Sonntag, 17. August 2025

Frauengeschmack IV

Frauengeschmack IV

Welchen Geschmack haben Frauen
Fragte ich mich manches mal wenn ich
Die Typen sah denen die Tollsten verfielen
Auf was kommt es ihnen dabei noch an 

Seltener fragte ich mich wie die ach so
Vielfältig wunderbaren Frauen denen ich
Schon nah kommen durfte ausgerechnet
Den Dichter und Flaneur wollen konnten

Will lieber nicht glauben dass dies allein
An mangelnder Alternative lag oder nur
Bis sich was besseres findet gedacht war 
Hoffte immer sie träumten von für immer

Sind Frauen einfach rationaler bei der
Partnerwahl als Männer die dabei meist
Wie bewusstlos ihrem Gefühl genannten 
Natürlichen Trieb nur folgen ins irgendwo

Kalkulieren sie schon aus ihrer Natur
Wer ihnen bietet was ihnen ohne fehlte
Wie sie ganz nüchtern dann feststellen
Wir passten ja ohnehin nie zusammen

Ob eine Befragung der Frauen mich
Dabei der Wahrheit näher brächte ist
Mindestens genauso ungewiss da die
Meisten sagen dem Gefühl zu folgen

Was aus ihrer Sicht vermutlich stimmt
Selten wird eine sagen sie tat es nur
Des Geldes oder der Sicherheit wegen
Auch wenn es viel häufiger stimmte

Zumindest kann ich davon ausgehen
Dass keine den armen Dichter darum
Wählte und über die anderen Gründe
Spekulieren ist vermutlich müßig 

Vielleicht ähneln sich sogar die
Romantischen Träume beider Seiten 
Mehr als es dabei noch möglich scheint
Nur wann gestehen wir uns dies je

Vermutlich bedarf es noch weiterer 
Feldforschung dies zu verstehen aber
Auch dann wenn wir uns sicher sind
Wird das Gefühl alles wieder widerlegen

So bleibt was die Frauenwahl ihrer
Männer betrifft für mich immer eine
Große Unbekannte noch im Spiel
Das wir ewig miteinander spielen

jens tuengerthal 17.8.25

Liebesverlässlich

Liebesverlässlich

Wer je verlassen wurde 
Noch voller Gefühl liebend
Weiß wie schrecklich Liebe 
Dich im Innersten zerreißt
Jede Hoffnung dann raubt
Alles Leben dir verdunkelt 
Weil Liebe nur vom Glauben
An ein geteiltes Gefühl lebt
Das flüchtig ist wie der Wind
Der ähnliche Spuren völliger
Zerstörung deiner Welt mit
Einem Wehen nur hinterlässt
Welch wunderbarer Anker ist
Darum verlässliche Liebe die
Dich ruhig vertrauen lässt statt
Über Kontrolle zu beherrschen
Einander einfach sicher ist egal
Was passiert einfach bedingungslos
Auf das was bleibt vertraut
Wer dies erreicht hat alles
Glück der Liebe gefunden 
Muss nichts mehr suchen
Für Momente kannte ich es

jens tuengerthal 17.8.25

Rotlichtriesling

Rotlichtriesling

Gegen halb eins im Crossroads
Angekommen und gleich oben
Im Rotlichtbezirk der Bar den
Platz nach der Begrüßung der

Heute zahlreichen Bekannten hier
Eingenommen und von Phil I der
Wieder mal hier ist und mit Tino
Die zahlreichen Gäste unterhält 

Mit dem guten Rheingauer Riesling
Wie der Wasserkaraffe versorgt worden 
Ist die Nacht damit schon fast gerettet 
Mit dem Publikum wird es wohl lustig

Munter plaudert Tino heute mit
Selma die mit ihrem Partner als
Gast heute an der Bar sitzt während
Phil I draußen und drinnen versorgt

Auch Nina und Ferdinand sind da 
Die Musik ist gelassen ruhig nur
Zwischendurch gibt eine Straßenbahn
Den städtischen Beat der Nacht dazu

Es ist der erste etwas kühlere Abend 
Viele sitzen noch draußen und einige
Unterhaltungen werden schon inniger
Die Stimmung ist ausgelassen gut

Mit dem gewissen Abstand in der
Zwischenetage kann ich wieder
Als Flaneur alles ruhig beobachten
Nun wird die Musik etwas hektisch

jens tuengerthal 17.8.25

Samstag, 16. August 2025

Lektürentagebuch 16.8.25

Lektürentagebuch 16.8.25

Mit Franz Hessel im KaDeWe wie mit
Walter Benjamin in den Passagen noch
Unterwegs ist das entsprechende Kapitel
In zwei Flaneure in Berlin auch so betitelt

Ende der Zwanziger Jahre hatte der
Flaneur Franz Hessel ein Verhältnis mit
Der Werbetexterin Fotografin und auch 
Journalistin Doris von Schönthan

Diese hatte zugleich noch ein Verhältnis
Mit Thankmar von Münchhausen wie es
Franz Ehefrau Helen mit seinem Freund
Henri Pierre Roché in Paris auch hatte

In dem Text Doris im Regen begleitete
Hessel von Schönthan ins KaDeWe wo
Sie Modelle fotografierte wobei manche
Der Mädchen verabredete Gesichter hätten 

Reizvoll fand es der Flaneur zu erraten
Aus welcher Abteilung sie wohl kamen 
Er beschreibt wie sie alle am blauen Portier 
Vorbei müssen zu zeigen was sie haben

Das Warenhaus wurde 1907 eröffnet
Walter Benjamin sah in der Passage
Noch die Vollendung des Interieurs
Dafür das Warenhaus als dessen Verfall

Dies sei für ihn der letzte Strich des 
Flaneurs die konkurrenten Warenhäuser
Führten zur Verödung der Passagen deren
Niedergang schon Zola beschrieb

So wurden die Passagen durch die neuen
Warenhäuser zu verödeten Denkmälern 
Des frühen 19. Jahrhunderts in Berlin
So war etwa das Tacheles eine solche 

Erst die Surrealisten entdeckten deren
Besonderen Reiz wieder Louis Aragon 
Beschrieb in Le Paysan de Paris etwa
Den Niedergang der Passage de l’Opera

Auf dieses surrealistische Meisterwerk
Von 1926 machte Hessel Benjamin erst
Aufmerksam was bei diesem sogleich
Herzklopfen aufgelöst haben soll

In Paris waren zwischen 1799 und 1855
Schon 26 Passagen entstanden die zum
Flanieren einluden ohne gleich von den 
Fuhrwerken bedroht zu werden wie sonst

Hier entstand die Figur des Flaneurs
Der anders als das bürgerliche Publikum
Einfach ziellos herum schlenderte in den
Passagen quasi wie Zuhause ist

Den Passagen widmete Benjamin sein
Hauptwerk an dem er von 1927 bis 1940
Schrieb auch Franz Hessel kannte sie gut
Hat vermutlich diesen Teil in Benjamins

Passagen geschrieben die das Zentrum
Des späteren Werkes werden er las die
Stadt dabei wie ein Buch was darauf für
Benjamin zum Vorbild im Werk wurde 

Teilweise wird auch schon Hessels 
Spazieren in Berlin als eine Vorstufe
Der Passagen gesehen zumindest
Brachten sie die Idee dazu in Gang 

So erwähnt Benjamin in seiner Berliner
Chronik eine Passage in Moabit die er
Bei sonntäglichen Spaziergängen für 
Sich entdeckt hatte zum flanieren

Hessel beschrieb ausführlich die
Kaiserpassage dabei vor allem auf
Die Schaufensterauslagen achtend
Aber flüchtete schnell von dort 

Dort hätte er einen Moderschauer
Erlebt und es sah noch so aus wie
Vor zwanzig Jahren also im Kaiserreich
Hier gab es auch das Kaiserpanorama 

Was wiederum Benjamin in seiner
Berliner Kindheit um 1900 beschreibt
Diese kreisförmigen Bilder sind heute
Im Märkischen Museum zu finden

Daneben gab es noch die Lindengalerie
Etwa dort wo heute die Komische Oper
Ihren Platz gefunden hat und die größte 
Aller war die Friedrichstraßenpassage 

Sie befand sich wo früher das Tacheles
Sich befand und heute eine Mall steht
Doch erst die großen Warenhäuser
Tietz Wertheim und KaDeWe schufen

Eine Paris vergleichbare Stadtlandschaft
Die mit den großen Boulevards wie dem
Kurfürstendamm und den Linden den
Flaneuren das Spazieren ermöglichten

Diese These von Gerd Rüdiger Erdmann
Finde ich etwas gewagt da Benjamin die
Kaufhäuser ausdrücklich beklagt und
Auch Hessel sie nicht dafür lobt 

Im Gegenteil war der Bedeutungsverlust
Der Berliner Passagen durch Kaufhäuser
Das Ende ihres eigentlichen Reviers was
Der Anfang vom Ende eher war

Ein wieder spannender Blick auf die
Geschichte des Flanierens wie die
Orte die dies erst ermöglichten was
Den Flaneur überlegen lässt diese

Heute grässlichen Shopping Malls
Mit den Augen des Flaneurs wieder
Zu besuchen nicht um dort etwas
Zu kaufen sondern zu beobachten

Hier liegt mir wieder Hessels eher
Liebevolle Betrachtung gefühlt näher
Auch wenn ich über diese Orte lieber
Wie Benjamin nur schimpfen würde

Sich dort irgendwo unauffällig zu
Platzieren um zu beobachten wozu
Der Rausch wen dort verführt könnte
Ein spannendes Bild der Zeit werden

Bisher war ich dort immer nur in ganz
Zauberhafter weiblicher Begleitung die
Eher gezielt dort etwas suchten um sich
Oder ihre Umgebung zu verschönern

Durfte dann die Einkäufe tragen vor
Umkleidekabinen oder mit Glück auch
In ihnen warten und sollte dann loben
Was ihre Augen glänzen ließ

Dabei sollte ich natürlich stets ganz
Ehrlich sein was ich wie ich schnell
Lernte niemals sein durfte wollte ich
Nicht einen verdorbenen Tag haben

Vielleicht sollte ich einfach zweckfrei
Dort verweilen um zu beobachten was 
Diese Tempel des Konsums mit den 
Gläubigen alles anstellen können

jens tuengerthal 16.8.25

Flaneurneutral

Flaneurneutral

Flaneure beobachten was geschieht
Sind dabei so unbeteiligt wie auch am
Sonst Leben und Streben der Menschen
Sie bleiben lustvolle Beobachter immer 

Diese Neutralität auf ihren Wegen ist
Wichtiger Bestandteil ihres Wesens
Warum Franz Hesel vielmehr ein Flaneur
Immer war als Walter Benjamin je wurde

Er lebte diese Überzeugung der inneren
Distanz die zum Beobachter auch des
Eigenen Lebens uns macht und setzte
Diese literarisch konsequent dann um

Wie weit diese Neutralität ihn sogar
In der eigenen Liebe führte hat sein
Bester Freund Henri Pierre Roché in
Jules und Jim perfekt dargestellt

Franz Hessel enthielt sich gerne
Stand innerlich ohnehin schon seit
Kinderzeiten dem Leben mit einer
Gewissen inneren Distanz gegenüber

Wir neigen dazu diese normgemäß
In Schubladen zu pathologisieren die
Zu keinem mehr wirklich passen aber
Einer gesunden Mehrheit entsprechen

Nennen diese Zweifel am Leben dann
Depression und krank wie auch die
Distanz zu allem eher schizoid dann
Damit alle schön durchschnittlich sind

Doch könnte der Flaneur mit seiner
Enthaltsamkeit als nur Beobachter
Wie die Flaneuse auch natürlich ein
Gegengewicht der Meinungen sein 

Etwas was dem ständigen Terror der
Überzeugungen die auch noch den 
Anderen überzeugen wollen eine Stimme
Neutraler Enthaltung entgegensetzt 

Dazu können Flaneure uns helfen
Die so nötige Langsamkeit wieder
Zu entdecken um mehr zu genießen
Was an Leben uns noch bleibt

Es braucht kein mehr und schneller
Wie der Bundeskanzler behauptet
Der außer Schulden nichts machte 
Sondern überall dringend weniger

Bleiben wir Flaneure der Gegenwart
In der Tradition von Franz Hessel wie
Charles Baudelaire und nehmen wir
Uns die Zeit für nutzloses Sein

jens tuengerthal 16.8.25

Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit 

Deutschland sei abgerutscht in der
Meinungsfreiheit und beim Schutz 
Jüdischer Menschen behauptete die
US Regierung was geschickt von
Eigenen Defiziten ablenken soll

Sagen empörte Deutsche dazu
Die sich als gute Menschen sehen
Deren Politik sie seit Jahren über
Die Kriminalitätsstatistik anlügt
Aus Angst vor der Wirklichkeit

Nach der die Nationalität der Täter
Nicht mehr offiziell genannt wird
Weil es diskriminieren könnte doch
Welch autoritäres Denken will die
Kenntnis von Tatsachen verheimlichen

So die Meinung korrekt zu halten
Überlege ich und frage mich
Was noch alles verschleiert wird
Womit bereits der Anfang aller 
Verschwörungstheorien erreicht ist

Wie auf diese Art jemals noch
Die Rechtsradikalen wieder
Geschrumpft werden sollen
Doch habe ich das Gefühl
Um so mehr ich dazu meine 

Desto schlimmer schraubt sich
Die Spirale des Hass empor 
Ehrliche Zahlen einfach über
Wachsende Kriminalität aus
Dem rechtsradikalen Milieu

Wie korrekte kriminologisch
Ausgewertete aus dem Bereich
Migranten und was Zahlen hier
Wirklich bedeuten um nüchtern
Vorrechnen zu können wo die

Wirklichen Probleme liegen statt
Mit Hass und Lügen zu arbeiten
Springer und andere rechte Medien
Hetzen hier schon seit Jahren
Es brauchte hier eine nicht mehr

Politisch geführte Kampagne der
Bundeszentrale für politische Bildung
Die mit sachlichen Informationen
Statt gegenseitiger Verleumdung 
Über die Tatsachen uns informiert

Denke ich der sich viel lieber von
Aller hässlichen Politik enthielte
Um sich ganz der Kultur lieber
Widmen zu können mit Liebe
Was meinem Wesen näher läge

Die uns allen besser täte als
Hass und Misstrauen je nur
Liebe basiert auf Vertrauen
Dies zu stärken scheint mir
Wichtiger als jede Meinung

Mehr Freiheit von bloß Meinungen
Dafür vertrauenswürdige information
Wie eine Übung in Enthaltsamkeit
Besser wir würden alle Flaneure 
Den inneren Frieden zu finden

jens tuengerthal 16.8.25

Liebeswunder

Liebeswunder

Liebe bleibt immer
Ein seltsames Wunder doch
Manche verwundert

jens tuengerthal 16.8.25

Hingabe

Hingabe

Hingabe nur für
Hergabe nennt sich immer
Noch Prostitution

jens tuengerthal 16.8.25

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit tut
Politisch gerade viel
Besser als Meinung

jens tuengerthal 16.8.25

Frauengeschmack III

Frauengeschmack III

Was ist eigentlich mein Frauengeschmack
Welche können mich noch reizen worauf 
Würde ich mich noch wirklich einlassen 
Gibt es einen Typ auf den ich reagiere

Schaue ich auf meine Liebesgeschichte
Kann ich nichts erkennen was in irgend
Ein Schema passte sondern merke wie
Unterschiedlich sie alle doch waren

Reagiere nach meiner Natur schnell
Auf blonde Frauen und würde immer
Sagen ich liebe lesende Frauen die
Auch Bücher lieben was aber real

Keinerlei Auswirkungen hatte weil es
Noch viel mehr auf die Gegenseitigkeit
Dabei ankommt als auf den ersten
Eindruck der so gerne täuscht

Vielleicht könnte daraus zumindest
Gefolgert werden dass ich besonders 
Frauen liebe die mich lieben aber auch
Das hat die Praxis zu oft widerlegt

Bleibe also auch mit Mitte fünfzig noch
Völlig ahnungslos was meinen
Frauengeschmack angeht aber das
Könnte gut so sein sich noch zu wundern

Ob es wirklich die eine gibt die dann 
Für immer die Richtige bliebe ist also
Noch offen aber vermutlich wird das
Reine Theorie wieder nur bleiben

Sollte es tatsächlich noch eine geben
Die es wagt sich mit mir einzulassen 
Würde mich dieses Wunder vermutlich
Genug begeistern alle Fragen zu erledigen

jens tuengerthal 16.8.25

Liebesraum

Liebesraum

Liebe bleibt für immer
Der schönste Traum
Leider erwachen wir
Auch aus diesem immer
Manchmal dauert es dann
Bis wir ihn schön finden 

jens tuengerthal 16.8.25

Sommernacht

Sommernacht

In der vermutlich letzten heißen Nacht
Im August gegen halb eins vorm wieder
Crossroads angekommen und noch 
Draußen Platz genommen mit anderen

Kaum saß ich brachte Selma schon
Den Riesling und das Wasser während
Tino bereits am Einräumen ist sitzen
Noch sechzehn mit mir hier draußen

Die Nacht ist etwas abgekühlt und wie
Befreit leben die Menschen in der Nacht
Auf und genießen diese ausgelassen 
Paarweise oder bunt gemischt

Vor mir auf der Bank zwei adrette
Junge Damen mit ihren Kavalieren
Eifrig im Gespräch giggelnd wirken
Die beiden Damenpaare hinter ihnen 

An zwei separaten Tischen interessanter
Sind allerdings deutlich dezenter auch
Die beiden Herren mit leicht alternativer
Dame wirken deutlich spannender noch

Das gemischte Paar rechts vom mir
Ist attraktiv und sie zeigt dazu viel Bein 
Den Rest möglicher Schönheit verdeckt er
Sie hat etwas zu hohe Absätze zu ihren 

Etwas zu vollen Lippen die aber echt 
Zumindest scheinen und so wird es
Langsam leerer und ruhiger hier und die
Tätowierten Mädels trinken noch einen 

jens tuengerthal 16.8.25

Freitag, 15. August 2025

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit wird gern gefordert
Doch was ist das für wen und wie
Können wir diese erreichen damit
Alle am Ende zufrieden sein können

Ist so etwas bei radikal gegensätzlichen
Positionen überhaupt möglich wie sie
Beim Angriffskrieg Russland in der
Ukraine oder in Gaza bestehen

Die Gerechtigkeit soll allen Menschen
Faire und angemessene Chancen geben
So sollen Ungerechtigkeiten wie auch
Benachteiligungen ausgeglichen werden

Die Gerechtigkeit gilt in ganz vielen
Gesellschaften als Idealzustand nach
Dem gestrebt werden sollte wobei
Mittel und Wege umstritten sind

Die Zufriedenheit als subjektiver 
Maßstab ist dabei schwer fassbar
Gilt der kategorische Imperativ hier
Muss der gleiche Maßstab für alle gelten 

Die USA unter Trump tun gerade das
Gegenteil aber finden es teilweise
Gerecht um Amerika groß zu machen
Sich jeder Verantwortung zu entziehen 

Dies verstößt eklatant gegen das
Gerechtigkeitsempfinden etwa der
Europäer und anderer Länder was
Zeigt es geht dabei um ein Gefühl

Kann Reichtum je gerecht sein oder
Sollte dieser staatlich verhindert werden
Um so für mehr Gerechtigkeit zu sorgen
Was können wir dabei noch zulassen

Wäre jeder Eingriff in die Freiheit nicht
Immer ungerecht warum das Eigentum
Vom Staat zu schützen ist statt es nur
Gerecht noch verteilen zu wollen

Es bleibt die Gerechtigkeit schwierig
Ein hoch emotionales Thema dabei
Was nur scheinbar objektiviert wird 
Damit sich alle gut dabei fühlen

Doch schon die natürliche Begabung
Eines Menschen ist immer ungerecht
Wir sind verschieden und können aus
Unseren Fähigkeiten unterschiedlich

Viel Gewinn oder Zufriedenheit ziehen
Ob dabei auch wieder weniger mehr ist
Wer darüber entscheiden darf und was
Die Welt gut macht bleibt spannend

jens tuengerthal 15.8.25

Gipfelglück

Gipfelglück

Viele Menschen stürmen gerne auf
Gipfel um oben gewesen zu sein
Wo sie vielleicht die Aussicht genießen
Oder ihre Erschöpfung feiern

In Anchorage treffen sich nun 
Putin und Trump zum Gipfel
Der nächste Gipfel dort wäre
Der eisige Denali wohl

Doch der kälteste Berg der Welt
Ist bei diesem Gipfeltreffen völlig
Egal vielmehr geht es um endlich
Frieden in der Ukraine hier

Die Aussichten sind bescheiden
Noch gehen die Kämpfe weiter
Russland fordert die Legalisierung
Seines Raub an Gebieten noch

Ohne die Ukraine kann nichts
Ausgehandelt werden egal was
Welche Seite dort erreichen will
Zumindest aber reden sie nun

Wie schön wäre es wenn das
Morden der Russen endlich
Ein friedliches Ende findet nur
Wie soll der Mörder Partner sein

Gut und gerecht wäre es den
Herrn des Kreml zu verhaften
Dem Verbrecher den Prozess 
Zu machen was nicht passiert

Solange bleibt jeder Kompromiss
Ungerecht wie im Ergebnis schlecht
Doch besser als Krieg könnte ein
Frieden für die Welt dennoch sein 

Die Ukraine wird vermutlich Land
Für Frieden geben müssen ohne
Dabei irgend Sicherheit zu gewinnen
Womit sie nur verloren hätte

Ein Frieden wird erst möglich sein
Wenn alle dabei etwas gewinnen
Oder eine Seite völlig kapituliert
Wem soll dies zugemutet werden

Trump erhofft für sich wohl den
Friedensnobelpreis aufgrund des
Engagements für Frieden doch ob 
Diese Eitelkeit genügt bleibt fraglich 

jens tuengerthal 15.8.25

Liebesluft

Liebesluft

Liebe ist wie Luft
Ohne ersticken wir schnell 
Mit dafür daran

jens tuengerthal 15.8.25