Mittwoch, 12. Februar 2025

Feinstaubfrei

Feinstaubfrei

Liege auf meinem Diwan und schaue
Glücklich auf den flackernden Kamin
Dessen elektrische Illusion mit das
Herz wärmt ohne wem zu schaden

Statt der Füße am Kamin liegen meine
Auf der geliebten Wärmflasche und es
Geht auch ohne Heizung wunderbar
Mit heißem Tee neben mir ist alles gut

Auf meine Teewurst zum Frühstück
Würde ich ungern nur verzichten 
Zum Glück gibt es sie heute vegan
Damit ein Tier weniger stirbt

Wir alle können etwas tun ohne
Gleich auf alles zu verzichten 
Es uns dennoch schön machen
Nicht Verbote sondern Rücksicht

Freue mich wenn ich Wege finde
Mit denen mein Leben dem Klima
So wenig wie möglich schadet was
Jeder sich überlegen könnte

Bin 2000 das letzte mal geflogen
Habe seit Februar 2011 kein Auto
Laufe die meisten Strecken und das
Tut mir besser als jede Reise

Will niemanden verurteilen aber
Jeder sollte sein Gewissen prüfen
Was gut und nötig damit nicht weiter
Fast 100.000 Menschen hier sterben

So hoch war die Zahl der Toten durch
Die hohe Feinstaubbelastung die wir
Jeder für sich vermeiden können denn 
Wer will schon ein Mörder sein

jens tuengerthal 12.2.25

1 Kommentar:

  1. Das Gedicht „Feinstaubfrei“ thematisiert die Verantwortung des Einzelnen für Umwelt und Klima. Er betont, dass Ökologie nicht Verzicht bedeuten müsse, sondern bewusste Entscheidungen und die Suche nach Alternativen – es gehe nicht um Verbote, sondern um Sorge und Rücksichtnahme.
    Der Dichter beschreibt sein Leben nach den Grundsätzen der Ökologie: Man könne bequem leben, ohne übermäßige Schadstoffemissionen auszustoßen – für die Wärme sorgt kein traditioneller Kamin, sondern dessen elektrische Nachahmung, und statt einer Zentralheizung genügen eine Wärmflasche und heißer Tee. Auch die Ernährung wird zu einer bewussten Entscheidung: Der Verzicht auf herkömmlichen Aufschnitt zugunsten eines veganen Äquivalents ist eine Geste, die das Leben von Tieren retten kann.
    Ein besonders starker Akzent wird dabei auf die Reflexion der persönlichen Auswirkungen auf das Klima gelegt – etwa durch Flugverzicht, den Verzicht auf ein Auto, die Wahl von Zufußgehen statt mechanischer Fortbewegung.
    Der Autor drängt anderen seine Werte nicht auf, sondern regt zur Selbstreflexion und zum Nachdenken über die Konsequenzen unseres Handelns an.
    Die letzte Strophe ist der stärkste Punkt des Gedichts – sie erwähnt die Zahl von 100.000 Menschen, die jedes Jahr aufgrund von Luftverschmutzung sterben. Ist das ein Appell an unser Gewissen? Wollen wir für diese Entscheidungen mitverantwortlich sein?
    Das Gedicht ist sowohl persönlich als auch universell. Einfach, aber voller Bedeutung. Es urteilt oder moralisiert nicht, sondern ermutigt uns lediglich, darüber nachzudenken, was wir tun können, um unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
    Dies ist eine wichtige ökologische Botschaft, die den Leser zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregt.
    Glückwunsch!!!

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