Mittwoch, 22. Februar 2023

Drahtseilfrieden

Drahtseilfrieden

Auf dem Drahtseil ist es schwer
Frieden zu schließen weil es für
Jeden nur in eine Richtung geht
Nebeneinander wie Kompromisse
Nahezu unmöglich sind dennoch
Benehmen sich alle gerne so
Als ob sie darauf ständen bis es
Zum Zusammenprall dann kommt
Bei dem eine Seite fallen muss
Um aneinander vorbei zu kommen
In dieser Position Frieden schließen
Wird nahezu unmöglich gemacht
Warum Putin nun alles riskiert
Weiß wie schwach seine Armee ist
Spielt er quasi russisches Roulette
Bis Biden ihm deutlich entgegnet
Bleibt die Drohung mit Atomwaffen
Ein Irrsinn für normale Menschen
Alleine auf dem Drahtseil nur
Konsequent wie alternativlos
Vielleicht sollten wir dies besser
Bedenken bevor wir meinen
Zu wissen was hilft denn wer
Oben steht darf nie schwanken
Muss bereit sein alles zu riskieren
Das Leben für die Freiheit

jens tuengerthal 22.2.23

Zensuriert

Zensuriert

Zensuren gab es in der Schule
Dagegen ist die Zensur verboten
Es herrscht hier Pressefreiheit
Außer für Nacktheit Sex Gewalt
Wie alles wovor wir schützen wollen
Auch russische Propaganda wird so
Zensiert wie es dort auch geschieht
Jede Zensur verdient die Zensur
Mangelhaft oder ungenügend
Weil sie Freiheit beschränkt
Warum wir Sex noch zensieren
Erschließt sich keiner Vernunft
Außer aus christlichen Dogmen
Die rechtlich irrelevant sein sollten
Weil Aberglaube keine Basis im
Rechtsstaat mehr bilden darf
Soziale Netzwerke zensieren nach
Dem beschränkt puritanischen Geist
Ausgewanderter christlicher Sekten
Welche die Moral der Vereinigten Staaten
Bis heute mit Verlogenheit dominieren
Alle Zensur offenbart geistige Unfreiheit
Welcher Staat lässt völlige Freiheit zu
Braucht es Schutz vor Propaganda noch
Wird wer Unfreiheit wählt jemals frei
Fragt sich wer seinen Kant kennt nicht
Alle autoritäre Moral ist sittlich wertlos
Verantwortung erzeugt nur dass Gewissen
Wie der kategorische Imperativ als
Maßstab des Guten alles übrige wie
Peinlich moralische Zensur auch in
Kinderbüchern politischer Korrektheit
Wäre sittlich völlig wertloser Ausdruck
Des Geltungsbedürfnisses einer sich
Für moralisch besser haltenden Schicht
Die beurteilt was gesagt werden darf
Solange aber die Erkenntnis was gut
Wie niemanden diskriminierend klingt
Nicht vom einzelnen ausgeht wird jede
Korrektur zur moralischen Zensur die
Den anderen ihre Unmündigkeit offenbart
Ungern lasse ich andere über meine
Sittliche Verantwortung entscheiden
Möchte zugleich niemanden nach
Seiner Art oder Herkunft diskriminieren
Wo ein Wort von einigen als eine
Beleidigung empfunden wird werde ich
Es künftig kategorisch vermeiden
Dennoch halte ich autoritäre Moral
Für überflüssigen Unsinn der nichts
Vernünftiges je erreichen kann wie
Nur Trotz und Widerstand weckt
Also mehr destruktive Energie als
Möglichkeit zur Gestaltung schafft
Zensur bleibt damit mangelhaft
Es braucht mehr Verantwortung
Des einzelnen auch in der Sprache
Wer andere beleidigt muss dann
Mit den Folgen auch leben was
Rassismus teuer macht statt die
Korrekte Moral diktieren zu wollen
Literatur und Sprache dabei stets
Zeitgemäß zu betrachten würde
Manche Debatte entbehrlich machen
Es ist immer richtig niemanden
Beleidigen zu wollen darum muss
Historischen Schriften so wenig
Rassismus unterstellt werden wie
Vom Autor der Geist unserer Zeit
Habe selbst einmal einen Onkel
Zum Glück nur zweiten Grades
Öffentlich sehr hässlich das N-Wort
Nutzen hören und bin dies als üblen
Rassismus bezeichnend gegangen
Wie gleiches bei antisemitischen
Sprüchen vom linken Flügel auch
Was geteilte Reaktionen hervorrief
So verwunderte es bei ihrem Vater
Weniger als es sonst getan hätte
War andererseits früher noch normal
Finde Grenzen des Rassismus gut
Aber alle Zensur stets zweifelhaft
Doch muss wer dann nicht nachdenkt
Mit Konflikten infolge leben was
Weniger Zensur beim Sex für
Mehr moralische Freiheit wert wäre

jens tuengerthal 22.2.22

Dienstag, 21. Februar 2023

Überflusslust

Überflusslust

Ob Sex überflüssig eigentlich ist
Mögen katholische Priester im
Immer noch Zölibat entscheiden
Für sich denn für mich ist er Teil
Der Natur der nicht frei zu folgen
Ausdruck von Krankheit eher ist
Was also ganz natürlich ist muss
Keine Rechtfertigung mehr suchen
Es ist was es ist und also gut so
Sofern es alle dabei glücklich macht
Ist alles erlaubt was gefällt wie ein
Überfluss an dem was gut war
Schönste Quelle der Lust ist die
Wo sie aufeinander überläuft zur
Fließend guten Erinnerung wird
Die fliegend bleibend weiter läuft
Wer je das Glück erleben durfte
Eine Frau so überlaufend vor Lust
Zu erleben kann sicher sein ihr
Gut getan zu haben zumindest
Für den Moment komme was wolle

jens tuengerthal 21.2.23

Freiliebe

Freiliebe

Früher suchte und wollte ich die eine
Bald fehlte mir an dieser jenes wie
An jener dieses was diesen alles an mir
Fehlte kann ich mir gut vorstellen
Aber hinterfrage es lieber nicht um
Schöne Erinnerungen zu behalten
Nicht am Selbstbild zu rütteln was
Wütende Weiber ein Leben lang
Genug schon erschütterten ohne
Je irgend ersichtliche Gründe der
Die Liebe ohnehin nie bedarf so
Wenig wie Logik warum es auch
Dahinstehen kann nun danach
Damals war meine Liebe gefangen
In Konventionen wie irrealen Träumen
Wollte eine für immer an mich binden
Heute liebe ich frei und lasse der
Liebe die Freiheit die sie braucht
Die eine liebe ich für das worin sie
Vollkommen mir gerade vorkommt
Die andere für dies was perfekt ist
Allen zu raten wäre statt des alten
Immer enttäuschenden all inclusive
Modell der ehelichen Liebe die sich
Paarweise auf den Abgrund der
Langweile zu bewegt in dem dann
Die durchschnittliche Liebe verreckt
Sie vorher sich noch betrügen
Während die Freiliebe erwartungslos
Miteinander glücklich bleibt um sich
An den je Schnittmengen zu freuen
Keine hat alles und niemand lebt um
Bedürfnisse anderer zu erfüllen aber
Aber viele haben Gemeinsamkeiten
Die sie für Momente liebevoll dann
Genießen können weil es mehr an
Glück in Leben und Liebe nie gibt
Nur ständig viel Drama was wir so
Gelassen wie offen für alles lieber
Vermieden denn das einzige Glück
Was bleibt ist das was wir nicht halten
Damit es sich frei fliegend niederlässt
Heute freue ich mich an denen die
Kommen um zu kommen oder für
Momente zu bleiben ohne je
Etwas von einer zu erwarten
Genieße ich was ist mehr als
Zuvor aber bleibe frei weil jede
Fessel die Liebe zerstörte

jens tuengerthal 21.2.23

Geschichtsschreibung

Geschichtsschreibung

Die Geschichtsschreibung ist nie
Der Spiegel dessen was war aber
Stets einer unserer Sicht auf das
Was uns beim Schauen bewegt
Warum wir noch fußnontenbeschwerte
Geschichtsbücher lesen wenn es
Romane doch genauso gut täten
Erzählt mehr vermutlich von uns
Als über die Zeiten aus denen
Mit erzählerischen Blick berichtet
So halten wir den Anschein von
Fakten für wahrer als Literatur
Die nur Geschichten erzählt
Es uns aber doch um Geschichte
Geht also was wirklich war auch
Wenn es immer nur den Blick
Derer spiegelt die erzählen
Geschichte und Literatur sind
Beide weiblich auch vom Wesen
Was heute eine Provokation ist
Aber auch das ist irgendwann
Geschichte denke ich lächelnd
Werde weiter Geschichten erzählen
Um Geschichte zu erzählen ein
Nur n beeindruckt mich nicht
Weder von hinten noch
Von vorne genommen ist
Die Kunst weniger genau
Trifft es darum exakt

jens tuengerthal 21.2.23

Liebesgeschichte

Liebesgeschichte

Die längste Liebesgeschichte meines
Lebens ist die zur Literatur zugleich
Jene die immer schöner wurde wie
Zu der ich immer wieder zurückkehrte
Zu behaupten ich wäre ihr stets treu
Gewesen wäre wohl gelogen weil sich
Immer wieder Frauen dazwischen drängten
Was die Literatur lächelnd tolerierte
Vielleicht weil sie auch weiblich ist
Genau weiß nichts ist von Dauer
Keine ihres Geschlechts kann es
Mit ihr an Vielfalt je aufnehmen
Aber vielleicht auch ohne Konkurrenz
Was obwohl weiblich erstaunlich wäre
Weil die Liebe gegenseitig ganz ist
Weiß es nicht wirklich aber das
Fehlende Wissen muss Liebe nie
Hindern auch wenn manche noch
Meinen es genau zu wissen ist
Gefühl davon völlig unabhängig
Vielleicht würde ich den Radius
Der Gefühle auf gute Literatur
Als Mittel der Wahl beschränken
Das Lust auf mehr macht wie
Der Liebe Dauer verleiht aber
Schon da scheiden sich die Geister
Es ist eine Frage der Ehre keinen
Schund in diese große Liebe die mein
Leben begleitet hineinzutragen aber
Gut gebunden und edel kann vieles
Überbrücken was sonst weniger
Gelesen würde denke ich aber
Hier geht es ja weniger um die
Liebe zu Büchern als die zur
Literatur als erfüllendes Glück
Keine Liebe mit der anderen aus
Respekt voreinander zu vermischen
Zeigt die Größe der Gefühle wie
Erfahrung mit Empfindlichkeiten
Wie schon gesagt ist die Literatur
Weiblich wer wollte es ihr übel nehmen
Zumindest bleibt es weiterhin dabei
Mit der Literatur bin ich seit über
33 Jahren glücklich vermählt egal
Wie nah sich die Zahl der Bücher
Mit jener der Frauen auch käme
Vergliche ich sie doch nie auch
Wenn beide eine Liebesgeschichte
Mit weiblichem Geschlecht sind
Rein grammatisch betrachtet

jens tuengerthal 21.2.23

Lustkonstruktion

Lustkonstruktion

Ist Lust nur Natur oder ein Konstrukt
Unseres Bewusstseins was lustvoll
Scheinen lässt das gerade in unsere
Schemen von Reizen passt die der
Mode gemäß lustvoll scheinen wie
Etwa der Bereich sexuelle Gewalt
Oder das Spiel mit ihr durch einige
Schlechte Bücher und Filme zur
Welle wurde die manche mehr reizte
Als die psychische Abweichung
Hinter den sexuellen Gewohnheiten
Warum erzählten mir Frauen mehrfach
Sie wollten vergewaltigt werden als
Reizvolle Vorstellung die aber meistens
In der Durchführung scheiterte weil
Gewalt gegen Frauen die ich liebe
So absurd und falsch mir vorkam
Dass alle Standkraft reißaus nahm
Ob es mit denen ginge die ich
Weniger oder nicht mag ist eine
Theoretische Frage da ich meist
Nur bei irgendwie emotionaler Nähe
Um körperliche noch mich bemühe
Weniger den Aufwand nicht wert ist
Wo wie die Lust konstruiert in uns
Was zwischen Trieb und Kultur triggert
Wann erscheint Sex gut und erfüllend
Hängt es am Aussehen der Beteiligten
Wo konstruieren wir nur Realität die
Mit unserer Natur nichts zu tun hat
Was ist am Ende reizvoller nur der
Natur zu folgen oder sie mit Kultur
Auch sexuell zu überwinden um so
Alle Möglichkeiten auszukosten die
Der Geist dem Körper eröffnet was
Die Frage stellt wo Lust beginnt
Im Kopf Herz oder sonst Körper
Triebe den Geist versklaven oder
Dieser seine Lust erst konstruiert
Welcher der Körper folgt wenn
Eines das andere weckt

jens tuengerthal 21.2.23

Lebensgestalter

Lebensgestalter

Wann gestalten wir unser Leben
Was befreit uns dazu statt nur ein
Leben in Funktion für andere zu leben
Was die meisten angestellt wohl tun
Gefangen im System der Versicherungen
Die lebenslänglich Sicherheit versprechen
Dafür Denken und Mündigkeit uns rauben
Wie die freie Gestaltung durch die noch
Schranken des Zulässigen lieber ersetzen
Wir funktionieren mehr systemimmanent
Statt noch unser Sein frei zu gestalten
Dies soll dem Leben mehr Sicherheit geben
Hat es aber schon vorher uns geraubt
Womit nichts mehr Wert für uns hat
Außer wir lassen uns kaufen was
Vielen lohnender als Freiheit scheint
Was vom Menschen übrig bleibt der
Nur noch systemimmanent funktioniert
Wird fraglich für alle denkenden Menschen
Zum Glück gibt es davon nur wenige
Eine Mehrheit schaut lieber Netflix
Es droht also keine Veränderung
Wer bewegte Bilder konsumiert
Wird fremdgestaltet aber das ist
Nicht schlimm wenn es keiner merkt
Warum Masse über Glück und Freiheit
Heute mehr entscheidet als es
Vernunft und Aufklärung sollten

jens tuengerthal 21.2.22

Wirklichkeitswahr

Wirklichkeitswahr

Wie wahr ist die Wirklichkeit noch die
Schon nicht mehr als wirklich geglaubt
Seit Watzlawick uns eines besseren
Von Paolo Alto aus belehrte fragt sich
Angesichts der Lügen im Krieg wie der
Reden Putins die einen pathologischen
Verlust der Realität offenbaren der dabei
Dem totalitären Denken der Sowjetunion
Immer ähnlicher wird was aber dort in
Der weite Russlands Tradition hat
Denken wir an potemkinsche Dörfer
Als Täuschung ihres Feldherren wie
Liebhabers vor Katharina der Großen
Die wohl nie so stattfand sondern die
Erfindung eines kursächsischen Diplomaten
Waren der Potemkin den Einfluss auf
Die Zarin neidete was aber wiederum
Zu Putin und seiner Wahrnehmung passt
Die einem stalinistischen Sowjetbürger
In nationaler russischer Tracht gleicht
So behauptet er gerade wieder der
Westen wolle Russland zerstören
Was bis zu seinem Feldzug eine Lüge
Wie absurder Unsinn schlicht war
Auch heute will keiner Russland oder
Seine Kultur zerstören aber das
Reich Putins als Oligarchie dafür
Aus der Diktatur endlich befreien
Was sicherlich das traditionelle Russland
Vor eine Revolution stellte die weder
Der Orthodoxie noch den Reichen gefiel
Die neue Sowjetunion wieder zerstörte
Die Denken und Stimmung steuern im
Russland unter Putin was keinerlei
Perspektive zur Freiheit mehr hat
So wenig wie China übrigens was
Weiter an seinen Lügen erstickt
Die totalitäre Regime auszeichnen
Es wäre Unsinn Russland befreien
Zu wollen wie die Aufklärung im
Zarenreich endlich nachzuholen
An der schon Katharina scheiterte
Die erst funktioniert wenn sich die
Russen vom Aberglauben befreien
Wie traditionelle Unmündigkeit ablegen
Vorher wird es keine Freiheit geben
Solange wird der kleine KGB Mann
Der Stalin noch verehrte weiter an
Seinem Traum der Sowjetunion bauen
Von zu vielen dafür hoch verehrt
Ob ihn zu töten eher eine neue
Östliche Dolchstoßlegende nährte
Oder Millionen vor dem Tod bewahrte
Wie Stauffenberg und Moltke noch
Zu Hitler stritten wäre wohl umstritten
Gäbe es einen bereitwilligen Mörder
Der den Massenmörder Putin erledigte
Noch scheint die Angst vor ihm größer
Als die Furcht vor den Folgen dabei
Täte es gern hätte ich die Mittel
Wieviele Millionen Opfer wir diesmal
Hinnehmen dem Wahn kleiner Männer
Feige noch Raum zu geben ist unklar
Jeden Tag werden es hunderte mehr
Im Kampf um das russische Reich
Als Erbe der Sowjetunion deren
Untergang kein Mensch bedauerte
Außer ihren Funktionären wie Putin
Oder deren Jünger wie Wagenknecht
Ob Putin noch einmal in die Realität
Zurückkehrt oder besser vorher stirbt
Weniger Schaden anzurichten wird
Über Millionen Menschen entscheiden
Diesen zu helfen gegen einen wäre
Gut und gerecht wohl nur fragt sich
Wer tut es und bringt ihn ans Ende
Damit zumindest seine Vision vom
Totalen Untergang wahr wird fragt
Wer auf ein gutes Ende hofft aber
Die gibt es nur im Märchen noch

jens tuengerthal 21.2.23

Montag, 20. Februar 2023

Lustgeduld

Lustgeduld

Lust mit unerfahrenen Frauen
Braucht sehr viel Geduld warum
Der Traum der Muselmänner von
Jungfrauen eher absurd mir scheint
Mit Männern mag es ebenso sein
Doch ist meine Erfahrung gering
Etwas dazu sagen zu wollen
Auch sich neu einzuspielen um
Jenseits erster Triebe zu finden
Was auf Dauer heiß machen kann
Erfordert oft mehr Geduld als an
Glücklichem Erfolg zu erwarten ist
Wie der Prozeß an sich auch viel
Mehr Geduld stets erfordert als
Es zeitlichen Gewinn geben kann
Der immer nur Millisekunden währt
Doch ist Sex immer einer warum
Alles übrige dahinstehen kann
Dennoch hat es wohl nie genossen
Wer sich davon abhalten ließe auf
Schönen gemeinsamen Sex noch
Weiter zu hoffen der seltener ist
Noch aber glücklich werden wir
Bei der Lust ohnehin nur wo der
Vergleich aufgegeben wird was
Jede uns besonders macht wie
Gut und besser entbehrlich also
Bewusstsein und Erinnerung quasi
Bewusstlos vögelnd ausblendet
Geduld hilft dennoch nur sei uns
Dabei klar nichts ändert sich je
Alle ficken so wie sie sind nur
Manche sind dabei eben besser
Was ohne Vergleich nicht geht
Warum wir geduldig bleiben im
Wissen alle Lust ist endlich

jens tuengerthal 20.2.23

Liebeszeit

Liebeszeit

Liebe braucht Zeit hörte ich oft
Wenn mein Gefühl mal wieder
Schneller war als die Umgebung
Was zeigt diese Aussage ist so
Unsinnig wie zugleich wahr
Wahrer noch würde sie wenn wir
Bedächten wieviel Zeit sie kostet
Für vergebene Liebesmüh was
Keinem hier empfohlen sei da
Wenig mehr große Gefühle
Überzeugend lächerlich macht
Manche unterscheiden auch die
Liebe vom verliebt sein das es
Erst zur Liebe schaffen muss
Als brauche es ein Diplom dazu
Seinen Gefühlen Ausgang zu geben
Unwissend ob sie je wiederkommen
Wäre das sogar eher unvernünftig
Auch wenn wir mit Vernunft bei der
Liebe selten weiterkommen wie
Keine liebende Frau müde wird
Zu betonen warum Mann besser
Nicht widerspricht und sei es nur
Weitere Wiederholungen künftig
Zu vermeiden die nichts ändern
Aber viel Zeit kosten bis es zur
Sache geht was immer dann die
Der Liebe eigentlich ist so wird
Wer Liebemachen sagt vermutlich
Meinen Sex sei der Hauptzweck
Wie Begattung der Fortpflanzung
Für diese christlich reduzierte Spezies
Der Lustverweigerer dienen soll
Wüsste es nicht so genau zu sagen
Hätte früher den Sex für viel
Wichtiger gehalten als den ganzen
Emotionalen Kitsch der noch gerne
An das davor gehängt wird aber wie
Gut tarnt großes Gefühl verbunden
MIt einer geschickten Zunge die
Zunehmende männliche Impotenz
Warum viele Oralvirtuosen werden
Wer wollte schon des Egos wegen
Auf die Liebe lieber verzichten
Die schon Goethe für ein Glück
Hielt ohne dass wir wüssten wie
Weit er bei Friederike Pfarrerstochter
Auch zum Liebemachen kam was
Einige Biographen erst in Rom
Verorten aber der Ort ist dabei
Ohnehin völlig egal wie auch
Die Zeit denn wenn sie da ist
Ist sie da und dann ist es so
Was Ausreden braucht kommt
Eher nie zusammen denk ich
Auch wenn es gut ineinander
Passen kann was normal ist

jens tuengerthal 20.2.23

Buchzeit

Buchzeit

Bücher brauchen viel Zeit
Um gut gelesen zu werden
Darum liebe ich sie so
Die mir Lesezeit schenken
Was ich durch Parallellesen
Noch möglichst verlängere
Um von jedem so länger
Noch etwas mehr zu haben
Während ich lese tue ich
Nichts anderes was schon
Ein konzentrierter Genuss ist
Dennoch kann ich die Lektüre
Über Jahre unterbrechen um
Dann im nicht beleidigten wie
Immer noch geliebten Buch
Weiterzulesen als wäre nie
Etwas gewesen denke ich
Welcher Mensch kann da
Mithalten überlege ich aber
Denke lieber nicht an Frauen
Weil es vermutlich enttäuschte
Was ich besser vermeide da
Sich genüsslicher liebt wo ich
Sie liebe und verehre statt ihre
Natur zu kritisieren die sich nur
Menschlich nach Aufmerksamkeit
Sehnt während Bücher auch dann
Sprachlos zugewandt bleiben was
Das Ideal der Liebe doch wäre
Gäbe es sie in Wirklichkeit je
Zwischen Menschen die ihrer
Natur nach an sich denken
Versuchen Befriedigung zu finden
Wie die Würdigung ihres Wesens
Während Bücher nicht denken
Befriedigung fraglos schenken
Einfach da sind wo gelesen
Wie wenn gut zum denken
Anregen können was den
Meisten Menschen nie im
Leben oder selten nur gelingt
Warum Bücher ihrer Natur nach
Die besseren Geliebten sind
Nur nass werden sie besser nie
Hoffe darum noch viel Zeit mit
Büchern trocken zu verbringen
Als gewonnene Lesezeit dann
Der schönste Genuss mir
Einer selbstlosen Liebe

jens tuengerthal 20.2.23

Literamut

Literamut

Braucht gute Literatur den Mut
Gegen alle Konventionen ihren
Weg zum Ausdruck zu gehen
Der auf nie gegangenen Pfaden
Neue Horizonte erst eröffnet
Die das Denken antreiben um
Ja wozu eigentlich denke ich
Als Anhänger der Aufklärung
Wäre nun ein fester Glaube an
Den Fortschritt wohl geboten
Auch gegen Rousseau nötig
Der als Gläubiger nur wieder
Zurück zum Paradies will was
Eine unselige Erfindung der so
Zurückgebliebenen Religionen
Die aus der Wüste stammten
Im Konkurrenzkampf mit der
Frauen stärkenden aus Babylon
Einst war dass wir sie besser
Gestern als morgen vergessen
Da wird mir wie erleuchtet klar
Was bei Atheisten seltener ist
Literatur muss nichts außer gut
Sein um so zu unterhalten aber
Den Mut nichts zu wollen als
Amüsiert zu unterhalten muss
Mann erstmal fassen was immer
Frau in dieser Zeit noch tut ist
Der Geltungsdrang des Sex
Sicher ein gleichwertiger Wert
Zu den hehren der Aufklärung
Für die ich mich dreimal vor
Diderot wie meinem einzelnen
Band der Enzyklopädie und gen
Königsberg immer noch verneige
Als sei Vernunft ein Aberglaube
Wie jener des Räubers aus Mekka
Gestehe hier nun offen und herrlich
Keine Ahnung zu haben was gute
Literatur muss als es zu sein ob
Aus Freude oder Qual geboren
Mit einem Lächeln oder unter
Vielen Tränen erlitten ist egal
Wobei weniger Gefühl mehr
Distanz zu sich noch gibt als
An Anteilnahme gut sein kann
Mit Mut oder Angst geschrieben
Ist weniger entscheidend als das
Was immer dann gut war ist 
Schon Mut genug zu hoffen
Nicht schlecht zu sein

jens tuengerthal 20.2.23