Mittwoch, 1. März 2023

Liebesversicherung

Liebesversicherung

Wo kann ich meine Liebe versichern
Damit sie nicht wieder verlorengeht
Wie die 666 noch davor denk ich
Aber weiß doch eigentlich genau
Versicherungen die taugen nichts
Die Kosten nur immer mehr um
Sich zu drücken wenn es dann
Um wirklich was mal geht wie
Jeder aus Erfahrung berichten kann
Außer wir betrügen mit Freunden
Die Haftpflicht um unsere Dummheit
Mit zerschmissenem Porzellan noch
Irgendwie wieder gut zu machen
Mit relativ schlechtem Gewissen
Aber für die Liebe was am meisten
Vorkommt wie weh tut da gibt es
Keine Versicherung mehr nur so
Ersatzstoffe die den Schmerz wie
Das was fehlt noch größer machen
Also wäre das wohl eine Marktlücke
Denk ich und steig ganz groß ein
Als Versicherer für verlorene Herzen
Dafür zahlen sicher alle gerne doch
Will keiner auf Gefühle setzen die
Solange da wertlos noch scheinen
Wo verloren nichts mehr sind bis
Wir am Ende ohne alles dastehen
Dumm ist nur keiner ist zufrieden
Weil nie ein Ersatz die Erwartung
Auch nur angehend erfüllt vielmehr
Stirbt jede Liebe im Schatten der
Erwartung nur ganz schnell darum
Biete ich keine Versicherung mehr
Tröste lieber die Witwen von Hand
Beschäftigt auch genug aber braucht
Keine Schadensbegrenzung mehr
Schenkt gelegentlich auch Lust
So ganz sine pecunia

jens tuengerthal 1.3.23

Immobilitätswunder

Immobilitätswunder

Weniger ist bei der Mobilität
Noch viel mehr als sonst im
Gerne überschätzten Design
Möge sich wer es so mag mit
Eiche rustikal einrichten oder
Ohne alles außer Matratzen
Vor unverputzten Wänden die
Göttin der Kühle noch anbeten
Kannte auch mal solche einzig
Das Echo der Schreie der Lust
Von kahlen Wänden ist seltsam
Viel wichtiger als die Frage nach
Der Einrichtung ist die nach
Unserer inneren Ausrichtung
Zum Klimakiller Mobilität die
Ein peinliches Tabu werden muss
Für Asoziale von vorgestern die
Zeichen der Zeit nicht verstehen
Das Wunder was uns rettet vor
Dem drohenden Weltuntergang
Ist Immobilität die uns lieber
Verharren lässt wo wir sind
Zufrieden mit dem was ist
Lieber vor Ort mehr genießen
Statt irgendwohin zu müssen
Weniger erzeugen und zeugen
Mehr Luxus statt noch Kinder
Auf das allerbeste konzentriert
Lust wie Leben mehr genießen
Weniger arbeiten mehr Freiheit
Weil wir im Paradies alle leben
Wo wir zu genießen lernen wie
Gut alles eingerichtet schon ist
Müssen wir nirgendwo mehr hin
Verwalten gemächlich was wir
An gutem schon haben um so
Wie im Auenland zufrieden
Ein Dasein in gemütlichen Höhlen
Ohne alle Mobilität zu genießen
Nicht Mobilität ist dann gefragt
Also wie schnell ist dein Wagen
Sondern Immobilität die fragt wie
Gemütlich ist deine Höhle wie
Aus welchen Büchern liest du vor
Daran gemessen bin ich reich
Schaue ich auf das Ergebnis
Lag ich die letzten Jahre richtig
Die Frauen kommen zu lassen
Um die Bücherhöhle zu genießen
Sie wussten es zu schätzen stets
Immobilität lohnt sich mehr als
Der irre Drang zu reisen der
Dabei nur zerstört was er gerne
Unbedingt noch sehen muss
Von mobilen Sammlern und Jägern
Wurden wir kulturell zu Bauern
Die am Feld sesshaft waren
Dann reiste eine Generation von
Adel und Humanisten nach Italien
Der tumbe Massen folgten die
Was besonders war alltäglich machten
Die Zerstörung nahm ihren Lauf
Wer heute der Zeit voraus ist
Reist nirgendwo mehr hin
Genießt entspannt von zuhause
Wie ich in der Bücherhöhle weil
Das Immobilitätswunder uns von
Der Qual wo gewesen zu sein
Endgültig für alle Zeit befreit
Als nachhaltige Humanisten einer
Künftig besseren Welt ganz ohne
Zwang und Touristen voller Genuss
In heimischen Höhlen endlich

jens tuengerthal 1.3.23

Koalitionswege

Koalitionswege

In Berlin will die große Verliererin
Mit dem Gewinner der Wahl koalieren
Verlässt damit endlich das unsägliche
Bündnis mit den Erben der SED
Lässt sich nicht von Grünen bei
Nahezu Gleichstand erpressen
Sondern wendet sich dem Sieger zu
Um vielleicht aus Fehlern zu lernen
Statt die Demokratie zu gefährden
Damit holt Franziska Giffey die
Alte Tante SPD noch im Scheitern
Zurück auf den Kurs der Mitte
Wie weg vom Populismus der
Linken Flügel ihrer Partei was
Berlin so gut täte fraglich nur
Ob ihre Partei das versteht
Das Bündnis in Thüringen
Besser scheitern ließe weil
Kein Erbe der SED je wieder
In diesem Land regieren darf
Sowenig wie die AfD je eine
Aussicht auf Macht haben darf
Demokratie existiert nur in der
Mitte mit Mehrheit auf Dauer
Wer dem Rand Macht gibt
Verrät demokratische Werte
Es braucht weniger Politik sie
Soll uns nur dezent verwalten
Statt große Shows zu machen
Die Grünen scheiterten in der
Friedrichstraße wie der fehlenden
Sympathie für ihre Kandidatin
Haben es nie begriffen
Die SPD wird links verlieren
Aber wenn die Abgrenzung
Gegenüber den Populisten
Der sogenannten Linken
Klar und deutlich genug wird
Weil sie für Macht nicht alles
Tun was rechnerisch möglich
Gewinnt bessere Politik
Auf lange Sicht viel mehr
Da muss jeder zeigen was
Wer in Zukunft zu bieten hat
Die SPD Pankow etwa die
Ohne Not einen Linken wählte
Muss wohl noch nachsitzen im
Seminar für Demokratie in dem
Franziska zeigte was Vernunft
Für die Mitte heute gebietet
Sie klebt nicht an Sesseln
Oder verbiegt sich für die Macht
Bleibt sich in der Haltung treu
Will kein Bündnis mit Populisten
Bei denen alle nur verlieren
Außer den verlogenen Schreihälsen
Ob die Partei ihrer Chefin nun folgt
Könnte noch ungewiss sein auch
Wenn sie nur gern revolutionär tut
Sie wird natürlich laut schreien
Entscheidet wohin Berlin geht
Das seit der Katastrophe unter
Wowereit im Chaos versank
Da zeigt Franziska Giffey Verantwortung
Wie Kompetenz und Erfahrung statt
Üblicher Ideologie und zeigt wie sie
Talent für höhere Ämter auch hat

jens tuengerthal 1.3.23

Dienstag, 28. Februar 2023

Lustideal

Lustideal

Was wäre der perfekte Sex
Hatte ich ihn schon oder ist
Jede Neue die Chance dazu
Um Erwartungen zu wecken
Die danach nie eine erfüllte
Aber bis dahin mir so scheint
Überlege ich und denke es gibt
Nicht den perfekten Sex wo
Alles wird wie einst erträumt
Aber erwartungslos kann jedes
Mal alle zuvor noch übertreffen
Was eigentlich Unsinn doch ist
Wie außer aller Konkurrenz sein
Was für mich viel wichtiger ist
Einst fragte mich eine junge Liebste
Ob sie auch wirklich die Beste sei
Keine sie je übertroffen hätte worauf
Dies natürlich versichert wurde auch
Wenn ich mehrfach noch versuchte
Von unvergleichlich zu reden gab ich
Dies angesichts folgender Dramen
Wie sie nur die ganz jungen Damen
Bis zur Perfektion beherrschen lieber
Auf um es inzwischen völlig frei von
Jeder Pflicht zum Vergleich mit um
So größerer Überzeugung zu leben
Jede für sich auf ihre Art zu genießen
Weil sie alle eben einmalig sind ist ein
Ideal was beiden dabei gut tut wie
Am Ende ein Genuss für alle war
Was mir als Ideal genügt um so
Mit dem glücklich zu sein was ist

jens tuengerthal 28.2.23

Liebesbilder

Liebesbilder

Was ist das Bild in meinem Kopf
An das ich zuerst denke wenn ich
Über Liebe nachdenke überlege ich
Ist es die hingebungsvolle Lust die
Sich grenzenlos einander schenkt
Sind es die geteilten Nächte die
Eng aneinander gekuschelt dann
Miteinander träumend geteilt uns
Glücklich erholt erwachen lassen
Sind es die Alten die sich noch
Im hohen Alter selig lieben um
Hand in Hand zu schlendern wie
Verliebte es am Anfang nur tun
Bis sie zu erwachsen dafür sind
Zumindest lieber so tun wollen
Oder ist es die große Angst
Vor der Einsamkeit die ein zu
Schönes Bild in uns malt obwohl
Der Schmerz zur Liebe gehört
Sicher irgendwann zu erwarten ist
Wo wir sie ausschließlich wollen
Wie ganz für uns statt nur relativ
Mit Vorsicht immer betrachten
Lieber die Momente genießen
Statt von Ewigkeit zu träumen
Dem Gradmesser des Schmerzes
Beim sicheren Abschied nur
Weiß es nicht zu benennen wie
Eins vom anderen zu trennen
Alles ist Teil der Liebe auch
Warum das romantische Bild
Allein so wenig taugt wie die
Kritik am verlorenen Verstand
Ohne den keine Liebe bleibt

jens tuengerthal 28.2.23

Bücherweise

Bücherweise

Lese mich bücherweise durch die
Stapel die mich umgeben wie was
Fein einsortiert um mich steht als
Teil der Sammlung die ich liebe
Tue es ohne jede Eile genüsslich
Auch wenn das Leben natürlich
Begrenzt ist wie alles Sein ist es
Eine Freude in Ruhe zu genießen
Was ist statt nur zu erledigen was
Vor mir liegt als gäbe es dabei
Etwas zu gewinnen schneller zu sein
Im Gegenteil finde ich mehr Lesezeit
An Büchern die ich liebe viel schöner
So rauben die Bücher mir keine Zeit
Sondern schenken dafür Lesezeit
Was könnte schöner sein denke ich
So gesehen sind Bücher sehr weise
Worüber ich eigentlich schreiben wollte
Als sich dies Gedicht alleine schrieb
Aber vielleicht so noch besser wurde
Schon der Umgang ist ein Geschenk
Der auch in Gelassenheit weiter übt
Nichts erledigen zu wollen um ans
Ende zu kommen sondern sich die
Zeit für alles zu nehmen die passt
Sie schenken mir was sie nehmen
Geben in der Hingebung an sie was
Beide am Ende dann befriedigt so
Gesehen sind sie so gut wie Sex
Nur manchmal noch vernünftiger
Vor allem haben wir länger davon

jens tuengerthal 28.2.23

Abschlachten

Abschlachten

Das große Abschlachten geht weiter
In der Ukraine wie auf allen anderen
Schlachtfeldern und Schlachthöfen
Wobei wir auf ersteren Menschen
Noch unmenschlicher behandeln als
Tiere es in Europa je dürfen was
Viel über die Größe der Kultur wie
Weniger über die Esskultur verrät
Natürlich sollen die Toten Soldaten
Nicht mit Tieren verglichen werden
Doch gleichen sie sich darin nicht
Mehr zu sein und es fragt sich ob
Wir nicht über das Abschlachten
Mehr und kritischer nachdenken
Sollten es künftig zu tabuisieren
Die Illusion Tiere hätten kein
Bewusstsein war ein Märchen
Von dem was bleibt an Grund
Ähnelt manches im Wortlaut den
Argumenten der Sklavenhändler
Für die wir uns heute schämen
Dem vorzubeugen könnte noch
Besser sein als ein weiter so und
Das wo ich so gerne Fleisch esse
Fällt mir die Rechtfertigung dafür
Zunehmend schwerer

jens tuengerthal 28.2.23

Vernunftssieg

Vernunftssieg

Der Aufklärer in mir freut sich immer
Wenn die Vernunft über Vorurteile wie
Unmenschliche Machtpolitik siegt 
Wie litt der überzeugte Europäer noch
Am unsinnigen Austritt Englands der
Mit populistischer Propaganda nun dem
Benachbarten Königreich viel mehr Ärger
Brachte als je Gewinn umso schöner ist
Die nun Einigung zu Nordirland die das
Umstrittene und lange umkämpfte Land
Was die Briten noch in Nordirland haben
In alter kolonialer Tradition für mich eine
Große Freude ist die König Charles an
Dessen Schloss Windsor sie endlich
Beschlossen sehr gut steht vielleicht
Der Anfang einer Rückkehr wenn
Auch der letzte Brite begriffen hat
Es lohnt nicht alleine zu sein wenn
Alle Nachbarn eng verbunden sind
Ein guter Schritt des neuen Premiers
Der hoffentliche eine Mehrheit findet
Ohne neue Provokationen weniger
Populisten die keine Perspektive die
Für das Land irgend lohnte haben
Dann könnte der Sieg der Vernunft
Einer für Europa mit Inseln werden

jens tuengerthal 28.2.23

Grenzwert

Grenzwert

Welchen Wert haben Grenzen
Zunächst denke ich sie sind eine
Beschränkung der Freiheit von der
Wir so wenig wie möglich brauchen
Um gut leben zu können wie uns so
Zu entfalten wie es uns entspricht
Als liberal denkender Mensch dabei
Doch schließe ich meine Wohnung
Lieber ab wenn ich gehe um den
Begrenzten Raum zu schützen wie
Die Grenzöffnung in Weißrussland
Über die Flüchtlinge gen Westen
Geschickt wurden um unsere Länder
Im inneren zu destabilisieren eher
Kritisch zu sehen ist dagegen war die
Grenzöffnung 1989 zu bejubeln durch
Die der früher Ostblock seine Freiheit
Eroberte ein Glücksfall für ganz viele
Ließ Europa zusammenwachsen auch
Wenn manche seinen Werten noch
Ferner scheinen als andere es sind
Nun fordern die Kommunen im Land
Eine bundesweite Begrenzung der
Geschwindigkeit in Ortschaften auf
30 km/h um das Risiko schwerer
Unfälle zu senken wie damit auch
Leben zu retten während die FDP
Meint mit freie Fahrt für freie Bürger
Ein Grundrecht zu verteidigen was
Schon in der Sache Unsinn ist weil
Eine Begrenzung ohnehin dort gilt
Nur die Höhe strittig ist welche aber
Einheitlich geregelt vieles einfacher
Machte als punktuelle Begrenzung
Wie sie gerade allein erlaubt sind
Die enorme Energieeinsparung ist
Ein zusätzlicher Gewinn an Freiheit
Weil er mit beschränkten Ressourcen
Nachhaltig vernünftiger umging was
Klar für eine dann bundeseinheitliche
Begrenzung spräche da unstrittig ist
Dass eine Begrenzung nötig ist muss
Nicht um die Freiheit gestritten werden
Sondern die Höhe mit den Folgen im
Vergleich abgewogen werden wobei
Zusätzlich weniger Unfälle und Staus
Bei begrenzter Geschwindigkeit für
Ein schnelleres Ankommen dabei im
Durchschnitt ohnehin sorgten warum
Es klüger wäre statt um Freiheit hier
Über die Folgen einer ohnehin nötigen
Begrenzung in der Höhe zu streiten
Was ökonomisch klar für die nötige
Begrenzung spricht die einsehbar
Wie für jeden erwartbar schützte
Schneller wäre es in den allermeisten
Fällen zusätzlich auch noch da es
Staus und Behinderungen vermiede
Fragt sich worüber dabei von wem
Ernsthaft diskutiert werden muss
Denn freie Fahrt für freie Bürger
Gibt es nirgendwo im Land was
Keiner ernsthaft ändern will es ist
Also höchste Zeit sich endlich der
Forderung nach der Regelung mit
Vernunft zu beugen statt mit hier
Unsachlich falschen Argumenten
Stimmen der AfD jagen zu wollen
Es geht nicht um eine Begrenzung
Als neuen Grenzwert sondern um
Eine einheitliche Erlaubnis für alle
Die Schaden vermeidet und Gewinn
Für alle mit sich bringt ohne Kosten

jens tuengerthal 28.2.23

Montag, 27. Februar 2023

Lustfreiheit

Lustfreiheit

Lust braucht Freiheit um gut zu sein
Mögen manche gern Hindernisse
Auf dem Weg ineinander überwinden
Ziehe ich klare Offenheit deutlich vor
Wer sich mag möge genießen
Wo wer den eigenen Widerstand
Überwunden wissen will bin ich
Der falsche Geliebte der lieber
Zärtlich verwöhnt wie gewünscht
Statt ewig um Zugang zu ringen
Es ist gut darüber offen zu reden
Finde Kämpfe zu anstrengend
Um schönstes Glück zu teilen
Vielleicht liegt es daran dass
Ich nicht katholisch bin 
Wie dem Aberglauben eher
Abhold keine Götter kenne
Lieber menschlich genieße
Auch wenn ich meine Göttinnen
Dafür gerne dabei anbete zumal
Sie des Dichters Musen auch sind
Aber all dies in völliger Freiheit
Ohne jeden Zwang oder gar
Bestimmung füreinander vor der ich
Lieber erschreckt dann weglaufe
Weil alle Fesseln mich erwürgen
Wer Lust hat soll darüber reden
Wie tun was sie genießt um es
Gemeinsam schön zu haben
In Freiheit einander zugewandt
Will keine mehr rumkriegen
Oder im Kampf mit ihrer Moral
Zugriff zum Schoss bekommen
Lieber bin ich dabei ganz offen
Erzähle vom nervus pudendus
Wie der Theorie seiner Stimulation
Um bei Bedarf zur Praxis dann
Als beste Anschauung zu wechseln
Möchten gemeinsam offen genießen
Keinen Hokuspokus beschwören
Auch wenn ich die Magie der
Weiblichen Lust sehr liebe
Beschränke ich mich dabei lieber
Auf offene Klarheit um mich nicht
Im verminten Terrain zu verirren
Was die weibliche Psyche mir ist
Halte ich mich an Absprachen
In der Illusion dies sei sicherer
Was die Praxis zu oft widerlegte
Ansonsten ist alles völlig frei auch
Wenn im Kern nicht kalkulierbar
Habe ich so zumindest die Illusion
Alles für die Freiheit zu tun was
Mit meínen beschränkten Mitteln
Welche die Natur mir dabei gab
Eben noch möglich ist was aber
Zugegeben nicht viel mehr ist
Bin dann mal so frei und genieße
Sie wie es eben kommt

jens tuengerthal 27.2.23

Liebesleben

Liebesleben

Früher hatte ich ein Liebesleben
Mit ständigem auf und ab was
Die emotionale Nähe zu Frauen
Eben natürlich so mit sich bringt
Heute habe ich Geliebte dafür
Wir bleiben so lange beieinander
Wie beide es genießen wollen
Tun uns zuverlässig gut dabei
Genau das von und miteinander
Liebe sie wirklich sehr und nie
War mein Leben so entspannt
Wie lustvoll zugleich seit ich
Lieber genieße was ist statt
Möglichst noch für immer gar
Wie mehr als einmal versprochen
Irgendetwas sonst zu wollen als
Zu genießen was es ist mit
Liebe zueinander wie zur Lust
Ohne Erwartung oder Zwang
Ist das Leben wunderbar
Glaube viele Menschen wären
Glücklicher wären sie sich
Auch auf Dauer mehr Geliebte
Statt paarweise zu leiden an
Dem was andere halt so ihr
Liebesleben nennen was meist
Weniger Genuss aber mehr Stress
Bringt als sich Geliebte zu sein
Bleibe darum immer lieber ein
Genießer als Opfer von Zwang
Vielleicht ohne Liebesleben
Aber dafür mit viel mehr
Lust und Liebe

jens tuengerthal 27.2.23

Lesefreiheit

Lesefreiheit

Als Leser bin ich frei zu wählen
Was ich gerade lesen will 
Muss nichts zuende lesen
Stapele lieber hunderte Bücher
In denen ich nach Laune lese
Um mich um zu genießen was
Gerade zu meiner Stimmung
Wie in meine geistigen Welten
Am besten passt warum für mich
Nichts schlimmer ist als Pflichtlektüre
Die so etwas erzwingen will was
Nur aus Liebe wertvoll sein kann
Die Freiheit der Leser ist mir
Viel kostbarer als Allgemeinbildung
Die ohne Liebe zum Zusammenhang
Der kulturell gewachsen ist stets
Wertlos bleibt als bloßer Stoff der
Dressiert auswendig gelernt gleich
Wieder vergessen werden kann
Während die Freiheit erst verführt
Weiter zu lesen wie sich dabei
Ineinander auch zu vertiefen
Habe mir die Schullektüre brav
Zu eigen gemacht aber die
Liebe zu Büchern konnte nur
In der Schule nicht vertrieben werden
Gepflanzt hatte sie meine Mutter
Gewachsen ist sie aus der Lust
An Geschichten mit Thomas Mann
Wie vielen die ihm noch folgten
Lassen wir der Literatur die Freiheit
Ihre Leser zu begeistern damit nicht
Schüler die Liebe einfach verlieren
Weil sie lesen müssen auch wenn
Dies manchen eine Chance eröffnet
Sollte die Lesefreiheit über allem
Stehen wie glücklich uns halten
Als zu ihrem Genuss freie Leser

jens tuengerthal 27.2.23


Sesselhaftigkeit

Sesselhaftigkeit

Früher war Merkmal der Kultur
Der Beginn der Sesshaftigkeit
Heute sollen wir wieder mobil
Wie zugleich sesshaft sein
Am besten umgezogen gleich
Im Homeoffice zuhause schon
Denke wer so denkt ist noch
Von vorgestern und hat die
Zeichen der Zeit nicht verstanden
Darüber sprachen wir schon
Gerade eben erinnere ich mich
Dem Gedächtnis noch vertrauend
Was ein Fehler sein könnte
Aber relativ alternativlos ist
Wichtiger hier ist mir dagegen
Die Frage nach der Alternative
Zu ständiger Mobilität und was
Diese am besten ersetzt mit
Größtmöglichem Wohlbefinden
Hier stieß ich schon früh auf den
Sessel als Ort der Glückseligkeit
Auch ohne jede eigene Seele
Paradies aller Leser wenn noch
Mit Fußbank versehen wie bei
Sinkenden Temperaturen mit
Decke dazu die ich spätestens
Mit der Lektüre des Zauberbergs
Geschickt zu wickeln verstand
Weil Übung alle Gewohnheit macht
Dem gibt es eigentlich nichts mehr
Hinzuzufügen da wir damit alles haben
Was es zum Leserglück je braucht
In der Liegekur des Lebens
Weil aber die Lust als Form des
Glücks Ziel allen Seins ist soweit
Auch hier Epikur gefolgt wird hat
Das Sein mit der Sesselhaftigkeit
In einer Bibliothek die höchste
Stufe der Zivilisation erreicht
Braucht nichts mehr zum Glück
Denke ich dankbar als Leser
Im Sessel sanft wiegend

jens tuengerthal 27.2.23

Mobilitätslüge

Mobilitätslüge

Wir bräuchten mehr Autobahnen
Um weniger Staus zu haben und so
Dem Klima zu nutzen behauptet die
FDP als neue ADAC Partei mit ihrem
Verhinderten Rennfahrer als Vorsitzender
Wer mehr Land versiegelt beschleunigt
Den Klimawandel völlig unnötig
Niemand braucht mehr Mobilität
Wir müssen nur weniger werden
Diese Idee aus den 90ern ist so
Vorgestrig wie ihre asozialen Folgen
Wer muss heute irgendwo noch hin
Wo das Netz als Verbindung genügt
Der Nahverkehr ausgebaut ist
Wo dieser fehlt helfen sicher
Keine Autobahnen für mehr 
Freiheit der Landbevölkerung
Reisen ist oldschool und passt
Nicht mehr in unsere Zeit wer
Es dennoch tut ist asozial
Darf jedenfalls nicht noch mit
Staatlichen Mitteln gefördert werden
Belügen wir uns nicht mehr länger
Mobilität ist schlicht asozial
Wenn alle es weltweit wollen
Wer es den anderen abspricht
Leidet an kolonialem Denken mehr
Als in der Realität angekommen zu sein
Belügen wir uns nicht mehr länger
Wer Mobilität fordert hat nicht die
Zeichen der Zeit begriffen die
Dringend von allem weniger
Bräuchten vor allem leider
Wohl auch dringend weniger FDP
Die nicht versteht was nötig ist
Es braucht eher echte Liberale
Die Freiheit mit Verantwortung verbinden
Statt diese neureichen Porschefreunde
Die Mobilitätslüge ist gescheitert
Ehrlichkeit und gutes Leben zählt
Mehr als Vernichtung der Natur
Freiheit der Wälder ist gefragt
Um noch Luft zu bekommen

jens tuengerthal 27.2.23