienen
Aus dem Karr Rezepte zitiert wie etwa
Jenes in dem das Moos von einem
Totenschädel verwendet werden soll
Am Ende zur Natur führt die sich mit
Pilzsporen beginnend den zeitweise
Besiedelten Raum zurückerobert bis
Pflanzen Stein und Mauern sprengen
Bäume fällen weil der Efeu dem Wind
Im Winter Fläche bietet die Bäume
Umwirft die uralt und viel größer noch
Bis ihre Leichen zu Quellen neuen
Lebens in der Natur werden die ohne
Jeden Eingriff von außen am Ende
Immer Siegerin ist weil sie ist was
Zeigt wie sehr diese Betrachtung des
Kleinen und kleinsten Anfangs allen
Lebens im eigenen Garten auch auf
Epikur verweist der die Götter in eine
Parallelwelt schickt die sich nicht um
Uns und unsere Natur kümmern was
Die Basis freien Denkens ohne alle
Höheren Wesen oder Transzendenz
Ist die im spirituellen Hokuspokus der
Geistigen Sklaven neue Blüten treibt
Jener Philosoph der in seinem Garten
Als erster und einziger auch Frauen
Willkommen hieß und eben im Garten
Auch dem Geist eines Karr nah ist
Der uns so mit der Vergänglichkeit
Liebevoll lächelnd auf dem Bauch
Unter seiner Eiche versöhnen kann
In all den Sterben liegt ein Werden
Ganz ohne jede Transzendenz weil
Die Natur uns zum Nährstoff für das
Kommende natürlich macht worin
Eine große Freiheit liegt die sich
Ihren Weg bahnt und ihn versteht
Ohne ein Jenseits zu brauchen
Wie der oben zitierte Goethe es
In Selige Sehnsucht noch für den
Schmetterling andeutet aber noch
Den letzten Schritt nicht wagt sich
In diesen Versen aus seinem Diwan
Dem westöstlichen eben die inspiriert
Von der Lektüre des Persers Hafis
Noch an die Idee der Transzendenz
Klammert die uns erst erhebt ohne
Die wir nur ein trüber Gast wären
Was Karr nur auf die Natur im Garten
Blickend leicht überwindet weil jenes
Stirb und Werde in der Natur liegt
Ohne alle spirituelle Phantasie der
Auch Goethe sich noch hingab auf
Etwas über der Natur hoffend doch
Wer Selige Sehnsucht im Garten
Auf dem Bauch unter der Eiche
Liegend das Moos betrachtend liest
Weiss dies Stirb und Werde ist Natur
Ohne alle Transzendenz im Sein
Wie der erdachte Große Baumeister
Sein Werk aus der Hand längst gab
Es schon vor dem Urknall für sich
Ohne alle Götter existiert die es in
Einer Parallelwelt geben mag die
Aber für uns ohne Belang bleibt
Weil alles einfach Natur ist in der
Sich nah betrachtet alles zeigt

jens tuengerthal 12.3.21

Freitag, 12. März 2021

Impfhektik


Impfhektik

Beim großen Projekt Impfung
Läuft es nicht wie geplant ob
Das an der Unfähigkeit derer
Liegt die es organisieren also
Der Politik oder der Situation
Wie dreister Gier nationaler
Vorreiter ist noch relativ unklar
Doch verhalten sich einige so
Als ginge es in den Krieg wie
Dabei um Konkurrenz die eher
Albern als vernünftig scheint
Wir haben ein weltweites Problem
Was wir in aller Ruhe lösen sollten
Wenn es länger dauert müssen wir
Uns noch ein wenig gedulden bis
Es sicher und gut läuft also lieber
Tempo rausnehmen statt Panik machen
Oder Schuldige suchen was gerade
Besonders beliebt ist aber von einem
Zu engen kurzsichtigen Geist zeugt
Langsamkeit bedeutet Sicherheit also
Sollten wir entsprechend nun handeln
Wenn ein Impfstoff Nebenwirkungen hat
Die gefährlich sein könnten sollten wir
Seine Nutzung solange aussetzen bis
Alles zur Sicherheit geklärt wurde
Es wäre schön wenn wir bis Herbst
Geimpft werden können falls nicht
Dauert es eben noch etwas länger
Bis dahin müssen wir vorsichtig sein
Was keinem schaden wird auch wenn
Viele genervt scheinen schadet es nicht
Sich die nötige Zeit zu nehmen infolge
Nirgendwo hin zu fliegen bis dahin
Ist das derzeit beste für das Klima
Urlaub Zuhause zu planen dafür
Das Tempo weiter rausnehmen ist
Der beste Weg zu mehr Gelassenheit
Noch wissen wir nicht ob die Impfung
Vor allen Varianten wirklich schützt
Es braucht mehr Zeit die wir uns
Statt in Hektik zu verfallen nehmen sollten
Wenn wir drei bis vier Jahre brauchen
Die Pandemie zu beherrschen ist das
Schon sehr schnell gewesen auf lange
Wie aus historischer Sicht betrachtet
Ein guter Zeitpunkt Gelassenheit zu üben
Statt in falsche Impfhektik zu verfallen
Alles hat seine Zeit und braucht sie
Sie sich zu nehmen zeugt von mehr
Größe als die gerade Panik es wird
Schon aber besser in Ruhe warum
Von der Lektüre panischer Medien
Aus Gesundheitsgründen gerade
Eher abzuraten ist zumal es genug
Gute Bücher anstatt gibt und was
Ist schöner als ein gutes Buch

jens tuengerthal 12.3.21

Liebesordnung


Liebesordnung

Es gibt viele Arten sich zu lieben
Monogam oder polygam oder halt
Irgendwas unbenannt dazwischen
Was viele heute probieren weil sich
Keiner festlegen will um nur keine
Option zu verpassen was es etwas
Unübersichtlich schnell macht wo
Welche Gefühle hingehören und
Wen wir wie lieben wollen was aber
Dazu führt dass keiner ganz wagt
Aber alle optional wählen um so
Lieber alles offen zu halten da ja
Noch was besseres kommen könnte
Das ist irgendwie unterhaltsam
Online Dating wie die anonyme
Großstadt helfen dabei aber wo
Alles offen bleibt zieht es immer
Wir verlieren uns in der Vielfalt
Ohne Sicherheit oder Ordnung
Was reizvoll und zermürbend
Zugleich alles beliebig macht
Viele Kontakte ohne Inhalt
Machen die Leere bewusster
Wir nennen es noch Liebe
Aber irgendwann ging das Gefühl
Wie der Wert davon verloren
Bin ein eher schlichtes Gemüt
Stelle ich nach Jahren der Vielfalt
Fest und suche schlichte Ordnung
Um anzukommen und da zu bleiben
Denke ich und lebe es anders nichts
Zu verpassen im Liebesleben von
Dem nichts bleibt als Unterhaltung
Mal sehen ob es sich ändern lässt
Oder die Geschichte der Liebe nun
Zu Ende erzählt ist und im Chaos
Der Beliebigkeit langsam versinkt
Vielleicht gibt es noch die Freiheit
Sich füreinander zu entscheiden
Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es
Die Liebe könnte schon tot sein
Ohne dass ich es bemerkte

jens tuengerthal 11.10.20

Donnerstag, 11. März 2021

Korruptionsaufklärung


Korruptionsaufklärung

Die CDU hat einen Korruptionsskandal
Der im gerade Wahlkampf viel Lärm
Verursacht was ärgerlich für sie ist
Warum sie klar und deutlich reagiert
Dass es dabei um Masken ging im
Rahmen der Corona Pandemie macht
Das ganze noch unangenehmer aber
Erfreulich ist das Bemühen um
Aufklärung von Beginn an wie die
Daraus gezogenen Konsequenzen
Ob es strafrechtlich von Belang ist
Der Partei dauerhaft schadet wird
Die Zeit in Ruhe zeigen insofern
Ist vorerst Zurückhaltung geboten
Es gibt Bestechung was niemand
Ernsthaft wundern wird was zählt
Ist der Umgang damit und was folgt
Sofern es manche nun aus dem
Großkoalitionären Tiefschlaf weckt
War es gut so und hilft weiter die
Freiheit in der Demokratie zu sichern
Ob dies ein Sumpf ist oder nur das
Fehlverhalten einzelner zeigt die Zeit
Vorverurteilung wäre aber so falsch
Wie es gegen den Rechtsstaat
Verstoßen würde und wenn nun
Striktere Regeln zu weniger vom
Bisher verdeckten Lobbyismus führen
War die Affäre zu etwas gut und kam
Genau zur richtigen Zeit noch was
Geduld und Aufklärung erfordert
Wie immer hilft dabei abwarten und
Tee trinken weiter als Gebrüll ob das
Schwein auch bestraft wird weil der
Rechtsstaat Teil der Aufklärung ist
Dessen Mühlen langsam mahlen
Die anstehenden Wahlen verstärken
Nur das Bemühen um Aufklärung
Und mehr Aufklärung ist immer gut

jens tuengerthal 11.3.21

Paradieschaos


Paradieschaos

Gerade wieder im Reisetagebuch von
Heinrich und Christine Gondela gelesen
Was mit Auf der Reise ins Paradies sehr
Treffend betitelt die Deutschlandreise des
Paares im Jahre 1802 voller Witz beschreibt
Und mich in meiner Ablehnung aller Reisen
Nach Möglichkeit bestätigt gesehen denn
Auf große Fahrt gehen bedeutet stets auch
Sich ungezählten Risiken auszusetzen die
Der Senator zwar mit viel Humor erzählt
Wie hier der Achsbruch noch zwischen
Campen und Celle der zum ungeplant
Aber fast wie geahnt noch verlängerten
Aufenthalt in Winsen führte von wo sie
Erst nach zehn in der Nacht gen Celle
Wieder aufbrachen um einiges an Geld
Von Schmied Radmacher und Wirtin
Dabei erleichtert wie es bei solchen
Ungeplanten Aufenthalten vorkommt
Heute warten wir auf den ADAC damals
Holte der Schwager Hilfe die zuerst
Völlig absurdes Zerlegen der Kutsche
Als notwendig vorschlug um am Ende
Doch irgendwie improvisiert mit einem
Wild geschlagenen Baum vom Ort
Des Unfalls nach Winsen zu kommen
Eine Freude ist es wie Gondela all die
Mißhelligkeiten des Reisens beschreibt
Wer je unterwegs war liest es lachend
Die Selbstironie bewundernd die mit
Feinen Details beschreibt in welch teils
Unmöglich unbequeme Situation das
Reisen uns führt und wie wir uns stets
Damit trösten es könnte ja alles noch
Viel schlimmer kommen so fürchtet
Der Bremer Senator nicht ohne Grund
Den Überfall der dort marodierenden
Yorkschen Jäger die heute weniger
Ein Risiko darstellen dafür muss wer
Den wilden Osten der Republik bereist
Immer auf der Hut vor Rechten sein
Die dort gehäufter auftreten denen ich
Selbst schon um die Müritz begenete
Zumindest kenne ich jemanden der
Von diesen verprügelt wurde was mich
Immer viel Abstand halten ließ aber
Auch in Sorge um die mich begleitenden
Damen wie Gondela um seine Frau
Angesichts Yorkscher Jäger von deren
Überfälle damals jeder schon gehört
Sie kommen schliesslich gegen zwei
Mitten in der Nacht in Celle an doch
Der geplante Gasthof ist belegt
Sie finden dann anderes Quartier
Werden gut mit Wein und kaltem Braten
Bewirtet bis sie völlig erschöpft nach
All diesen Abenteuern einschlafen
Irgendwas geht auf Reisen immer
Schief was die Abenteuer gebiert
Von denen wir später erzählen
Dahingestellt ob das je lohnte
Macht es uns zumindest interessant
Und wie gerne erzählen die Leute
Bis heute im Café von ihrem Urlaub
Den dort erlebten Abenteuern was
Natürlich wo Talent vorhanden noch
Besonders ausgemalt wird egal ob
Sonst von irgendwelchem Interesse
Erinnere mich an die 5000km durch
Frankreich die ich mit meiner späteren
Sehr damenhaften Verlobten durch
Frankreich fuhr mit Zelt und Wagen
Nach dem ersten 1. Staatsexamen
Voll Übermut die Welt sehen zu wollen
Dabei blieben größere Abenteuer
Glücklicherweise uns erspart aber
Vielleicht vergaß ich auch viel wie
Die Ankunft in Lyon wo wir auch
Erst im Dunkeln einen Zeltplatz
An der Autobahn fanden was als
Erinnerung eher unruhig blieb
Ein Achsbruch blieb uns erspart
Aus Rücksicht auf die Prinzessin
Mit der ich reisen durfte mied ich
Alle zu riskanten Abenteuer was
Wohl gut und besser so war doch
Da wir als Studenten völlig zwanglos
Noch reisten nirgendwo hin mussten
Keine festen Ziele verfolgten bei
Unserer Tour de France drohte kein
Stress und wo es gefiel blieben wir
Etwas länger um zu genießen aber
Dennoch ging manches schief
Klappte anderes so gerade noch
Ist Reisen immer ein Abenteuer
Was mit einer Liebsten geteilt auch
In guter Erinnerung bleiben kann
Denke ich der es vor 25 Jahren
Noch sehr genossen hat mit der
Aus damalige Sicht schönsten Frau
Durchs ländliche Frankreich zu gondeln
Aber zugleich voll Schrecken auch an
All die Abenteuer denkt die ich auf
Reisen erlebte wenn etwas schief ging
Der Stress den dies stets auslöste
Aber so eine kleine Tour durch entweder
Frankreich Deutschland oder Italien
Wäre vielleicht nicht völlig reizlos
Zumindest in zauberhafter Begleitung
Wie damals in Frankreich auch wenn
Die Schönheit den Preis hatte jeden
Morgen eine Stunde zu warten was
Aber arbeitsteilig leichter wurde
Indem ich Zelt abbaute und abwusch
Während sie der Schönheit huldigte
Wurde das Warten etwas abgekürzt
Dahingestellt ob es gerecht war hat
Eben alles seinen Preis auch die
Begleitung einer Dame von Familie
Erstaunlich genug lässt dieses
Reisetagebuch mich voll Wohlwollen
Auch an verflossene Lieben denken
Vielleicht hat das Reisen doch noch
Vorteile aller Vernunft zum Trotz
Denk ich und merke mal wieder
Lesen lohnt sich immer und auch
Noch mehr als alle Reisen die als
Spöttischer Witz seiner selbst
Zumindest lachen lassen

jens tuengerthal 11.3.21

Liebeslaunen


Liebeslaunen

War immer auf der Suche nach
Beständigkeit in der Liebe ohne
Zu fragen ob dies bei einem nur
Gefühl nicht logisch unmöglich ist
Der Traum unglücklich machen
Muss weil seine Erfüllung nach
Seiner Natur scheitern muss da
Sehen wir von der nur formellen
Organisation einmal ab die sich
Auf den Bestand der Familie als
Sozialen Kern konzentriert die
Liebe als wildes Gefühl groß wird
Was sich organisiert verliert nur
Dennoch Bestand haben kann
Die Ehe also contra dictio der
Liebe logisch ist nur eben eine
Kitschig verklärte Gewohnheit
Warum viele es gern verwechseln
Wie ich der sie viermal wollte
Wider eigentlich besseres Wissen
Wobei sie zur Organisation von
Gesellschaft und Familie sich
Sehr wohl auf Dauer eignet
Aber das gefesselte Gefühl
Schon seiner Natur nach
Keines mehr sein kann
Sondern ein bloßer Reflex
Verlorener Träume noch ist
Die unter der Hoffnung auf
Beständigkeit elend erstickten
Liebe gibt es nur in Freiheit
Beziehung auch noch offen
Ist das Gegenteil davon stets
Wobei die vermeintliche Offenheit
Nur eine höhere Potenz der
Gewohnten Verlogenheit ist
Die Liebe ist dazu launisch
Wir lernen nur in Beziehungen
Den Launen nicht zu folgen
Familien und Kinder brauchen
Kontinuität während Gefühl im
Schatten der Erwartung verkümmert
Um uns über die Wirklichkeit
Erfolgreich zu täuschen warum
Die Liebe schizophren wohl wird
Was wir freundlicher launig nennen
Suche keinen Bestand mehr um
Die Möglichkeit der Liebe nicht
Durch die Erwartung zu hindern
Was die Chancen deutlich erhöhte
Verstünde es noch jemand aber
Vielleicht ist es das große Wunder
Der Liebe trotz aller Hinderungsgründe
Noch weiter zu bestehen als eine
Laune der Natur die das Sein
Wunderbar macht solange wir noch
Darüber lachen können ist die
Launig schwankende Gestalt
Zumindest ein guter Witz

jens tuengerthal 10.3.21

Mittwoch, 10. März 2021

Wetterlaunen


Wetterlaunen

Es kommt der erste Sturm des Jahres
Ab morgen wohl auf das Land zu dabei
Von Westen her als Orkan wehend der
Sicher seine Spuren hinterlässt das ist
Eben so in der Natur warum es nicht
Der Rede weiter wert wäre Wetter halt
Vor dem wir uns schützen können
Zumindest soweit wie möglich weil
Wetter präzise vorhergesagt wird
Wetter ist nicht Klima das wäre so
Als würde ich eine zufällige Laune
Von irgendeiner irgendwann als den
Charakter einer Nation verstehen
Was ich rassistisch nennen würde
Doch während Launen sich aus so
Komplexen Gründen zusammensetzen
Dass sie nicht mehr berechenbar sind
Was zumindest bei Frauen meinen
Beschränkten Horizont weit übersteigt
Können wir vor Unwetter warnen wie
Seine Wege relativ sicher berechnen
Wer sich nicht schützt ist in Gefahr
Doch zumindest da ähneln sich
Wetter und Klima sie sind relativ
Präzise berechenbar und deshalb
Verhalten sie sich nach der Natur
Schlicht logisch warum seltsam nur
Ist wie wir die Folgen beim Klima
Weiterhin gerne ignorieren außer
Es kommt mal ein Unwetter
Dann reden alle wieder davon
Was beim Buchen des nächsten
Urlaubs wieder vergessen wird
Obwohl wir längst wissen welche
Folgen das Fliegen hat tun wir es
Nur zum Vergnügen und fällen
Bäume statt mehr zu pflanzen
Was berechenbar helfen würde
Leben weiter als gäbe es keine
Warnung vor dem Chaos was
Der Klimawandel sicher bringt
Wer im angekündigten Orkan
Im Wald spazieren geht als ob
Nichts wäre riskiert sein Leben
Wer es im Klimawandel tut auch
Das aller anderen und seiner
Nachfahren warum wer sich
Einmal den Wetterlaunen stellt
Nur sich in Gefahr bringt also
Vielleicht ein Idiot ist aber sonst
Relativ unschädlich wohl außer
Es werden die Retter gefährdet
Aber wer weiterlebt wie vorher
Die Menschheit in den Sturm
Ohne Sicherung schickt was
Zumindest grob fahrlässig ist
Dabei gibt es seit 200 Jahren
Ein Rezept der Verantwortung
Den kategorischen Imperativ
Von Altmeister Immanuel Kant
Handle stets so dass dein Handeln
Gesetz für jedermann sein könnte
Wobei aufgeklärt dabei derjenige
Handelt der sich aus der sonst
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Befreit hat und also allein seinem
Gewissen in allem folgt was also
Logisch und einfach verständlich
Ist für jeden der denken kann
Wenn der Sturm mein Leben
Gefährdet geh ich nicht raus
Werde niemanden raus schicken
Sein Leben zu gefährden was
Jedem mit Verstand einleuchtet
Tue ich es doch habe ich auch
Für die Folgen Verantwortung
Zu tragen und was beim bloß
Wetter jedem einleuchtet gilt
Für das Klima was alle betrifft
Erst recht womit nicht nur wer
Weiter leugnet ein Idiot allein ist
Wie auch ein Massenmörder der
Grob fahrlässig handelt sondern
Auch jeder der weitermacht ohne
Die Folgen zu bedenken nach dem
Obigen Rezept mit dem Massenmörder
Moralisch auf einer Stufe stehend ist
Was bedenken könnte wer seinen
Nächsten Urlaub plant außer diese
Sehen sich als unmündig an weil sie
Keine Verantwortung übernehmen
Können aus Mangel an Verstand
Womit alles zu Wetter und Klima
Wie den Folgen gesagt wurde die
Unmündige Unmoral wird nicht
Dadurch legitim weil alle es tun
Aber vermutlich möchte das nun
Keiner zu Ende denken um sich
Der Verantwortung zu stellen nur
Kann nun keiner mehr sagen all
Das hätte ja keiner vorher gewusst
Die Vorhersage ist sicher und klar
Wer im Sturm in den Wald geht
Riskiert sein Leben allein wer
Im Klimawandel weitermacht wie
Vorher riskiert das Leben aller
Handeln wir moralisch wie auch
Aufgeklärt wird jede weitere Frage
Entbehrlich es ist alles nur Natur
Diese funktioniert schlicht logisch
Natur kennt auch keine Moral sie
Folgt nur Kausalitäten warum das
Moralische Handeln erst Kultur
Zeigt und ausmacht alles übrige
Wie die darwinistische Negation
Der Kultur als Wert der Zivilisation
Zeugt nur von fehlender Kultur
Also Bildung und damit Moral
Auf einer primitiven Vorstufe des
Menschlichen Seins was also für
Nazis wie Trump gleichermaßen gilt
Aber zu Ende gedacht auch jeden
Meint der die Verantwortung negiert
Weiter macht wie immer statt so zu
Handeln wie geboten und aufgeklärt
Es ist ein unzivilisierter Rückschritt
Launisch und unverantwortlich mit
Gravierenden Folgen für alle warum
Wer Verantwortung übernimmt erst
Sich zivilisiert kultiviert zeigt während
Der Rest primitive Banausen sind
Die unmündig unmoralisch handeln
Aber das wird erst von Bedeutung sein
Wenn sie es selbst erkennen sich also
Aus asozialer Gewohnheit befreiten
Und so ist das Klima moralisch wirklich
Spannend nicht wie das launische
Wetter bloß mal wechselhaft

jens tuengerthal 10.3.31

Frühlingslust

Frühlingslust

Vor dem großen Sturm mit
Unwetter und Regen bei
Schönstem Sonnenschein
In frisch kühler Luft eine
Runde um den Platz flaniert
Viele Menschen gesehen
Die in der Sonne saßen
Und das Leben genossen
Was so wunderbar sein kann
Hier ein Lächeln dort ein Blick
Einige Sekunden länger nur
Trägt erotische Spannung
Macht die Lust am Frühling
Am Helmholtzplatz spürbar
Der nur kurz zu Besuch ist
Und doch genügt was ist
Das Glück zarter Knospen
Im ganzen Körper zu spüren
Mit Lust am Leben dabei
Bin ich dankbar für dieses
Wunder der Natur deren Teil
Der Dichter so sein darf
Ohne mehr zu wollen

jens tuengerthal 10.3.21

Liebesvielfalt


Liebesvielfalt

Dankbar betrachte ich mein Liebesleben
Was so vielfältig und schön bisher war
Gespannt wie es weitergeht auch wenn
Gerne bereit zur Ruhe zu finden wie
Der Traum vom großen Glück mit der
Einen und Richtigen immer da war
Doch könnte eine alles erfüllen
Frage ich mich und denke nur
Keine muss etwas erfüllen
Weil gemessen keine genügte
Vermesse ich lieber keine
Die eine wäre gut genug
In allem für immer gäbe es
Eine und so bleibt am Ende
Keine und es ist besser so
Keine zu verpassen die noch
Kommen könnte mit oder ohne
Wird irgendwann ohnehin alles
Relativ beliebig austauschbar
Was zumindest schmerzfrei lässt
Nach dem warum fragt keiner
Wäre so sinnlos wie im Sein
Alles wechselt stetig irgendwie
So wie es der Natur entspricht
Lasse ich es nah heran tut es
Irgendwann unnötig weh was
Keinen Gewinn je bringen kann
Lasse ich es nicht nah an mich
Bleibt es austauschbar egal was
Solange durchgehalten wird bis
Der Schmerz vom letzten mal
Langsam vergessen wurde damit
Die nächste neue und alte Wunden
Wieder aufreißen kann was jeden
Ernsthaften Versuch lebensgefährlich
Macht da aber das Leben ohnehin
Lebensgefährlich sein muss um zu
Sein kommt es darauf nicht mehr an
Freue mich an der Vielfalt und weiss
Nicht warum aber vielleicht ist es ja
Alles gut so und eben Liebe die
Mal gut und mal weh tut was
Den Gewinn in Summa wohl
Fraglich machte fragte wer
Vernünftig warum aber so
Geht es immer weiter mit
Der Liebe im Leben 
Bis zum Tod als das
Nullsummenspiel

jens tuengerthal 10.3.21

Dienstag, 9. März 2021

Reiseparadies


Reiseparadies

Eine Reise durch Deutschland 1802
Während die Pfalz teils französisch
Bevor der Kaiser endgültig abdankte
Mit dem Bremer Ehepaar Gondela
Senator Heinrich mit Gattin Christina
Auf dem Weg von Westen nach Osten
Wie von Norden nach Süden ist ein
Weiterer wunderbarer Band meiner
Geliebten Anderen Bibliothek die ja
Schon einige wunderbare Reisen
Für mich literarisch organisiert hat
Bei denen schon die bloße Lektüre
Weiter führt als die meisten Reisen
Aber diesmal sogar den sesshaften
Dichter in liebevoller Verbundenheit
Mit den Bremern vielfältig reizt wozu
Der Genießer natürlich schweigt auch
Wenn manches mir wohl naheliegt
Kann ich zumindest sicher sagen
Jeder Band der Anderen Bibliothek
Den ich unbedingt wollte erfüllte mich
Mit Glück und Zufriedenheit wie viele
Sie zu gerne in der Ferne suchen die
Im Bücherregal mir sehr nahe liegt
Doch jenseits aller Dialektik fragt sich
Was macht diesen Band besonders
Über den ich noch häufiger dichten
Wohl werde es ist der Tonfall in dem
Der Senator und seine Gemahlin in
Feiner Ironie ihre Beobachtungen aus
Einem Deutschland im Umbruch kurz
Vor Napoleons Sieg und dem Ende
Des alten Kaiserreichs fährt ein
Hanseat mit seiner Frau die auch
Aus ganz alter Familie ist was damals
In Bremen nicht unbedeutend war
Zum Vergnügen zwei Monate quer
Durch Deutschland mit dem Stuhlwagen
Wie diese Kutsche genannt wurde
Besucht die wichtigsten Orte wie die
Eigenen Weingüter im damals noch
Französischen Elsass und spottet
Dabei schon gleich zu Anfang auch
Über sich und wie lange es dauert
Eine solche Reise vorzubereiten
Bis beide schließlich mit Stunden
Verzögerung für die sogar die Pferde
Zurückgeschickt werden mussten
Zur Poststation losfuhren aber dann
Doch aus Höflichkeit noch gleich
Auf einen Sprung bei den Verwandten
Pausierten die wie Gondela feinsinnig
Beschreibt über den endgültigen dann
Aufbruch erleichtert waren weil alle
Nur aus Höflichkeit konversierten
Bis zur ersten Etappe nach Verden
Was dem heute Bremer sehr nah
Vorkommt aber die Reisezeit gut
Beschreibt die noch Eindruck zuließ
Der sich heute rasend verflüchtigt
Habe es lächelnd gelesen mit Freude
Über die feine norddeutsche Art
Wie ich sie im Ton noch von meinen
Großeltern kannte die für mich das
Alte Bremen verkörperten das sich
Zum Ausritt im Bürgerpark traf wo
Sich meine Großeltern kennenlernten
Im Club zu Bremen oder im Ratskeller
Die Feste und sich ein wenig feierte
So verflicht sich manches bei der
Lektüre mit Familiengeschichte in der
Auch Namen schon auftauchten die
Dort nebenbei erwähnt werden wie
Erinnerung ans Bremer Focke Museum
Was mache Erinnerung dieser Zeit
Schön aufbereitet präsentiert aber
Jenseits dieser persönlichen Bezüge
Zu meiner Geburtsstadt ist es zuerst
Der feine nordisch ironische Ton der
An Thomas Mann erinnert dabei aber
Munter plaudert eine Leseempfehlung
Nicht nur für Bremer sondern alle die
Gerne gute und feine Bücher lesen

jens tuengerthal 9.3.21

Russendraht


Russendraht

Die AfD lässt regelmäßig Mitglieder
Der Bundestagsfraktion gen Moskau
Reisen angeblich um den Draht zum
Nachbarn im Osten nicht abreißen zu
Lassen wofür vorher Gasgert und die
Linke um Sahra zuständig war in der
Blinden Verklärung der Geschichte
Des Kommunistischen Aberglauben
Während es bei Schröder schlicht die
Rubel waren die mit Freundschaft zu
Zar Putin dem lupenreinen Demokraten
Für den besonderen Draht sorgten
Wie die Rache des Herrschers im Kreml
An Mutti die seinen Freund besiegte
Der dafür mit Posten versorgt wurde
Die AfD aber die sich national gibt
Klagt über Deutschland in Moskau
Woran sichtbar wird für was sie stehen
Die vom Kreml wie Pegida unterstützt
Werden als Akt der Destabilisierung
Wie der Kreml Sender RT als Propaganda
Womit auch der letzte merken müsste
Die AfD schadet Deutschland wie dem
Ruf des Landes in der Welt weil Putin
Kein Partner für Frieden ist sondern
Seine Gegner mit Kampfstoffen beseitigt
Es ist gut festzustellen diese Populisten
Schaden Deutschland und stehen mit
Den Feinden der Freiheit im Bündnis
Die ihre Agitation auch fördern wer
Sie unterstützt schadet Deutschland
Wie Demokratie und Frieden wie gut
Wenn es vor Wahlen so deutlich wird

jens tuengerthal 9.3.21