Dienstag, 31. Januar 2023

Schulaufklärung

Schulaufklärung

Schüler lernen in der Schule viele
Dinge die sie nie wieder brauchen
Aber das wichtigste Fach Freiheit
Wie Mündigkeit durch Aufklärung
Wird nahezu nicht unterrichtet dabei
Würden davon alle profitieren die
Daran teilnehmen wie die Schulen
Deren Schüler mündiger würden
Ihre Verantwortung erkannten statt
Untauglich zu dieser gezwungen
Zu werden wie bisher üblich im
Seit Menschengedenken nahezu
Unveränderten System der Schule
Was versucht Wissen zu vermitteln
Ohne das Feld dafür zu bestellen
Also einen Geist der Freiheit der
Die Basis allen Denkens ist zu säen
Stattdessen wird autoritär vermittelt
Was dann abgefragt wird um damit
Im System tauglich zu funktionieren
Selbständig Denken ist nicht gefragt
Repetition und nachbeten wurde in
Gelegentlich renovierter Form zum
Maß der Unterrichtung die damit ihr
Ziel schon im Ansatz verfehlt denn
Zur Aufklärung fähig wird nur wer
Kritisch hinterfragt was ist statt die
Vorgaben seiner Lehrer nachzubeten
Ob Aufklärung ein Schulfach sein kann
Wie sein Unterricht funktionieren soll
Oder erst die Schule verändert werden
Müsste damit es funktionieren kann
Ist eine wichtige Frage der Zukunft
Denke es bräuchte ein Hauptfach
Aufklärung und kritisches Denken
Was jenseits den Konsens stünde
Also weder benotbar noch irgend
Durch Belehrung zu erlernen wäre
Weil es auf Befreiung aus der doch
Selbstverschuldeten Unmündigkeit 
Ankommt die eigenes Denken fordert
Hier wären neue Wege gefragt die
Aus gewohnten Schemen ausbrechen
Um an der Basis unserer Zukunft die
Perspektive für aufgeklärtes Denken
Endlich zu legen damit Schüler nach
Vielen Generationen nicht länger für
Die Schule sondern für das Leben
Lernten ist Denken lernen die Methode
Wer darauf nicht zuerst achtet zäumt
Das Pferd von hinten auf und wundert
Sich über das aufbäumende Ergebnis
Was so alt wie alle Schulen schon ist
Aber nie von sich aus geändert wurde
Befreiung aus der Unmündigkeit ist der
Maßstab immer noch wagen wir es
Den Schülern das Mittel zu geben
Was nie durch Autorität geschieht
Sondern ihnen Flügel verleiht um
Künftig verantwortlich zu handeln

jens tuengerthal 31.1.23

Montag, 30. Januar 2023

Aufklärungsnot

Aufklärungsnot

Die Welt ächzt von Glaubenskriegen
Geplagt die viele Formen haben wie
Menschen unmündig abhängig machen
Nie war mehr Aufklärung so nötig

Immer noch suchen Menschen ihr Heil
Bei Göttern wie in jenseitigen Welten
Lesen lieber in den Sternen statt ihre
Kritische Vernunft zu benutzen die
Alles was wir tun hinterfragte ohne
Sich auf einen Glauben zu verlassen

Das Zeitalter der Aufklärung begann
In Europa etwa im 18. Jahrhundert
Die Enzyklopädie des Denis Diderot
Gilt als Zentralwerk der Aufklärung
Die Wissen und Erklärung der Natur
Mit den Mitteln der Vernunft für jeden
Bürger zugänglich machten was die
Wende nach der Epoche der langen
Glaubenskriege war die noch mit der
Reformation begannen und 1648 im
Westfälischen Frieden vorläufig erst
Beendet wurde welche die Zeit der
Renaissance unterbrochen hatte die
Sich der Philosophie wie auch dem
Menschen wieder zuwandte nach
Der Herrschaft des Aberglaubens
In der Zeit des Mittelalters der das
Leben der Menschen noch prägte

Die Definition dessen was Aufklärung
Sein soll gab Kant 1784 in einer Art
Kommentar zu einem Leserbrief sie
Umfasst den Geist der Aufklärung bis
In die Gegenwart auch wenn einige
Protagonisten der Frankfurter Schule
Die selbst zeitweise Gläubige des
Totalitären sowjetischen Sozialismus
Noch waren dies infrage stellten was
Genug über diese verrät ihre Einwände
Hier nicht weiter zu verfolgen sie haben
Die Freiheit nach Kant nicht verstanden
Der nichts über sich mehr duldet

Nach Kant ist Aufklärung die Befreiung
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Selbstverschuldet ist diese wenn sie
Nicht aus Mangel an Verstand sondern
Der Unfähigkeit diesen zu frei zu
Nutzen resultiert was im Zeitalter der
Berieselung mit bewegten Bildern die
Das Denken uns noch mehr abnehmen
Noch aktueller ist als zu Kants Zeiten
Schon der Philosoph griff die Faulheit
An sich hinter Spezialisten zu verstecken
Statt selbständig zu handeln wie seinem
Gewissen zu folgen ein Urteil zu fällen
Die uns in der Unmündigkeit gefangen
Hält woran sich bis heute wenig änderte
Im Gegenteil glauben wir immer lieber
Den Angaben von Spezialisten denen
Wir in Talkshows andächtig lauschen
Statt uns selbst zu belesen um ein
Abgewogen kritisches Urteil zu fällen
Plappern wir lieber nach was vorgesagt

Schon Kant stellte fest zwar in der Zeit
Der Aufklärung zu leben aber noch nicht
In aufgeklärten Zeiten wozu es noch viel
Zu tun gibt für jeden einzelnen der sich
Lieber in der berieselten Herde versteckt
Statt mündig selbständig zu denken so
Bleiben wir unmündig und unfrei weiter
Folgen ohne alle Vernunft Ideologen
Die uns mit Politik oder Werbung lenken

Das Internet bildete neue Formen der
Meinungsbildung und schuf sich die
Leitwölfe denen die Masse folgen kann
Durch Influencer die Marken oder auch
Politische Ideen verbreiten um so den
Menschen zu sagen was richtig ist die
Im Meer der Botschaften Leuchttürme
Dann suchen sich zu orientieren

Wir leben teilweise in Republiken wie
Demokratien die ihre Bürger dabei
Entscheiden lassen wer sie regiert
Auch dies macht mehr Aufklärung
Wie kritisches Denken dringend nötig
Soll die Freiheit nicht zum Opfer der
Populisten die Massen bewegen fallen

Die Welt ist in vielfältiger Not zwischen
Kriegen und Klimawandel braucht es
Nüchterne kritische Vernunft als Weg
Damit nicht Gefühle oder Aberglaube
Uns auf neue Irrwege leiten auch ist
Eine Mündigkeit aller zu erstreben
Statt Berieselung mit Unterhaltung

Mehr Aufklärung ist dringend nötig
Frieden und Zusammenhalt machen
Diesen Weg unumgänglich warum
Sich von allen Ideologen die noch
Das Gegenteil verkünden radikal
Abzugrenzen ist wie diese auch
Öffentlich anzugreifen sind um
Mehr zum Denken anzuregen

Ob ich aufgeklärte Zeiten erlebe
Wage ich eher zu bezweifeln so
Wie Aberglaube und Ideologie
Überall sich noch verbreiten aber
Es braucht mehr Aufklärung um
Danach zu streben auf der Welt
Die sonst mehr in Not gerät aus
Die nur Aufklärung retten kann

jens tuengerthal 30.1.23

Beischlaf

Beischlaf

Der Beischlaf ist ganz zentral um ein
Gefühl dafür zu bekommen was es ist
Miteinander und ob sich die Biochemie
Wirklich gut tut dabei denke ich viel
Weniger an Sex als an Schlaf der sich
Gut tut oder eben nicht wenn zwei
Einander Kraft rauben in der Nacht
Ist alles andere müßig so toll der Sex
Vorher gewesen sein mag zeigt sich
Was bleibt erst wirklich im Schlaf
Habe ich viele Jahre so vertreten
Bis mich die Realität eines besseren
Ungefragt inzwischen belehrte
Da das ab 50 selten nur gut geht
Was zumindest davor bewahrt sich
Hoffnungen auf mehr zu machen
Wie dafür den Beischlaf vor dem
Schlaf voller Lust zu genießen
Wo erschöpft genug bleibt uns
Hoffnung für eine gute Nacht
Ohne Schmerzen zu erwachen
Wäre schon genug wie nicht
Vom Glutofen in deinem Bett
Des Nachts vertrieben zu werden
Sein wir lieber bescheidener
Genießen was ist so gut wie
Eben möglich mehr kommt nicht
Das war es dann irgendwann
Finde ich es gut war es das

jens tuengerthal 30.1.23

Paarungsverhalten

Paarungsverhalten

Das Paarungsverhalten von uns
Vermeintlich vernunftbegabten
Zweibeinern lässt starke Zweifel
An der evolutionären Fähigkeit
Zur Entwicklung aufkommen

Ständig wiederholen wir in der
Liebe wie beim Sex was Paare
Seit Menschengedenken schon
Aneinander wie an der Liebe
Zweifeln und verzweifeln lässt

Wir tun alles zarte Gefühle zu
Fesseln wie damit zu zerstören
Pflegen mit der Eifersucht das
Besitzdenken also das Gegenteil
Von Liebe und wundern uns über
Das Ergebnis am Ende was nie
Eine Perspektive so haben kann

Wenn nur weil die Gefühle sogar
Stärker sind als alle Hindernisse
Die wir davor noch auftürmen
Träumen von Ewigkeit in der
Endlichkeit unserer Existenz
Wundern uns über das Scheitern
Als sei es nicht logische Konsequenz

Denken immer nur an das eine
Weil die Hormone uns so leiten
Aber reden ständig vom anderen
Machen was uns allein beschäftigt
Dem anderen gern zum Vorwurf
Der nur daran noch dächte als ob
Es nicht die schönste Form von
Nähe miteinander wäre die nur
Zum Problem gemacht eines ist

Als Genuss allein Freude schenkt
Für viele zum Problem wird weil die
Moral sie von ihrer Natur trennte
Die Befriedigung gemeinsam sucht
Was dennoch wenigen nur gelingt
Die meisten sich nur miteinander
Selbst befriedigen und es für Sex halten
Den sie so nie kennenlernen werden

Dabei wird gerne betont dass die
Körperliche Verbindung Nebensache sei
Es auf Gefühle zuerst ankäme
Als ob der Körper vom Geist der
Das Gefühl mit Hormonen im
Gefährlichen Bündnis gebiert
Je vernünftig zu trennen wäre

Wer es tut ist krank wie gespalten
Auch wenn es als normal hier gilt
Menschen von Seele schwadronieren
Die über dem Körper schwebte
Wie eine Drohne im erfundenen Himmel
Ihres spirituellen Hokuspokus

Liebe und Sex sind Teil unserer Natur
Sie bestimmen das Paarungsverhalten
Was darum selten vernünftig ist
Wo doch geht es um Geschäfte
Zumindest für eine Seite dabei
Nennt sich Prostitution oder Ehe

Dies nüchtern zu betrachten wäre
Eine Hilfe besser damit zu leben
Was eine evolutionäre Neuerung
Wider Erwarten doch noch wäre
Mit der keiner rechnen sollte

jens tuengerthal 30.1.22

Liebesbesitz

Liebesbesitz

Was wir wirklich lieben wollen wir gern
Für immer besitzen wie damit glücklich
Leben bis ans Ende unserer Tage aber
Hat Liebe wirklich etwas mit Besitz zu tun
Also der Herrschaft über eine Sache
Wie es juristisch ausgedrückt wird
Oder ist sie natürlich das Gegenteil
Will Liebe niemals herrschen sondern
Lieber gönnen weil sie bedingungslos
Der anderen gut will aus eben Liebe
Die gönnt statt beherrschen zu wollen
Wie wurde aus der Liebe ein nur noch
Besitzverhältnis was Ansprüche regelt
Wie es in der Ehe geschehen ist
Warum halten viele die Eifersucht
Für ein legitimes Gefühl sonst wenn
Es nicht um ein Besitzverhältnis geht
Liebe kann nur in Freiheit entstehen
Wenn geistig freie mündige Menschen
Sich begegnen und einander wollen
Denke ich aber wie viele sind das je
Haben sich aus der Unmündigkeit
Befreit wollen einander als Freie
Die meisten wollen nur eine Beziehung
Wie ein Haustier sich halten auf das
Sie nach Bedarf zugreifen können
Dem sie dann genau das gönnen
Was sich eher nie lohnt wie der
Sicherste Weg ist alle Liebe zu töten
Das Ergebnis sind lieblose Beziehungen
Die Bedürfnisse anderweitig befriedigen
Das kenne ich schon es lohnte nie
Lieber lebe ich eine Liebe der ich
Flügel zum Glück in Freiheit gebe
Was dann landet ist ein Genuss
Der Rest möge weiterfliegen

jens tuengerthal 29.1.23

Buchliebe

Buchliebe

Warum liebe ich Bücher so sehr
Könnte auf Dauer nur eine lieben
Die diese Liebe auch teilt wie die
Gemeinsame Lektüre traumhaft
Wie Zärtlichkeiten auch findet so
Welten auch literarisch teilt die
Zu den schönsten meines Lebens
Seit ich Denken kann denn diese
Liebe begann schon mit dem
Vorlesen durch meine Mutter
Gehören und hoffentlich bleiben
Überlege ich und habe dabei
Die Antwort schon gegeben
Weil ich in der Welt der Bücher
Zuhause bin wie die schönsten
Erinnerungen mit ihr verbinde
Bücher blieben mir ein Leben
Lang treu und die Liebe fand
Immer neue schöne Formen
Sich zu erneuern kann sowohl
Maßlos wie bescheiden sein
Findet mit sich genug Glück
Ist sich treu und polygam zugleich
Öffnet mir Welten und Universen
Lässt mich zugleich dort bleiben
Wo ich am liebsten bin und lebe
In meiner kleinen Bibliothek in
Schöne Lektüre dabei vertieft
Durch Welten und Zeiten reisend
Ohne mich außer geistig noch
Weiter zu bewegen als nötig
So betrachte ich diese Liebe
Zu den Büchern voll Dankbarkeit
Was könnte noch schöner sein

jens tuengerthal 29.1.23

Sonntag, 29. Januar 2023

Literanähe

Literanähe

Parallel Lesen offenbart Welten
Gerade habe ich unter anderem
Die Neuseeländerin Victoria Buckley
Über Christina Königin von Schweden
Wie ihren vierzehn Jahre jüngeren
Ehemann Philipp Blom mit seinem
Buch die Welt aus den Angeln
Beide lebten zuerst in Wien wie
Nun in Paris und schreiben 
Kulturhistorisch sehr gute Bücher
Die ich seit langem schätze
Es ist immer wieder spannend
Wie geistig nah sie sich sind
Was sie ähnlich kritisch sehen
Wo sie werten auch ohne dabei
Zu großes Gewicht auf die Autoren
Zu legen gibt die geistige Nähe
Doch ein Gesamtbild was sich
Schon in den von mir geliebten
Bösen Philosophen von Blom zeigte
Eine Zuneigung zum kritischen Geist
Der radikalen Aufklärung wie die
Suche nach den Wurzeln der Vernunft
Als Maßstab einer humanen Welt
Die kritisch betrachtet und hinterfragt
Zwei Autoren die unsere Welt mit
Dem Blick in die Geschichte als
Aufklärer unserer Zeit betrachten
Dabei auch werten was Sichten
Offenbart den Leser dem Ehepaar
Von Autoren näher bringt wie viel
Übereinstimmung mir zeigt
Denke es wäre spannend mit
Beiden einen Tee zu trinken
So wird Kulturgeschichte lebendig

jens tuengerthal 29.1.23

Europäisch

Europäisch

Was heißt europäisch zu sein
Warum geht es um Einigkeit
Mehr als um Nationen je die
Sich mit der Union erledigten
Denn die Nation machte aus
Kriege führen zu können wie
Finanziell autonom zu sein
Was mit dem Euro Geschichte ist
Nationale wie imperiale Träume
Sind Geschichte in Europa was
Europäisch zum Gegenteil macht
Von balkanesisch wo es zuerst
Um Neid Eifersucht Missgunst
Statt um Einigkeit über allem geht
Was nicht zu verwechseln ist mit
Einigkeit über alles die es nie gibt
Außer in Diktaturen und so sind
Deutsche und Franzosen in vielem
Herzlich uneinig schon historisch
Aber Einigkeit steht über allem
Was wir mit manchen Europäern
Herzlich voller Liebe teilen ist
Anderen wie Polen und Ungarn
So fremd wie die Türkei nie
Europäisch wird nicht weil sie
Dem muslimischen Aberglauben
Auf altem griechischen Gebiet
Angehören sondern weil es
Keine Einigkeit über allem gibt
Mit Erdogan und Konsorten je
Wer Einigkeit und Freundschaft
Zu der Verlässlichkeit gehört
Nicht über alles stellt wird nie
Europäisch als ein Teil von uns
Europa ist damit postnational
Wer nicht bleibe uns lieber fern
Der ewige Friede ist nur postnational
In einem auch in der Währung
Geeinten Verbund je möglich
Für den Konkurrenz wie Krieg
Nie lohnen kann wie auch der
Land besetzende Imperialismus
In Europa Geschichte ist was
Die Idee der Weltherrschaft
Von konkurrenten Nationen
Einst als Traum sich gebar
Hat das Gegenteil geschaffen
Verteidigen wir es entschlossen
Es ist der Weg der Welt die
Einig und friedlich leben will

jens tuengerthal 29.1.23

Vereinigung

Vereinigung

Die Vereinigung Deutschlands ist ein
Langfristiger Prozess der auch keine
Frist oder Ziellinie hat hinter der was
Nicht passt wieder getrennt würde
Sie lebt irgendwie weiter weil sie muss
Irgendwann länger als die Trennung war
Dann stirbt die letzte Generation aus
Welche noch die Mauer kannte
Während die Gründe uneinig zu sein
Weiter wachsen dank davon lebender
Parteien wie Linke und AfD deren
Wähler nicht in der Demokratie ankamen
Darum am Rand weiter noch stören
Lieber in ihrem Lager hetzen statt
Auf Vereinigung je zu setzen die
Einig in sich trägt was sie nicht sind
Zwischen den Menschen dagegen
Läuft die Vereinigung mal mehr
Mal weniger holprig noch weiter
Eine geschlechtliche Vereinigung
Bedeutet noch lange keine Einheit
Oft offenbart sich erst danach was
Mehr trennt als eint was weniger
Moden als Haltungen betrifft so
Bleiben die Berlinerinnen mir ferner
Als einige andere mir nahe waren
Bis auf wenige die näher kamen
Und waren doch mehr als zuvor
Was alles wiederum verwischt
Denn am Ende kommt es weniger
Darauf an was hinten rauskommt
Wie Kohl irrtümlich noch meinte
Als wer hinten rein darf wie was
Dazwischen noch uns bleibt

jens tuengerthal 29.1.23

Trennung

Trennung 

Trennung meint die Beendigung einer
Liebesbeziehung oder Partnerschaft
Im sonstigen auch beruflichen Bereich
Sport und Politik nutzen es oft für
Einen dann emotionalen Abschied
Im eigentlich rationalen Bereich

Hertha BSC Berlin und Sportdirektor Bobic
Haben sich nach neuer Niederlage der am
Tabellenende angekommenen Berliner
Hinter denen nur Schalke noch steht
Getrennt egal ob einvernehmlich oder
Um ein Zeichen zu setzen
Wofür auch immer

Bayern und Frankfurt trennten sich im
Spitzenspiel am Abend unentschieden
Was für Frankfurt eigentlich gut ist
Gilt in Bayern eher als Niederlage
Bringt keinem die vollen Punkte
Aber ist mehr als eine Niederlage

Die CDU trennte sich zu gerne von
Ihrem Mitglied Maaßen dessen Maß
Aus Sicht des Vorsitzenden Merz
Längst übervoll ist am rechten Rand
An dem Merz um Silvester selbst
Zum Thema Randale noch fischte

Paare trennen sich häufiger noch
Wenn sie ihre Liebe verloren
Besonders die Geduld zuerst
Mit dem was sie schon lange
Voneinander eigentlich wissen
Warum es für viele ein endlich ist

Was getrennt geglaubt ist häufig
Tiefer noch verbunden als gedacht
Warum wir uns fragen sollten ob
Was eins war besser zwei wird
Lieber uneinig eins bleibt wie
Wo wir eins sein müssen wollen
Nicht uneinig zu werden im
Beziehungskrampf danach
Den viele noch erstreben 

Manchmal ist Trennung besser
Als uneinig eins sein zu wollen
Was immer Hertha Bayern oder
Die CDU voneinander wollen ist
Keine Beziehung noch besser
Als eine an der alle nur leiden
Frankfurt lebt gut damit

jens tuengerthal 29.1.23

Samstag, 28. Januar 2023

Lustmaß

Lustmaß

Was ist das rechte Maß der Lust
Zählt für mich nicht eher das Linke
Als geborener Linkshänder der
Eher in der Mitte sonst steht
Ist was nicht maßlos ist lustvoll
Genug als echte Lust zu gelten
War es wirklich gut wo wir uns
Nicht danach halb bewusstlos
Wie selig in den Armen liegen
Überlege ich und habe es lieber
Völlig maßlos also auch ohne
Jeden Vergleich und Konkurrenz
Früher hörte ich zu gerne dein
Schwanz ist wirklich riesig bis
Eine sagte naja mit meinen sonst
Afrikanischen Liebhabern können
Europäer nie wirklich mithalten
Schluckte kurz und merkte
Plötzlich ich möchte gerne
Anders in Erinnerung bleiben
Als mit Standkraft und Größe
Allein die mein Wesen nicht
Im entferntesten ausmachen
Neulich sagte eine Geliebte
Sie hätte leider sehr kleine
Brüste und ich erwiderte
Wunderbar wenn sie dir passen
Wird es perfekt genau so sein
Wir sind perfekt wie wir sind
Können einander voll Lust
Genießen wenn wir mit uns
Im Gleichgewicht zufrieden sind
Sex war dann gut wenn am Ende
Beide glücklich befriedigt sind
Alles andere sind nur Varianten
So unterschiedlich wie der Charakter
Wichtig ist nicht was passiert
Wie du es miteinander tust
Sondern das beide genießen
Finde das genügt vollkommen
Dann wird es immer anders

jens tuengerthal 28.1.23

Unvergleichlich

Unvergleichlich

Früher sprach ich noch von großer Liebe
Die diese eine vor anderen auszeichnet
Nachdem ich es zu oft schon gesagt ist
Die Größe lächerlich geworden dafür
Zählt für mich allein dass meine Liebste
Unvergleichlich in diesem Moment ist
Es gibt und braucht keine Konkurrenz
Keine ist besser als die andere je aber
Jede unvergleichlich zu finden trotz
Gewisser Parallelen in der Natur wie
Ein Kopf zwei Brüste und Beine aber
Ein Schoß doch zwei Öffnungen die
Relativ nahe dabei liegen was eins
Wie das andere unvergleichlich machen
Scheint mir die höchste Kunst immer
Gibt es fast überall eins und zwei aber
Eine unvergleichlich finden macht
Mit allem was ist glücklich zumindest
Solange es den Anschein noch hat
Ist noch genug Liebe da für zwei
Um eins nur zu wollen wenn nicht
Wird sich wieder entzweit

jens tuengerthal 28.1.23

Geschlagen

Geschlagen

Langsam wird unsere Gesellschaft
Zivilisiert wie kultiviert und Schlagen
Auch von Kindern oder Dienern gilt
Als unmenschlich und falsch aber
Noch immer halten wir den Glauben
An einen guten Sieg im Sport als
Frage der Ehre etwa im Kampf um
Prämien noch lebendig aber
Wundern uns über den Hass den
Manche Fans aufeinander haben
Die diese am liebsten schlagen
Würden wenn sie könnten
Gebe mich gerne geschlagen
Erliege der Liebe zu einer Frau
Um gemeinsam zu genießen
Was Leben glücklich macht
Habe mehr geliebt als die meisten
Ohne jede Konkurrenz dabei
Will und muss niemanden schlagen
Genieße lieber den Frieden denn
Macht euch nicht länger etwas vor
Krieg beginnt da wo wir den
Anderen schlagen wollen
Da küsse ich lieber

jens tuengerthal 28.1.23

Vergleichskrank

Vergleichskrank

Ständig vergleichen wir uns voller Neid
Wie Missgunst und konkurrieren um die
Knappen Güter künstlicher Märkte die
Bedürfnisse wecken die keiner braucht
Nennen es Sport uns zu schlagen
Feiern Siege statt ein Unentschieden
Sogar in der Liebe sind wir konkurrent
Wollen besser als alle zuvor sein um
Hervorragend also größer uns zu fühlen
Dieser ständige Vergleich macht krank
Enttäuscht im Leben mit Sicherheit weil
Immer wer in irgendwas besser ist
Wenn nicht jetzt und heute dann morgen
Wie schön wäre eine Welt ohne den
Ständigen Vergleich mit Konkurrenz
Die glücklich zufrieden genießt was ist
Doch liegt es nur an uns so zu leben
Statt weiter noch zu kämpfen um
Siege die wo erkämpft keine sind
Weil sie auf Niederlagen beruhen
Die von Missgunst nur zeugen
Also Schwäche des Charakters
Bedächten mehr es vorher
Ersparten wir uns viel

jens tuengerthal 28.1.23

Lustmaß

Lustmaß

Was ist das rechte Maß für die Lust
Die Epikur als Ziel des Lebens sieht
Ist diese natürlich maßlos weil es
Ihrer Natur entspricht über alle Stränge
Zu schlagen um hedonistisch zu sein
Also die Lust zu erhöhen wie den
Schmerz zu vermeiden und was ist
Dabei je maßvoll noch oder ist es
Die höchste Kunst zu erkennen das
Ein Wein ein Brot ein Käse wie ein
Garten voller Freunde das höchste
Denkbare Glück sein kann wie alles
Streben nach mehr überflüssig ist
Wenn wir glücklich zufrieden sind
Das höchste Ziel allen Seins was
Wenige von Gier und Neid getrieben
Je zulassen zumal der Markt uns
Zum Gegenteil immer noch treibt
Als bräuchten wir irgend mehr um
Im Leben glücklich zu bleiben
Und so braucht es keinerlei Maß
Noch Vergleich für die Lust solange
Wir glücklich mit ihr nur sind was
An der Haltung zu dem was ist
Mehr liegt als an sonst Gier noch

jens tuengerthal 28.1.23