Samstag, 4. März 2023

Klimakiller

Klimakiller

Kommende Generationen werden uns
Daran messen wie wir es schafften die
Zerstörung des Paradieses Erde noch
Aufzuhalten alle die dies verhinderten
Werden als Klimakiller in die Geschichte
Der Menschheit eingehen was dann
Im Ergebnis den großen Mördern wie
Hitler Stalin oder Mao gleicht die nur
In Terrorregimen verehrt noch werden
Deutschland war auf einem guten Weg
Auch Europa hat es endlich begriffen
Will Verbrennungsmotoren abschaffen
Aber dann stellt sich eine Gruppe quer
Auch als Fast Drei Prozent Partei im
Land bekannt und betreibt mal wieder
Klientelpolitik ohne Perspektive die
Weiter auf Verbrennungsmotoren setzt
Lieber Autobahnen als die Bahn weiter
Ausbaut deren Pläne in ungewisse Zeit
Verschoben werden unter einem völlig
Verantwortungslosen Minister der seiner
Aufgabe den Verkehr im Lichte des
Realen Klimawandels neu zu planen
Offensichtlich nicht nachkommt
Vielleicht ist es beruhigend damit die
Kleine Randgruppe gefunden zu haben
Die Schuld am fehlenden Fortschritt ist
Besser noch wäre es wenn derjenige
Der die Verantwortung für den Kurs
Seiner Bundesregierung trägt endlich
Verantwortung übernimmt und jene
Vermeintlich Liberalen deutlich in die
Nötigen Schranken weist wie ihre
Arbeitsverweigerung beim Klima als
Solche benennt und bestraft denn
Die Porscheliebe des Vorsitzenden
Wie seine Vergangenheit als Raser
Berechtigt nicht eine Randgruppe
Die Klimaziele der Republik neu
Zu ordnen wie Europa zu schaden
Wie die Mehrheit zu gefährden
Sie sollen ihren Teil der Verwaltung
Verantwortlich leiten aber nicht die
Deutsche Klimapolitik verhunzen
Hier muss der Kanzler endlich die
Nötige Führung zeigen wie die FDP
In klare Schranken weisen oder die
Koalition mit ihr beenden wenn er
Nicht als Klimakiller in die Geschichte
Eingehen will als kurzer Nachfolger
Von Merkel der dann mehr schadete
Als Gutes zu Wege brachte warum
Zu hoffen bleibt dass ihm auch sein
Bild in der Geschichte wichtiger ist
Als der Burgfrieden in der Koalition
Wo sich Verlierer pubertär aufspielen
Als bestimmten sie die Leitlinien der
Deutschen Politik in der es in Zukunft
Entscheidend auf das Klima ankommt
Diese FDP braucht keiner mehr

jens tuengerthal 3.3.23

Freitag, 3. März 2023

Lustzweck

Lustzweck

Welchen Zweck verfolgt der Sex
Ging es ursprünglich noch um
Fortpflanzung und was wenn das
Keine Frage mehr ist wie bei mir
Mit den meisten Damen heute
Weil es der Natur entspricht
Wir nur noch genießen wollen
Darum nichts mehr müssen
Wie die Natur uns offenbart
Dass Damen ab der Mitte
Ihres Lebens potenter werden
Im Gegensatz zu uns Männern
An deren Ego es nagt als ob
Frauen ihre Steifheit bräuchten
Tiefe Befriedigung zu finden
Welch chauvinistische Illusion
Die nur Inkompetenz offenbart
Auch wenn es nett sein kann
Der evolutionäre Zweck ist also
Wenn überhaupt nur männlich
Hat mit der Lust nichts zu tun
Nie habe ich Sex so genossen
Wie jetzt völlig zweckfrei wie
Ohne alle sonstigen Sorgen
Als Genuss an und für sich
Was gegen die Evolution als
Zweck der Lust spricht auch
Liebe ich Formen der Lust die
Nie diesem Zweck dienen sollen
Etwa als Perlentaucher ihrer Lust
Was zeigt die Lust ist wie die
Liebe sich selbst genug
Wo sie befriedigt wunderbar
Wenn nicht auch ein Genuss
Sich daran immer und überall
Freuen zu können tut allen gut

jens tuengerthal 3.3.23

Liebessinn

Liebessinn

Was ist der Sinn der Liebe
Gibt es überhaupt einen
Oder viel eher ganz viele
Wie es auch Menschen gibt
Verhält es sich damit wie
Mit dem Leben was seiner
Natur nach sinnlos ist weil
Es sonst ohne nicht wäre
Manche meinen noch der
Zweck der Liebe stamme
Aus der Evolution weil sie
Der Fortpflanzung diene
Vielleicht sind das dann die
Gleichen die Liebemachen
Statt Sex sagen was sich
Dann überall auch so anfühlt
Wie es sich ausgesprochen
Für den Zuhörer anhört
Weiß da nichts genaueres
Habe nur mal davon gehört
Wie es auf schwäbisch klingt
Bin aber weniger mancher
Liebe braucht keinen Zweck
Sie ist ein Glück an sich
Manchmal auch ein Unglück
Der Himmel oder die Hölle
Älter als die Erfindung beider
Vielleicht der Grund dafür
Kann alles und ist wenn weg
Wie nie dagewesen also
Alles oder Nichts wie meist
Irgendwie mau dazwischen
Aber dabei völlig sinnlos
Gut wenn sie uns gut tut
Schreibt traurige Gedichte
Wo mal wieder nichts ist
Dann also sogar nützlich

jens tuengerthal 3.3.23

Literabsurd

Literabsurd

Darf Literatur auch absurd sein
Frage ich heute nicht ernsthaft
Hundert Jahre nach Dada aber
Erinnere mich gerne daran um
Eigene Zwänge zu überwinden
Denn Literatur darf alles wenn
Sie nur gut ist oder auch mal
Schlecht sein für die Massen
Wo sie zum mitlachen einlädt
War es jedenfalls ein Vergnügen
Was genügt lustvoll zu lesen
Oder es bloß geil zu finden
Gelegentlich mal zu lächeln
Den Geist zu bewegen und so
Darf Literatur nicht nur absurd
Sein sie soll es sogar wenn es
Die Freude an ihr vermehrt so
Wie Menschen sich meist auch
Mit Lust und Freude vermehren
Ohne dabei ans mehr zu denken
Was besser ist als es zu wollen
Noch besser ist es nur die Lust
Daran zu genießen ohne sich
Gleich vermehren zu wollen
Weil wir ohnehin genug sind
So ähnlich ist es mit Literatur
Die wie guter Sex befriedigt
Oder zum Höhepunkt führt
Nur ohne jede Sorge vor
Krankheiten oder sonst noch
Langen Folgen der Lust die
Mancher schon bereute
Während für gute Literatur
Keiner je mehr bezahlt als
Um es zu haben was zeigt
So absurd die Literatur ist
Ihr Vergnügen ist sicherer
Als es Sex je sein kann

jens tuengerthal 3.3.23

Hirnverbrannt

Hirnverbrannt

Die FDP setzt weiterhin auf den
Verbrennungsmotor der völlig
Uneffektiv wie vorgestrig ist
Hat das Läuten der Klimaglocke
Scheinbar noch nicht gehört
Versteht von Technik wenig
Aber hat einen Vorsitzenden
Der gerne Rennfahrer wäre
So Hirnverbrannt ist auch der
Nun Versuch Europa zu erpressen
Es fragt sich wer diese FDP
Braucht außer Porschefahrern
Klingt wieder nach Möwenpick
Was zum Titel auch passt

jens tuengerthal 3.3.23

Mittefeier

Mittefeier

In Zeiten der Krisen oder Kriege
Ist es wichtig die Mitte zu feiern
Um ein Umfallen zu verhindern
Weil uns die Extremisten sonst
Nach links oder rechts ziehen
Merkel war dafür lange ideal
Nun haben wir Olaf Scholz
Wohin immer er sich bewegt
Lässt er sich nicht drängen
Lieber aussitzen als hetzen
Was zumindest Stabilität gibt
So wenig es auch bewegt
Ist alles was die Mitte hält
Gerade gut und besser
Warum die große Koalition
In Berlin besser ist als die
Doppelrote Ampel mit Extremisten
Politik ist Leitung der Verwaltung
Das soll zuverlässig funktionieren
Braucht keine Ideale und Visionen
Stabilität und Zuverlässigkeit sind
Wichtiger als radikale Änderungen
Feiern wir nun lieber die Mitte um
Krisen und Kriege zu überstehen
Im übrigen sollen sie ihre Arbeit
Pflichtbewusst erledigen dann
War was sie taten gut so statt
Uns umerziehen zu wollen
Oder die Zukunft zu planen
Wäre es gerade genug die
Anstehenden Aufgaben auch
Ordnungsgemäß zu bewältigen
Regierungen sind die gewählte
Leitung der Verwaltung nur
Langweilige Beamtenjobs
Wer kreativ sein will soll sich
In der Kunst probieren damit
Die Mitte stabil stehen kann
Kunst kommt ins Museum
Verwaltung in den Bundestag
Der in der Mitte stabil steht
Um die Zukunft zu sichern

jens tuengerthal 2.3.23

Donnerstag, 2. März 2023

Ungleichheit

Ungleichheit

In nichts gleicht sich die Welt mehr
Als in ihrer Ungleichheit schreibt
Michel de Montaigne am Ende des
Essays über die Ähnlichkeit der
Kinder mit ihren Vätern was zu einer
Großen Abrechnung mit den Ärzten
Wie dem Geist der Quacksalberei
Wurde der seine Zeit beherrschte wie
Einer auch Klage über sein eigenes
Leid an den Nierensteinen die sein
Leben schnell beenden könnten an
Denen auch schon sein Vater litt doch
Ist sein Abschluss nach allen vorher
Versuchen die Absurdität der Medizin
Wie ihrer Suche nach Erkenntnis zu
Belegen wieder versöhnlich tolerant
Um keinen zu kränken der etwa auf
Die Hilfe der Ärzte vertraut oder sich
Heil von seinem Leiden verspricht da
Die Ansichten dazu so widersprüchlich
Sind wie die Erfolge zweifelhaft möge
Jeder doch tun was ihm gut tue denn
In nichts sei die Natur so verschieden
Wie in den Vorstellungen was gut tue
Auch er behält sich dabei vor wenn
Die Krankheit ihn plage noch das
Gegenteil vom gerade gesagten zu tun
So er sich davon Heilung verspricht
Oder es zumindest gerade gut tut
Denke an die polarisierten Diskussionen
Zur Zeit der Corona-Krise während der
Eine Mehrheit dem Kurs der Regierung
Gläubig folgte während eine Minderheit
Sich immer weiter gegen alles was die
Staatlichen Organe unternahmen um
Der Krise Herr zu werden radikalisierte
Gehörte damals zu den Folgsamen die
Den Widerstand als rücksichtslos gegen
Gefährdete Menschen ansah was mir
Vernünftig und richtig damals schien
Ein Gebot sozialer Partnerschaft war
Wenn auch in den Wirkungen asozial
Sehe es heute wesentlich entspannter
Nachdem ich es selbst zweimal gut
Überlebte wenn auch mit Folgen die
Wie der Geschmachsverlust schon
Das Leben beeinträchtigten aber kein
Drama waren als es wieder aufhörte
Zumal die Ursachen immer noch eher
Unklar und wie alles komplex sind
Manche Freundschaften oder sogar
Familien zerbrachen an der Sicht auf
Den richtigen Umgang mit Corona
Was schlimmer als der Tod sein kann
Diese müssen mit dem Streit leben
Jene sind einfach nicht mehr und
Epidemien gehören zur Menschheit
Hier auf den einen Weg zu vertrauen
Solange wir noch nicht wissen was ist
Könnte naiv gefährlich auch sein aber
Eine zeitweise Einschränkung um so
Vielleicht Leben zu retten finde ich
Noch immer einen richtigen Weg ob
Dafür die Freiheit beschränkt werden
Also alle gegängelt werden müssen
Könnte immer fraglicher sein aber ich
Denke auch lächelnd an die Dates
Mit mehr oder weniger Abstand auf
Parkbänken zum Wein oder den hier
Amüsanten Straßenverkauf am Platz
Der an Weihnachtsmärkte erinnerte
Nun sind alle Pflichten gefallen ohne
Absolute Sicherheit zu haben auch
Wenn die neuesten Aussagen des
Amerikanischen Geheimdienstes zum
Ursprung des Virus im Labor wenig
Gutes ob des Risikos ahnen lassen
Der Vorsicht eine Berechtigung gäbe
Die Gefahr biologischer Waffen zeigt
Wenn die Aussagen von Diensten je
Als zuverlässig gelten können nicht
Eher dem psychologischen Krieg
Gegen die chinesische Diktatur als
Munition dienen sollten zeigt sich im
Nun entspannteren Umgang der einer
Der wenigen Verdienste der FDP ist
Wie ungleich sogar das Gleiche nach
Ablauf einiger Zeit behandelt wird
Welche Hysterie uns alle ergriff
In die eine oder andere Richtung
Was dafür spricht künftig mit mehr
Gelassenheit auch auf die Freiheit
Zu achten statt sich nur zu fügen
Wie Toleranz im Umgang zu üben
Ob wir noch zu meinen Lebzeiten
Erfahren woher der Virus kam oder
Es Gegenstand eines Krieges wird
Dessen Gründe meist noch länger
Im Dunkeln liegen bleiben um nie
Die Lächerlichkeit der Gründe zu
Offenbaren bleibt dabei unklar
Sicher aber ist mehr Toleranz wie
Akzeptanz der Ungleichheit täte
Allen Beteiligten gut damit keiner
Triumphierender Sieger sein will
Sondern bei Krankheiten sehen
Der Umgang mit ihnen ist stets so
Verschieden wie die Menschheit
Woraus wir für die Zukunft lernen
Könnten lieber uns zu vertrauen
Statt Meinungen nur zu folgen die
Sich auch wieder ändern können
Wie auch meine Sicht auf alle
Maßnahmen heute sich ändert
Nicht weil ich viel mehr wüsste
Auch nicht weil ich überlebt habe
Ohne daran dabei je zu zweifeln
Was mir bei mancher Grippe schon
Eher zweifelhaft früher erschien
Auch die Liebe wurde mir mehr als
Einmal lebensgefährlicher als der
Nun irgendwie normale Virus war
Sondern weil die Ungleichheit der
Betrachtungen den Weg relativiert
Zur Toleranz gemahnt um wieder
Besser miteinander zu leben statt
Die Konfrontation zu suchen sich
In Ungleichheit der Natur lieber zu
Akzeptieren weil kein Weg wahr ist
Aber nichts so sicher ist wie die
Ungleiche Betrachtung dessen

jens tuengerthal 2.3.23

Mittwoch, 1. März 2023

Lustgarantie

Lustgarantie

Gibt es eine Lustgarantie
Was wenn es ganz öde wird
Wo bekomme ich dann meine
Vorher investieren Gefühle wieder
Ist die Hoffnung auf Sicherheit
Beim lustvollen Sex schon die
Garantie für dessen Scheitern
Überlege ich und weiß bei wem
Es eher immer gut ist wo der
Stress irgendwo garantiert
Kommt vor den Teilnehmern
Zumindest meistens warum
Diese Fälle entbehrlich sind
Wie all jene die viel mehr
Stress als Lust bedeuten
Was halt so in Beziehungen
Der normale Wahnsinn ist
Als von Erwartungen wie
Ihrer sicheren Enttäuschung
Genährte Formen des Frust
Den sich viele Menschen sogar
Freiwillig antun wie für ein großes
Glück dabei noch halten wenn
Liebe mit Lust verbunden wird
Als ginge es nur zusammen ist
Zu viel Gefühl beim Sex noch
Die sicherste Garantie für Stress
Wie vorprogrammierte Enttäuschung
Allerdings ist kein Gefühl dabei der
Größte Fehler weil dann eben fehlt
Was erst einfühlsam uns macht
Der Gymnastik ein Niveau gibt
Uns schlichtere Männer die stets
Unfassbare Komplexität der Frau
Irgendwie wo nicht verstehen so
Doch zumindest ahnen lässt was
Im Fettnäpfchenslalom sehr hilft
So kenne ich keine Garantie für
Gute Lust aber ahne was verhindert
Dass es völlig in die Hose geht
Zumindest im übertragenen Sinne
Vielleicht lohnt es sich manchmal
Daran zu denken solange wir noch
Dazu fähig sind dabei und so gilt
Für den Sex wie im übrigen Leben
Erwartungslose Gelassenheit erfüllt
Viel häufiger mit Befriedigung uns

jens tuengerthal 1.3.23

Liebesversicherung

Liebesversicherung

Wo kann ich meine Liebe versichern
Damit sie nicht wieder verlorengeht
Wie die 666 noch davor denk ich
Aber weiß doch eigentlich genau
Versicherungen die taugen nichts
Die Kosten nur immer mehr um
Sich zu drücken wenn es dann
Um wirklich was mal geht wie
Jeder aus Erfahrung berichten kann
Außer wir betrügen mit Freunden
Die Haftpflicht um unsere Dummheit
Mit zerschmissenem Porzellan noch
Irgendwie wieder gut zu machen
Mit relativ schlechtem Gewissen
Aber für die Liebe was am meisten
Vorkommt wie weh tut da gibt es
Keine Versicherung mehr nur so
Ersatzstoffe die den Schmerz wie
Das was fehlt noch größer machen
Also wäre das wohl eine Marktlücke
Denk ich und steig ganz groß ein
Als Versicherer für verlorene Herzen
Dafür zahlen sicher alle gerne doch
Will keiner auf Gefühle setzen die
Solange da wertlos noch scheinen
Wo verloren nichts mehr sind bis
Wir am Ende ohne alles dastehen
Dumm ist nur keiner ist zufrieden
Weil nie ein Ersatz die Erwartung
Auch nur angehend erfüllt vielmehr
Stirbt jede Liebe im Schatten der
Erwartung nur ganz schnell darum
Biete ich keine Versicherung mehr
Tröste lieber die Witwen von Hand
Beschäftigt auch genug aber braucht
Keine Schadensbegrenzung mehr
Schenkt gelegentlich auch Lust
So ganz sine pecunia

jens tuengerthal 1.3.23

Immobilitätswunder

Immobilitätswunder

Weniger ist bei der Mobilität
Noch viel mehr als sonst im
Gerne überschätzten Design
Möge sich wer es so mag mit
Eiche rustikal einrichten oder
Ohne alles außer Matratzen
Vor unverputzten Wänden die
Göttin der Kühle noch anbeten
Kannte auch mal solche einzig
Das Echo der Schreie der Lust
Von kahlen Wänden ist seltsam
Viel wichtiger als die Frage nach
Der Einrichtung ist die nach
Unserer inneren Ausrichtung
Zum Klimakiller Mobilität die
Ein peinliches Tabu werden muss
Für Asoziale von vorgestern die
Zeichen der Zeit nicht verstehen
Das Wunder was uns rettet vor
Dem drohenden Weltuntergang
Ist Immobilität die uns lieber
Verharren lässt wo wir sind
Zufrieden mit dem was ist
Lieber vor Ort mehr genießen
Statt irgendwohin zu müssen
Weniger erzeugen und zeugen
Mehr Luxus statt noch Kinder
Auf das allerbeste konzentriert
Lust wie Leben mehr genießen
Weniger arbeiten mehr Freiheit
Weil wir im Paradies alle leben
Wo wir zu genießen lernen wie
Gut alles eingerichtet schon ist
Müssen wir nirgendwo mehr hin
Verwalten gemächlich was wir
An gutem schon haben um so
Wie im Auenland zufrieden
Ein Dasein in gemütlichen Höhlen
Ohne alle Mobilität zu genießen
Nicht Mobilität ist dann gefragt
Also wie schnell ist dein Wagen
Sondern Immobilität die fragt wie
Gemütlich ist deine Höhle wie
Aus welchen Büchern liest du vor
Daran gemessen bin ich reich
Schaue ich auf das Ergebnis
Lag ich die letzten Jahre richtig
Die Frauen kommen zu lassen
Um die Bücherhöhle zu genießen
Sie wussten es zu schätzen stets
Immobilität lohnt sich mehr als
Der irre Drang zu reisen der
Dabei nur zerstört was er gerne
Unbedingt noch sehen muss
Von mobilen Sammlern und Jägern
Wurden wir kulturell zu Bauern
Die am Feld sesshaft waren
Dann reiste eine Generation von
Adel und Humanisten nach Italien
Der tumbe Massen folgten die
Was besonders war alltäglich machten
Die Zerstörung nahm ihren Lauf
Wer heute der Zeit voraus ist
Reist nirgendwo mehr hin
Genießt entspannt von zuhause
Wie ich in der Bücherhöhle weil
Das Immobilitätswunder uns von
Der Qual wo gewesen zu sein
Endgültig für alle Zeit befreit
Als nachhaltige Humanisten einer
Künftig besseren Welt ganz ohne
Zwang und Touristen voller Genuss
In heimischen Höhlen endlich

jens tuengerthal 1.3.23

Koalitionswege

Koalitionswege

In Berlin will die große Verliererin
Mit dem Gewinner der Wahl koalieren
Verlässt damit endlich das unsägliche
Bündnis mit den Erben der SED
Lässt sich nicht von Grünen bei
Nahezu Gleichstand erpressen
Sondern wendet sich dem Sieger zu
Um vielleicht aus Fehlern zu lernen
Statt die Demokratie zu gefährden
Damit holt Franziska Giffey die
Alte Tante SPD noch im Scheitern
Zurück auf den Kurs der Mitte
Wie weg vom Populismus der
Linken Flügel ihrer Partei was
Berlin so gut täte fraglich nur
Ob ihre Partei das versteht
Das Bündnis in Thüringen
Besser scheitern ließe weil
Kein Erbe der SED je wieder
In diesem Land regieren darf
Sowenig wie die AfD je eine
Aussicht auf Macht haben darf
Demokratie existiert nur in der
Mitte mit Mehrheit auf Dauer
Wer dem Rand Macht gibt
Verrät demokratische Werte
Es braucht weniger Politik sie
Soll uns nur dezent verwalten
Statt große Shows zu machen
Die Grünen scheiterten in der
Friedrichstraße wie der fehlenden
Sympathie für ihre Kandidatin
Haben es nie begriffen
Die SPD wird links verlieren
Aber wenn die Abgrenzung
Gegenüber den Populisten
Der sogenannten Linken
Klar und deutlich genug wird
Weil sie für Macht nicht alles
Tun was rechnerisch möglich
Gewinnt bessere Politik
Auf lange Sicht viel mehr
Da muss jeder zeigen was
Wer in Zukunft zu bieten hat
Die SPD Pankow etwa die
Ohne Not einen Linken wählte
Muss wohl noch nachsitzen im
Seminar für Demokratie in dem
Franziska zeigte was Vernunft
Für die Mitte heute gebietet
Sie klebt nicht an Sesseln
Oder verbiegt sich für die Macht
Bleibt sich in der Haltung treu
Will kein Bündnis mit Populisten
Bei denen alle nur verlieren
Außer den verlogenen Schreihälsen
Ob die Partei ihrer Chefin nun folgt
Könnte noch ungewiss sein auch
Wenn sie nur gern revolutionär tut
Sie wird natürlich laut schreien
Entscheidet wohin Berlin geht
Das seit der Katastrophe unter
Wowereit im Chaos versank
Da zeigt Franziska Giffey Verantwortung
Wie Kompetenz und Erfahrung statt
Üblicher Ideologie und zeigt wie sie
Talent für höhere Ämter auch hat

jens tuengerthal 1.3.23

Dienstag, 28. Februar 2023

Lustideal

Lustideal

Was wäre der perfekte Sex
Hatte ich ihn schon oder ist
Jede Neue die Chance dazu
Um Erwartungen zu wecken
Die danach nie eine erfüllte
Aber bis dahin mir so scheint
Überlege ich und denke es gibt
Nicht den perfekten Sex wo
Alles wird wie einst erträumt
Aber erwartungslos kann jedes
Mal alle zuvor noch übertreffen
Was eigentlich Unsinn doch ist
Wie außer aller Konkurrenz sein
Was für mich viel wichtiger ist
Einst fragte mich eine junge Liebste
Ob sie auch wirklich die Beste sei
Keine sie je übertroffen hätte worauf
Dies natürlich versichert wurde auch
Wenn ich mehrfach noch versuchte
Von unvergleichlich zu reden gab ich
Dies angesichts folgender Dramen
Wie sie nur die ganz jungen Damen
Bis zur Perfektion beherrschen lieber
Auf um es inzwischen völlig frei von
Jeder Pflicht zum Vergleich mit um
So größerer Überzeugung zu leben
Jede für sich auf ihre Art zu genießen
Weil sie alle eben einmalig sind ist ein
Ideal was beiden dabei gut tut wie
Am Ende ein Genuss für alle war
Was mir als Ideal genügt um so
Mit dem glücklich zu sein was ist

jens tuengerthal 28.2.23

Liebesbilder

Liebesbilder

Was ist das Bild in meinem Kopf
An das ich zuerst denke wenn ich
Über Liebe nachdenke überlege ich
Ist es die hingebungsvolle Lust die
Sich grenzenlos einander schenkt
Sind es die geteilten Nächte die
Eng aneinander gekuschelt dann
Miteinander träumend geteilt uns
Glücklich erholt erwachen lassen
Sind es die Alten die sich noch
Im hohen Alter selig lieben um
Hand in Hand zu schlendern wie
Verliebte es am Anfang nur tun
Bis sie zu erwachsen dafür sind
Zumindest lieber so tun wollen
Oder ist es die große Angst
Vor der Einsamkeit die ein zu
Schönes Bild in uns malt obwohl
Der Schmerz zur Liebe gehört
Sicher irgendwann zu erwarten ist
Wo wir sie ausschließlich wollen
Wie ganz für uns statt nur relativ
Mit Vorsicht immer betrachten
Lieber die Momente genießen
Statt von Ewigkeit zu träumen
Dem Gradmesser des Schmerzes
Beim sicheren Abschied nur
Weiß es nicht zu benennen wie
Eins vom anderen zu trennen
Alles ist Teil der Liebe auch
Warum das romantische Bild
Allein so wenig taugt wie die
Kritik am verlorenen Verstand
Ohne den keine Liebe bleibt

jens tuengerthal 28.2.23

Bücherweise

Bücherweise

Lese mich bücherweise durch die
Stapel die mich umgeben wie was
Fein einsortiert um mich steht als
Teil der Sammlung die ich liebe
Tue es ohne jede Eile genüsslich
Auch wenn das Leben natürlich
Begrenzt ist wie alles Sein ist es
Eine Freude in Ruhe zu genießen
Was ist statt nur zu erledigen was
Vor mir liegt als gäbe es dabei
Etwas zu gewinnen schneller zu sein
Im Gegenteil finde ich mehr Lesezeit
An Büchern die ich liebe viel schöner
So rauben die Bücher mir keine Zeit
Sondern schenken dafür Lesezeit
Was könnte schöner sein denke ich
So gesehen sind Bücher sehr weise
Worüber ich eigentlich schreiben wollte
Als sich dies Gedicht alleine schrieb
Aber vielleicht so noch besser wurde
Schon der Umgang ist ein Geschenk
Der auch in Gelassenheit weiter übt
Nichts erledigen zu wollen um ans
Ende zu kommen sondern sich die
Zeit für alles zu nehmen die passt
Sie schenken mir was sie nehmen
Geben in der Hingebung an sie was
Beide am Ende dann befriedigt so
Gesehen sind sie so gut wie Sex
Nur manchmal noch vernünftiger
Vor allem haben wir länger davon

jens tuengerthal 28.2.23

Abschlachten

Abschlachten

Das große Abschlachten geht weiter
In der Ukraine wie auf allen anderen
Schlachtfeldern und Schlachthöfen
Wobei wir auf ersteren Menschen
Noch unmenschlicher behandeln als
Tiere es in Europa je dürfen was
Viel über die Größe der Kultur wie
Weniger über die Esskultur verrät
Natürlich sollen die Toten Soldaten
Nicht mit Tieren verglichen werden
Doch gleichen sie sich darin nicht
Mehr zu sein und es fragt sich ob
Wir nicht über das Abschlachten
Mehr und kritischer nachdenken
Sollten es künftig zu tabuisieren
Die Illusion Tiere hätten kein
Bewusstsein war ein Märchen
Von dem was bleibt an Grund
Ähnelt manches im Wortlaut den
Argumenten der Sklavenhändler
Für die wir uns heute schämen
Dem vorzubeugen könnte noch
Besser sein als ein weiter so und
Das wo ich so gerne Fleisch esse
Fällt mir die Rechtfertigung dafür
Zunehmend schwerer

jens tuengerthal 28.2.23

Vernunftssieg

Vernunftssieg

Der Aufklärer in mir freut sich immer
Wenn die Vernunft über Vorurteile wie
Unmenschliche Machtpolitik siegt 
Wie litt der überzeugte Europäer noch
Am unsinnigen Austritt Englands der
Mit populistischer Propaganda nun dem
Benachbarten Königreich viel mehr Ärger
Brachte als je Gewinn umso schöner ist
Die nun Einigung zu Nordirland die das
Umstrittene und lange umkämpfte Land
Was die Briten noch in Nordirland haben
In alter kolonialer Tradition für mich eine
Große Freude ist die König Charles an
Dessen Schloss Windsor sie endlich
Beschlossen sehr gut steht vielleicht
Der Anfang einer Rückkehr wenn
Auch der letzte Brite begriffen hat
Es lohnt nicht alleine zu sein wenn
Alle Nachbarn eng verbunden sind
Ein guter Schritt des neuen Premiers
Der hoffentliche eine Mehrheit findet
Ohne neue Provokationen weniger
Populisten die keine Perspektive die
Für das Land irgend lohnte haben
Dann könnte der Sieg der Vernunft
Einer für Europa mit Inseln werden

jens tuengerthal 28.2.23