Mittwoch, 8. Mai 2024

Reichsbefreiung

Reichsbefreiung

Am 8. Mai 1945 erklärte das noch
Deutsche Reich seine bedingungslose
Kapitulation durch seine Reichswehr
Die sich den Alliierten in Karlshorst
Damit vollständig unterwarf

Die DDR feierte den 9. Mai als Tag
Der Befreiung vom Faschismus weil es
Bei der Unterzeichnung der Urkunde
Im sowjetischen Hauptquartier nach
Moskauer Zeit bereits 1.01 Uhr war

In der real demokratisch befreiten
Bundesrepublik aber nannte erst
Richard von Weizsäcker den Tag
Der totalen Niederlage auch eine
Befreiung im Bundestag 1984

Gegen Niederlage als Befreiung
Wehrten sich Konservative lange
Die Schuld und Schande der Nation
Nicht auch noch bejubeln wollten
Still dem Untergang gedachten

Die DDR feierte den Sieg des
Antifaschismus gegen das Böse
Reich des Faschismus warum sie
Den antifaschistischen Schutzwall
Gegen den freien Westen errichteten

Der Westen hielt zusammen gegen
Einen totalitären Osten der die Uhren
Wie Feiertage nach Moskau ausrichtete
Was Putin noch als den Traum von der
Sowjetunion bezeichnet den er betrauert

Das antifaschistische Friedensreich im
Roten Osten aus totalitären Diktaturen
Die ideologisch die Freiheit unterdrückten
Den Sozialismus anstatt dafür anboten
Scheiterte 1989 endgültig am Markt

Nicht alle sahen das als eine Befreiung
So wenig wie den Reichsuntergang alle
Friedlich gleich bejubeln wollten weil es
Eine totale Niederlage eben auch war
Solange wir gegeneinander kämpften

Das Europa nach Maastricht wurde ein
Anderes mit der Währungsunion ist es
Postnational in Freiheit verbunden was
Jeden Reichsgedanken beerdigte
Außer für jene die nichts begriffen

Die bedingungslose Kapitulation des
Dritten Deutschen Reichs war auch
Der Untergang des Reichsgedankens
Für eine kooperativ integrierte Zukunft
Gemeinsam mit den Verbündeten

Die DDR mit denen des Warschauer Pakt
Die BRD mit dem freien Westen dafür
Dazwischen gab es Versuche noch der
Verständigung der Welten welche das
Siechen östlicher Diktaturen verlängerte

Freiheit braucht Bündnisse wie dazu
Verträge der Freien untereinander die
So ihre Freiheit verteidigen statt noch
Nationaler Gefühle im wilden Rausch
Der keine Zukunft mehr haben darf

Mit dem 8. Mai 1945 enden damit auch
über 1200 Jahre deutsche Geschichte
Weil es künftig kein Reich mehr gab
Das auf einer Nation noch fußte doch
Ist diese Sicht kurzsichtig wie falsch

Vor 1200 Jahren herrschte Karl der Große
Kaiser der Franken wie Erbe noch eines
Hausmeiers der Merowinger aus Aachen
In einem europäischen Reich was erst
Dessen Erben als Europa aufteilten

Karl den die Franzosen mit den Deutschen
Als Großen teilen hatte einen Großvater
Der kämpfte als Karl Martell noch gegen
Die Maurenbedrohung südwestlich mit
Stämmen aus ganz Europa dabei

Geeint waren sie siegreich was zeigt
Wohin Europas Wege führen müssen
Wenn wir Probleme lösen wie auch
Fragen der Zukunft klären wollen um
Potential und Kräfte zu nutzen

Der Frankenkaiser erneuerte erst den
Römischen Reichsgedanken der nach
Dem Untergang Roms am Christentum
Eine europäische Leerstelle füllte die
Nach Verbindungen wieder suchte

Später nannte sich dieses Reich dann
Christlich heilig und Päpste krönten die
Wandernden deutschen Kaiser denen
Fränkische Nachbarn fremder wurden
Die mit Engländern 100 Jahre im Krieg

Welche einst als Normannen noch die
Insel eroberten unter deren Wilhelm
Was wie Ehen Erbstreit begründete
Der manche Engländer bis heute treibt
Statt Teil postnationalen Empires zu sein

Sich vom klein nationalen Reich was
Mit dem Haus Habsburg zu lange unter
Österreichs Fahne regierte das an den
Rändern in die Ferne zerfaserte zu
Verabschieden täte allen besser

Mit dem kleinen Österreicher starb
Der letzte nationale Traum eines
Reichs aus Deutschland was noch
Die Welt beherrschen wollte was
Alle Beteiligten am Ende befreite

Sich vom Reich zu befreien wie die
Postnationale Freiheit zu verteidigen
Welche zuerst auf Menschen schaut
Statt Regionen nur zu umzäunen ist
Der Bundesrepublik gut gelungen

Die Einwohner des Ostens üben
Noch immer in der Freiheit auch
Mit Zufriedenheit anzukommen was
Der Schlüssel zur Befreiung erst ist
Vom Reich wie aus der Sklaverei

Die spaltenden Geister Putins die
Nationale Sorgen betonen wie in
Europa gerne Zwietracht säen sind
Feinde der Freiheit die noch vom
Reich der Sowjetunion träumen

Wer diesen Zwiespalt verstehen will
Den östlich nationalen Rausch noch
Auf den Grund gehen möchte lese
Manns Bekenntnisse eines Unpolitischen
Hier wurde nationales Gefühl Literatur

Der kleine Österreicher der das Reich
Endgültig untergehen ließ half auch
Thomas Mann sich von der Droge der
Nationalen Gefühle zu befreien wie
Vereint die Freiheit zu verteidigen

Europa hat sich vom Reich befreit
Auch wenn es nicht alle begriffen
Der Euro ist real postnational wie
Anfang einer Weltwährung welche
Die Freiheit grenzenlos macht

Nichts anderes zählt in Zukunft als
Die Freiheit der Einzelnen die ihre
Welt auf sich stellen um sich mit
Ihrem Glück friedlich zu identifizieren
Statt noch für Nationen zu sterben

Die Befreiung vom Reich zu feiern
Am 8. Mai natürlich weil in Europa
Nie die Uhren nach Moskau gehen
Sollen ist ein Aufbruch in eine gute
Wie aufgeklärte Zeit der Freiheit

jens tuengerthal 8.5.2024

Lustharmonien

Lustharmonien

Lust ist harmonisch
Oder entbehrlicher Sex
Ohne Widerhall

jens tuengerthal 8.5.24

Liebeskümmern

Liebeskümmern

Liebe verkümmert
Ohne sich umeinander
Kümmern zu wollen

jens tuengerthal 8.5.24

Lichttage

Lichttage

Irgendwann im Mai
Scheint Sonne wieder tief
Ins Zimmer hinein

Lichte Tage nun
Bis der Herbst den Planeten
Weiter wandern lässt

jens tuengerthal 8.5.24

Dienstag, 7. Mai 2024

Imperativethos

Imperativethos

Wie lebe ich nach dem
Kategorischen Imperativ
Ist dies korrekt möglich
Oder treibt mich dies in
Wahnsinn und Einsamkeit

Betrachte ich den Klimawandel
Wie die Folgen des Fliegens
Was die Stratosphäre zerstört
Wovon wir schon lange wissen
Muss ich es moralisch verurteilen

Alle die es dennoch tun handeln
Ethisch danach unverantwortlich
Wie rücksichtslos sind asozial
Was zunächst ihr Problem wäre
Sie vor sich rechtfertigen müssten

Doch gefährden sie infolge auch
Das Leben anderer Menschen und
Die Natur mit der wir leben müssen
Ist es da nicht meine Pflicht diese
Vor dem asozialen Tun zu schützen

Aufklärung ist die Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Durch eigenständiges Denken das
Dem kritisch geprüften Gewissen
Folgt statt nur nachzuahmen

Diese Chance raubte ich allen meinen
Lieben denen ich sagte was von ihrer
Fliegerei oder ihren Kreuzfahrten
Moralisch zu halten ist was nur dann
Legitim wäre wenn sie zu blöd sind

Was Kant mit dem Mangel an Verstand
Freundlich noch umschreibt der sie
Also für unmündig und unfähig sich
Aus diesem Zustand zu befreien erklärt
Zu würdelosen Existenzen machte

Wie sollte ich aus Verantwortungsgefühl
Menschen die mir dennoch lieb sind
Für quasi unmündig erklären kann das
Auch wenn in Konsequenz richtig je
Der Weg eines Humanisten sein

Wie kann die Welt mal eben noch
Gerettet werden vorm Klimakollaps
Ohne andere damit für unmündig
Zugleich zu erklären und was wiegt
Das eine gegen das andere

Habe keine einfache Antwort hier
Das Gebot der Nothilfe legte nahe
Die anderen moralisch zu ermahnen
Der Verstand wie Kant sagen mir
Es erreichte genau das Gegenteil

Es ändert sich in diesem Licht auch
Die Verurteilung Kants wie gerade
Unter manchen en Vogue für seine
Freundschaft mit einem Sklavenhändler
Oder seinen zeitgemäßen Rassismus

Stellt eine solche Betrachtung dann
Den absoluten Wert der kantschen
Ethik infrage oder lehrte sie Toleranz
Gegenüber der so menschlichen
Unvollkommenheit noch viel mehr

Ist das Richtige zu tun wichtiger
Oder die Toleranz gegenüber
Anderen Meinungen um friedlich
Wie glücklich miteinander
Noch leben zu können

Hier keine sichere Antwort für alle
Fälle zu haben hilft zumindest mit
Mit weniger Konflikten toleranter
Umgehen zu können was real
Mehr Frieden stiften könnte

Lange in meinem Leben habe ich
Um Meinungen gekämpft mich einst
An Bäume gekettet wie wegtragen
Lassen von dort diese zu retten
Die real längst schwer krank waren

Politische Konflikte als Grund für
Ab- oder Zuneigung genommen
Wie jüngst bei Corona erst wieder
Was heute absurd fast scheint
Ohne zu wissen was richtig ist

Wie wenig weiß ich noch was
Gut oder richtig ist für alle je
Mehr ich zu verstehen versuche
Desto deutlicher wird mir wie
Groß das Meer des Unwissens ist

Denke immer noch es wäre gut
Wie richtig alle Flüge zu stoppen
Dass asozial handelt wer es nur
Zum Vergnügen noch tut ein
Grob fahrlässiger Mörder ist

Doch wollte ich nie Richter sein
Halte die Verurteilung anderer
Für so unfrei und schlimm dass
Keine Tat dies aufhöbe wie
Gerechtigkeit für eine Illusion

Dazwischen nun mit dem KI
In Zeiten technischer KI zum
Besten Weg zu balancieren wie
Die Toleranz nicht zu verlieren
Ist Aufgabe genug für mich

Enthalte mich also mit Montaigne
Lieber jeden Urteils über andere
Besonders wo ich ganz sicher bin
Was das Risiko der Blindheit erhöht
Vielleicht ein friedlicherer Weg

jens tuengerthal 7.5.24

Lustlehren 049

Lustlehren 049

Freier Sex war ein Thema was auch
Die große Feministin Olympe der Gouges
Umtrieb wie es auch die Kommunarden
Wie Hippies in den 70er Jahren taten

Was vorher schon 1848 Louise Aston
In ihrem Lebensmotto schrieb die
Freiem Leben freien Lieben immer
Treu geblieben sei dies wohl auch

Genoss während mir einige der
Bewohnerinnen der Kommune 1
Erzählten diese vorgeblich befreite
Lust hätte hauptsächlich noch der

Befriedigung der Männer gedient
Auch weil die weibliche Sexualität
Neurologisch erst über vierzig Jahre
Später als eigene Lust erforscht wurde

Bis dahin wurden noch die Lügen der
Siebziger Jahre erzählt wonach jede
Frau kommen können und wenn nicht
Sie ein mentales Problem eher hätte

Es ihr angesichts der bloß erfundenen
G-Punktes wohl an Bereitschaft fehle
Die Lust hingebungsvoll zu genießen
Wenn sich Männer ihrer nur bedienten

Es gibt offensichtlich beides unter den
Frauen dieser Welt immer wieder auch
Jene die freie Lust genießen wollen und
Daraus große tiefe Befriedigung ziehen

Aber auch wie die uns die große Studie
Zum nervus pudendus 2013 aufklärte
Statistisch einen viel größeren Anteil die
Dabei nie Befriedigung finden können

Dies weil sich Männer zu wenig um die
Lust ihrer Frauen kümmerten oder es
Ohne Gespür bei Nachfragen beließen
Sich gerne etwas vorspielen lassen

Legen wir die Studie zugrunde die von
Den Max Planck Instituten für Neurologie
In Heidelberg wie Sexologie in Leipzig
Erstellt wurde finden nur 15% Befriedigung

Zumindest beim gewöhnlichen vaginalen
Verkehr der zu lange als lege artis galt
Wobei der größte Teil derer dann ihren
Partnern dabei etwas vorspielen musste

Dies nicht weil sie mangelhaft wären
Sondern weil der Nerv verläuft wie er
Eben im Körper nach der Natur ganz
Unterschiedlich verlaufen kann

Um einen befreiten Sex zu genießen
Wie die Lust teilen zu können ist es
Wichtig sich über die Natur der Partner
Auszutauschen zu wissen was gut tut

Hier im Geiste der Aufklärung das Wissen
Über den nervus pudendus als Basis der
Gemeinsamen Sexualität zu nutzen wäre
Ein guter Anfang der Befreiung

Auch sich bewusst zu sein dass Frauen
In der Menopause eine deutlich höhere
Potenz entwickeln im Gegensatz zu den
Männern bei denen diese nachlässt

Hilft die Verhältnisse befreit neu zu sehen
Um ungehemmt miteinander zu genießen
Was die Natur an Freude uns schenkt mit
Der sexuellen Lust ohne jeden Zweck

Ihre früher Verbindung mit der Fortpflanzung
Hat zu einem gestörten Bild dabei geführt
Die Entwicklung der weiblichen Potenz
Lehrt uns dass die Natur anderes will

Alles was gut tut ist gut und also richtig
Doch sollten wir um freie Lust auch
Gemeinsam zu genießen uns zuerst
Von allen Vorurteilen befreien

Es hilft den anderen Körper zu verstehen
Sich gegenseitig gut zu tun wie auch ein
Anderes funktionieren neu zu lieben auf
Das beide Befriedigung dabei finden

Von der Natur als Mann ab 50 dank der
Prostata in Schranken gewiesen steht
Es uns gut  neue Wege zu suchen sich
Gegenseitig Freude zu schenken

Die gerne tabuisierten Themen einer
Vom angeblichen Durchschnitt noch
Abweichenden Funktionen der Organe
Potenziert das Leiden daran nur

Alle können auf ihre Art genießen
Es geht nicht um Konkurrenz oder
Wettbewerb mit größter Härte die
Sich in der Länge noch übertrifft

Lust sollte ein freier Genuss sein
Was wir genießen können tut gut
Alles was uns daran hindert ist
Dagegen eher ungesund

Schöner gemeinsamer Sex der
Sich gut tut und will ist gesund
Stärkt Psyche und Immunsystem
Alles spricht dafür ihn zu genießen

Was wen warum am Genuss hindert
Zu erfassen oder zu begreifen ist eine
Endlose Suche im Dunkeln nur doch
Aufbruch zu geteilter Lust ein Glück

Vielleicht könnte eine Befreiung des
Sex darin liegen darüber zu reden
Was wem wie wann gut tut wobei das
Warum bewusst ausgespart wurde

Die Lust braucht keine Begründung
Erlaubt ist was gefällt und gut tut
Sich darüber immer neu klar werden
Ist eine sehr reizvolle Aufgabe

Es wird Zeit die Lust neu zu befreien
Von alten Rollen und Mustern sich
Dabei zu lösen um zu genießen
Was einander am Ende befriedigt

Es gibt nicht die eine Stellung oder
Den einzig richtigen Weg zum Glück
Sondern so ungezählt viele wie es
Menschen gibt die Sex haben

Sich von allen Mustern zu befreien
Um ungehemmt zu genießen was
Einander dabei gut tun kann ist die
Vielleicht schönste Perspektive

Danach erwartungslos miteinander
Voller Lust aufeinander zu suchen
Der Anfang eines befreiten Sex der
Allen dabei künftig gut tun kann

jens tuengerthal 7.5.24

Grenzlust

Grenzlust

Braucht Lust Grenzen zum
Überschreiten oder ist
Erlaubt was gefällt

jens tuengerthal 7.5.24

Liebesform

Liebesform

Braucht Liebe eine
Verbindliche Form besser
Liebt formlos länger

jens tuengerthal 7.5.24

Neunertag

Neunertag

Beethovens Neunte
Feiert runden Geburtstag
Ein Grund zur Freude

Die Ode an sie
Am Ende ein Aufbruch zur
Gleichheit der Brüder

Als Geschwister nun
In Europa vereint ist
Freiheit die Hymne

jens tuengerthal 7.5.24

Frauenolymp

Frauenolymp

"Diese Revolution wird sich erst dann vollziehen, wenn sämtliche Frauen von ihrem beklagenswerten Los durchdrungen und sich des Verlustes ihrer Rechte in dieser Gesellschaft bewußt sind."

„Das an Schönheit wie an Mut, die Beschwernisse der Mutterschaft betreffend, überlegene Geschlecht … erklärt die folgenden Rechte der Frau und Bürgerin:

Artikel 1: Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten. Die gesellschaftlichen Unterschiede können nur im allgemeinen Nutzen begründet sein. …


Artikel 4: Freiheit und Gerechtigkeit beruhen darauf, dass dem anderen abgegolten wird, was ihm zusteht. So stößt die Frau bei der Wahrnehmung ihrer natürlichen Rechte nur an die ihr von der Tyrannei des Mannes gesetzten Grenzen; diese müssen durch die von der Natur und Vernunft diktierten Gesetze neu gezogen werden. …


Artikel 6: Das Gesetz soll Ausdruck des Willens aller sein; alle Bürgerinnen und Bürger sollen persönlich oder über ihre Vertreter zu seiner Entstehung beitragen. …


Artikel 10: … Die Frau hat das Recht, das Schafott zu besteigen. Gleichermaßen muss ihr das Recht zugestanden werden, eine Rednertribüne zu besteigen. …


Artikel 13: … Zu Fron und lästigen Pflichten wird die Frau ohne Unterschied herangezogen und muss deshalb bei der Zuteilung von Stellungen und Würden, in niederen und höheren Ämtern sowie im Gewerbe berücksichtigt werden.


Artikel 16: … die Verfassung ist null und nichtig, weil an ihrer Ausarbeitung die Mehrheit der Bevölkerung … nicht mitgewirkt hat.“

„Mann, bist du überhaupt imstande, gerecht zu sein? […] Kannst du mir sagen, wer dir die unumschränkte Macht verliehen hat, die Angehörigen unseres Geschlechts zu unterdrücken? […] Schau auf den Schöpfer in seiner Weisheit, […] betrachte die Geschlechter in der Ordnung der Natur. […] Allein der Mann […] will in diesem Jahrhundert der Aufklärung und des klaren Verstandes in durch nichts mehr zu rechtfertigender Unwissenheit despotisch über ein Geschlecht herrschen, das über alle geistigen Fähigkeiten verfügt. Er nimmt für sich in Anspruch, die Revolution für sich allein zu nutzen und seine Rechte auf Gleichheit einzufordern, um nur so viel zu sagen.“

Olympe de Gouges aus Vorrede zur Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, 1791 (bearbeitet)

Frauenolymp

Am 7. Mai 1748 wurde in Montauban
Das in der Region Okzitanien liegt
Olympe de Gouges geboren die zur
Autorin und mutigen feministischen
Stimme in der französischen Revolution
Wie Verfasserin der Rechte der Frau 
Wurde was sie in der Zeit des Diktatur
Der Jakobiner unter Robespierre
Auf das Schafott brachte die sich
Schon vor der Revolution in einem
Roman von 1774 für die sexuelle
Freiheit und Selbstbestimmung wie
Die Rechte unverheirateter Mütter
Stark machte und nach 1789 sich
Für echte Freiheit und Gleichheit
Aller Menschen und Geschlechter
Einsetzte was manchen Männern
Weniger gefiel warum ihre schon
Damals berechtigten Forderungen
Noch bis in de Gegenwart brauchten
Zumindest teilweise umgesetzt
Zu werden was alle Männer die
Feige Gleichheit verhinderten
Beschämen sollte wie es für
Jeden der die Frauen liebt eine
Pflicht sein muss dafür zu stehen
Wie die große Olympe zu ehren
Wie alle Götter und Sekten auch
Weiter zu bekämpfen die sich
Dem noch entgegenstellen was
Eine Frage der Ehre ist

jens tuengerthal 7.5.2024

Morgenruhe

Morgenruhe

Ist die Nachtruhe
Wenn bis morgens gelesen
Bloß verschoben

jens tuengerthal 7.5.24

Dichterdasein

Dichterdasein

Wie ist das Dasein als Dichter
Was ich zugegeben nie plante
Eher zufällig hinein rutschte als
Ausfluss der Minne wohl eher
Denn des Jura Studiums auch
Wenn Goethe das gleiche tat
Mit ähnlicher Abneigung dabei

Eine der häufigsten Fragen ist
Kannst du davon leben was mich
Eher lächeln lässt denn ich lebe
Dafür was entscheidender ist
Mit Worten in Versen zu tanzen
Gegen eine Berufung bist du
Trotz anderer Pläne wehrlos

Spitzweg der Meister des Kitsch
Malte den Armen Poeten in seiner
Stube unter dem Schirm gegen das
Undichte Dach der ärmlich also den
Unbill des Lebens trotzt um zu tun
Was in ihm liegt in Verse zu bringen
Dagegen geht es mir sehr gut

Wenige Dichter nur lebten je von
Ihren Versen weil die Welt eher
Anderes gut bezahlt als schöne
Worte die meist echolos verhallen
Wer es kann mag sich glücklich
Darob vielleicht preisen und tut
Zugleich mir leid als Lohnschreiber

Wer etwas verkaufen will verkauft
Auch sich damit immer was zum
Zwang aller Geschäfte unter der
Herrschaft des Marktes gehört
Menschen wollen Menschen haben
Die sie als Kultur dann konsumieren
Dahingestellt für wen das je lohnt

Wie ein Dichterdasein wäre ohne
Zwang sich zu verkaufen oder das
Ziel etwas zu werden einfach nur
Der Kunst zu dienen aus Liebe klingt
Zugegeben ziemlich irreal doch ist es
Was ich alternativlos gerade tue
Weil es ist wie es ist und ich so bin

Weiß nicht ob es eine Zukunft hat
Noch ob es sich am Ende rechnet
Bin nur sicher es soll so sein
Weil ich tue was mir entspricht
Die Welt in Versen zu betrachten
Ohne davon leben zu wollen aber
Dafür gerne mich ganz zu geben

Bin ich als Aufklärer damit auch
Wider Willen eine romantische Figur
Die einem großen Gefühl folgt was
In der Intuition zur Kunst liegt oder
Mache ich das einzig vernünftige
Dem Raum zu geben was in mir ist
Ohne mich dafür zu verkaufen

Weiß nicht was richtig und wichtig
Wäre oder ist aber freue mich als
Anarch gegen allen Strom dabei
Schwimmen zu können und noch
Dabei irgendwie zu überleben weil
Es die Möglichkeit gibt die Welt als
Neben ihr stehend auch zu sehen

jens tuengerthal 6.5.24

Montag, 6. Mai 2024

Vernunftsinnlich

Vernunftsinnlich

Sind wir Menschen vernünftig
Als Wesen und gehorchen wie
Alle Natur deren Gesetzen also
Einer natürlichen Logik die in uns
Angelegt ist als biologisches Leben

Macht uns nicht viel mehr unsere
Sinnlichkeit aus die Lust und Liebe
Steuert wie auslöst darüber unser
Leben bestimmt in ganz vielem 
Als das Wichtigste uns scheint

Die Fähigkeit zu genießen ist es
Durch welche das Leben schön
Wie im Kummer schrecklich wird
Schon Epikur nannte das Streben
Nach Lust den Kern des Lebens

Folgten wir dem wäre es vernünftig
Nach Lust zu streben wie diese mit
Allen Sinnen auch auszuleben dann
Was einen Hinweis geben könnte
Wie beides zu vereinen wäre

Im sinnlichen Streben nach Lust
Das die von der Natur geschenkten
Sinne nutzt um zu genießen was ist
Könnte eine vernünftige Tätigkeit so
Liegen ein gutes Leben zu führen

Dabei zu lernen nicht jede Lust
Gleich wie schnell zu befriedigen
Um mehr genießen zu können ist
Ein Prozess der Vernunft erfordert
Um die sinnliche Freude zu mehren

Auch Kant der strenge Logiker mit
Seiner vernünftigen Moral welche
Den Geist der Aufklärung prägte
Lobte die Sinnlichkeit als Quelle
Im Ergebnis vernünftiger Urteile

So können wir beides zugleich
Wie damit lustvoll auch gut sein
Im Streben nach einer Balance
Zwischen Vernunft und Sinnen
Die Teil unserer Natur sind

Weniger eines gegen das andere
Ausspielen und besiegen wollen
Sondern in Harmonie beide für
Ein lustvoll gutes Leben nutzen
Vereinte Aufklärung und Romantik

Die Überwindung der Gegensätze
Welche das deutsche Wesen in der
Geschichte so vielfältig prägten könnte
Zu einem vernünftigen Ergebnis führen
Mit dem sich alle dann wohler fühlten

Gutes tun und es genießen weil es
Der eigenen Natur entspricht der
Sinnlichen Lust zu folgen wie wo es
Mit Vernunft geschieht noch schöner
Werden kann im dann Gleichgewicht

jens tuengerthal 6.5.24

Lustlehren 048

Lustlehren 048

Manchmal frage ich mich ob das
Streben so vieler Menschen nach
Hobbys oder Sport nicht nur eine
Form des Ersatz für die Lust ist
Nach der unsere Natur strebt

Menschen setzen sich Gefahren
Wie Unbequemlichkeiten aus um
Einige Kilokalorien zu verbrennen
Quälen sich dabei statt lustvoll
Miteinander Leben zu genießen

Nachweislich verbrennt beim Sex
Jeder Höhepunkt mehr als aller
Sport leisten kann dazu stärkt er
Das Immunsystem und tut der
Psyche besser als alle Drogen

Sex ist der gesündeste Sport
Der uns so vielfältig gut tun kann
Es wäre dumm darauf zu verzichten
Dazu eröffnet uns die Nähe dabei
Spannendere Welten als jede Reise

Bin dankbar so wunderbaren Frauen
Im Leben begegnet zu sein wie von
Und mit ihnen neues gelernt zu haben
Wunderbaren Sex zu genießen wie
Kraft aus der Nähe zu schöpfen

Wüsste nicht welches Hobby außer
Bücher meiner Berufung je an diese
Erfahrungen an Vielfalt heranreichen
Welcher Sport solches Glück schenkte
Wie schöner es Sex nach der Natur tut

War jahrelang Leistungsschwimmer
Bin getaucht und habe mich kurz mit
Bällen in Vereinen versucht all dies war
Eine aufreibend frustrierende Erfahrung
Ganz anders beim glücklichen Sex

Warum suchen wir so viel Ablenkung
Statt uns auf das schönste mit aller
Lust und Freude zu konzentrieren wo
Dieses noch dazu gesund ist wie gut tut
Mehr Sex als Sport täte alle gut

Vor allem hätte Sex als Sport den ganz
Großen Vorteil dass der Leistungsgedanke
Wie die ewige Konkurrenz wegfiele weil es
Dabei um gemeinsamen Genuss geht wir
Nur zusammen Lust gewinnen können

So hätte eine befreite Sexualisierung
Die Lust als Teil der Gesundheit lebte
Welche gut tut und stärkt den Vorteil
Den moralischen Ballast abzuwerfen
Welcher es vielen so schwer macht

Harmonischer schöner Sex entspannt
Besser als jede Meditation tut unserem
Körper ohne Verletzungsgefahr besser
Als aller Sport in teuren Studios und ist
In der Natur frei und umsonst zu haben

Wagen wir endlich mehr Sex statt des
Ewigen Anstatt zur Ablenkung von den
Natürlichen Bedürfnissen nach Nähe
Wie Befriedigung um einander so wie
Dabei lustvoll zärtlich gut zu tun

Sex ist so vielfältig wie die Menschen
Dies als gesündestes Hobby zu fördern
Stärkte auch die Volksgesundheit wie es
Der Psyche in Krisenzeiten so gut täte
Worauf warten wir noch genießen wir

jens tuengerthal 6.5.24

Leserruhe

Leserruhe

Nach einem Wein mal wieder
Am Platz bin ich glücklich nun
In die Ruhe meiner kleinen
Bibliothek zurückgekehrt wie
Dankbar für tiefe Stille hier
Umgeben von Büchern die
Höchstens beim Umblättern
Einen Hauch von einem Ton
Von sich geben genieße ich
Den Ort neben dem Leben
An dem ich als ,Leser von
Mehr ruhigen Momenten lebe
Während das Feuerwerk der
Worte nur im Geiste leuchtet
Ohne Knallen bleibt auch wenn
Manche Lektüre ein Knaller ist
Bleibt ihre Eroberung ganz still
Macht die Erkundung der Welt
Lesend keinerlei Lärm je nicht
Wie Flugzeuge Züge Autos
Kann unbeweglich erleben
Schöpft Welten aus der Ruhe
Die Zeit und Raum überspringt
Ein eigenes Universum zu schaffen
In den Köpfen der Leser wohin
Die Lektüre uns dabei auch immer
Treiben mag dringt sie tiefer in mich
Als alle Orte irgendwo je kommen
Wie schön würde die Welt denke ich
Zögen sich mehr zum Lesen zurück
Um so in aller Ruhe zu leben

jens tuengerthal 5.5.24

Naturlust

Naturlust

Natur ist lustvoll
Ohne jede Lust in sich
Immer erregend

jens tuengerthal 6.5.24