Montag, 23. März 2026

Lektürentagebuch 23.3.26

Lektürentagebuch 23.3.26

Ausführlich schreibt Erwin Seitz in
Die Verfeinerung der Deutschen am
Ende über bürgerliche Lebenskünstler
Der Bourgeois und Bohemien vereine

Diese Zwischenform bei der die
Protestantisch geschäftigen Teile
Der Bourgeoisie auf die Lebenslust
Städtischer Bohemiens trifft

Dem heutigen Zeitgeist doch sehr
Entsprechend geht es um ein eher
Gebildetes Grünes Publikum das
Sein Leben bewusst gestaltet

Statt ständigem Konsum lieber 
Weniger ausgewählt ökologisch 
Um bewusst mit gutem Gewissen
Seinen Luxus genießen zu können

Dafür werden verschiedene Beispiele
Gebracht wie der Zeitgeist eines eher
Gebildeten städtischen Publikums
In dem der Flaneur lange schon lebt 

Dies beschreibt Seitz der auch in 
Berlin lebt treffend und zeigt so die
Konstruktiven Perspektiven einer
Entwicklung zur Verfeinerung

Maßvoller Konsum hochwertiger vor
Ort mit kurzen Wegen verkaufter
Nachhaltig produzierter Güter mit
Menschlicher Verbindung vor Ort

Diese Bourgeois Bohemiens auch
Abgekürzt BoBos genannt sind ein
Wichtiges künftiges Publikum das
Zwei Eigenschaften in sich vereine 

Der bürgerlich geschäftig liberale
Aspekt verbindet sich mit einer
Neuen Ästhetik beim Genuss die
Aus weniger wieder mehr macht

Weniger Verpackung dafür mehr
Regionale ökologisch produzierte
Waren mit viel weniger Schadstoffen
Sorgen für mehr an gutem Gewissen 

Das hat seinen Preis der es dem
Wohlhabenden Publikum wert ist
Ein positiver Aspekt der natürlichen
Gentrifizierung für den Autor dabei

Andererseits sollten auch politisch
Sozialwohnungen gesichert werden
Städtisches Leben bezahlbar bleiben
Genossenschaft vor Investoren gehen

Eine wichtige Verbindung dabei von
Wirtschaft nun und Politik welche 
Die Zukunft städtischen Wohnens auf
Neue Art schön und attraktiv macht

Auch das eine Verfeinerung einer
Lebenskultur die wichtig ist und so
In den letzten Jahren entwickelte als
Neue Form der nachhaltigen Kultur

Diese ist technikaffin tolerant wie 
Für neue Lebensformen auch offen
Das Gegenteil von MAGA und AfD
Die jene wählen die Angst haben

Der urbane Instinkt zur Verfeinerung
Wirke seit 5000 Jahren in der Kultur
Habe sie weiterentwickelt auch wenn
Ängstliche immer bremsen wollten 

Spannend ist es als Flaneur auch
Teil dieser Bewegung zu sein wie
Diese weiter zu kultivieren um so
Zukunft neu zu gestalten auch

Vom städtischen Leben nach der 
Anderen Kulturgeschichte geht es
Zur Naturbeobachtung bei Selborne
Mit Reverend Gilbert White der im

Nun 12. Brief vom 14. November 
1767 an Thomas Pennant Esquire 
Schreibt wobei letzteres eine typisch
Angelsächsische Höflichkeitsform ist

Mit ihr werden bis heute Anwälte als
Angehängter Titel geehrt so freut er 
Sich zunächst dass der übersandte
Vogel kein gewöhnlicher Falco war

Mehr hätte es ihn nur noch gefreut
Wenn auch der Freund diesen nicht
Gekannt hätte was aber wohl ein zu
Schwieriges Unterfangen wäre

Sodann berichtet er von den Mäusen
Die er sich geholt und gut konserviert
Hätte wie ihrer Art zu leben dass die
Eichhörnchen farblich ähnliche Art

Ihre Nester am Feld oder in Disteln 
Sich baut und in den kleinen fein aus
Halmen geflochtenen Kugeln bis zu
Acht Junge Platz fänden und überlegt

Wie ihre Mutter sie wohl dort säugt
Keinesfalls passt sie in dieses so
Kunstvoll geflochtene Nest selbst
Mit hinein so fragt er sich ob sie es 

Wohl an einer Seite dazu aufreißt 
Diese Kugel mit acht Jungen fand er
Auf halber Höhe einer Distel selbst
Am Feldrand gut geschützt

Nicht gut genug um nicht von dem
Naturforscher entwendet konserviert
Zu werden aber vielleicht ist das der
Preis dieser Lektüre auch

Immer wieder dabei den Wind in 
Den Weiden in Gedanken vor mir
Schützte ich zu gerne alles Leben
In der so wundervollen Natur

White berichtet noch von einem
Gentleman der sich auch für Vögel
Interessierte und ihm einen eher
Seltenen deutschen Seidenschwanz

Zeigte den sein Diener schoss und
Enttäuscht war dass er ihm kannte 
Berichtet davon dass 1685 eine
Größere Population schon kam

Dann grübelt er noch über die spät
Geschlüpften Schwalben überlegt
Ob diese auch wandern oder eher
Irgendwo geschützt überleben 

Erzählt von der nordischen Sage 
Dass sie Unterwasser überlebten 
Fragt sich ob das möglich wäre
Was sie sonst im Winter hier tun 

Wieder ein schöner Brief der auch
Mit einer gehörigen Portion noch
An Selbstironie bezüglich des Falco
Den er ihm schickte Humor zeigt

jens tuengerthal 23.3.26

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