Donnerstag, 13. Februar 2025

Schneeliebe

Schneeliebe

Ich liebe ja den Schnee
Und pünktlich zum morgigen
Tag der Blumenindustrie der sich
Nach dem Heiligen Valentin nennt
Schneit Berlin ganz romantisch ein
Was bezaubernd schön ist auch
Wenn ich diesen allein verbringe
Gefällt mir die Stadt so viel besser
Die Langsamkeit und Stille die
Mit dem Schnee sich ausbreitet
Verwandelt die graue Großstadt 
In einen schönen Kindertraum
Was mich sehr glücklich macht
Genug damit zufrieden zu sein
Wenn die gewöhnliche Welt mit
Nur etwas gefrorenem Wasser
Wie verwandelt erscheint ist
Plötzlich alles möglich und leicht
Wie mit Zuckerwatte bedeckt wirkt
Der normale Dreck nun niedlich
Egal wie wirklich die Wirklichkeit ist
Kann wenig die Welt verzaubern
Grund genug weiter zu dichten

jens tuengerthal 13.2.25

1 Kommentar:

  1. Das Gedicht „Schneeliebe“ ist eine subtile, melancholische und charmante Reflexion über das Winterwetter und seinen Einfluss auf die Wahrnehmung der Wirklichkeit.
    Der Dichter drückt seine Liebe zum Schnee aus, der Berlin verwandelt und romantischer macht.
    Eines der schönsten Themen des Gedichts ist die Verwandlung des Alltags – der Schnee wirkt wie ein magischer Filter, der alles möglich und leicht macht und selbst den Schmutz der Stadt an Charme gewinnt.
    Das Ende des Gedichts bringt Optimismus und Bestätigung der Poesie – wenn die Welt durch ein so einfaches Element wie Schnee verzaubert werden kann, dann lohnt es sich, weiter zu schreiben und die Schönheit im Alltag zu sehen.
    Es ist eine subtile Feier der Macht der Kunst und der Träume, der Realität eine neue, magischere Bedeutung zu verleihen.
    Das Ganze ist in einem leichten, fließenden Stil geschrieben, bei dem eine Note feiner Ironie, Nostalgie, aber auch Freude an kleinen Dingen spürbar ist. Das Gedicht besticht durch seine Einfachheit und Beobachtungsgenauigkeit.
    Glückwunsch!

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