Bibliotheksfrieden
Bibliotheken sind Orte des Friedens
Zugleich der Stille wie dazu ruhiger
Lektüre statt lautem Streit setzt sich
Jeder mit seinen Gedanken in Ruhe
Auseinander ohne andere zu stören
Wir bräuchten in unserer zu lauten
Welt viel mehr Bibliotheken warum
Der Dichter und Flaneur hier auch
In einer solchen etwas verstaubten
Lebt und dies den besten Weg zum
Glück findet um vom Diwan aus erst
Die Literatur zu befragen bevor ich
Urteile oder verurteile viel lieber in
Ruhe beobachte und genieße was
Dem Flaneur wie dem Leser in mir
Vom Wesen her ganz entspricht
Habe die ganze Welt in meiner
Kleinen Bibliothek und muss darum
Nirgendwo mehr hin reisen sondern
Kann mit einem Griff lesen was mir
Andere durch alle Zeiten von der
Welt erzählen die es besser tun
Als überschätzte eigene Anschauung
Prüfe was Philosophen dazu sagten
Ohne den Diwan je zu verlassen
Die Welt der Bücher ist größer als
Unser kleiner Planet wie mir etwa
Der Astronaut Ijon Tichy vom großen
Stanislaw Lem erzählen kann der
Leicht wie jedes Buch es kann die
Grenzen von Raum und Zeit noch
Überschreitet Neuland zu entdecken
Was dann immer auch erlesen ist
Entdeckten mehr Menschen dieses
Glück literarischer Reisen statt des
Höllischen Tourismus der alles nur
Zerstört die Welt würde wunderbar
Darum baue wer Frieden will nun
Wie künftig mehr Bibliotheken was
Zuerst bei sich anfängt wo sie den
Überflüssigen Fernseher ersetzen
Weil bewegte Bilder nur berieseln
Während Bücher denken lassen
Was Lust und Freiheit schenkt
Zum ewigen Frieden noch dazu führt
Wer also endlich den Traum vom
Ewigen Frieden realisieren will der
Baue mehr Bibliotheken statt allem
Und folge im übrigen Kant
jens tuengerthal 15.2.25
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