Dienstag, 7. Februar 2023

Katastrophengründe

Katastrophengründe

Für Erdbeben kann keiner was sie sind
Ereignisse einer übermächtiger Natur
Das Erdbeben in der Türkei ist schrecklich
Vor allem für tausende Menschen dabei
Sind die Toten egal sie sind ja nicht mehr
Von ihnen muss keiner mehr leiden
Doch wichtiger als all die typischen nun
Betroffenheitssaltos wäre es nach den
Gründen zu fragen warum in der Türkei
Jedes mittlere Erdbeben gleich zu einer
Katastrophe mit tausenden Toten wird
Warum so viele aus der Familie Erdogan
Im Baugewerbe tätig sind was boomt
Wenn Genehmigungen einfach sind
Es ist kein Zufall dass dort wo sich
Drei Platten übereinander schieben
Häufiger mal die Erde bebt was so ist
Nur der Tod tausender ließe sich leicht
Durch Kontrollen wie Auflagen verhindern
Geologen warnten mehrfach rechtzeitig
Stattdessen baut der islamistische Onkel
Kanäle und führt Kriege mit Kurden
Errichtet mit Putins Hilfe noch ein
Atomkraftwerk im Erdbebengebiet
Dem haben sie so ins Hirn geschissen
Wie danach dreimal umgerührt dass
Jedes weitere Wort überflüssig hier ist
Ginge es nicht um Menschen sollte
Die Welt den Sultan zappeln lassen
Damit die Türken endlich merken ihre
Probleme haben einen Grund und
Der heißt Erdogan denn fast alle
Tode waren vermeidbar

jens tuengerthal 7.2.23

Vermehrt

Vermehrt

Nach der einst größten Ausstellung
Zu Vermeer in Den Haag haben wir nun
Die allergrösste Ausstellung aller Zeiten
Zum selben Künstler im Rijksmuseum
In Amsterdam und wie gerne sähe ich
Die Pracht und Vielfalt des Meisters
In diesmal 27 statt vorher 22 Gemälden
Reiste ich je noch irgendwo hin
Des Meisters aus Delft der dort im
Barock als Künstler des berühmten
Goldenen Zeitalters der Malerei der
Niederlande was bedingt war durch
Den Aufstieg der Republik der Sieben
Vereinigten Niederlande die sich von
Den spanischen habsburgischen infolge
Der Reformation abgespalten haben
Eine große See wie Handelsmacht wurden
Die Religionsfreiheit Wissenschaft wie
Den Calvinismus als Fundament ihres
Reichtums hatten wie eine neue
Städtische und universitäre Kultur
In Amsterdam und Den Haag hatten
Aus der enormer Reichtum entstand
So waren in der Hochphase der Epoche
Bis zu 700 Maler tätig die um 1650 also
Zwei Jahre nach dem westfälischen Friesen
Etwa 70.000 Gemälde jährlich schufen
Rembrandt van Rijn gilt als Großmeister
Des goldenen Zeitalters doch so zart
Wie ein Jan Vermeer wird er eher im
Grafischen Werk als in den Gemälden
Aus seiner großen Werkstatt die ihn
So vielfältig berühmt wie Zuschreibung
Lange unklar und fraglich blieb
Der Delfter Maler Jan Vermeer lebte
Von 1632 bis 1675 und fiel also voll
In diese Epoche aber hinterließ nur 37
Bekannte Gemälde ob es noch mehr gab
Ist nicht nachweisbar und um so mehr
Stieg später ihr Wert während seine
Frau nach seinem Tod noch Gemälde
Zur Bezahlung einer Brotrechnung nutzte
Könnte sie heute davon ein Leben im
Palast ganz lässig bestreiten weil ein
Vermeer quasi unbezahlbar wurde
Seine bekanntesten Gemälde sind
Heute das Mädchen mit dem Perlohrring
Die Ansicht von Delft wie der Geograph
Wer seine Lehrer waren ist so unklar
Wie vieles aus dem Leben dieses
Meisters des Lichts wie der ruhigen
Friedlichen Stimmungen der nur
Zwei Bilder im Jahr vollendete
Nebenbei noch Kunsthändler war
Seiner Mutter in ihrer Schänke half
Er war wohl hoch angesehen in Delft
Weil er zweimal zum Dekan seiner
Gilde der Künstler und Händler als
Sohn eines Wirts und Händlers gewählt
Wurde er hat zwar bereits zu seinen
Lebzeiten Ruhm gehabt und hohe
Preise für Gemälde erzielt war aber
Dennoch am Ende verarmt und seine
Witwe erhielt von der Versteigerung 
Nichts sondern nur seine Gläubiger
Spannend ist warum seine wenigen
Bilder wann zum großen Hit wurden
Gerade er als Großmeister gilt der
Zum Kult um heile Welten einlud
Die sich in seinen Bildern spiegeln
Quasi ein Vorgänger des Biedermeier
Der vermisste heile Welten zeigte
Waren es die großen Kriege im
Vergangenen 20. Jahrhundert die ihn
Zum Superstar gediegener Gemütlichkeit
Machten in der sich Menschen so
Wohl fühlten wie zuhause aber
Zugleich sein Licht bewundern konnten
Vielleicht ist die neue Liebe zu Vermeer
Wie der Kult um seine wunderbaren Bilder
Ein Kind des Krieges wie der Sehnsucht
Nach Harmonie und Frieden in Zeiten
Von Krieg und Vernichtung Orientierung
Wie Halt und Hoffnung noch gibt was
Gerade angesichts Putins Verbrechen
So nötig wieder scheint um die Angst
Zu besiegen sich am Ende zu freuen
Aber so sehr ich Vermeer liebe auch
Seine übersichtlichen Räume mag
So fern läge es mir mit Massen dafür
Nach Amsterdam zu reisen wie am
Museum Schlange lange zu stehen
Hätte ich sie in der Nacht alleine
Ganz für mich dächte ich vielleicht
Darüber nach ohne eine Reise
So warte ich bis die beiden Berliner
Heimkehren um dann zu genießen
Was ich schon lange liebe von dem
Meister des Lichts im Goldenen Zeitalter
Der für sich schon völlig mir genügt

jens tuengerthal 7.2.23

Montag, 6. Februar 2023

Blockadebündnis

Blockadebündnis

Zum Geburtstag der AfD ist es gut
An das Blockadebündnis aller
Demokraten gegen sie zu erinnern
Das ist richtig um die Mitte die
Deutschland stark machte als
Weg in die Zukunft zu sichern
Nie wieder Weimarer Verhältnisse
Was aber auch Sozen und Grüne
Zu der Erkenntnis führen muss
Ein Bündnis mit den Populisten
Die sich Linke nennen aber die
Erben der totalitären SED sind
Verbietet sich noch viel mehr
Denn die Vergleiche der AfD
Mit der NSDAP mögen zwar
Nach ihrem Auftreten teils
Nahe liegen doch real ist sie
Eine Partei ostdeutscher Looser
Mit meist zu wenig Sex die nie
In der Demokratie ankamen
Hat kein Erbe der NSDAP was
Bei der Linken als Erbin der SED
Real anders ist warum Bündnisse
Mit dieser so tabu sein müssen
Wie mit der AfD denn die Erben
Totalitären Denkens wie des
Populismus sollen nie eine
Chance im Land mehr haben
Für eine starke Mitte in Zukunft

jens tuengerthal 6.2.23

Wortflucht

Wortflucht 

Wir fliehen vor bestimmten Worten
Um die Dinge nicht beim Namen
Nennen zu müssen lavieren wir
Bis die Realität den Geist hinter
Unserer Sprache offenbart wie
Gerade bei Flucht und Vertreibung
Wer ist ein Migrant wer Flüchtling
Warum bieten wir einen Asyl an
Anderen kein Willkommen sondern
Lassen sie ohne Sorge ertrinken
Zwischen Türkei und Griechenland
Auf dem Weg in die Festung Europa
Wird eine Mutter mit Kindern eine
Migrantin aus Afrika sein oder ist sie
Ein Flüchtling der sein Leben riskiert
Wie gerade auch wieder verlor
Wem nutzt diese Unterscheidung
Bei Unbekannten und wieviel
Rassismus steckt dahinter wenn
Wir dies ohne Wissen über schon
Ertrunkene unterscheiden wer soll
Damit sprachlich provoziert werden
Was erreicht der Deutschlandfunk
Mit diesem Wechsel von Flüchtlingen
Zu Migranten in der Benennung wenn
Nicht nur ein Ätsch selber Schuld
Was im Todesfall keinem gut steht
Schämen sollten wir uns Menschen
Durch Etiketten in Schubladen
Zu stecken ohne unsere Absicht
Zuwanderung zu beschränken
Ehrlich zu offenbaren sondern
Asyl nominell bieten aber faktisch
Menschen ertrinken zu lassen weil
Wir keine ehrliche Antwort auf die
Fragen der Zukunft mehr geben
Lieber Flucht und Vertreibung
Neuerdings Migration nennen
Um eine Schublade zu haben
Die ertrinken weniger schlimm macht
Wie Unfähigkeit besser tarnt
Diese Feigheit schon in der Sprache
Wird ein Echo im Tod haben
Wie wir nun lesen können

jens tuengerthal 6.2.23

Erpressersolidarität

Erpressersolidarität

In der Türkei starben tausende bei einem
Erdbeben und Europa eilt Erdogan sofort
Ohne weitere Fragen zu Hilfe weil es
Gerade nötig ist wie die Solidarität des
Bündnisses NATO gegen Russland
Ob es darum klüger wäre den Erpresser
Erdogan hier allein zu lassen weil in der
Korrupten Bauoligarchie Türkei eben so
Gebaut wird dass alles einstürzt wenn es
Wie so häufig dort mal wieder bebt wo
Tektonische Platten zusammenstoßen
Es um Hilfe für Menschen zuerst geht
Die gerettet werden müssen wie auch
Europa mit Schweden zu Hilfe eilt wenn
Dort in Asien Menschen in Not sind
Weil menschliche Solidarität in der Not 
Wichtiger als politischer Poker ist was
Erdogan der dankbar sein muss zum
Umdenken bringen könnte in seinem
Seltsam Osmanischen Reich dort am
Bosporus und im fernen Asien wo
Gerade die Erde mal wieder bebte
Wir brauchen einander und sind
Miteinander viel stärker könnte die
Lehre für vernünftige Menschen sein
Ob die in der Türkei Politik machen
Scheint nach aller Erfahrung fraglich
Aber manchmal haben Katastrophen
Eine läuternde Wirkung und es ist
Gut jetzt solidarisch zu sein ganz
Ohne weitere Fragen es wird sich
Mehr auszahlen als jede Missgunst

jens tuengerthal 6.2.23

Schrumpfziele

Schrumpfziele

Wir müssen weniger
Werden an Menschen
Zerstören an Natur
Wachsen in allem
Wollen um zu bleiben
Wenn wir überleben wollen
Sonst sorgt die Natur dafür
Dass wenige es überleben
Was besser ist ist unklar
Wenn wir uns Schrumpfziele
Selbständig setzen haben wir
Zumindest noch etwas versucht
Zeigen uns mündig aufgeklärt
Aber ich fürchte viel mehr
Wollen lieber weiter beten
Sind gerne unmündig wenn
Die Masse sagt wo lang
Schwimme schon immer
Lieber gegen den Strom
Ob es wohl mehr werden
Oder erst noch mehr
Sterben müssen bis dahin
Frage ich lieber nicht um
Keinem schlechte Laune
Zu machen denn wir müssen
Uns ja alle irgendwie verkaufen
Amen

jens tuengerthal 6.2.23


Lustentwicklung

Lustentwicklung

Ist Lust immer das gleiche sinnliche Glück
Was wir durch Stimulation bestimmter Orte
Am eigenen oder anderen Körper erreichen
Folgt der Sex bestimmten Abläufen um so
Dem bestimmungsgemäßen Ziel zuzueilen
Ginge es weniger um Entwicklung als die
Optimierung der Abläufe was immer dann
Als erstrebenswert uns erscheint was wohl
Mit Zeit und Alter sich unterscheidet wer
Alles schon hatte erstrebt anderes als
Wer sich noch ausprobieren muss
Männliche Potenz nimmt ab 40 ab
Weibliche Potenz dagegen nimmt
Mit der Menopause massiv zu
Weil es der je Natur entspricht
Wo nicht hat es andere Gründe
Wie lässt sich da mit und ohne
Viagra ein guter Weg finden um
Alle Beteiligten glücklich zu machen
Ist Glück dabei immer das gleiche
Oder unterliegt auch das Entwicklung
Zählt am Ende mehr die erlangte
Oder die geschenkte Befriedigung
Wer macht wen wie am glücklichsten
Fragen auf die Antwort zu suchen
Gemeinsam ein Glück sein kann
Wenn wir wagen Veränderung als
Glück lustvoll zu genießen so sieht
Die Frau in die wir uns mit 20 einst
Verliebten jenseits der 50 anders aus
Wie Mann natürlich genauso was von
Der Veränderung wem zum Vorteil
Eher gereicht ist nur eine Frage
Zufälliger Moden und nie objektiv
Der Jugendkult unserer Zeit macht
Viele unglücklich mit dem was ist
Finde dagegen altersgemäß reife
Frauen wie Weine immer besser
Wie die Lust spannender wird ohne
Alle vorher Grenzen genossen wird
Übersehe junge Damen inzwischen
Eher als das sie mich reizen könnten
Weil ich Sex auf Augenhöhe liebe
Genau solche Geliebte nun habe
Als ich eine ganz junge hatte
Schwärmte ich von ihrer ach so
Makellosen Schönheit die mich mehr
Als alles eine zeitlang reizte warum
Treue für mich kein Thema war
Was den Horizont beschränkt
Erlaubt ist alles was gefällt
Was sich mit der Zeit ändert
Heute fände ich junge Damen
Langweilig und eher reizlos
Weil Lust sich weiter entwickelt
Spannend ist was wann genau
Passt und wie es dazu kommt
Oft offenbart dies mehr über uns
Als Neigungen nur zu verraten
Die ein Vehikel der Träume sind
Wann wir welche leben ist eine
Entscheidung sofern wir frei sind
Sonst folgen wir nur den Trieben
Die uns vor sich her treiben
Früher stieg ich jedem Rock
Noch voller Lust hinterher
Heute interessieren mich nur
Wenige Auserwählte noch
Wo Lust miteinander wächst
Erreicht sie neue Gipfel auch
Wenn das neue Spannung hat
Dazwischen wählen zu können
Wie sich für das was besser tut
Entscheiden zu wollen ist weise
Wie Zeichen einer Entwicklung
Zu höherer Geistigkeit auch die
Den Sex am Ende besser macht
Der erstaunliche Entwicklungen
Manchmal noch nehmen kann
Wenn wir ihn nur lassen

jens tuengerthal 6.2.23

Liebeswachstum

Liebeswachstum

Die Liebe wächst mit der Zeit
Wenn wir uns näher kommen
Lehrt uns lange die Erfahrung
Mit dem Vertrauen ineinander
Zum gelebten Glück wird sie
Dann schnell zur Gewohnheit
Die uns bald langweilt wie
Genug es sein lässt mit der
Anfänglich trauten Zweisamkeit
Dann schrumpft sie wieder bis
Wir ein Normalmaß finden das
Miteinander leben lässt oder nie
Was die traurige Realität der
Meisten Lieben in Beziehungen
Leider wird die wir dann ertragen
Weil es Zwänge des Lebens sind
Es keine andere Möglichkeit gibt
Wo wir Zweisamkeit leben wollen
Fraglich ob sie anfänglich gewinnt
Dies also ein positives Wachstum
Wäre was ich sonst eher kritisch
Als Maßstab im Sein sehe weil
Beschränkter Raum eben nur ein
Eingeschränktes Wachstum noch
Zulassen kann um zu überleben
Andererseits ist die Liebe eher ein
Konzentrat der Gefühle also wäre
Ihr Wachstum eine Konzentration
Auf eine geliebte Person egal was
Zwischen uns dann wächst ist das
Mehr an Nähe auch ein weniger an
Auswahl für jene die sich wählen 
Ersetzt Vielfalt durch Konzentration
Vieler Gefühle auf eine Person was
Das Wachstum zwischen diesen
Mit einer sonst Schrumpfung in der
Konzentration auf eine mitbringt
Weil uns die Liebe für die eine
Dann geliebte Person von der
Suche nach anderen in der stets
Unendlichen Vielfalt abhält die uns
Partneragenturen online offenbaren
Wie wenige in der Realität finden
So bringt das Liebeswachstum viel
Mehr an Konzentrationsgewinn also
Weniger an Auswahl gegenüber dem
Universum aller Singles die uns dort
Noch suchen könnten womit es auch
Wo es mehr wird ein weniger ist im
Vergleich wie in Summa was uns
Die Liebe in ihrem Wachstum als
Zumindest zeitweise positiv sehen
Hilft was an dieser Stelle genügt
Nicht prinzipiell dagegen zu sein
Trotz Zweifeln am Wachstum

jens tuengerthal 5.2.23

Sonntag, 5. Februar 2023

Gesprächsweise

Gesprächsweise

Der von mir sehr verehrte Philosoph
Michel de Montaigne suchte gerne
Das Gespräch weil er meinte dies
Würde ihn auch im Streit noch
Weiterbringen als für sich zu grübeln
Bedenke ich dabei wieviel er las
Wie selber schrieb und wie wenig
Lohnend die meisten Gespräche
Heute eher scheinen wenn ich als
Dichter den Gästen lausche aber
Der frühere Bürgermeister Bordeauxs
Er war in Abwesenheit gewählt worden
Als er gerade durch Italien reiste
Liebte das Gespräch mit allen
Wie er seine Kindheit bei Bauern
In der Picardie teilweise verbrachte
Weil sein Vater an humanistische 
Ideale der Vielfalt noch glaubte
Die Michel selbst immer hochhielt
Wenn er den Lukrez verdeckt zitiert
Weil die Kirche ihn kritisch sah
Er diesen Konflikt lieber mied
Der so schnell tödlich endete
Ob es zu Montaignes Zeiten noch
Anders war als es kein Netflix gab
Themen noch andere waren wie
Pest und Hugenottenkriege wüteten
Bei denen sich der selbst Katholik
Der aus einer spanisch jüdischen
Familie noch stammte in der es auch
Viele Protestanten noch gab wie er
Berater der katholischen Könige
Franz und Heinrich wie auch des
Ursprünglich protestantischen in
Frankreich legendären Henri Quatre
Wurde den er mehrfach beherbergte
Er war mit den Großen seiner Zeit
Im ständigen Gespräch schrieb etwa
Mit Königin Elisabeth I wie vielen
Der klügsten Köpfe seiner Zeit
War selbst ganz herausragend
Aber blieb dabei bescheiden
Suchte die Nähe der Ärmsten
Wie ihn die Behandlung der Indianer
Im Hafen wie Tiere empörte was
Zeigt wie menschlich modern er war
Warum ich mir seine Weisheit
Zu Gesprächen zu Herzen nehme
Auch wenn es mir fern liegt stets
Die Diskussion mit allen zu suchen
Zumindest gegen den Anschein
Der Hohlheit offen zu bleiben um
Im Gespräch zu lernen wie
Vielleicht irgendwann etwas weiser
Zu werden auch wenn wenig Hoffnung
Dazu noch besteht dank der Mängel
Die Zeit und Erbe schenkten

jens tuengerthal 5.2.23

Verkehrt

Verkehrt

Noch immer leben wir als sei
Freie Fahrt für freie Bürger viel
Wichtiger als das Klima der Zukunft
Bestrafen den Geschlechtsverkehr
Öffentlich oder unter Verwandten
Weil es eine Sünde wäre wie die
Kinder darunter leiden würden
Was alles nur ein Erbe der
Doppelmoral der Kirchen ist
Die unsere Sexualität tabuisierten
Dem Aberglauben Macht zu geben
Statt befriedigenden Sex zu genießen
Rasen wir Narren überall hin dabei
Bräuchte es für weniger Gewalt
Nur mehr Verkehr miteinander
Wäre ein Leben damit wesentlich
Befriedigter als ohne und wer kann
Muss sich seine Potenz nicht noch
Mit Raserei beweisen die eine nur
Schlechte Ersatzbefriedigung ist
Wagen wir lieber mehr Sex
Egal wo wird die Welt damit
Besser wie schöner werden
Fürchten wir nicht die Lust
Bestrafen wir nie wieder Sex
Aber sparen uns den Verkehr
Ohne Geschlecht künftig lieber
Er schadet mehr als er lohnt

jens tuengerthal 5.2.23