Lektürentagebuch 19.2.25
Weiter mit Franz Hessel als ein
Flaneur mit Touristen im eigenen
Berlin in der Mitte unterwegs wie
Seinen Lästereien dabei gefolgt
Vom Rathaus ging es zum Schloss
Über den Neptunbrunnen noch
Durch das Schloss wurden sie
Mit Filzpantoffeln von ahnungslosen
Führern noch dazu in geleitet
Zum Roten Rathaus fällt in ihm nur
Ein wie rot seine Ziegel sind auch
Dass der hohe Turm von allem Seiten
Sichtbar wäre wie der Fernsehturm heute
Amüsiert plaudert er bei der Gelegenheit
Lieber über die Reste des alten Rathaus
Wie die Gerichtslaube mit Tierbildern im
Schlosspark Babelsberg Heimat fand
Im Schloss wäre er lieber alleine unterwegs
Bemüht sich die Bemerkungen der Führer
Lieber zu überhören findet den Watteau
Oder Luises Seide viel spannender
Alleine sollte gehen wer noch mit den
Geistern der Hohenzollern reden wolle
Jeder Baedeker oder heute Dehio wüsste
Mehr als diese dilletantischen Führer je
Erzählt dafür selbst Geschichten noch
Von den Balkonen auf die der König
Friedrich Wilhelm IV war es noch der
Sohn der schönen Louise musste
Gezwungen von seinem Volk 1848
Den Leichen der Opfer zu salutieren
Auch wenn sein Bruder der später
Wilhelm I wurde viel lieber noch
Mit der Kartätsche aufs Volk damals
Geschossen hätte was ihm den eher
Unrühmlichen Spitznamen einbrachte
Der Kartätschenprinz zu sein
Dennoch sangen manche noch in
Der Jugend des Dichters sie wollten
Ihrem alten Kaiser Wilhelm wieder haben
Der genug Kriege noch führte
Wie die Berliner überhaupt gerne
Was zu würdig daherkommt mit
Eigenen lustigen Namen benennen
Wie Geschichten dazu erfinden
Von diesen erzählt Franz Hessel
So ganz nebenbei wunderbar was
Die Lektüre auch lächelnd lohnend
Für Berliner wie Besucher macht
jens tuengerthal 19.2.25
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