Montag, 20. Februar 2023

Zeitwährung

Zeitwährung

Die Post will nun zwei Klassen Briefe
Einführen schnellere und langsamere
Wobei das Tempo seinen Preis hat wie
Bei früher Reisen mit der Concord oder
Heute noch mit der Bahn wo ich mit den
Bummelzügen billiger reisen kann aber
Viel länger dafür brauche was ich etwa
Im Sommer mit dem günstigen Ticket
Von Berlin nach Walldorf probierte es
Dafür zwölf statt sechs Stunden dauerte
Womit ich Lebenszeit unterwegs gewann
Viel mehr erlebte und sah als je zuvor
Im Gegensatz zu vielen habe ich es
Lieber nicht eilig irgendwohin zu kommen
Finde ich es gut sich Zeit zu nehmen
Weil wir nie mehr erreichen können
Als den Augenblick zu genießen ist
Zeit die wir uns nehmen ein Gewinn
Während gesparte Zeit verloren geht
Wir bekommen nie wieder was wir
Eingespart haben aber verlieren die
Lebenszeit in der Hetze nur rasant
Warum die neue Zeitwährung mich
Lächeln lässt nie war ich so reich
Wie heute wo ich mir Zeit nehme
Stat mich für etwas zu hetzen was
Genauso gut auch morgen geht
Wenn ich darüber in Ruhe sterbe
Hat es sich bis dahin gelohnt ob
Das diejenigen von sich sagen
Können die immer nur rasten um
Nichts zu verpassen aber dafür
Keine Zeit für irgendwas hatten
Scheint mir doch eher fraglich
So wurde ich nach der neuen
Währung unbeabsichtigt steinreich
Weiß diesen Zustand zu genießen
Während andere für Tempo viel
Bezahlen bin ich mir lieber die
Langsamkeit wert denn Zeit ist
Die Währung des Lebens leider
Kalkulieren viele völlig falsch
Warum sie nie zufrieden sind
Aber ständig gehetzt weil alles
Seinen Preis hat auch das Tempo
Wird Sein für sie unbezahlbar
Während ich einfach bin ohne
Auf die Zeit acht zu geben weil
Sie zu haben das größte Vermögen
Immer bleiben wird müssen viele
Noch lernen die Wechselkurse in
Hektischen Zeiten zu verstehen
Sie besser sich Tempo sparten
Um dafür Zeit zu gewinnen weil
Sie mehr vom Leben so hätten
Was doch lohnen könnte

jens tuengerthal 20.2.23

Schreckensrelativ

Schreckensrelativ

Mancher Schrecken ist unerträglich
Wie die täglich steigende Zahl Toter
Nach Naturkatastrophen die uns an
Grenzen des Möglichen erinnern
Von Erdbeben zu Tsunamis dabei
Wie Millionen Tote in den Kriegen
Den Konzentrationslagern in denen
Fabrikmäßig effizient getötet wurde
Die unfassbare Grausamkeit mit der
Menschen andere versklavten wie
Dies für völlig normal noch hielten
Manchmal nur frage ich mich ob es
Mit der Tierhaltung irgendwann so
Gesehen wird wie mit Sklaverei
Oder dem Umgang mit der Natur
Welche wir gnadenlos ausbeuten
Statt mir ihr leben zu wollen weil
Wir für uns für Herrscher halten
Als sei nicht alle Herrschaft der
Anfang des Schreckens die in
Unfreiheit immer endet dabei für
Herrscher wie Beherrschte was
Wert wäre vieles zu ändern im
Denken wie im Leben aber
Obwohl sehr spannend hier
Weniger Thema gerade ist als
Die Relativität des Schreckens
Der wo unfassbar durch sein
Ausmaß also unerträglich ist
Relativiert erträglich wird
Wie könnte Putin angemessen
Je für Hunderttausende Tote
Wie Opfer von seiner Gewalt
Vertreibung und Hass irgend
Bestraft von wem wo werden
Wie ein solcher Verbrecher ein
Verhandlungspartner werden
Für eine friedlichere Zukunft
Wenn wir nicht den Schrecken
Wie den Hass darüber relativieren
Irgendwie weiterleben zu können
Wie es Franzosen und Deutsche
Nach zwei Weltkriegen wie deren
Ungezählte miteinander durch die
Jahrhunderte als Freunde lernten
Die sie endlich wurden um so in
Frieden miteinander zu leben was
Angesichts des Schreckens den
Beide einander in Schützengräben
Sogar mit Giftgas zumuteten als
Unvorstellbar für alle Zeit schien
Doch die Fähigkeit zur Relativierung
Lässt nicht nur weiter leben sie ist
Auch die Basis der Versöhnung
Für eine bessere Zukunft wenn
Diese noch unvorstellbar scheint
Eine Schutzfunktion die uns hilft
Unerträgliches zu ertragen könnte
Helfen noch unvorstellbares zu
Erreichen weil Krieg nichts bringt
Am Ende alle nur zu viel verlieren
Außer der Rüstungsindustrie die
Viele Arbeitsplätze sichert wie
Großes Wachstum beschert was
Die Sowjetunion untergehen ließ
Putin wohl nicht einkalkulierte wie
Das Ende absehbar macht dann
Mit zu vielen Toten bis dahin die
Dafür das Klima nicht schädigen
Was es zum Nullsummenspiel macht
Das wir tun oder lassen können
Nur besser ließen für ein gutes
Leben der meisten dabei was
Aber individuell unfassbar bleibt
Wird im Kollektiv relativiert um
Einen Weg zu finden der uns
Halt weiterleben lässt was
Auch immer wertvoll bleibt

jens tuengerthal 20.2.23

Zeitgewinner

Zeitgewinner

Viele Seminare wollen uns lehren
Wie wir Zeit gewinnen können um
Mehr vom Leben zu haben in der
Dann freien Zeit die mit der so
Organisierten Einsparung wüchse
Noch immer halten Menschen es
Für einen Zeitgewinn schneller als
Andere irgendwo zu sein wofür sie
Gerne viel mehr zahlen weil doch
Der Zeitgewinn es wert wäre dabei
Verlieren sie in der Hektik nur Zeit
Die sie besser in Ruhe verbrächten
Welch ein absurder Irrtum denn
Zeit gewinnt nur wer sie sich nimmt
Ohne weiter auf sie zu achten so
Sind die Gewinner der Zeit diejenigen
Die sie für sich haben weil sie sich
Nehmen was sie wollen an Zeit für
Ihr Leben das nur ihnen gehört
Was sie nur auf sich stellen können
Wie es Max Stirner treffend schrieb
In seinem Einzigen was alles sagt
Darum sein einziges bleiben konnte
Ein Leben ohne Herrschaft vordachte
Was vielen unvorstellbar scheint die
Sklaven der Uhren immer waren 
Zeit gewinnt wer sie beherrscht
Nicht Opfer ihres Taktes wird
Der keinen Halt mehr kennt
Was erstmal seinen Preis hat
Weil es dich anders als alle macht
Aber als Gewinn dich ganz befreit
Von jeder Herrschaft der Zeit die
Als Hauptgewinn deine wird für
Alle Zeit jenseits der verlorenen
Zeit die keiner mehr suchen muss
Der den Augenblick genießt um
Zeitweise im Sein zu sein was
Uns gehört kein Sklave zu sein
Der Zeit die so keiner gewinnt
Nur wer sie überwindet ist ein
Zeitgewinner am Ende was
Zumindest gewiss ist

jens tuengerthal 20.2.23

Sonntag, 19. Februar 2023

Lustkontinuum

Lustkontinuum

Was ist das Kontinuum in der Lust
Gibt es ein solches überhaupt oder
Lebt alle Erotik vom Wandel und wo
Dieser fehlt eher nicht mehr weil es
Nichts neues mehr gäbe was die
Sexuellen Triebe als Reiz weckte
Das ineinander wo auch immer
Ist etwas das bleibt doch die Orte
Die es reizvoll machen wechseln
Mit oral vaginal anal wird es am
Ende wörtlich am kürzesten was
Umgekehrt proportional zum dabei
Genuss wiederum sein kann
Ist es zuerst gern noch verborgen
Zeigt es sich pubertär provokativ
Wird es erwachsen gelassener
Macht Erfahrung zum Genießer
Der nicht jeden Sex geil findet
Sondern auswählt was lohnt
Wie dabei sich gut anfühlt
So gibt es weniger ein Kontinuum
Als eine ständige Entwicklung
In der wir unseren Platz suchen
Wie keine der anderen gleicht
Gilt es bei gewissen Parallelen
Doch für jede eigenes zu entwickeln
Was dann zeitweise passt auch
Dies hängt an Zeitpunkt wie Stimmung
Kommt auf alle Umstände dabei an
Wer die Augen also öffnet kann
Sogar mit der immer gleichen es
Jedesmal neu anders erleben
Auch wenn es uns befriedigt dann
Wie das immer gleiche erscheint
Nun die Dankbarkeit zu behalten
Ist vermutlich der ganze Zauber
Für kontinuierlich guten Sex

jens tuengerthal 19.2.23

Liebeswandel

Liebeswandel

Wandelt sich die Liebe immer oder
Bleibt sie im Kern die Gleiche nur
In unterschiedlichen Erscheinungen
Deren Form die Umstände bestimmen
Folgt auf die heißen Feuer der ersten
Verliebtheit die ruhige Flamme der
Gewöhnung bis sie wie so oft im
Schatten des Alltag erlischt mit dem
Alle sich abfinden müssen an die
Keiner sich gewöhnen sollte um
Nicht vor diesem zu kapitulieren
Denke Wandel ist ein Zeichen von
Lebendigkeit wie alles Leben sich
Stetig verändert tut es auch die Liebe
Die sterblich wie alle Natur auch ist
Ob wir uns dabei dem gewöhnlichen
Zyklus fügen müssen oder eigenes
Entwickeln können bleibt so spannend
Wie welche Form am ehesten überlebt
Was davon es je wert war werden
Alle erst hinterher beantworten können
Also weiß keiner vorher lebendig
Da dann ohne nichts mehr ist
Kann es im Sein dahinstehen
Was alleine mich beschäftigt
Indem ich mit sich wandelnder Liebe
Oder wechselnden Frauen leben muss
Was anstrengender ist möge jeder
Für sich allein beantworten
Sonst sind wir nicht mehr
Im ewigen Wandel

jens tuengerthal 19.2.23

Literainspiration

Literainspiration

Gute Literatur inspiriert zu neuen Blicken
Auf die Welt die tiefer gehen als alle bloß
Besuche von Reisenden irgendwo warum
Das Land der Literatur mein Liebstes wie
Wichtigstes letztlich einziges Reiseziel
Wurde in dem ich alles finde ohne mich
Auf Übelkeit verursachende Art noch
Weiter fortbewegen zu müssen als zu
Diwan und Lesesessel in meiner kleinen
Bibliothek die Welt mir wurde was wohl
Manche die aktiv die Welt zerstören helfen
Indem sie noch auf Reisen gehen
Nie verstehen werden weil alles was
Geschieht im Kopf seine Wurzeln hat
Egal ob wir irgendwo sind um das
Was ist zu sehen oder darüber lesen
Unser Bild davon bildet sich im Kopf
Also kann ich auch dort bleiben um
Mehr zu genießen was entsteht im
Größten mir zugänglichen Reich
Zwischen Phantasie und Wirklichkeit
Jenseits von Zeit und Raum dabei
Also freier als die Physik kann
Warum ich es dankbar genieße
Noch viele Reisen dorthin zu machen
Mit guten Büchern an einem Ort
Inspiriert überall zu sein

jens tuengerthal 19.2.23

Sagenhaft

Sagenhaft

Mochte Phantasy noch nie
Habe den Herrn der Ringe
Nach dem kleinen Hobbit
Gelangweilt beendet den ich
Der Erdhöhlen wegen liebte
So träumte ich stets zu leben
Die Tintentriologie habe ich
Genossen weil es um Bücher
Wie schöne Sprache dabei ging
Ansonsten fand ich das Genre
Eher fragwürdig als literarisch
Dagegen liebe ich Sagen egal
Ob diese nie Gelungen waren
Wie manche die Nibelungen als
Fragwürdige Sagenwelt nannten
Oder aus uralten Zeiten stammen
Wie Gilgamesch Ilias Odysseus
Die Unterirdischen Mecklenburgs
Weil Sagen etwas sagenhaftes
Als gegenwärtige Erzählung haben
Hohe literarische Qualität zeigen
Den Horizont erweitern statt um
Schlichte Muster zu kreisen wie
Alte und neue Welten verbinden
Geistige Welten eröffnen statt nur
Mit Märchen uns einzulullen was
Der Maßstab guter Literatur ist
Unser Denken immer erweitert
Geistig zu etwas anregt statt nur
Nette Unterhaltung zu sein die
Plätschert wie vorüber fließt
Ohne Spuren zu hinterlassen
Wie Tore zum Denken zu öffnen
Die uns in neue Welten einladen
Mit denen wir unsere hinterfragen

jens tuengerthal 19.2.23

Sozialstabil

Sozialstabil

Gewerkschaften rufen zum Streik
Um im Arbeitskampf etwas durchzusetzen
Was in Verhandlungen scheiterte
Beide Seiten empören sich über
Ungerechtigkeit wie den anderen
Am Ende wird sich jammernd meist
Auf Kompromisse geeinigt und dann
Loben beide Seiten die Tarifautonomie
Nach der sie streiten dürfen was für
Sozial stabile Verhältnisse sorgte
Habe so gewisse Zweifel an dieser
Partnerschaft wie dem Kampf
Den ich unangenehm empfinde
Aber wenn es soziale Stabilität bringt
Werde ich mich hüten zu kritisieren
So werden beide Seiten ewig ihre
Besitzstände weiter umkämpfen
Der Krieg heißt sozialer Friede
Eine zentrale Regelung wäre
Angepasst an Gewinn wie Inflation
Offen für jeden einsehbar wie fair
Aber weil das andere angeblich
Den sozialen Frieden sichert wie
Für Stabilität sorgt ändert sich nichts
In der internen Verwaltung zweier
Monopole durch diejenigen die
Von dieser Entwicklung profitieren
Gesetzlich offene Regelung aller
Gehälter mit Inflationsausgleich
Wie gerechter Gewinnverteilung
Wäre einfach und offen aber lieber
Mauscheln beide noch weiter für
Das was soziale Stabilität heißt

jens tuengerthal 19.2.23

Ruhewert

Ruhewert

Es ist Sonntag
Nur ab und zu stören Glocken
Aus den Tempeln des Aberglauben
Die für mich himmlische Ruhe im
Irdischen Paradies für Leser wie
Alle friedliebenden Menschen die
Den Lärm der Massen fliehen ist
Ruhe ist heute so wertvoll wie
Wenig anderes je denke ich
Gut täte es den meisten wohl
Kämen sie mehr zur Ruhe wieder
Um sich Zeit zu nehmen im
Tohuwabohu des Alltags der
Ständig überall Lärm macht
Immer etwas unternehmen muss
Was viele einfach mitmachen
Dauernd mit etwas verplant sind
Von Termin zu Termin hetzen
Ihre Körper zu festen Zeiten
In Räumen an Maschinen bewegen
Das ganze dann Fitness nennen
Oder Wohlbefinden als Wellness
Buchen irgendwo um dort noch
Mit hängender Zunge hin zu hetzen
Wie teuer dafür zu bezahlen was
Der Erholung erst ihren Wert gibt
Muss als Leser nirgendwo hin
Habe die Welt in Büchern um mich
Wie den Kopf voller Geschichten
Muss mich nicht beschäftigen
Bin froh Zeit zu finden um dann
In Ruhe für mich zu lesen wie
Eine Frau die ständig etwas
Unternehmen noch will weil in ihr
Nicht genug zur Zufriedenheit geschieht
Die reale Hölle für mich wäre
Auch die Gesellschaft von Menschen
Wird meistens völlig überschätzt
Wer die Ruhe wertschätzt hat mit
Sich genug zum Glück dagegen
Wer Abwechslung braucht oder
Stets Action hat offensichtlich keine
Geistigen Welten und lebte besser
Im Freizeitpark mit Animation als
Getto für geistig Minderbegabte
Vielleicht bräuchte es eine Welt
Für Leser wie eine für den Rest
Der ständig unterhalten werden will
Denke ich und liebe Sonntage
Als ruhige Welt der Leser

jens tuengerthal 19.2.23

Waffengebrauch

Waffengebrauch

Am Berliner Hauptbahnhof nutzten
Polizisten ihre Schusswaffe um eine
Ladendiebin zu stellen die sie mit dem
Messer bedroht hatte zuvor wobei die
Diebin an der Hand verletzt wurde
Was dem Deutschlandfunk eine
National verbreitete Meldung wert war
Scheint mir mehr eine lokale Posse
Doch ist es ein gutes Zeichen wenn
Gewalt durch den Staat so selten ist
Dass sie eine Meldung wert ist wie
Bei jedem Schusswaffeneinsatz das
Landeskriminalamt sogleich ermittelt
Auch wenn viele Angst machen ist
Deutschland ziemlich sicher als ein
Friedliches Land sogar die Jagd
Auf Diebe skandalisierend was
Zeigt wo die Vereinigten Staaten
Viel von uns lernen könnten damit
Gewalt die Ausnahme bleibt im
Zusammenleben ist es gut auch
Lokale provinzielle Possen zum
Thema weiter zu machen denn
Wer dafür Raum hat lebt in Frieden
Hüten wir ihn lieber weiter so

jens tuengerthal 19.2.23

Samstag, 18. Februar 2023

Lustfreude

Lustfreude

Freude an der Lust miteinander
Ist das schönste was sein kann
Um Augenblicke voller zu genießen
Voneinander angefüllt bis zum
Längst überlaufenden Rand
Und Bandlos dabei sucht sich
Was alltäglich schläft einen Weg
Miteinander zu schlafen um dabei
Auch jenseits des kleinen Todes
Wacher als sonst zu sein in der
Vereinigung zweier für sich schon
Lustvoller Welten die gemeinsam
Dem Höhepunkt zustreben der
Wo geteilt alles übertrifft was
Im Feld der Lust zu entdecken
Für uns natürlich Sterbliche den
Himmel auf Erden wirklich macht
Die Phantasie vom da oben dem
Aberglauben überlässt der darum
Den Sex so gerne beherrscht
Wie dessen völlige Freiheit uns
Genug Glück schenkt keine Götter
Irgend mehr zu brauchen womit
Freude an der Lust nach der Natur
Uns auch ihre Freiheit schenkt die
Grenzenlos lustvoll sein kann denn
Erlaubt ist was gefällt für alle die
Unfreien Glauben hinter sich ließen
Gesetze die Aberglauben spiegeln
Sind für Freie stets unwirksam weil
Sie nur spiegeln was für diese nie
Existiert womit der freie Sex der
Ohne jede Moral außer dem immer
Kategorischen Imperativ auch der
Freiheit Flügel wie Wurzeln verleiht
Der Schlüssel aus der Natur ist der
Zum Glück in Freiheit uns führt weil
Damit schöner Sex überall frei als
Teil unserer Natur genossen wird
Machen wir uns auf den Weg zur
Grenzenlosen Lustfreude denn
Es könnte ein Genuss werden

jens tuengerthal 18.2.23

Liebessicher

Liebessicher

Können wir uns der Liebe je sicher sein
Was ist sie schon als ein nur Gefühl das
Weder beweisbar ist noch einen Grund
Je hat oder vorweisen kann und wenn
Doch ist das nur Gefühl relativ wertlos
Weil es Zweck an sich ist wie damit
Genügt wenn es ist was es ist wie
Es Erich Fried treffend genug sagte
Vor dem sich hier verneigt sei doch
Sind wir uns verliebt ganz sicher
Es perfekt getroffen zu haben um
So für immer glücklich zu bleiben
Nur zeigt alle Erfahrung um so
Sicherer wir uns waren desto eher
Endete es bald dramatisch warum
Besser scheint alle Sicherheit für
Entspannte Offenheit aufzugeben
Kann mir keiner Frau sicher sein
Aber jeden Moment so genießen
Als wäre es der letzte was dann
Mit Sicherheit weniger Dramen
Oder große Verzweiflung erzeugt
So gibt mehr Unsicherheit in der
Liebe mehr Sicherheit auf Genuss
In dem was ist und wenn es dann
Wider Erwarten doch bleibt dann
Muss das kein Schaden sein aber
Bis dahin genießen wir lieber die
Liebe als ewig unsicher in jedem
Geteilten Moment als letzten
Was diese noch schöner für die
Nicht erträumte Ewigkeit macht

jens tuengerthal 18.2.23

Zweifelsfrei

Zweifelsfrei

Viele haben Zweifel
Manche verzweifeln daran
Wären gerne zweifelsfrei
Wie kommen wir dahin
Ohne uns infrage zu stellen
Frage ich mich auf der Suche
Nach einem glücklichen Leben
Weil es ganz ohne Zweifel viel
Schöner sich zweifelsfrei lebt
Irrte ziellos im Leben umher
Von Liebe und Zweifeln gequält
Was wenig Glück versprach ohne
Die eine die ich dafür noch hielt
Hatten wir es uns doch versprochen
Dann kamen viele andere aber
Immer blieb der Zweifel ob es
Ohne die eine glücklich sein konnte
Dann ließ ich die Zweifel sausen
Weil es mit nicht weiter mehr ging
Genoss lieber mehr was war denn
Mehr als den Augenblick genießen
Wird wohl keinem je gelingen was
Den Genuss zweifelsfrei mir zum
Höchsten Glück macht wie danach
Zu streben zur ersten Pflicht auf
Der Suche nach Zweifelsfreiheit
Überall wo wir noch versuchen 
Dem Augenblick Dauer zu geben
Verzweifeln wir mit wie an der Zeit
Was zweifelsfrei dafür spricht es
Lieber zu genießen wie es kommt
Ob sie auf dir mit dir oder für sich
Beim Tee in der Liebe mit einem
Buch was ist genießen weil das
Zweifellos schön wird wie alle
Sonst Zweifel verjagt

jens tuengerthal 18.2.23

Erwartungsdruck

Erwartungsdruck

Überall setzt uns Erwartung unter Druck
Beruf Sport Familie und Liebe sind nur
Beispiele für ein umfassendes Funktionieren
Was von jedem erwartet wird um sich in die
Sozialen Systeme einzufügen doch fragt sich
Was eine angepassten Existenz wert ist
Dabei sollte das cui bono Maßstab allen
Strebens besser sein glücklich zu bleiben
Was wir heute eher verwenden um die
Offenen Kriminalfälle aufzuklären wäre
Der rechte Maßstab um das Leben
Für alle entspannter zu machen wie
Den Druck aus allem zu nehmen so
Verkündet die Volksweisheit uns lange
Das letzte Hemd hat keine Taschen
Aber tat alles vom Gegenteil noch
Durch prächtige Gräber zu zeugen
Wie Trauerfeiern die Massen anzogen
Während wer still verschwindet wie
Mozart es nach vollem Leben tat
Was er jung verlassen musste
Als bemitleidenswert gilt habe ich
Den Feldmarschall Moltke im Sinn
Dessen mehr sein als scheinen wie
Ein Vorbild dafür mir noch scheint
Nun fragt sich ob cui bono was einst
Cicero in einer ungewöhnlichen Rede
Zur Verteidigung des Angeklagten
In den Diskurs einführte nicht auch nur
Auf materielle Gewinne schaut die als
Nutzen gern verstanden werden weil
Alles Sein käuflich sein soll auch
Wenn es das für Gefühle lieber noch
Bestreitet hat real alles seinen Preis
Liebe und Sex lange schon weil
Keine Hingabe ohne Lohn der auch
In Höhepunkten bestehen kann die
Technik und Erfahrung bescheren
Außer wir fragen unser Sein nach
Dem cui bono ohne den Wahnsinn
Der Abweichung von der Norm als
Risiko zu fürchten weil es sich
Jenseits des Durchschnitts gut lebt
Besser vielleicht sogar weil dieser
Keinem je ganz gerecht wird nur
Ein erträglicher Kompromiss dann ist
Aber gut für jeden anders wäre was
Die Masse nie erreichen kann aber
Um zweckfrei weiter zu funktionieren
Ihr als Ideal vorgespielt wird was den
Täglichen Stress doch lohnte als ob
Ein Ziel in der Masse wem gut täte
Nicht alle viel besser ohne den
Erwartungsdruck lebten denke ich
Indem sie sich selbständig machten
Als Geister vom nur Durchschnitt
Lossagten um zu genießen was ist
Jedem unterschiedlich entspricht
Denn Erwartungsdruck funktioniert
Nur im erstrebten Durchschnitt wer
Abweicht und anders sein will kann
Was gut ist und tut in sich entdecken
Viele machte es vielleicht
Glücklicher mit weniger Erwartung
Mehr Zufriedenheit zu finden dann
Wüssten wir wozu es gut ist ganz
Entspannt miteinander zu leben
Um einfach zu genießen was ist
Jenseits von Druck und Erwartung

jens tuengerthal 18.2.23

Sturmzeit

Sturmzeit

Gerade toben wieder heftige Stürme
In Europa oder auch Neuseeland
Ein Sturm zeigt keinen Klimawandel
Aber mehr Unwetter sind ein Zeichen
Für ein klimatisches Ungleichgewicht
Denke ich und überlege was nun die
Ballung politischer Dramen wie ihre
Kriegerischen Auswirkungen uns über
Den Wandel der Zeiten verraten die
Brutaler einerseits werden aber auch
Sensibler für voriges Unrecht warum
Einen Sturm der Entrüstung heute
Hervorruft was früher normal war
Ob Verbote je etwas brachten als
Mehr Autorität zu ihrer Durchsetzung
Was weniger Freiheit und Verantwortung
Für die betroffenen Menschen bedeutet
Wer Menschen durch Lügen bezwingt
Wie Russland und China es tun wird
Nur Ruhe vor dem Sturm ernten der
Dann jeder Kontrolle sich entzieht
So sind Stürme im Winter normal
Die immer auch Unruhe bringen
Wo sie sich aber extrem häufen
Kein Schutz mehr möglich ist
Bringen sie viele Opfer wie sich
Bei Unwettern wie im Krieg zeigt
Mildes Wetter ohne alle Extreme
Tut den meisten am besten
Vielleicht täte es auch vielen
Gesellschaften viel besser
Alle Unruhen zu vermeiden
Die Extremisten zu bannen

jens tuengerthal 18.2.23

Elternbindung

Elternbindung

Wieviel Bindung brauchen wir
Zu unseren Eltern wie sie zu uns
Gibt es ein gut oder richtig dabei
Unterliegt es nicht auch ständiger
Veränderung wie kleine Kinder
Noch viel Fürsorge brauchen
Wollen Jugendliche immer weniger
Schwimmen Erwachsene sich frei
Manche mehr andere weniger aber
Ein Prozess der Emanzipation ist
Teil unserer Entwicklung um nach
Der betreuten Zeit selbständig wie
Allein glücklich zu werden außer
Wir wollen unser ganzes Leben im
Festgefügten Familienverbund noch
Verbringen was selten geworden ist
Glaube nicht dass es dafür einen ganz
Generellen Maßstab geben kann der
Für alle Fälle gültig ist sondern alle
Beteiligten müssen herausfinden was
Ihnen am ehesten entspricht wenn
Die Eltern älter werden kehrt sich das
Verhältnis der Fürsorge wieder um
Irgendwann machen wir uns Sorgen
Um das Wohlergehen der Eltern wie
Was sie noch alleine können und wo
Sie nun Hilfe brauchen wenn dies im
Verhältnis so klappt dass alle sich mit
Den Verhältnissen wohl fühlen ist es
Gut so während es schwierig wird wo
Eine Seite mehr Nähe möchte als die
Andere oder viel weniger als noch im
Üblichen Modus wäre und darunter
Dann alle Beteiligten leiden geht es
Um eine Gratwanderung zwischen
Nötiger Nähe und Freiheit um auch
Selbständig und alleine glücklicher
Leben zu können wie sich nicht mit
Verschiedenen Bedürfnissen unter
Druck zu setzen im Alltag der von so
Viel Gefühl wie Pflicht geprägt ist
Was gut tut wird gut sein denke ich
Wo es uns zu sehr beengt oder die
Luft zum Atmen nimmt sollten wir
Neue Wege suchen für die Zukunft
Lange haben wir die Alten einfach
In Heime abgeschoben wie auch
Die Jungen früher betreut werden
Damit alle gut funktionieren doch
Passt dies Modell sicher nicht für
Alle Verbindungen und es fragt sich
Wie wir einen Weg finden mit dem
Jeder so glücklich wie möglich ist
Wollte als Kind ungern nur auf die
Klassenfahrten oder woanders
Übernachten weil ich mich sehr
Wohl in meinem Zuhause fühlte
Eine starke Mutterbindung hatte
In der Pubertät hat sich dies dann
Umgekehrt auch neigte meine
Mutter nie zum klammern was den
Eltern beiden hoch anzurechnen ist
Die uns Flügel und Wurzeln gaben
Also ein sicheres Heim aber auch
Die Lust am Ausbruch in uns nährten
Wie als Eltern von drei Kindern ihre
Endlich wieder Freiheit genossen
Habe es ähnlich bei meiner Tochter
Mit Vertrauen und Freiheit versucht
Sie ist als junge Erwachsene längst
Sehr selbständig aber genießt auch
Gelegentlich die Familie wieder die
In der Großfamilie sich häufiger nun
Sieht wo sie Verantwortung trägt wie
Sich um andere Sorgen macht was
Für mich gut und schön so klingt
Weiß nicht wieviel Anteil ich an dieser
Tollen Entwicklung ihrer Persönlichkeit
Überhaupt habe aber freue mich daran
Sehe mich dagegen immer mehr auch
In Verantwortung und Sorge um meine
Weit weg wohnenden Eltern die sich
Dem fortgeschrittenen Alter nähern mit
Allen damit verbundenen Gebrechen wie
Sorgen der Kinder die ihren Eltern nicht
Sagen wollen was richtig ist aber doch
Immer wieder besorgt sind ob alles noch
So von alleine selbständig funktioniert
Bin sehr beruhigt meine Schwestern nah
Bei den Eltern zu wissen wie auch meinen
Schwager die in der Not immer helfen
Stehe ich als Sohn in der Pflicht sie zu
Pflegen wenn es nötig wird wie ich kann
Wie sie es auch bei mir taten oder ist es
Genauso gut sie in ein Heim zu geben
Was sie mit ihren Müttern auch taten
Die Väter starben beide zuhause was
Wohl die meisten sich wünschten wenn
Wir aussuchen könnten wie es endet
Was wir nur selbst entscheiden dürfen
Wozu aber meistens der Mut doch fehlt
Wenn es soweit ist sind wir ohnehin nur
Selten noch entscheidungsfähig ganz
Von allen moralischen Bedenken hier
Abgesehen habe ich kein Patentrezept
Was richtig oder falsch wäre für ein
Gutes Leben am Anfang oder Ende
Habe durch Vorbilder gelernt ohne
Diese ganz infrage zu stellen doch
Ändert sich ohnehin selten etwas
Wirklich weil wir im gleichen Trott
Alle irgendwie überleben müssen
Auch wenn wir alles besser machen
Wollten können wir froh sein es nicht
Viel schlechter am Ende gemacht zu
Haben als die Generationen vor uns
Denke ich inzwischen mit dem Blick
Auf die Geschichte der Menschheit
So viel wir davon überhaupt wissen
Wenn ich von neuen Modellen lese
Die junge Eltern gerade anwenden
Um sich mit den Launen des Kindes
Zu quälen statt Grenzen aufzuzeigen
Die ein gutes Miteinander ermöglichen
Das miteinander leben soll allen gut tun
Keiner soll seine Überzeugungen als
Einzig richtige durchsetzen wollen was
Selten gut gehen kann warum es auch
Der Kompromisse braucht um sich dem
Besten Weg in der Mitte zu nähern der
Allen so gut wie nur möglich tut denn
Weder darf eine Seite alle quälen noch
Nur eine für ihr Glück allein sorgen oder
Schlimmer noch ihre Überzeugungen
Vom Glück der anderen durchsetzen
Hier balancieren wir zwischen einer
Dauerhaften Bindung und Loslassen
Es gibt dabei kein falsch oder richtig
Gar den einzig richtigen Weg ans Ziel
Sondern es bleibt die Elternbindung
Eine nie endende Suche nach den
Gerade bestmöglichen Kompromissen
Mehr wird es nicht aber damit so gut
Wie eben möglich zu leben ist genug
Damit irgendwie glücklich zu bleiben
Was nach der Natur sich verband

jens tuengerthal 17.2.23